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Veröffentlicht am 16.07.2022

Eine großartige Hommage an Margarete Steiff

Fräulein Steiff
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Margarete Steiff bekam sehr früh Kinderlähmung und war auf Hilfe angewiesen. Unzählige Arztbesuche musste sie über sich ergehen lassen.
Schon früh lernte sie, sich durchzusetzen. Ihr Wunsch war, dass ...



Margarete Steiff bekam sehr früh Kinderlähmung und war auf Hilfe angewiesen. Unzählige Arztbesuche musste sie über sich ergehen lassen.
Schon früh lernte sie, sich durchzusetzen. Ihr Wunsch war, dass sie selbstständig ihr Leben führt. Sie setzte durch, dass sie eine Nähschule besuchen kann. Das war nicht einfach, denn sie saß schon von Kindesbeinen an im Rollstuhl.
Mit einem Elefäntle begann alles. Es sollte als Nähkissen dienen, aber das Tier war bei ihren Nichten und Neffen so beliebt, dass sie auch andere Tiere fertigte.
Diese wurden aus Filz gefertigt, das auch in Giengen in der aufstrebenden Filzfabrik hergestellt wurde. Bald darauf gründete sie die Filzspielwarenfabrik Margarete Steiff.

Einen wunderschönen Einstieg als Puppendoktor bietet das Buch.
Dieses Buch über Margarete Steiff ist eine Hommage an sie. Für mich persönlich war es ein Muss dieses Buch zu lesen, da Giengen an der Brenz mein Geburtsort ist.
Schon als kleines Kind bewunderte ich Margarete Steiff. Mitten in der Stadt ist die Fabrik angesiedelt und jedes Kind kennt das Jungfrauenaquarium, in der die Frauen die Tiere fertigen.
Wir begleiten Margarete von klein auf.
Die Autorin zeichnet Margarete Steiff sehr selbstbewusst, die aber immer ein offenes Ohr für ihre Näherinnen hat. Viele Hindernisse gab es auf ihrem Weg nach oben. Es war zu dieser Zeit nicht selbstverständlich, dass eine Frau eine Firma leitete. Sehr sympathisch hat Maren Gottschalk ihre Jahre dargestellt. Spannend und zugleich interessant.
Es gibt verschiedene Handlungsstränge von 1849 bis 1907, die sich abwechseln. So gab es Einblicke in das Firmenleben als Erwachsene und zwischendurch immer wieder den Kindheitsverlauf.

Fazit: Eine äußert gelungene Hommage an Margarete Steiff. Dies wurde in einem sehr interessanten und spannenden Roman verpackt. Die Recherche dazu ist hervorragend. Als Giengenerin ist man stolz auf diese erfolgreiche Frau, die auch zur Industrialisierung im Ort beigetragen hat. Ein wunderbarer Roman, den ich sehr gerne weiterempfehle.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 15.07.2022

Ein spannender Thriller mit perfiden Mordmethoden

Die Spur − Er wird dich finden
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Eine kunstvolle Schachfigur zieht in Salzburg Aufmerksamkeit nach sich. Beim näheren Betrachten fällt auf, dass ein toter Mensch dahinter steckt. Parallelen dazu gibt es zu einem ähnlichen Tötungsdelikt ...



Eine kunstvolle Schachfigur zieht in Salzburg Aufmerksamkeit nach sich. Beim näheren Betrachten fällt auf, dass ein toter Mensch dahinter steckt. Parallelen dazu gibt es zu einem ähnlichen Tötungsdelikt in Lissabon.
Die Europol Ermittler Inga Björk und Christian Brand suchen nach dem Mörder. Nach ihren Recherchen bleiben nur noch 48 Stunden Zeit, um den Mörder zu finden, oder er schlägt nochmals zu.
Können sie weitere Taten verhindern?

Dies ist der dritte Teil des Europol Ermittlerduos von Jan Beck.
Diesmal haben sie es schwer einen Zusammenhang zwischen den Taten zu finden, aber eine erste Spur führt in ein Internat für Hochbegabte.
Spannend geht es los. Der Täter hat sich perfide Mordmethoden ausgedacht und hält die Ermittler in Atem. Durch halb Europa jagen sie ihn, aber er ist ihnen immer eine Spur voraus.
Jedes Kapitel hat einen Perspektivenwechsel und die Handlungsstränge haben mich in Atem gehalten. Dadurch wurde das Tempo hochgehalten.
Am Ende wurden alle offenen Fragen beantwortet.
Die Ermittler sind anders als gewohnt. Jeder hat seine Eigenarten und gerade das macht sie so besonders.
Diesmal gibt es private Einblicke in das Leben von Brand, was sehr interessant gestaltet wurde.
Björk hat ein gutes Gedächtnis und zusammen geben sie ein gutes Ermittlungspaar ab.

Fazit: Kurze Kapitel, Perspektivenwechsel, perfide Mordmethoden lassen keine Langeweile aufkommen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 13.07.2022

Irre spannend und klug inszeniert

Der Bewunderer: Thriller
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Die Sonderermittler des LKA Berlins Laura Kern und Max Hartung haben es diesmal mit einem schrecklichen Schauplatz des Todes zu tun.
Eine tote Frau wurde inmitten einer kunstvollen Leinwand drapiert.
Die ...



Die Sonderermittler des LKA Berlins Laura Kern und Max Hartung haben es diesmal mit einem schrecklichen Schauplatz des Todes zu tun.
Eine tote Frau wurde inmitten einer kunstvollen Leinwand drapiert.
Die Kommissare ermitteln in alle Richtungen. Sie finden schnell einen Verdächtigen. Das Morden geht aber weiter und alle Verdachtsmomente laufen ins Leere.
Werden sie weitere Taten verhindern können?

