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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2017

Polizeiseelsorger Martin Bauer spektakulärer Einsatz

Glaube Liebe Tod (Ein Martin-Bauer-Krimi 1)
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Zusammen mit Hauptkommissarin Verena Dohr versucht Martin Bauer den Selbstmord eines Polizisten zu verhindern. Doch all seine Überredungskunst prallt an dem Todesmüden ab. So sieht sich Bauer zu einem ...

Zusammen mit Hauptkommissarin Verena Dohr versucht Martin Bauer den Selbstmord eines Polizisten zu verhindern. Doch all seine Überredungskunst prallt an dem Todesmüden ab. So sieht sich Bauer zu einem aussergewöhnlichen Einsatz berufen. Beide überleben den Sturz von der Brücke. Wenige Stunden später muss Bauer jedoch erfahren, dass sich der Polizeibeamte doch noch selbst gerichtet hat. Bauer kann diesen Suizid überhaupt nicht verstehen, er ist überzeugt, dass dahinter viel mehr steckt und Mord kann nicht ausgeschlossen werden. Bauer fühlt, dass er diese Hintergründe aufdecken muss, was teilweise auf totales Unverständnis stösst. Der Verstorbene hinterlässt nebst seiner Ehefrau auch einen 15-jährigen Sohn, der mit diesem Schicksalsschlag überhaupt nicht zurechtkommt. Bauer setzt alles auf eine Karte, um weitere Tragödien zu verhindern.
Dem Autoren-Duo ist mit diesem Krimi ein hervorragendes Debüt gelungen. Einfühlsam, tiefgründig aber auch brutal und gnadenlos. Speziell der Einsatz von Martin Burger sowie sein Charakter werden hervorragend geschildert. Ein Krimi, wo es nicht nur Gewinner sondern auch Verlierer gibt. Dass Martin Bauer mit seinem Handeln sich selbst in Gefahr bringt, vergisst er öfters. Mit seiner Verbissenheit gelingt es ihm, die Wahrheit an Licht zu bringen. Seine Ehefrau ist jedoch mit seinem grossen Engagement überhaupt nicht glücklich, da auch im deren familiären Leben nicht alles rund läuft.
Habe viele Nerven für dieses Buch verbraucht. Der Aufbau ist spannend, fesselnd und hat mich überzeugt. Das gewählte Cover passt stimmig zum Inhalt und gefällt mir. Bin heute schon gespannt, welche weitere Herausforderung auf Martin Bauer wartet.
Von mir eine absolute Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 16.06.2017

Eiskalt und hochspannend

Teufelskälte
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Und wieder wird ein junges Mädchen tot aufgefunden. Brutal und bestialische abgestochen wurde sie einfach liegengelassen. Tommy Bergmann, inzwischen ein erfolgreicher Kommissar, wird mit der Klärung dieses ...

Und wieder wird ein junges Mädchen tot aufgefunden. Brutal und bestialische abgestochen wurde sie einfach liegengelassen. Tommy Bergmann, inzwischen ein erfolgreicher Kommissar, wird mit der Klärung dieses Falles betraut. Als er die Leiche sieht, erinnert er sich an einen Fall in den 80-er Jahren. Auch da wurde ein Mädchen auf sehr ähnliche Weise ermordet und einfach weggeworfen. Die damalige Tote hiess Kristiane, 15 Jahre alt. Bergmann und sein Kollege mussten deren Mutter Elisabeth Thorstensen über die Ermordung ihrer Tochter informieren. Doch schon vorher gab es ermordete Mädchen. Ziemlich schnell wurde der Täter gefunden und aufgrund seines Geständnisses zu lebenslanger Haft verurteilt.
Bergmann ist jetzt überzeugt, dass es sich hier um einen Nachahmungstäter handelt oder der falsche Täter im Gefängnis sitzt. Zusammen mit Susanne Bech, eine ehrgeizige aber auch psychisch etwas labile Kollegin, alleinerziehende Mutter ein kleinen Tochter, unterstützt Tommy bei den Recherchen, da sie nicht viel Zeit haben, diesen Fall zu lösen. Denn der im Gefängnis sitzende Anders Rask hat erreicht, dass sein Fall neu beurteilt wird.
Schon bald entdecken die beiden, dass bei den alten Ermittlungen viele Fehler gemacht worden sind und ev. Zeugenaussagen nach dem Geständnis gar nicht mehr relevant waren.
Im Privatleben von Bergmann läuft es auch nicht so wie er es gerne hätte. Vor gut einem halben Jahr hat ihn seine Lebenspartnerin verlassen, da er gewalttätig wurde. Dieses Manko beschäftigt ihn mehr als ihm lieb ist und bringt zusätzliche Probleme. Unter anderem fragt er sich, ob ev. sein unbekannter Vater ein Gewalttäter war und er dieses Böse geerbt hat?
Gerd Sveen führt den Leser gekonnt durch die verschiedenen Ermittlungen und Gedankenwelten. Immer wenn man glaubt, jetzt eine positive Spur gefunden zu haben, stellt sich diese als Irrtum dar.
Einmal begonnen mit dem Buch, schaffte ich es fast nicht, dieses wieder aus der Hand zu legen. Was etwas verwirrend war, sind die ungewohnten nordischen Namen hat aber der Handlung nicht geschadet. Ein Psycho-Krimi oder Thriller vom allerfeinsten.
Dies ist mein erstes Buch von Gerd Sveen, der es verstanden hat, mich so richtig abzuholen. Sein Schreibstil ist flüssig und klar. Das Cover gut gewählt, spürt man doch aus der einfachen Gestaltung eine gewisse Kälte daraus.
Bis zu Schluss hochspannend und absolut empfehlenswert.

