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Lenna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2022

Familiengeschichte

Die Frau im veilchenblauen Mantel
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Aufgrund des Klappentextes von 'Die Frau im veilchenblauen Mantel' dachte ich zunächst, dass Jo mit ihrer Flucht in die Vergangenheit aufgrund ihrer möglichen Hirnoperation im Mittelpunkt der Handlung ...

Aufgrund des Klappentextes von 'Die Frau im veilchenblauen Mantel' dachte ich zunächst, dass Jo mit ihrer Flucht in die Vergangenheit aufgrund ihrer möglichen Hirnoperation im Mittelpunkt der Handlung stünde. Irgendwie stimmt das auch, aber irgendwie auch wieder nicht. Natürlich erfahren wir als Leser*innen alles über Jo, ihren Beruf, ihr Umfeld und natürlich auch ihren besten Freund, in den sie sich verliebt hat. Und trotz all dieser Informationen ist es schlussendlich nicht sie bzw. sie nicht allein, die die Geschichte ausmacht. Für mich stand und steht Charlotte im Zentrum, deren Geschichte in Rückblenden immer wieder eingeschoben wird. Diese Einblicke in ihr Leben in den Zwanziger Jahren hat mich tief beeindruckt und bewegt. Sie ist eine unglaublich starke und bewundernswerte Figur, die mich sehr inspiriert und mir imponiert hat. Warum gerade sie thematisiert wird und in welche Beziehung sie zu Jo und ihrer Familie steht, will ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Der Schreibstil des Buches war zudem immer sehr leicht zu lesen und ich hatte das Buch im Nu (leider) durch, aber ich würde es jederzeit ein zweites Mal zur Hand nehmen.

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Veröffentlicht am 24.06.2022

Sommerbuch

Ein unendlich kurzer Sommer
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Es gibt Bücher, die funktionieren am besten im Sommer. Zu diesen Büchern gehört auch 'Ein unendlich kurzer Sommer', wobei das bei dem Titel natürlich auch nicht verwunderlich ist. Man taucht ein in diese ...

Es gibt Bücher, die funktionieren am besten im Sommer. Zu diesen Büchern gehört auch 'Ein unendlich kurzer Sommer', wobei das bei dem Titel natürlich auch nicht verwunderlich ist. Man taucht ein in diese ganz eigene Welt auf diesem Campingplatz am Ende des Nirgendwos und will ihn am liebsten gar nicht mehr verlassen. Tatsächliche habe ich alle Figuren von Anfang an gemocht und in mein Herz geschlossen. Ich habe mit ihnen mitgelacht, geträumt und auch etwas geweint. Beim Lesen wird man mitgenommen und nicht mehr losgelassen. Auch wenn gar nicht mal so viel passiert, schafft es das Buch einen zu fesseln. Dabei werden irgendwie auch noch alle großen Themen wie Freundschaft, Familie, Liebe, Gemeinschaft und Tod verhandelt, ohne großen Aufwand. Es passiert einfach, ganz wie im richtigen Leben. 'Ein unendlich kurzer Sommer' erzählt im Grunde vom Leben mit all seinen Besonderheiten, Tücke, Geheimnissen und Wundern.

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Veröffentlicht am 24.06.2022

Entspannungsroman

Fishergirl's Luck
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'Fishergirl's Luck' ist eines dieser Bücher bei dem man wunderbar abschalten und entspannen kann. Es spielt an der malerischen Küste Schottlands und man kann die frische Seeluft förmlich beim Lesen atmen. ...

'Fishergirl's Luck' ist eines dieser Bücher bei dem man wunderbar abschalten und entspannen kann. Es spielt an der malerischen Küste Schottlands und man kann die frische Seeluft förmlich beim Lesen atmen. Die Landschaft wird toll geschildert und man fühlt sich wie im Urlaub.

