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Veröffentlicht am 13.06.2017

wichtige Thematik wunderschön umgesetzt

Der Regenbogenfisch lernt verlieren (Deutsch-Italienisch)
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"Der Regenbogenfisch" von Marcus Pfister kennt wohl beinahe jeder, denn das Bilderbuch ist inzwischen schone ein Klassiker und feiert dieses Jahr sein 25 Jahre Jubiläum. Aus diesem Grund ist auch ein neuer ...

"Der Regenbogenfisch" von Marcus Pfister kennt wohl beinahe jeder, denn das Bilderbuch ist inzwischen schone ein Klassiker und feiert dieses Jahr sein 25 Jahre Jubiläum. Aus diesem Grund ist auch ein neuer Band erschienen: "Der Regenbogenfisch lernt verlieren".

Der Titel hat mich mit seiner Thematik sofort angesprochen, denn ich musste feststellen, dass Kinder, sobald sie in den Kindergarten kommen, plötzlich nicht mehr verlieren können - zumindest bei meinen ist das so. Da wird plötzlich geschummelt, geweint, getobt oder eingeschnappt ins Zimmer gerannt. Aus diesem Grund habe ich mir erhofft, dieses leidige Thema mit dem Regenbogenfisch thematisieren zu können.

Der Schwarm hat in diesem neuen Band Zuwachs bekommen, das Fischmädchen Rotflosse ist dazugestossen und sofort eine gute Freundin des Regenbogenfisches geworden. Gemeinsam mit den anderen Freunden spielen sie Verstecken. Doch es ist nicht der Tag des Regenbogenfisches. Er hat Mühe, die versteckten Fische zu finden, selber wird er aber vom kleinen Blauen sofort entdeckt. Der Regenbogenfisch will das gar nicht wahr haben, sucht den Fehler bei den anderen und schwimmt eingeschnappt davon.

Eine Situation, die jedem Kind wohl bekannt vorkommt. Und ich denke, dass es beide Seiten kennt. Und das ist das schöne an den Geschichten von Marcus Pfister. Die Themen sind direkt aus dem Kinderalltag gegriffen, so dass sich die Zuhörer perfekt identifizieren können.
Und eines haben wohl alle Bücher vom Regenbogenfisch gemeinsam: Sie stellen die Freundschaft, das liebevolle Miteinander in den Mittelpunkt. Und so wird auch dieses Mal eine Lösung gesucht. Rotflosse sucht das Gespräch mit ihm und erklärt, dass man nicht immer gewinnen kann. Der Regenbogenfisch weiss auch, dass seine Freundin recht hat und so gibt er sich Mühe, kein Spielverderber zu sein.

Auch "Der Regenbogenfisch lernt verlieren" erkennt man an seinen Aquarellbildern sofort. Die Bilder sind wunderschön und passen perfekt zur Unterwasserwelt. Mir gefällt auch Rotflosse sehr gut, denn in ihr hat der Regenbogenfisch nicht nur eine gute Freundin gefunden, sie bringt auch noch zusätzlich Farbe ins Meer.

Fazit:
Marcus Pfister stellt in seinen Bilderbüchern immer die Freundschaft und das respektvolle Miteinander in den Mittelpunkt. Und dazu gehört auch, dass man lernt, dass verlieren zum Spielen dazugehört.
"Der Regenbogenfisch lernt verlieren" thematisiert diese wohl allen Kindern nur zu gut bekannte Problematik, so dass sich die Zuhörer sehr gut identifizieren können.

Veröffentlicht am 12.06.2017

tierisch unterhaltsam & ausserordentlich originell

Käferkumpel (Die Käfer-Saga 1)
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Der britischen Verleger Barry Cunningham, der Entdecker von J.K. Rowling und Harry Potter, ist sich sicher, dass die Käfer-Saga von M.G. Leonard ein Klassiker wird.
"Käferkumpel" ist ein fantasievolles ...

Der britischen Verleger Barry Cunningham, der Entdecker von J.K. Rowling und Harry Potter, ist sich sicher, dass die Käfer-Saga von M.G. Leonard ein Klassiker wird.
"Käferkumpel" ist ein fantasievolles und originelles Abenteuer mit viel Humor. So birgt dieser erste Band nicht nur wahnsinnig viel Lesespass sondern bringt auch alle Attribute für ein ideales Vorlesebuch mit sich - und zwar nicht nur zuhause sondern auch in der Schule.

