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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2025

Hätte mehr sein können...

Scandor
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Wie oft hast du schon eine kleine (Not-)Lüge in deinen Alltag eingebaut? Und wenn es nur auf 'wie geht's dir?' ein gut war, obwohl es eigentlich nicht ganz so gut läugt? Tessa und Philipp werden, durch ...

Wie oft hast du schon eine kleine (Not-)Lüge in deinen Alltag eingebaut? Und wenn es nur auf 'wie geht's dir?' ein gut war, obwohl es eigentlich nicht ganz so gut läugt? Tessa und Philipp werden, durch ihren Fund einer Münze, mit dem neusten Lügendetektortest hart auf die Probe gestellt - jede noch so kleinste Lüge bedeutet das Ende im Wettkampf und das Absolvieren ihrer Mutprobe. Doch wie weit wird hier wirklich gegangen?

Scandor war mein zweites Buch der Autorin, aber irgendwie schon wieder nicht das aus Klappentext herausgehende Highlight für mich.

Der Schreibstil lies sich flüssig lesen und auch das Setting fand ich total interessant gestaltet. Das man das Ganze aus zwei Sichtweisen erlebt und ab und an auch noch von einem der anderen Teilnehmer fand ich super, allerdings haben sich die Aufenthaltsorte der beiden Hauptprotagonisten ja doch meist auf die selben beschränkt - ich hätte mir hier einfach noch mehr Abwechslung gewünscht.

Die Auflösung des Ganzen habe ich so echt nicht kommen sehen und das Ende hat für mich doch noch sehr viel rausgerissen, dazwischen war es für mich einfach doch leider zu viel Gerede und zu wenig Action.

Die Grundidee und auch -aussage des Buches fand ich wirklich gut und spannend gewählt, man hätte meiner Meinung nach einfach etwas mehr draus machen können...

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Veröffentlicht am 12.03.2024

Manchmal ist weniger dann doch mehr...

Mayfair House
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Mrs King will Rache, nachdem sie als Haushälterin des prunkvollen Anwesens der Familie de Vries in der Park Lane entlassen wird. Und hierfür plant sie mit ihren sorgfältig ausgewählten Komplizinnen den ...

Mrs King will Rache, nachdem sie als Haushälterin des prunkvollen Anwesens der Familie de Vries in der Park Lane entlassen wird. Und hierfür plant sie mit ihren sorgfältig ausgewählten Komplizinnen den Coup des Jahres: während die junge Hausherrin einen großen Ball veranstaltet, räumen sie das gesamte Haus aus - bis zum letzten Silberlöffel.

Das erste Drittel des Buches war etwas gewöhnungsbedürftig, aber nett gestaltet. In der Mitte war für mich der rote Faden leider nicht mehr hundert Prozent ersichtlich und manche Themen haben sich etwas im Kreis gedreht. Zum Ende hin hat mich der historische Cosy-Crime dann echt gut abholen und einnehmen können.
Ich habe ein paar Kapitel gebraucht, um mit dem an die Zeit angepassten Schreibstil warm zu werden, konnte ihn dann aber die meiste Zeit über relativ flüssig lesen. Die ein oder andere Übersetzung war für mich leicht holprig, aber nicht weiter störend.
Man liest die Geschichte aus unterschiedlichen Sichtweisen der helfenden Hände von Mrs King, was ich sehr mag - einfach weil man so um einiges mehr Einsicht in das Geschehen und die Gedanken der Protagonisten bekommt und sehr viel mehr miträtseln kann. Auch durch die Zeitangaben zu Beginn der Kapitel konnte man sich gut am zeitlichen Ablauf des Rachefeldzugs orientieren.
Die Charaktere an sich konnte ich ziemlich gut auseinander halten, allerdings hatten die meisten nicht so richtig die Tiefe für mich wie ich es mir eigentlich vorgestellt und auch gewünscht hätte, vielleicht wäre hier etwas weniger mehr gewesen. Wie auch in den allgemeinen Handlungssträngen, die sich sehr oft ineinander verwoben haben, aber nicht unbedingt alle wirklich gelöst und in meinen Augen für die Geschichte relevant waren. Manchmal wurde das Ziel für mich etwas aus den Augen und dafür der Platz zwischen den Buchdeckeln für unnötige Details verloren.
Was mir gut gefallen hat, waren die versteckten Verbindungen und Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Personen, die sich im Laufe der Geschichte eigentlich alle aufgelöst haben und auch stimmig erschienen.
An sich hätte ich mir mehr Details zum Raubzug und auch zum Ball gewünscht, da diese ja eigentlich die Highlights des Buches werden sollten, aber für mich dann doch etwas sehr blass blieben.
Für mich war “Mayfair House” ein sehr netter Read für zwischendurch, allerdings hätte ich mir doch mehr Intrigen gewünscht und bin vielleicht einfach mit anderen Erwartungen in die Geschichte reingegangen.

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Veröffentlicht am 03.11.2023

Zum Wegträumen und Dahinschmelzen

Liebe, Eis und Himbeerstreusel
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Im SCHNEEFLÖCKCHEN gibt es das beste Eis Berlins. Doch das will der alte Rivale von Sunny ihr abwerben. Als dann auch noch ihr Ex-Freund Leo plötzlich wieder im Laden steht und seine neue Freundin mit ...