Veröffentlicht am 16.06.2017

verdrehte Wahrheiten und deren Folgen

Sieh nichts Böses (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 8)
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Kommissar Dühnfort und seine Gina sind überglücklich. Sind sie gerade von ihrer Hochzeitsreise zurückgekehrt. Und jetzt freuen sie sich auf das Elternwerden. Doch nach einem Arztbesuch, werden sie mit ...

Kommissar Dühnfort und seine Gina sind überglücklich. Sind sie gerade von ihrer Hochzeitsreise zurückgekehrt. Und jetzt freuen sie sich auf das Elternwerden. Doch nach einem Arztbesuch, werden sie mit einer Wahrheit konfrontiert, mit der sie nicht gerechnet haben.

Noch sind die Koffer nicht ausgepackt, schon wird Dühnfort zu einem ganz speziellen Mordfall gerufen. Bei einer Uebung für Leichensuchhunde wurde von einem der Hunde die halbverweste Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Neben der Leiche lag eine kleine Messingskulptur, ein Affe, der seinen Unterleib bedeckt (Tu nichts Böses). Dieser Hinweis gibt Dühnfort und seinem Team besonderes Kopfzerbrechen.

Anfänglich gestalten sich die Ermittlungen fast aussichtslos. Es dauert einige Zeit, bis man endlich den Namen der Verstorben ermittelt hat. Ein weitere ermordete Frauenleiche, mit ebenfalls einer beigelegten Messingskulptur eines Affens, gibt noch mehr Rätsel auf. Befindet sich der Täter auf einem Rachefeldzug und was will es damit erreichen? Verschiedene Spuren, die der Täter geschickt ausgelegt hat, sorgen bei der Polizei für immer mehr Verirrungen.

Inge Löhnig versteht es einfach, den Leser Total in ihre gut konstruierte Krimi-Geschichte einzufangen. Einmal angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Miträtseln und die Spannung hat mir richtig Spass gemacht. Ihr Schreibstil ist in meinen Augen einfach genial und überzeugend.

Der 8. Krimi aus der Dühnfort-Reihe ist ein voller Genuss und ich empfehle ihn gerne weiter.

Veröffentlicht am 22.07.2025

missbrauchte Heimkinder

Der Junge, der Rache schwor
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Kajsa Coren, Fernseh-Journalistin hat sich aktuell einem Thema verschrieben. «Missbrauch an Heim- und verwahrlosten Jugendliche». In der Nähe ihres zuhause wird ein älteres Ehepaar grausam ermordet und ...

Kajsa Coren, Fernseh-Journalistin hat sich aktuell einem Thema verschrieben. «Missbrauch an Heim- und verwahrlosten Jugendliche». In der Nähe ihres zuhause wird ein älteres Ehepaar grausam ermordet und verstümmelt. Da dieses sehr zurückgezogen lebte, ist es schwierig, diese Tat zu verstehen und aufzuklären. Kajsa setzt alles daran, die Hintergründe aufzudecken. Sie gräbt weit in die Vergangenheit der Opfer und findet so immer mehr Erklärungen. Dass sie dabei vom Täter beobachtet wird, spürt sie erst, als es fast zu spät ist.

Ein norwegischer Kriminalfall der durchaus realistisch sein könnte. Kajsa eine ehrgeizige und engagierte Journalistin. Sie ist verheiratet, ihr Mann ist ab und zu tätig als Profiler bei der Polizei. Ihre beiden Kinder sind noch ziemlich klein und benötigen noch viele Aufmerksamkeiten. Unweigerlich bleiben da Spannungen nicht aus.

Ich empfand Kajsa als eine sympathische und engagierte Person, die möglichst nichts anbrennen lässt. Die Story gut aufgebaut, manchmal etwas zu langatmig, trotzdem bleibt es bis zum Schluss spannend.

Eine Krimi-Reihe, die ich gerne weiterverfolgen werde.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

unterhaltender Lokalkrimi

Rache auf Friesisch
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Thomas Herzberg hat mit seiner neuen Reihe einen gelungenen Start hingelegt. Die beiden Kommissare, speziell KHK Werner Kruse erinnert mich stark an die Wegner Fälle. Haben die beiden vom Charakter her ...

Thomas Herzberg hat mit seiner neuen Reihe einen gelungenen Start hingelegt. Die beiden Kommissare, speziell KHK Werner Kruse erinnert mich stark an die Wegner Fälle. Haben die beiden vom Charakter her einige Gemeinsamkeiten. Mit Michi Greve, die als Kommissar-Anwärterin zum gestossen wird, sind Turbulenzen angesagt, die alle stark herausfordern.

Die Ermordung von Hajo Petersen, unausstehlich und von niemandem gemocht, wird erschossen. Zur seiner Lebzeit gilt er als geizig und vor allem tyrannisch. Es dauert nicht lange, als eine weitere Person auf ähnliche Weise ermordet aufgefunden wird. Verdächtige Personen gibt es genügende, doch wer und was steckt wirklich dahinter.

Die jeweiligen Kapitel sind kurz. Die Schriftsprache sehr bildhaft.

Ein Kriminalfall im hohen Norden mit etwas schrägen Protagonisten, die für Spannung und Unterhaltung sorgen.

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