Der dreizehnjährige Darkus Cuttle hat früh seine Mutter verloren und lebt seither zusammen mit seinem Vater. Doch nun ist dieser spurlos aus dem Naturhistorischen Museum verschwunden und nur Darkus ist sich sicher, dass sein Vater weder auf der Flucht ist noch ein Doppelleben führt. Etwas anderes ist passiert und er will unbedingt herausfinden was. Darkus ist ein toller Protagonist, der über seinen Schatten springt und sein Herz am richtigen Fleck hat. So schliesst man ihn sofort ins Herz und springt gemeinsam mit ihm in ein tierisches Abenteuer, das sich gewaschen hat.

Doch die wahren Helden dieser Geschichte sind ganz klar die Käfer, allen voran der riesige Nashornkäfer Baxter, mit dem sich Darkus zu verständigen lernt.
Insekten kommen bei den meisten Menschen nicht gut an, viele ekeln sich sogar von den Krabbeltieren. Zugegeben zählen Käfer auch nicht zu meinen Lieblingstieren, faszinierend fand ich sie jedoch schon immer. Ich kann euch garantieren, dass es M.G. Leonard schafft, auch euer Interesse an den kleinen Tieren zu wecken und wer weiss, vielleicht wünscht sich nach "Käferkumpel" der eine oder andere auch ein Haustier wie Baxter.

Doch Darkus entdeckt nicht nur Baxter, im Laufe der Geschichte findet er auch menschliche Freunde.
Sowieso bietet die Geschichte eine ganze Palette an facettenreiche Charaktere. Diese reichen von liebevoll-verschroben über ulkig-durchgeknallt bis hin zu bitterböse.

Mit ihrem Debüt ist der Autorin M.G. Leonard ein ausserordentlich unterhaltsames und originelles Kinderbuch gelungen. Das Käfer-Abenteuer mit dem aussergewöhnlichen Ermittler-Duo bietet neben der spannenden Handlung auch noch eine gute Portion Humor und nebenbei lernt man auch noch einiges über Käfer.
Von Anfang an wurde ich tierisch unterhalten und von der dichten Atmosphäre in den Bann gezogen.

Fazit:
tierisch unterhaltsam & ausserordentlich originell
"Käferkumpel" müsst ihr unbedingt vorlesen! Ob der Schulklasse oder den eigenen Kindern ist egal .... und wenn dies nicht möglich ist, lest es einfach für euch alleine.
Ich garantiere euch, dass ihr euren Spass mit diesem amüsanten Abenteuer haben werdet und vielleicht sogar euer Herz für Käfer entdeckt.

Veröffentlicht am 15.05.2017

abwechslungsreiche Vorlesegeschichten rund um Familie, Freundschaft und die Natur

Greta Glückspilz.Von Eichhörnchen, besten Freunden und Zimtschnecken.
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Im Bilderbuch "Greta Glückspilz. Du bist meine Freundin!" konnten wir mitverfolgen, wie Greta Marie als Freundin gewinnen konnte, was nämlich gar nicht so einfach war. Da meine Tochter ganz begeistert ...

Im Bilderbuch "Greta Glückspilz. Du bist meine Freundin!" konnten wir mitverfolgen, wie Greta Marie als Freundin gewinnen konnte, was nämlich gar nicht so einfach war. Da meine Tochter ganz begeistert von den süssen Illustrationen ist, freute sie sich riesig, dass es mehr von Greta Glückspilz gibt - dieses Mal jedoch nicht ein Bilderbuch, sondern zauberhafte 5-Minuten-Abenteuer zum Vorlesen.

"Greta Glückspilz. Von Eichhörnchen, besten Freunden und Zimtschnecken" umfasst elf kurze Geschichten, in denen wir Greta, ihre Familie und Freunde besser kennenlernen. Auf der ersten Doppelseite wird Greta Glückspilz und ihr Wohnort Minzhausen mit einem kurzen Text und einem Bild vorgestellt, was ein wirklich gelungener Einstieg in dieses Vorlesebuch ist.

