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Veröffentlicht am 03.08.2022

Eine ganz besondere Liebesgeschichte

Lonely Heart
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Wahrscheinlich hat jeder doch einmal eine Horrorvorstellung, was alles an einem Tag schief gehen kann – vor allem, wenn es ein besonders wichtiger Tag ist. Für Rosie ist das nicht nur ein Gedankenspiel, ...

Wahrscheinlich hat jeder doch einmal eine Horrorvorstellung, was alles an einem Tag schief gehen kann – vor allem, wenn es ein besonders wichtiger Tag ist. Für Rosie ist das nicht nur ein Gedankenspiel, sondern es wird Realität als sie ihre Lieblingsband Scarlet Luck für ihre Webradio-Show interviewen darf. Durch einen Fauxpas muss das Interview abgebrochen werden und noch viel schlimmer, die Situation geht viral und Rosie muss Angst um ihre Show haben. Noch mehr tut ihr leid, dass sie damit auch den Schlagzeuger Adam bloß gestellt hat.

Bei dem Roman hat mir besonders gut die Darstellung von Rosie gefallen. Sie ist eine sehr empathische Person, die genauso im Nachbarhaus von mir wohnen könnte. Dass sie auf mich so authentisch sowie realistisch gewirkt hat, mochte ich. Dabei hat sie auch Macken und Probleme, aber es sind nicht solche Probleme, die einen komplett erdrücken, sondern eher Versagensängste und Co. Natürlich ist es auch manchmal faszinierend über das Trauma eines Charakters zu lesen, aber das brauche ich nicht in jedem Roman.

Nach dem Fauxpas während des Interviews fangen Rosie und Adam an Kurznachrichten zu schreiben, weil sie sich bei ihm entschuldigen wollte. Daraus entstehen einige amüsante Dialoge und auch das ein oder andere stundenlange, nächtliche Telefonat. Es war schön mitzuerleben, wie die beiden sich Kennenlernen und schließlich auch anfreunden. Für dieses Phase wird sich viel Zeit gelassen, genauso wie im wahren Leben. Es ist keine Liebe auf der ersten Blick oder eine Leidenschaft, die wie ein Strohfeuer aufbrennt. In meinen Augen braucht eine solide Beziehung auch eine intensive Kennenlernphase, von daher hat die Autorin alles richtig gemacht.

Die Geschichte von Rosie und Adam war in meinen Augen emotional, berührend und einfach nur wunderschön. Ich freue mich schon darauf zu erfahren, wie es mit den beiden weitergeht. Zum Glück muss der Leser da nicht sonderlich geduldig sein, da die Geschichte im Herbst schon weitergeht.

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Veröffentlicht am 22.07.2022

Was für eine spannende, unvorhergesehene Wendung?!

Remember when Dreams were born
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Nach einem schweren Autounfall muss Maggie erst einmal viele Abläufe neu lernen. Vor allem muss sie ihr Selbstbewusstsein wieder aufbauen. Da traut sie sich kaum mit dem charmanten Hotelmanager Thomas ...

Nach einem schweren Autounfall muss Maggie erst einmal viele Abläufe neu lernen. Vor allem muss sie ihr Selbstbewusstsein wieder aufbauen. Da traut sie sich kaum mit dem charmanten Hotelmanager Thomas zu sprechen, der in ihren Augen eine viel bessere Partie machen könnte. Thomas trägt allerdings auch einige Narben, auch wenn diese nicht so sichtbar sind.

Beim Einstieg in den Roman mochte ich vor allem, dass die Reha in meinen Augen sehr realistisch dargestellt wurde und dass es hier nicht um eine Amnesie nach einem Unfall ging, sondern um andere Hirnschäden wie einen Sprachverlust und Probleme, die eigenen Gefühle immer unter Kontrolle zu halten oder auch zu verstehen. Bis dato habe ich noch nicht viele Bücher gelesen, in denen auf solche Aspekte eingegangen wurde.

Besonders gut hat mir auch der Schreibstil und vor allem die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wurde, gefallen. Maggie und Thomas schreiben sich immer wieder Mails, die locker und amüsant sind. Sie haben in meinen Augen die Handlung schön aufgelockert und haben dem Leser die Möglichkeit gegeben die beiden Hauptcharaktere sehr schnell auf eine intensive Art kennenzulernen. Manchmal denke ich mir, dass an viel zu wenige Briefe im Leben schreibt, aber nur die Hälfte der Mails, die ich tagtäglich bekommen, so gut formuliert und so schön wären, dann würde ich selbst noch mehr schreiben – nur um solche Antworten zu erhalten.

