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Veröffentlicht am 27.07.2022

Spannend und traurig

Blinde Furcht
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„Blinde Furcht“ von Linda Castillo habe ich als ungekürztes Hörbuch, Argon Verlag, mit einer Spielzeit von 9 Stunden und 56 Minuten gehört. Gesprochen wird es von Tanja Geke.
Rachel Schwartz kommt nach ...

„Blinde Furcht“ von Linda Castillo habe ich als ungekürztes Hörbuch, Argon Verlag, mit einer Spielzeit von 9 Stunden und 56 Minuten gehört. Gesprochen wird es von Tanja Geke.
Rachel Schwartz kommt nach Jahren in ihre Heimat zurück und wird in einem Motel in Painters Mill grausam ermordet aufgefunden. Polizeichefin Kate Burkholder kannte die Tote von früher, da sie in der gleichen amischen Gemeinde aufgewachsen sind. Sie ermittelt nun in dieser Gemeinde, befragt Rachel's Eltern und ihre damalige Freundin.
Rachel war ein wildes Kind, widersetzte sich den strengen amischen Regeln. Daher sollte sie schon mit 17 Jahren getauft werden, damit sie sich den amischen Regeln unterwirft und danach leben soll. Vorher tobt sie sich noch einmal richtig aus, was nicht ohne Folgen für ihr weiteres Leben bleiben soll. Sie verlässt Painters Mill und nimmt ihr Geheimnis mit. Nun ist sie tot. Wer kannte ihr Geheimnis und hat sie deshalb umgebracht?
Kate kommt bei ihren Ermittlungen einigen schlimmen Dingen von damals auf die Spur. Bald wird ein Verdächtiger gefunden. Aber Kate ist nicht zufrieden und forscht weiter. Sie will mehr über Rachel's Leben wissen.
Das Hörbuch hat mir sehr gefallen. Die Perspektive wechselt immer mal wieder zu Rachel's Vergangenheit, sodass man sie selbst und ihr rebellisches Leben kennenlernt. Außerdem bekommt man einen kleinen Einblick in die amischen Regeln und Traditionen, die sehr streng sind. Das fand ich sehr interessant.
Die Charaktere waren sehr authentisch dargestellt, wobei mir Kate sehr sympathisch war. Sie ist eine gute Polizistin und Chefin, gerecht und freundlich. Sie gibt nicht so schnell auf und bringt sich selbst in große Gefahr. Sie lebt mit ihrem Partner auf einer Farm und beide machen einen glücklichen Eindruck.
Auch die amische Bevölkerung lernt man ein bisschen kennen. Sie vertreten ihre Lebensweise, was ich gut finde. Sie sind aber auch wenig oder gar nicht kompromissbereit und nehmen eher die Abkehr ihrer Kinder hin.
Die Sprecherin hat mir auch sehr gut gefallen. Sie hat sehr emotional gesprochen, Angst und Wut konnte ich richtig fühlen. Das Cover mit der sich abkehrenden Frau und dem düsteren Himmel gefällt mir ebenfalls.
Es ist der dreizehnte Fall für Kate Burkholder. Ich kenne die vorherigen und auch Kate's Vorgeschichte nicht. Aber von der Handlung her ist dieses Buch abgeschlossen und man kann es auch einzeln hören/lesen.

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Veröffentlicht am 25.07.2022

Hat mir wieder sehr gut gefallen

Mord mit Worten
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„Mord mit Worten – Rache ist nicht süss“ von Luc Winger habe ich als ebook mit 175 Seiten gelesen, die in 11 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 16. Saint-Tropez-Krimi.
Wie auch bei den anderen Büchern ...