Jede Geschichte umfasst etwa 6 - 8 Seiten, was eine ideale Länge ist. So eignet sich "Von Eichhörnchen, besten Freunden und Zimtschnecken" perfekt als Gutenachtgeschichte oder zum Vorlesen zwischendurch.

Die einzelnen Abenteuer von Greta sind sehr abwechslungsreich. Einmal baut sie mit ihrem Grossvater eine Schaukel, dann vertreibt sie mit Hannes den Winter, verschönert gemeinsam mit Marie ihren kleinen Hund Bommel oder findet ein Eichhörnchen als neuen Freund. Greta ist einfach ein Glückspilz .... doch in der allerletzten Geschichte, muss auch Greta einmal erfahren, was ein Pechtag ist.

Sandra Grimm hat elf tolle Abenteuer geschrieben. Mir gefällt es sehr gut, dass Greta viel Zeit draussen verbringt und so die Natur oft eine wichtige Rolle spielt. Aber man merkt auch, wie wichtig ihr die Familie und die Freunde sind, denn die Charaktere sind alle sehr liebevoll geschildert und haben eine innige Beziehung.

Auch dieses Buch von Great Glückspilz wurde von Elli Bruder illustriert. Jede Seite wird von einem farbenfrohen, süssen Bild bereichert, so dass das Vorlesen gleich doppelt Spass macht.

Fazit:
"Greta Glückspilz. Von Eichhörnchen, besten Freunden und Zimtschnecken" umfasst elf Vorlesegeschichten rund um Familie, Freundschaft und die Natur. Diese sind sehr abwechslungsreich und eignen sich von der Länge her perfekt als Gutenachtgeschichte oder für zwischendurch. Ergänzt durch herzallerliebste Illustrationen ist dies ein klasse Vorlesebuch, das ich sehr gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 15.05.2017

steht bei uns hoch im Kurs

Tokkis Reise
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Nur schon das Cover von "Tokkis Reise" ist ein Eyecatcher. Es gibt nicht viele Bilderbücher mit Ausserirdischen und UFOs und genau diese Thematik interessiert und fasziniert viele Kinder.

Tokki ist ein ...

Nur schon das Cover von "Tokkis Reise" ist ein Eyecatcher. Es gibt nicht viele Bilderbücher mit Ausserirdischen und UFOs und genau diese Thematik interessiert und fasziniert viele Kinder.

Tokki ist ein kleiner Ausserirdischer, der auf einem fernen Planeten lebt. Am liebsten düst er in seinem Raumschiff herum oder spielt Space-Ball. Doch dann bekommt er von seiner Mutter den Auftrag, eine Kanne Milch von den Mondkühen zu holen. Unterwegs hält er an, um noch Andomeda-Äpfel zu pflücken. Als er weiterfliegt fängt sein Motor plötzlich Feuer und er muss auf einem fremden Planeten, der Erde, notlanden. Entsetzt muss er feststellen, dass sein Schwups-Kompensator kaputt ist. Sein Bordcomputer führt ihn zu einem Erfinder, der ihm weiterhelfen können soll. Als dieser die Andromeda-Äpfel entdeckt, ist er bereit, Tokki seinen Schwups-Kompensator gegen einen Andromeda-Apfelkuchen zu tauschen.

Doch Tokki hat noch nie einen Kuchen gebacken und geht dafür lieber zu einer Bäckerei. Aber dem Bäcker fehlt die Milch zum Backen, der Kuh das Gras zum Milchgeben, dem Rasenmäher Öl, ....
So entsteht eine ganze Tauschkette und Tokki lernt einige Erdbewohner kennen, denen er etwas besorgen muss, um das Gewünschte zu erhalten. Er lernt also, dass man selten etwas geschenkt bekommt, aber mit etwas Einsatz sein Ziel erreichen kann. Wenn man sich gegenseitig hilft, kann man miteinander reüssieren.
Und so ist es auch in "Tokkis Reise": Am Ende sind alle glücklich und zufrieden. Tokki kann sein Raumschiff reparieren und somit zurück zu seiner Mutter fliegen, der er ganz exotische, weisse Milch mitbringt.