Man begleitet Anna auf ihrem Weg zurück zu sich selbst. Mir hat es unheimlich gut gefallen ihre Entwicklung mit zu verfolgen und zu sehen wie ihre Kochinspiration zurückkehrt. Anna ist eine wirklich begnadete Köchin und mir lief beim Lesen immer wieder das Wasser im Munde zusammen. Ich habe richtig Lust bekommen ebenfalls den Kochlöffel zu schwenken. Darüber hinaus sind die Einwohner des kleines Dorfes sehr herzliche Menschen, mit nur wenigen Ausnahmen. Ich habe alle dort sofort ins Herz geschlossen und war sehr froh, dass Anna direkt Anschluss fand! Ein weiterer riesiger Pluspunkt des Buches ist das Fehlen von unnötigem Drama! Das heißt nicht, dass es keine Spannung gab, die gab es durchaus!
Mir hat die Lektüre rundum gefallen und ich würde sie jederzeit ein weiteres Mal lesen!

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Veröffentlicht am 19.05.2022

Einfach wunderschön

Die Sammlerin der verlorenen Wörter
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Es ist wirklich eher selten, dass man eine Protagonistin im Buch ihr ganzes Leben lang begleitet. In 'Die Sammlerin der verlorenen Wörter' erzählt Pip Williams die Geschichte von Esme, die zwischen den ...

Es ist wirklich eher selten, dass man eine Protagonistin im Buch ihr ganzes Leben lang begleitet. In 'Die Sammlerin der verlorenen Wörter' erzählt Pip Williams die Geschichte von Esme, die zwischen den Papierschnipseln mit Worten im Scriptorium, in dem ihr Vater als Lexikograph arbeitet, aufwächst. Als Leserin begleitet man Esme über viele Jahre hinweg und sieht wie sie aufwächst und sich weiterentwickelt. Man geht mit ihr gemeinsam durch Höhen und Tiefen, lacht und weint auch mit ihr. Diese langfristig angelegte Entwicklung hat mir unheimlich gut gefallen und ich habe Esme und auch die anderen Figuren sehr lieb gewonnen. Auch die Arbeit der Männer an den verschiedenen Buchstaben für das Lexikon war faszinierend zu beobachten. Die Faszination, die Wörter haben können, spürte man auf jeder Seite des Buches, gerade auch weil Esme und ihr Vater immer wieder mit diesen Wörtern spielten. Gleichzeitig war es aber auch wahnsinnig informativ, weil die Wörter immer sowohl in englischer Sprache als auch in Deutsch mit ihren Definitionen abgedruckt waren. Man fühlte sich als richtiger Teil dieser Arbeitsgemeinschaft! Ich habe es wirklich geliebt Esme auf ihrem Lebensweg zu begleiten, auch wenn ich am Ende sehr traurig war, weil ich mir ein anderes Ende für das Buch gewünscht habe. Trotzdem würde ich dieses Buch jederzeit erneut lesen!!!

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Veröffentlicht am 12.05.2022

Krimi in der queeren Community

Der letzte Schrei
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"Der letzte Schrei" von Yonatan Sagiv hatte sofort meine Neugierde geweckt. Ich lese unheimlich gerne Krimis, hatte aber zuvor noch keinen innerhalb der queeren Community und auch keinen in Tel Aviv spielenden ...

"Der letzte Schrei" von Yonatan Sagiv hatte sofort meine Neugierde geweckt. Ich lese unheimlich gerne Krimis, hatte aber zuvor noch keinen innerhalb der queeren Community und auch keinen in Tel Aviv spielenden Krimi gelesen. Meine Neugierde war also geweckt und ich wurde definitiv nicht enttäuscht! Oded Chefer, der queere Privatermittler, der die Hauptrolle einnimmt, ist eine schillernde und gefühlvolle Persönlichkeit, die man einfach nur gern haben kann! Ich mochte sein divenhaftes Auftreten sehr und bin ein großer Fan seiner Figur geworden. Am Anfang war ich zwar verwirrt, da er sich selbst als 'sie' bezeichnet und ich zurückblättern musste, doch nach der anfänglichen Verwirrung mochte ich diese Seiten an ihm fast am liebsten. Auch wenn Oded nach außen hin zickig und sarkastisch wirken mag, ermittelt er doch mit ganzem Herzen! Die eigentliche kriminalistische Handlung rückte bei seiner Persönlichkeit zwar manchmal etwas in der Hintergrund, trotzdem wurde es nie langweilig und ich habe bis zum Ende mitgefiebert, ob Oded den Fall zu lösen vermag!

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