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Veröffentlicht am 13.07.2022

Die feine Gesellschaft

Die Toten von Fleat House
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Als in dem renommierten Internat St Stephen’s ein Schüler unter mysteriösen Umständen tot aufgefunden wird, ist die Aufregung groß. Rektor Jones befürchtet schlechte Presse sowie einen Rückgang der Anmeldungen ...

Als in dem renommierten Internat St Stephen’s ein Schüler unter mysteriösen Umständen tot aufgefunden wird, ist die Aufregung groß. Rektor Jones befürchtet schlechte Presse sowie einen Rückgang der Anmeldungen und würde die Angelegenheit am liebsten still und heimlich im Hintergrund aufklären lassen. Der Vater des Schülers jedoch ist ein einflussreicher Anwalt und besteht auf einer umfassenden Untersuchung durch Scotland Yard. Detective Inspector Jazz Hunter wird hinzugezogen, die zwar gerade ihre Karriere aus persönlichen Gründen beendet hat, den Fall aber interessant genug findet, um zurückzukommen. Als ein weiterer Toter auftaucht und ein Schüler verschwindet, wird die Ermittlung kompliziert.

Aus verschiedenen Perspektiven nähert sich die Autorin der Geschichte, viele Andeutungen und Hinweise lässt sie fallen und dennoch ist es mir nicht möglich, zu erraten, wie die Lösung aussehen könnte. Meine Vermutungen und Verdächtigungen landen immer wieder in einer Sackgasse, sobald eine Wendung folgt, die ich nicht erwartet habe. Wiederholt finde ich eine verdächtige Person, um kurz danach festzustellen, dass ich erneut auf dem Holzweg bin. Ich liebe solche Krimis. Die Charaktere sind toll ausgearbeitet, die Ermittlerin sehr sympathisch und mir gefiel sehr, dass es hier die gute alte Laufarbeit ist, die die Ermittlung bestimmt. Wider Erwarten blieben keine losen Enden offen, die Auflösung war schlüssig und zufriedenstellend.

Ich bin begeistert vom Buch, das inhaltlich mit den besten Krimis dieser Art mithalten kann, obwohl es der erste Krimi dieser Schriftstellerin ist. Bedauerlicherweise bleibt es der einzige Kriminalroman aus der Feder von Lucinda Riley, da diese in 2021 verstorben ist. Aus diesem Grund habe ich das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet. Von mir gibt es meisterliche fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 10.07.2022

Klein und fein

Der Wein ist mein Vergnügen!
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Ich bin bekanntlich ein großer Fan dieser kleinen Büchlein, die man genüsslich durchblättern und an denen man sich sehr erfreuen kann. Das vorliegende Werk ist für mich als Weinliebhaber wie gemacht, die ...

Ich bin bekanntlich ein großer Fan dieser kleinen Büchlein, die man genüsslich durchblättern und an denen man sich sehr erfreuen kann. Das vorliegende Werk ist für mich als Weinliebhaber wie gemacht, die Gedichte, Sprüche und kurzen Anekdoten haben mir große Freude gebracht.

„Weinlesen macht nicht betrunkener als Büchertrinken belesener macht. Elke Heidenreich“ (Seite 20)

Wieder ein kleines Bändchen, das zum lesen, schmunzeln, behalten oder verschenken einlädt. Von mir gibt es fünf Sterne und ein lautes Prost!

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Veröffentlicht am 08.07.2022

Schweres Erbe

Was ich nie gesagt habe
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Tom Monderath ist verliebt und bereit, mit Jenny sowie deren Sohn Carl einen Schritt weiterzugehen. Als er durch Zufall seinen Halbbruder Henk findet, beginnt er nachzuforschen und hat bald einen ungeheuerlichen ...

Tom Monderath ist verliebt und bereit, mit Jenny sowie deren Sohn Carl einen Schritt weiterzugehen. Als er durch Zufall seinen Halbbruder Henk findet, beginnt er nachzuforschen und hat bald einen ungeheuerlichen Verdacht. Seine Mutter Greta kann er nicht fragen, da diese dement und oft nicht in der Lage ist, Gegenwart und Vergangenheit auseinanderzuhalten. Als immer mehr Einzelheiten zutage kommen, ist Tom nicht sicher, ob er die Wahrheit überhaupt wissen will. Jenny gräbt weiter, was zu großen Spannungen in der Beziehung führt. Manche Geheimnisse sind zu groß, um enthüllt zu werden.

Dies ist die Fortsetzung des Buches „Stay away from Gretchen“, das mich letztes Jahr restlos begeistert hat. Wurde im ersten Teil das Leben von Toms Mutter Greta, Gretchen genannt, beleuchtet, wird hier das Leben seines Vaters Konrad - Conny - thematisiert. Die Autorin bleibt sich treu und springt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, dabei schafft sie es, diese Sprünge exakt miteinander zu verbinden. Man muss das erste Buch nicht zwingend gelesen haben, allerdings würde man dann nicht nur eine grandiose Geschichte verpassen, sondern hätte auch die ein oder andere Lücke, da die Bücher nahtlos aneinander anschließen und oft Bezug darauf genommen wird.