Mir ist "Tokkis Reisen" wegen den Illustrationen sofort ins Auge gestochen. Ich liebe die Technik und vor allem die spezielle Farbpalette von Julia Neuhaus. Die Kinder sind dafür vom süssen grünen Tokki mit seinem Rüssel und der Antenne begeistert. Zudem müssen sie auf jeder Seite immer gleich seinen Begleiter suchen. Der kleine ausserirdische Hund macht nämlich meistens etwas Lustiges.

Aber auch die Geschichte macht richtig Spass. Durch die vielen Personen kann man beim Erzählen schön die Stimme verstellen.
Obwohl Till Penzek für die Kinder bisher unbekannte Begriffe wie Space-Ball, Schwupps-Kompensator oder Andromeda-Äpfel verwendet, ist die Sprache sehr gut verständlich und ich war erstaunt, wie schnell diese besonderen Begriffe im Kopf geblieben sind - vielleicht gerade weil sie etwas Spezielles sind.

Fazit:
"Tokkis Reise" steht bei uns hoch im Kurs.
Mit einer spannenden Tauschgeschichte und wunderschönen Illustrationen zeigt uns der kleine Ausserirdische, wie wichtig es ist, einander zu helfen, so dass schlussendlich alle ihr Ziel erreichen.

Veröffentlicht am 08.05.2017

unser neues Lieblingsbilderbuch

Grododo
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Der Hase Cäsar freut sich nach einem langen Tag endlich schlafen zu gehen. Wie jeden Abend stellt er ein Glas Wasser auf seinen Nachttisch und seine Pantoffeln auf den kleinen Teppich, überprüft, dass ...

Der Hase Cäsar freut sich nach einem langen Tag endlich schlafen zu gehen. Wie jeden Abend stellt er ein Glas Wasser auf seinen Nachttisch und seine Pantoffeln auf den kleinen Teppich, überprüft, dass sich kein Monster unter seinem Bett versteckt, drückt seinen Teddy, schliesst ein Auge, dann das zweite und schläft auf beiden Ohren ein. Doch plötzlich schreckt er hoch. Wer wagt es, ihn beim Schlafen zu stören? Er schaut nach und sorgt für Ruhe. Aber die währt leider nicht lange. Cäsar wird immer wieder geweckt, wird immer wütender und müder, so dass sein Zubettgeh-Ritual immer mehr durcheinander gerät.

Es gibt Bilderbücher, die kaufe ich einfach für mich. "Grododo" von Michaël Escoffier und Kris Di Giacomo war so eines. Ich habe das Cover gesehen, und mich sofort verliebt. Auch wenn ich mir dachte, dass meine Kinder dieses spezielle Buch nicht sonderlich mögen würden, konnte ich nicht widerstehen.

Die Illustrationen von Kris Di Giacomo sind nämlich kunstvoll und in grau-braun-Tönen gehalten, was eine tolle Atmosphäre ergibt. Die Geräusche, die Cäsar aufwecken, werden als immer wiederkehrende Wörter auf einer ganzen Doppelseite optisch dargestellt. Damit kann man beim Erzählen spielen und die Spannung erhöhen.

Aber genau wegen den eher düsteren, sehr speziellen Bildern dachte ich, dass meine Kinder nicht so auf "Grododo" anspringen würden. Doch ich wurde überrascht. Vor allem mein Sohn (bald 5) hat nun ein neues Lieblingsbilderbuch. Als wir Cäsar das erste Mal beim Zubettgehen begleitet hatten, lachte er sich kringelig. Kinder lieben Wiederholungen und Rituale. Michaël Escoffiers Spiel mit den kleinen Verwechslungen bringt sehr viel Humor und wird hier geliebt.
Die letzte Doppelseite bringt übrigens noch einen krönenden Abschluss, an dem vor allem die Erwachsenen ihre Freude haben.

Fazit:
"Grododo" ist ein wunderbares Bilderbuch, das ich jedem nur ans Herz legen kann. Die Geschichte spielt humorvoll mit den Ritualen vor dem Zubettgehen und besticht mit kunstvollen und atmosphärischen Illustrationen.
Vielen Dank Michaël Escoffier und Kris Di Giacomo! Wir haben ein neues Lieblingsbilderbuch!