„Mord mit Worten – Rache ist nicht süss“ von Luc Winger habe ich als ebook mit 175 Seiten gelesen, die in 11 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 16. Saint-Tropez-Krimi.
Wie auch bei den anderen Büchern lernt man bis ca. zur Mitte des Buches die Hauptpersonen kennen und die Handlungen bis hin zum Mord. So lernt Lucie Girard auf der Verabschiedungsparty der Chefredakteurin der Var-Matin Clare Archer kennen, die sie sofort in Beschlag nimmt. Ihre Schwester Shelly wurde vor sechs Jahren auf einem Rockkonzert der Flying Rockets in Saint-Tropez ermordet. Die Täter wurden in Abwesenheit verurteilt, konnten sich aber absetzen. Lucie kann sich lebhaft an den Fall erinnern und sichert Clare ihre Hilfe zu.
Die Lehrerin Denise und ihre Tochter Sandrine machen ebenfalls Urlaub im Ort und lernen den Musikmanager Steven Meisel kennen. Denis und er verbringen viel Zeit zusammen. Auch Clare weiß, dass der Ex-Manager der Flying Rockets wieder im Lande ist und nimmt recht extrem mit ihm Kontakt auf. Zu Denise's Leidwesen ist sie sehr aufdringlich und unangenehm im Umgang.
Außerdem werden neue Restaurants eröffnet, die teures argentinisches Rindfleisch anbieten und den einheimischen Gaststätten Konkurrenz machen. Aber wie passen diese in die Handlung?
Dann passiert ein Mord und Lucie muss in einem neuen Fall ermitteln, der alte Erinnerung weckt.
Auch in diesem Buch hat es der Autor hervorragend verstanden, die Spannung permanent zu steigern bis hin zum Mord. Die Ermittlungen werden in ihrer Gesamtheit authentisch beschrieben und es kommen Dinge aus der Vergangenheit ans Licht. Auch, wenn es für Lucie eher ein ruhiger Fall ist, konnte sie trotzdem ihr Können unter Beweis stellen.
Sie ist eine sehr sympathische Person, eine hervorragende Commissaire, freundlich und offen, nicht nur für ihre Kollegen.
Die anderen Charaktere haben mir auch gefallen. Gerade Denise und Sandrine haben ein typisches Mutter-Tochter-Verhältnis. Denise geschieden, Lehrerin, etwas konventionell, aber einer neuen Bekanntschaft nicht abgeneigt. Sandrine eine junge, unternehmungslustige Frau mit einer schnodderigen Art, nicht nur gegenüber ihrer Mutter, sondern auch Steven. Aber ich mag sie.
Steven ist ein weltgewandter Mann, mit sehr guten Manieren, der so manchen Frauenblick auf sich zieht und Denise könnte sich durchaus mehr als nur einen Urlaubsflirt vorstellen.
An diesem Buch hat mir auch gefallen, dass nicht nur der Fall der Flying Rockets aufgegriffen wird, sondern es auch einige andere kurze Rückblicke auf die Vorgängerbücher gab, die ich natürlich alle kenne und mich somit auch wieder erinnern konnte.
Aber auch die Zukunft hält Einzug in der Gendarmerie. Gendarm Hugo ist begeisterter Technikfan und versucht herauszubekommen, wie der neue automatische Türöffner funktioniert. Auch freut er sich über die elektrische Kugelkopfschreibmaschine. An die und den Krach, den sie machte, kann ich mich auch noch lebhaft erinnern.
Das Cover ist auch wieder sehr schön, mit Wellen und Strand kommt man in Urlaubsstimmung, aber der düstere Himmel wirkt bedrohlich.
Ich bin wieder absolut begeistert von diesem Buch und möchte unbedingt mehr von Lucie Girard, ihrer Familie und ihren Gendarmen lesen.

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Veröffentlicht am 14.07.2022

Wieder sehr spannend

Die Küstenkommissarin – Tod in der Bucht (Frida Beck ermittelt 2)
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„Die Küstenkommissarin – Tod in der Bucht“ von Jonas Brandt ist der 2. Fall für Frida Beck.
In der Hohwachter Bucht wird ein toter Taucher gefunden. Zuerst wird von einem Unfall ausgegangen, was sich ...