Dies ist der siebte Teil der Laura-Kern Reihe von Catherine Shepherd. Gleich zu Beginn ist es spannend. Dramatisch geht es weiter. Sie haben es mit einem perfiden Mörder zu tun. Er ist ihnen immer einen Schritt voraus. Eine unheilvolle Serie des Mordens spielt sich ab und die Ermittler kommen nur langsam voran.
Laura nimmt es sichtlich mit, da sie immer noch ihr eigenes Trauma plagt. Max hat zudem private Probleme.
Die Autorin versteht es geschickt, dass mehrere Verdächtige ins Spiel kommen. Immer wenn man glaubt, dass man auf der richtigen Spur ist, bringt sie noch jemand anderen auf den Plan.
Diese geschickten Wendungen gefallen mir sehr gut. Auch die Zusammenarbeit des Teams erfolgt bestens. Keiner drängt sich in den Vordergrund und will sich profilieren.

Fazit: Irre spannend und klug inszeniert, sorgen für eine sehr gute Unterhaltung. Ich liebe diese Reihe und freue mich schon auf die Fortsetzung. Ausdrucksstarke Charaktere und ein gutes Team runden das Ganze ab.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 09.07.2022

Eine sehr gut konstruierte Geschichte, die mich überzeugt hat

Im Augenblick des Todes
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Boesherz findet am Tatort einen schrecklich zugerichteten Mann. Der Mörder hat eine groteske Darstellung an ihm vorgenommen. Eine Sonderkommission wird eingerichtet. Boesherz bekommt von seiner Chefin ...



Boesherz findet am Tatort einen schrecklich zugerichteten Mann. Der Mörder hat eine groteske Darstellung an ihm vorgenommen. Eine Sonderkommission wird eingerichtet. Boesherz bekommt von seiner Chefin freie Hand. Eine rätselhafte Botschaft hat der Täter hinterlassen und so wie es aussieht, ist Boesherz der einzige, der sie lösen kann. Dieser Fall ist identisch mit einem unaufgeklärtem Mord vor 16 Jahren, der Boesherz an seine Grenzen kommen ließ. Es muss mit seiner Vergangenheit zu tun haben. Wird er weitere Taten verhindern können?

Dies ist der zweite Fall für Kommissar Boesherz und seine Kollegin Olivia Holzmann und beginnt schon gleich mit einem brutalen Mord und einer mysteriösen Botschaft. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, aber der Wahnsinn geht weiter.
Was für eine ungewöhnliche Story hat hier Vincent Kliesch geschrieben. Ein grotesker Tatort und die Taten an sich, waren sehr gut durchdacht und außergewöhnlich.
Severin Boesherz ist ein hochintelligenter und gutaussehender Kommissar mit Ecken und Kanten. Diesmal kann er seine Alleingänge absolvieren, da er freie Hand seiner Chefin bekommt.
Viel Privates von ihm kommt im Laufe des Buches ans Licht, denn geheimnisvoll war er ja von Anfang an. Überraschungen gibt es genug.
Die Spannung könnte nicht höher sein und durch geschickte Wendungen konnte ich das Rätsel wer hinter alledem dahintersteckt, bis zum Schluss nicht lösen.

Fazit: Spannung, Nervenkitzel sind hier an vorderster Stelle. Eine unglaublich gut durchdachte Story, die mich staunend zurückgelassen hat. Äußerst realistisch wurde das Ganze dargestellt wurde.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne

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Veröffentlicht am 07.07.2022

Die erschreckende Beweisführung hat mich in Atem gehalten

Geständnis eines Hochbegabten
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Sven Luring soll in Thailand die Eltern seiner Freundin bestialisch ermordet haben. Sven legt ein Geständnis ab, widerruft es aber, als der Prozess beginnt.
Max Weiden ist ein bekannter Journalist und ...



Sven Luring soll in Thailand die Eltern seiner Freundin bestialisch ermordet haben. Sven legt ein Geständnis ab, widerruft es aber, als der Prozess beginnt.
Max Weiden ist ein bekannter Journalist und verfolgt das Geschehen. Er besucht Sven im Gefängnis und hat erste Zweifel, ob der 18-jährige die Tat begannen haben könnte. Sven bietet ihm Tagebucheinträge an, aber Max zögert. Eine Vollstreckung der Todesstrafe scheint sicher.

Thomas Einsingbach hat sich für diesen Roman von einem echten Kriminalfall um Sven Söring inspirieren lassen.
Max Weiden glaubt immer mehr an die Unschuld von Sven und fragt sich, warum hat er anfangs seine Schuld beteuert.
Wir begleiten Sven ab seiner Verurteilung und anschließend dem Aufenthalt in dem berüchtigten Gefängnis, das auch Bangkok Hilton genannt wird.
Die Zustände dort sind unerträglich. Platznot, Essensmangel, Hygiene und Schlägereien sind an der Tagesordnung.
Der Autor hat die Protagonisten sehr eindrucksvoll beschrieben. Die Schauplätze sind lebensecht dargestellt.
Es wird in der Ich-Form von Max Weiden erzählt, abwechselnd mit den spannenden Tagebucheinträgen von Sven, die mir oft eine Gänsehaut beschert haben. Die Erzählung geht über mehrere Jahre.
Im Vordergrund stehen auch das thailändische Rechtssystem, Politik, Korruption und Vertuschung.

Fazit: Max Weiden hat sich hier an einem wahren Fall orientiert. Das grausame Urteil einer Todesstrafe hat mich geschockt, ebenso die Verhandlungsführung.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne

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