War das Leben von Gretchen bereits durch Schicksalsschläge behaftet, so steht das Leben von Konrad dem in nichts nach. Ich fand die Sprünge in die Vergangenheit, wie bereits im ersten Buch, viel interessanter und spannender, als die Gegenwart, wobei die Autorin es hier geschafft hat, auch gegenwärtig eine gewisse Spannung einzubauen. Die Thematik des Zweiten Weltkrieges ist eine abstoßende, dabei aber auf eine gewisse Weise faszinierende und für mich sehr emotionale Reise in die Vergangenheit. Obwohl ich seit Jahrzehnten darüber lese, gab es auch hier wieder viele Einzelheiten, die mir nicht bekannt waren. Meisterlich verbindet die Autorin Fakten mit Fiktion und liefert eine grandiose Geschichte ab. Dabei schließt sie alle Lücken aus dem ersten Buch und verbindet alle losen Enden zu einem Ganzen. Der Schreibstil hat mir dabei sehr gefallen, denn durch seine Einfachheit war vieles leichter zu ertragen, wenn mich auch trotzdem oft das Grauen übermannt hat. Eine phantastische Fortsetzung, die ich gerne weiterempfehle. Von mir gibt es fünf Sterne mit Sternchen.

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Veröffentlicht am 04.07.2022

Wahrheit oder Wahn

Der Klang des Bösen
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Ein Jugendlicher erscheint auf der Polizeidienststelle und behauptet, dass er einen Mord mitangesehen habe. Da er an diesem Tag nach drei Jahren Aufenthalt aus der Jugendpsychiatrie entlassen worden ist, ...

Ein Jugendlicher erscheint auf der Polizeidienststelle und behauptet, dass er einen Mord mitangesehen habe. Da er an diesem Tag nach drei Jahren Aufenthalt aus der Jugendpsychiatrie entlassen worden ist, nimmt man ihn nicht für voll. Der forensische Phonetiker Matthias Hegel kann hören, dass der siebzehnjährige Silvan Braun die Wahrheit sagt, auf dem Anwesen der Familie findet die Polizei allerdings keine Leiche. Was ist in der Familienvilla passiert und wohin ist Silvans Mutter verschwunden, die nach Aussage seines Vaters zu krank ist, um das Haus zu verlassen?

Dies ist der vierte Teil der Auris-Reihe, die ersten drei Bücher habe ich bisher leider noch nicht gelesen, obwohl diese seit langem bereitliegen. Ob der Prolog sich auf Begebenheiten aus diesen drei Teilen bezieht, kann ich nicht beurteilen, allerdings hatte ich weder da, noch später im Verlauf der Handlung das Gefühl, ich würde etwas nicht verstehen, weil mir Vorwissen fehlt. Es werden zwar immer wieder Andeutungen gemacht und Hinweise auf die zurückliegenden Fälle gegeben, dies aber sehr zurückhaltend und dezent, sodass ich mich nicht übermäßig gespoilert fühle und immer noch auf die ersten drei Bände freue. Lediglich ein Hinweis wird leider dazu führen, dass ich bereits jetzt etwas weiß, was ich nicht wissen sollte. Dieser war aber der Handlung geschuldet und konnte tatsächlich nicht vermieden werden.

Die vorliegende Geschichte war ungewöhnlich, das Thema Phonetik sehr interessant und der Fall stellenweise so spannend, dass ich am liebsten vorgeblättert hätte, weil ich den Nervenkitzel kaum noch aushalten konnte. Die Sprünge zwischen den Perspektiven waren klug gewählt, immer wieder wurde meine Geduld sehr auf die Probe gestellt. Die Wendungen waren grandios und lediglich einmal habe ich das Ergebnis kommen sehen, weil es so offensichtlich war. Ich wüsste aber nicht, wie man das hätte umgehen können, es ergab sich einfach aus der Situation heraus, dass ich sofort geahnt habe, was kommt. Dies hat aber meinen Lesegenuss nicht schmälern können, denn im Gegenteil war ich froh, dass der Autor diese Lösung gewählt hat. Alles in allem ein sehr spannender und abwechslungsreicher Thriller, dessen Auflösung mir gefallen hat. Der Cliffhanger zu einer der Personen am Ende ist fies, aber lässt auch meine Vorfreude auf den nächsten Teil in die Höhe schnellen. Von mir gibt es fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.07.2022

Wunderbare Storys

Ein Sommer in zwei Teilen
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Ich liebe Kurzgeschichten, ich mag skurrile, außergewöhnliche, ruhige, rasante, mystische und bürgerliche. Ich mag es, wenn sie zusammenhängen, aber auch, wenn sie sich total unterscheiden und nichts zusammen ...

Ich liebe Kurzgeschichten, ich mag skurrile, außergewöhnliche, ruhige, rasante, mystische und bürgerliche. Ich mag es, wenn sie zusammenhängen, aber auch, wenn sie sich total unterscheiden und nichts zusammen passt. Kurz, lang, wild oder wirr, ich mag sie alle, aber interessant müssen sie schon sein. Die Kurzgeschichten in dieser Sammlung haben auf den ersten Blick nichts gemeinsam, auf den zweiten aber doch. Ich habe sicherlich nicht alle Verbindungen aufgedeckt und bestimmt den ein oder anderen Weg verpasst auf der Suche nach einem passenden Pfad, aber das macht nichts, denn darum geht es nicht. Menschen und Orte, erst auf den zweiten Blick offenbaren sich die Gemeinsamkeiten, findet man heraus, wo es eine Überschneidung gibt. Das entlockte mir immer wieder ein Lächeln und erzeugte ein warmes Gefühl in der Brust. Es gibt zwei Teile und der zweite Teil erklärt viele übrig gebliebene Fragen aus dem ersten, wobei mir oft gar nicht bewusst war, dass etwas unklar geblieben ist. Eine tolle Sammlung, die ich noch einmal lesen werde, weil sie mir so sehr gefallen hat. Von mir gibt es fünf Sterne mit Sternchen und eine Leseempfehlung.

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