Im SCHNEEFLÖCKCHEN gibt es das beste Eis Berlins. Doch das will der alte Rivale von Sunny ihr abwerben. Als dann auch noch ihr Ex-Freund Leo plötzlich wieder im Laden steht und seine neue Freundin mit dabei hat, erklärt Sunny kurzerhand Tom, den Nachbarn mit Fahrradladen, zu ihrem Verlobten. Doch ob das alles so gut geht, mit den vielen Verantwortungen?

Mit diesem Roman kann man sich im Sommer so richtig schön wegträumen und mit viel Fantasie sogar die wunderbaren Kreationen von Sunny auf der Zunge schmecken.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und gut lesbar, fast wie zum Dahinschmelzen. Viel Spannung in dem Sinne ist nicht vorhanden, aber trotzdem fiebert man sehr mit den Protagonisten mit, ob sie alle ihre Ziele erreichen können und endlich glücklich werden. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt und alle unheimlich sympathisch. Ebenfalls die Entwicklung der Einzelnen mitzubekommen war sehr gut belichtet. Auch das Setting in der Eisdiele war super cute und perfekt für den Sommer.

Es war ein wirklich sehr unterhaltsamer und netter Read für Zwischendurch :)

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Veröffentlicht am 07.07.2022

Problematisch, aber nicht schlecht

365 Tage
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Hotelmanagerin Laura wird plötzlich während ihres Urlaubs auf Sizilien in ein komplett neues Leben geworfen.

Vornweg: ich fand das Buch nicht schlecht, aber 100% überzeugt hat es mich dann auch nicht.
Der ...

Hotelmanagerin Laura wird plötzlich während ihres Urlaubs auf Sizilien in ein komplett neues Leben geworfen.

Vornweg: ich fand das Buch nicht schlecht, aber 100% überzeugt hat es mich dann auch nicht.
Der Mafiahintergrund von Massimo und seiner Familie hat mich persönlich am meisten interessiert, allerdings wurde dies doch eher immer nur am Rande aufgegriffen um seine Stimmungsschwankungen, Abwesenheiten oder Schlägereien zu rechtfertigen. In meinen Augen wäre hier viel Potential gewesen, um den doch sehr gering gehaltenen Spannungsbogen doch etwas mehr auszubauen.
Spannung gab es daher leider doch eher weniger, meist ging es von rumgeturtel zu anschreien und wieder zurück. Klar kam die ein oder andere Verfolgungsjagd mal daher, aber naja... meist wars nach spätestens 3 Seiten doch wieder vorbei.
Der Schreibstil war sehr flüssig zu lesen und man flog geradezu durch die Seiten und war dann doch etwas überrascht schon am Ende angekommen zu sein. Anfangs musste ich mit den Personen immer etwas hantieren (bis ich sie wieder richtig zugeordnet hatte) aber ansonsten brauchte ich bei dem Buch nicht viel mitdenken.
Was mir sehr gut gefallen hat war die Beschreibung und das Setting der italienischen Insel Siziliens.
Die Charaktere an sich waren in Ordnung, die Protagonistin dann doch ab und an etwas anstrengend & naiv. Eine kleine Charakterentwicklung konnte man allerdings trotzdem zum guten feststellen.

Durch den Cliffhänger werde ich dann aber doch ziemlich bald zum nächsten Teil noch greifen :D

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Veröffentlicht am 07.01.2022

Zwei Autoren, die Leiche eines jungen Mädchen und eine verbotene Liebe

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
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Ein Autor, Markus, schreibt über die Vorgeschichte des Lebens eines Autors, Harry, der vorher noch seine Liste – wie man ein erfolgreicher Autor wird - mit ihm geteilt hat, um ihn von seiner Schriftstellerkrankheit ...

Ein Autor, Markus, schreibt über die Vorgeschichte des Lebens eines Autors, Harry, der vorher noch seine Liste – wie man ein erfolgreicher Autor wird - mit ihm geteilt hat, um ihn von seiner Schriftstellerkrankheit zu befreien.

Die Charaktere sind sehr vielschichtig, man lernt sie im Verlauf der Geschichte immer besser kennen.
Das Nola und Harry sich die gesamte Geschichte lang siezen, fand ich tatsächlich etwas anstrengend, auch wenn das zu der damaligen Zeit einfach so üblich war…
Man dreht sich oft im Kreis und bekommt die gleichen Happen immer mal wieder aus einer anderen Perspektive zugeworfen.

Die kleinen Einleitungen vor den Kapiteln, in denen Harry über seine Erfolgsmaßnahmen für einen Autor spricht, sehr gut gefallen.
Die Kapitellänge war ziemlich lang..
Der Schreibstil ist leicht, aber durch die vielen Wendungen im Fall muss man wirklich aufpassen und mitdenken!
Das Setting in Aurora hat mir gut gefallen, es war sehr detailreich beschrieben und man fühlte sich als wäre man Teil der kleinen Gemeinschaft.

Ein normaler Roman ist es tatsächlich nicht, man könnte fast schon in Richtung Kriminalroman gehen.
Ich habe irgendwann einfach abgeschaltet und auf das Ende gehofft. Das Ende hat für mich viel gerettet, das kam wirklich überraschend! Das Buch war nicht schlecht, aber vielleicht einfach für mich zur falschen Zeit…

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