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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2022

Zwei Frauen,die ihren Weg finden

Die versteckte Apotheke
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Das Cover in blau-lila und den Apothekerflakon verspricht mysteriöses Lesevergnügen und ist wirklich ein Hingucker. Die Handlung selbst ist in zwei Stränge aufgeteilt: einen, der in der Gegenwart spielt ...

Das Cover in blau-lila und den Apothekerflakon verspricht mysteriöses Lesevergnügen und ist wirklich ein Hingucker. Die Handlung selbst ist in zwei Stränge aufgeteilt: einen, der in der Gegenwart spielt und einen, der die Vergangenheit lebendig werden lässt. Sarah Penner hat einen sehr flüssigen und lebhaften Schreibstil, dem ich sehr gut folgen konnte. In der Gegenwart begleiten wir die junge Caroline, die ihre Reise zum 10jährigen Hochzeitstag nach einer Krise allein antritt. Obwohl mitten in der Familienplanung, musste sie entdecken, dass ihr Mann ihr untreu ist. In London will sie nachdenken und überlegen, wie es weitergehen soll. Ihr Studium, dass sie ihrem Mann zuliebe gegen einen sicheren und soliden Job im Familienunternehmen eingetauscht hat, kommt ihr wieder in den Sinn. Als sie im Schlamm der Themse einen Glasflakon findet, beginnt sie eine Recherche, an deren Ende sich überraschende Erkenntnisse befinden... In der Vergangenheit wird der Ursprung des Flakons und seiner Geschichte nachgegangen. Im London des Jahres 1791 gibt es eine Apothekerin, die Frauen aus verschiedenen Nöten befreit. In einer Zeit, wo es noch keine Autopsien gab und Gift nicht nachzuweisen war, hilft sie mit dem richtigen Mittel. Per Brief und auf Bestellung fertig sie das passende an. Doch gerät sie mit der letzten Bestellung an die falsche Person und wird zur Gejagten.
Gerade der in der Vergangenheit spielende Handlungsstrang bietet viel Spannung, während der Gegenwartsstrang erst zum Ende hin richtig Fahrt aufnimmt. Trotz einiger Vorhersehbarkeit wirklich fesselnde Unterhaltung!

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Veröffentlicht am 24.07.2022

Auf den Spuren der Großmutter

Die karierten Mädchen
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Alexa Hennig von Lange hat einen großartigen, sehr flüssigen und lebhaften Schreibstil. Lose auf den von ihrer Großmutter auf Kassette eingesprochenen Lebenserinnerungen beginnt der erste Band der Trilogie ...

Alexa Hennig von Lange hat einen großartigen, sehr flüssigen und lebhaften Schreibstil. Lose auf den von ihrer Großmutter auf Kassette eingesprochenen Lebenserinnerungen beginnt der erste Band der Trilogie mitten in der Wirtschaftskrise 1929. Die junge Klara ist froh eine Anstellung in einem Kinderheim in Oranienbaum gefunden zu haben, unterstützt sie doch ihre Familie im Harz auch finanziell. Das Kinderheim wird ihr Zuhause. Als inzwischen Leiterin trifft sie, als das Heim in finanzielle Not gerät, eine naive Entscheidung und unterstellt das Heim den neuen Machthabern, den Nationalsozialisten. Obwohl nicht mit der Idiologie einverstanden, macht sie Karriere.
Dieser Umstand ist etwas, dass mich befremdete. Sicherlich ein gutes Beispiel für die Mehrheit der Deutschen, die entweder mitliefen oder die Augen vor dem neuen Regime verschlossen, ist die Naivität Klaras und dann das "ich habe zwar davon profitiert, war aber immer dagegen" doch mit einem faden Beigeschmack verbunden. Vielleicht wird in den nächsten zwei Bänden noch etwas mehr reflektiert. Ansonsten aber ein gut zu lesender Titel, der einen nachdenklich macht.