„Die Küstenkommissarin – Tod in der Bucht“ von Jonas Brandt ist der 2. Fall für Frida Beck.
In der Hohwachter Bucht wird ein toter Taucher gefunden. Zuerst wird von einem Unfall ausgegangen, was sich aber dann schnell als Mord herausstellt. Frida Beck und ihr Kollege Deniz Yilmaz ermitteln dazu im Tauchclub von Niendorf. Der Besitzer bietet Tauchgänge zu alten Wracks an, die noch Kunstwerke oder Münzen enthalten sollen. Auf dem Grundstück nebenan befindet sich eine Werft, die wahrscheinlich den Alteigentümern zurückgegeben werden muss. Und mit dem Tauchclub besteht auch nicht gerade eine innige Freundschaft. Frida und Deniz müssen nun in mehrere Richtungen ermitteln, erst recht, als es eine weitere Tote gibt.
Außerdem hat es Frida noch mit einer hartnäckigen Journalistin zu tun, deren Nachrichten nicht zu Frida’s gutem Ruf beitragen. Sogar die oberste Etage zweifelt an ihrer Diensttauglichkeit. Aber sie kann es wieder allen beweisen. Mit Rafinesse und auch etwas Draufgängertum kann sie den Fall lösen.
Auch mit diesem Buch ist dem Autor wieder ein sehr spannender, rasanter Krimi gelungen. Durch immer wieder neue Wendungen konnte die Spannung von Beginn bis Ende aufrechterhalten bleiben. Die Charaktere sind authentisch dargestellt. Frida ist eine sehr gute Ermittlerin, obwohl sie mit ihren Alleingängen und spontanen Aktionen nicht unbedingt ungefährlich lebt. Mit Deniz hat sie auch einen fähigen Kollegen und Freund gefunden, der hier an seine körperlichen und seelischen Grenzen kommt.
Das Cover ist wieder sehr schön und passend düster.
Das Buch kann zwar unabhängig vom ersten Teil gelesen werden, aber es wäre schade, diesen nicht zu kennen. Ich werde der Reihe auf jeden fall treu bleiben.

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Veröffentlicht am 11.07.2022

Hat mir sehr gut gefallen

Die Küstenkommissarin – Der Tote am Leuchtturm (Frida Beck ermittelt 1)
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„Die Küstenkommissarin – Der Tote am Leuchtturm“ von Jonas Brandt ist der Auftakt einer Krimireihe und der 1. Fall für Frida Beck.
Mit dem Prolog beginnt das Buch schon sehr spannend und auch dramatisch. ...

„Die Küstenkommissarin – Der Tote am Leuchtturm“ von Jonas Brandt ist der Auftakt einer Krimireihe und der 1. Fall für Frida Beck.
Mit dem Prolog beginnt das Buch schon sehr spannend und auch dramatisch. Wie dieser dann mit den aktuellen Geschehnissen viele Jahre später zusammenhängt, ist lange nicht klar.
Am Leuchtturm von Dahmeshövel wird ein toter Jugendlicher gefunden. Kommissarin Frida Beck und ihr Kollege Deniz Yilmaz ermitteln in diesem Fall. Der Vater des Toten hat sich durch den Kauf von Immobilien an der Küste einige Feinde gemacht. Will sich jemand an ihm rächen? Es gibt weitere Tote. Die Ermittlungen führen in immer neue Richtungen, es wird immer mehr aufgedeckt, aber ehe der Mörder, eher zufällig, gefunden wird, dauert es noch eine Weile. Am Ende finden der Prolog und die Aufklärung auch schlüssig zusammen.
Es ist eine traurige Geschichte, sehr gut, abwechslungsreich und spannend geschrieben. Frida und Deniz sind ein gutes Team. Beide haben auch noch mit ihren privaten Probleme zu bekämpfen. Sie sind mir sehr sympathisch. Was ich von Frida’s Mutter und Schwester nicht behaupten kann.
Auch die Region wird wunderbar beschrieben und ich kann verstehen, dass man sich gegen immer mehr neue Immobilien wehrt. Damit würde das idyllische Flair der Gegen zerstört werden.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich habe eben den zweiten Teil begonnen, der ebenso toll ist.
Auch das Cover passt gut und ist sehr schön.