Wenn man einige Liebesromane gelesen hat, dann erkennt man danach meist sehr schnell einige Schemata in Büchern. Nach einigen Kapiteln hatte ich somit eine Idee, wie die Geschichte ausgehen könnte. Da war ich sehr überrascht, als nach etwa zwei Drittel eine Wendung kam, die ich so niemals kommen gesehen habe. Vielleicht gab es sogar zwischen den Zeilen ein paar Hinweise, aber diese habe ich erst rückwirkend erkannt. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, dass ich noch einmal vollkommen von einem Buch überrascht wurde. Mehr möchte ich zu dieser Wendung nicht verraten, um keinen zu spoilern. In meinen Augen hat dies jedoch die Geschichte zu einer ganz besonderen gemacht. Daher gibt es von mir auch eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 20.07.2022

Eine anschauliche Reise durch die Pandemie

Wuhan
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Nun bin ich selbst Mitte 2022 mit Corona infiziert, sitze Zuhause in Quarantäne und finde daher auch Zeit „Wuhan“ zu lesen. In Erwartung, einen Kumpanen für die Isolationszeit in der Hand zu haben, lesen ...

Nun bin ich selbst Mitte 2022 mit Corona infiziert, sitze Zuhause in Quarantäne und finde daher auch Zeit „Wuhan“ zu lesen. In Erwartung, einen Kumpanen für die Isolationszeit in der Hand zu haben, lesen sich die ersten Seiten noch recht zäh. Doch dann lässt einen die Odyssee des Protagonisten nicht mehr los. Das Ziel ist das Epizentrum Wuhan, um Frau und Tochter in der schweren Zeit, natürlich während des Ausbruches von Corona, beizustehen. Doch der Weg ist weit. Nicht nur durch tausende von Kilometer, sondern - dem durchschnittlichen europäischen Leser - kaum bekannte Städte, Regionen und Traditionen eines sehr fernen Landes.

Fern auch, weil man sich fragt, von welcher Pandemie hier die Rede ist. Während 2020 in Europa neben anfänglicher Masken- und Testnot, dann doch recht schnell der Sommerurlaub im eigenen Land und der Ton über Zoom zu den großen alltäglichen Problemen wurden, zeigt uns „Wuhan“, was es wirklich heißt, in einer großen, totalitären Diktatur zu leben.

Neben der Romanhandlung finden sich dokumentarische Abschnitte und Kapitel. Letztere arbeiten die Diskussion um den Ursprung des Virus auf und zeigen das Schicksal einzelner Blogger, die zu Beginn der Pandemie in Wuhan und zu ihrem Ursprung ihre eigene Recherche durchführten und dafür verhaftet wurden. Einige von ihnen bleiben bis heute „verschwunden“. Dieser hybride Ansatz führt dazu, dass Wahrheit und Fiktion verschwimmen und untrennbar ineinander übergehen. Und so drängt sich unverweigerlich „1984“ als Vergleich auf: Statt sich vor Telebildschirmen zu verstecken, helfen nun VPNs, die Macht der Partei zu umgehen und anstatt eines Tagebuchs, sind es Beiträge in sozialen Medien, die für den aktiven Widerstand stehen. Die totalitäre Diktatur China ist jedoch keine Fiktion, sondern Wahrheit. Insofern ist es wohl auch so, dass „1984“ eben kein Corona hat, sondern China an „1984“ leidet.

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Veröffentlicht am 17.06.2022

Eine so schöne Liebesgeschichte in New York, mit vielen ungeplanten Begegnungen und einigen bekannten Orten

Zwei Herzen unter acht Millionen
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Nachdem ich in letzter Zeit auch viele ernste Geschichten gelesen habe, habe ich mich noch einmal auf einen richtigen Wohlfühlroman gefreut. Wer auf der Suche nach dem perfekten Buch für den Sommerurlaub ...

Nachdem ich in letzter Zeit auch viele ernste Geschichten gelesen habe, habe ich mich noch einmal auf einen richtigen Wohlfühlroman gefreut. Wer auf der Suche nach dem perfekten Buch für den Sommerurlaub ist, der sollte sich in jedem Fall „Zwei Herzen unter acht Millionen“ anschauen. Für mich war es ein Kurzurlaub in New York und ich war sehr begeistert, dass so viele bekannte Orte beschrieben wurden. Ich hatte zeitweise das Gefühl wieder dort zu sein, da die Atmosphäre einfach so gut beschrieben wurde.

Der Leser lernt in diesem Buch Franny kennen, die den schlimmsten Tag überhaupt durchlebt. Sie wird nicht nur gekündigt, sondern in Kleid bleibt auch noch in der U-Bahn hängen und reißt am Rücken komplett ein. Hilfe bekommt sie von einem Fremden, der ihr sein Sakko gibt. Die beiden wechseln ansonsten kein Wort miteinander, aber da diese Begegnung ihren Weg ins Internet findet, treffen die beiden wieder aufeinander und finden sich nicht unbedingt sympathisch. Danach gibt es immer wieder zufällige Treffen in der Stadt, die niemals schläft.