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Veröffentlicht am 27.05.2022

Charmante Mischung aus Jane Austen und Bridgerton

Wie man sich einen Lord angelt
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Das Cover sprach mich zuerst an. Die selbstbewusst dreinschauende Dame mit dem Lord im Hintergrund sowie die Farbgebung sind toll gewählt. Obwohl sonst nicht mein typisches Genre, war ich positiv überrascht. ...

Das Cover sprach mich zuerst an. Die selbstbewusst dreinschauende Dame mit dem Lord im Hintergrund sowie die Farbgebung sind toll gewählt. Obwohl sonst nicht mein typisches Genre, war ich positiv überrascht. Der Schreibstil, der an eine Mischung aus Bridgerton und eine verjüngte Jane Austen erinnert, liest sich sehr angenehm und flüssig. Kitty Talbot übernimmt als die Älteste von fünf Schwestern große Verantwortung, ihre Eltern sind tot, der Vater hat einen großen Schuldenberg hinterlassen. Was tun, um nicht Haus und Hof zu verlieren und den Zusammenhalt der Schwestern zu gewährleisten? Reich heiraten ist die Lösung und da in dem kleinen Ort die einzige Partie keine Lösung darstellt, geht es auf das spiegelglatte gesellschaftliche Parkett nach London. Die Protagonisten empfand ich als gut ausgestaltet, auch dass Kitty mit ihrer Zielstrebigkeit (die teilweise an Skrupellosigkeit erinnert) bei dem ein oder anderen aneckt, gefällt mir. Gegen Ende hatte das Buch einige Längen, aber es bleibt ein nettes Lesevergnügen, das unterhält, aber nicht zu seicht ist.

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Veröffentlicht am 27.05.2022

Amüsant - Hochzeit wie früher

Man muss sich nur trauen (Die Online-Omi 16)
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Mit dem typischen Renate-Bergmann-Cover erhascht man schon einen Einblick, worum es geht: Renate Bergmann bringt ihre beste Freundin unter die Haube beziehungsweise in geordnete Verhältnisse. Nachdem Gertrud ...

Mit dem typischen Renate-Bergmann-Cover erhascht man schon einen Einblick, worum es geht: Renate Bergmann bringt ihre beste Freundin unter die Haube beziehungsweise in geordnete Verhältnisse. Nachdem Gertrud und Gunter keine Eile kennen zu scheinen - dabei sind sie doch über 80 - fühlt Renate beiden mal auf den Zahn. Und nachdem die letzten Zweifel ausgeräumt ist, nimmt sie sich der Rolle der Brautmutter an und organisiert, was das Zeug hält. Anstelle der Brautmutter, wie sich das gehört. In bester Renate-Bergmann-Manier wird an Hochzeiten von früher erinnert, die Unterschiede zu heute und was es bei einer solchen Feierlichkeit zu beachten gilt. Es muss ja alles seine Ordnung haben und wer, wenn nicht Renate, kann da ein Lied von singen. Schließlich war sie selbst viermal verheiratet. Sämtliche Fettnäpfchen von Gästeordnung über Termin werden mitgenommen. Ein amüsanter Lesespaß!

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Veröffentlicht am 11.05.2022

Lustig, laut, kulinarisch

Es ist nicht alles Mett, was glänzt
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Wo Mirja Boes drauf steht, ist auch Mirja Boes drin. Wer mit der lauten und frechen Art der Autorin nichts anfangen kann, ist hier falsch. Alle anderen werden eine Menge Spaß bei den kulinarischen Erinnerungen ...

Wo Mirja Boes drauf steht, ist auch Mirja Boes drin. Wer mit der lauten und frechen Art der Autorin nichts anfangen kann, ist hier falsch. Alle anderen werden eine Menge Spaß bei den kulinarischen Erinnerungen haben! Von Kindheits- und Urlaubserinnerungen bis hin zu den persönlichen Lieblingsspeisen reist Mirja einmal quer durch ihr Leben. Dabei werden auch unappetitliche Anekdoten nicht ausgespart - Grüße ans Kotzkapitel. Ein toller Hörspaß, der auch zu eigenen Erinnerungen und Nostalgiegefühlen führt.

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