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Veröffentlicht am 11.07.2022

Sehr aktionsreich und spannend

Mord an der Küste
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„Mord an der Küste“ von Andreas Schnabel, Verlag Emons, habe ich als ebook mit 303 Seiten gelesen. Diese sind in 18 Kapitel eingeteilt. Danach gibt es noch eine Leseprobe von „Osteseeglut“ von Julia Bruns. ...

„Mord an der Küste“ von Andreas Schnabel, Verlag Emons, habe ich als ebook mit 303 Seiten gelesen. Diese sind in 18 Kapitel eingeteilt. Danach gibt es noch eine Leseprobe von „Osteseeglut“ von Julia Bruns.
Gabriela Haberstroh, hauptberuflich Oberkommissarin der Wasserschutzpolizei, arbeitet ehrenamtlich für die DLRG im Rahmen der Kieler Woche. Aber in diesem Jahr soll alles anders werden. Sie trifft auf ihre Kollegen und der Flottenadmiral macht alle miteinander bekannt, führt sie durch das Notarzteinsatzschiff „Otto Asmussen“, welches sich erstmals beweisen soll, und stellt ihnen die neueste Technik der Wasserrettung vor.
Ihr erster Einsatz führt sie zum einem ‚Geisterschiff‘, die Besatzung wird nicht gefunden. Von ihrem Schichtführer erfährt Gabi, dass bereits seit einem Jahr Menschen an der Ostseeküste verschwinden. Es wurde geheim gehalten, um den Tourismus nicht zu gefährden.
Als ein Mitglied des Teams angegriffen wird und weitere Menschen verschwinden, erhärtet sich der Verdacht auf eine organisierte Gruppe. Aber keiner weiß, wie man mit so einem Verdacht umgehen sollte, wenn nicht einmal die obersten Behörden etwas davon hören wollen.
Im Weiteren wird die Arbeit der Rettungskräfte sehr realistisch beschrieben, beginnend mit der Aufklärungsarbeit der DLRG, von Führungen über das Rettungsschiff, bis hin zur Bergung Betrunkener, die vom Pier gestürzt sind. Es gibt viele uneinsichtige, unerfahrene Segler, die alles besser wissen, beleidigend sind, nicht auf die Helfer hören wollen und die Ressourcen der Rettungskräfte verbrauchen.
Im letzten Teil des Buches war ich dann doch etwas von der Handlung überfordert und wusste manchmal nicht mehr, wer was warum tut. Es treffen unterschiedliche Rettungs- und Polizeiorganisationen auf höchster Ebene und mich hochrangigen Entscheidungsträgern zusammen, um nicht nur den Fall der verschwundenen Menschen aufzuklären, sondern auch noch eine terroristische Vereinigung von Nationalisten zu bekämpfen. Zwischendurch gab es noch normale Rettungsaktionen der DLRG.
Das Buch liest sich wie eine Dokumentation, es ist sehr ereignis- und aktionsreich und der tolle Schreibstil sorgt für ein zügiges Lesen. Trotz der Ernsthaftigkeit der Thematik kommt der Humor nicht zu kurz.
Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben. Gabi ist eine schlagfertige, sehr kompetente und auch mutige Frau. Auf der „Otto Asmussen“ sind alle zusammen ein super Team und Rasmus schießt den Vogel ab. Aber auch die Kampftaucher sind eine eingespielte Truppe und alle zusammen agieren sehr effektiv.
Die Arbeit der Rettungskräfte wird sehr detailliert dargestellt und man bekommt einen Einblick in dieses schwere Ehrenamt, welches zu wenig honoriert wird.
Das Cover lässt eher an einen entspannten Urlaubskrimi denken und nicht an so einen aktionsreichen Krimi, ist aber sehr schön.

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