Die Geschichte ist aus zwei Perspektiven geschrieben, sodass der Leser sowohl Frannys als auch Hayes Gedanken erfährt. Das fand ich hier besonders spannend, da es keine Geschichte mit Liebe auf den ersten Blick ist. So konnte ich viel besser verstehen, warum Hayes am Anfang eher ruppig reagiert und Franny die ein oder andere Notlüge gebraucht. Durch die vielen Begegnungen und weil es nicht direkt eine Anziehung gibt, können sich beide erst einmal auf unterschiedliche Arten kennenlernen, das hat mir sehr gut gefallen. Gefühlt bekommen beide erst einmal die schlimmsten Seiten voneinander zu sehen. Das hat mir das ein oder andere Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Darüber hinaus mochte ich, dass es viele alltägliche Situationen gibt. Bei einem Date muss man nicht mit einem Helikopter nach Seattle fliegen, um Spaß zu haben. So gibt es hier viele Spaziergänge, Marktbesuche und Gartenarbeit. So konnte ich mich besser mit den Charakteren identifizieren, weil sie einfach greifbarer waren. Alles in allem war das wirklich ein gutes Gesamtpaket und ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen. Ich hoffe, dass die Autorin mich noch einmal mit einer anderen Geschichte nach New York entführen wird. Ich kehre gerne dorthin zurück.

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Veröffentlicht am 16.06.2022

Starke, spannende Geschichte mit einem faszinierenden Setting

Sisters of the Sword - Wie zwei Schneiden einer Klinge
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Mittlerweile gibt es so viele fantastische Geschichten, dass es mir schwerfällt, noch einmal etwas komplett Neuartiges zu finden, da gefühlt schon jedes Setting einmal durchgespielt wurde. Ich bin da realistisch, ...

Mittlerweile gibt es so viele fantastische Geschichten, dass es mir schwerfällt, noch einmal etwas komplett Neuartiges zu finden, da gefühlt schon jedes Setting einmal durchgespielt wurde. Ich bin da realistisch, da es auch so viele Bücher gibt und freue mich aber über jede Besonderheit. Bei dem Roman musste ich nicht lange auf etwas Außergewöhnliches warten. Ziva ist eine ganz besondere Hauptperson, da sie in diesem Genre für mich der erste Charakter war, der auch mit einer Angststörung zu kämpfen hat. Sie arbeitet als Schmiedin und es ist es da gewohnt den ganzen Tag allein zu sein. Lediglich ihre Schwester hat sie gerne um sich. Angenehm ist auch, dass ihre Panikattacken zwar thematisiert werden, allerdings auch nicht zu dominant vorkommen.

Das nächste Highlight war für mich die Form der Magie. Als Schmiedin hat Ziva die Möglichkeit ihre Waffen mit Kräften aufzuladen, sodass Pfeile immer ihr Ziel treffen oder eine Axt den Gegner bewegungsunfähig macht. Diese Art der Macht habe ich ansonsten auch noch nie wo gesehen. Neben diesen wundervollen Besonderheiten ist dies allerdings eine klassische Quest. Ziva wird in einen größeren Konflikt verwickelt und muss fliehen, um gegebenenfalls einen Krieg zu verhindern. So bekommt der Leser auch noch einen guten Einblick von dem Land und lernt außerdem noch Zivas Weggefährten kennen.

In der kleinen Gruppe gibt es immer wieder kleinere Streitigkeiten oder viel mehr Kabbeleien, die die Handlung mit ihren amüsanten Dialogen auflockern. Ich mochte das miteinander der vier Charaktere sehr gerne. Es werden hier auch schöne Entwicklungen aufgezeigt, wobei mir diese gerne noch detaillierter beschrieben werden könnten. Bei Ziva ist eine Entwicklung besonders deutlich und ich konnte auch gut nachvollziehen, warum sie sich bei der ein oder anderen Sachen anpassen muss, aber ich hätte hier gerne noch stärker in ihren Kopf hineingeschaut.

Für mich hätten auch die Aspekte der Magie noch stärker dargestellt werden können. Ziva ist nicht die einzige Figur, die über Magie verfügt, allerdings hatte ich bis zum Ende kein Gefühl dafür, was alles in dieser Welt möglich ist oder welche Ausmaße die Magie haben kann. Das hätte für mich noch deutlicher dargestellt werden können. Meine Hoffnung ist da, dass dies in der Fortsetzung noch weiter thematisiert wird. Es werden zwar einige Fragen und auch schon Probleme in diesem Buch gelöst, allerdings ist das Ende dennoch eher offen. Es gibt somit noch genug Stoff für die Fortsetzung, die bereits im Herbst dieses Jahres erscheinen soll. Ich freue mich in jedem Fall darauf und hoffe, dass ich dazu kommen werde, Zivas Geschichte weiterzuverfolgen.

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