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Veröffentlicht am 24.08.2022

Offenes Ende

Vega 1 – Der Wind in meinen Händen
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Gebundene Ausgabe: 391 Seiten
Verlag: Insel Verlag (15. August 2022)
ISBN-13: 978-3458643289
Empfohlenes Alter: ab ca. 12 Jahren
Preis: 18,00 €
auch als E-Book erhältlich

Offenes Ende

Inhalt:
Deutschland ...

Gebundene Ausgabe: 391 Seiten
Verlag: Insel Verlag (15. August 2022)
ISBN-13: 978-3458643289
Empfohlenes Alter: ab ca. 12 Jahren
Preis: 18,00 €
auch als E-Book erhältlich

Offenes Ende

Inhalt:
Deutschland 2052. Das Land leidet unter Wassermangel. Wettermacher erzeugen mit Hilfe von Drohnen und Chemikalien den ersehnten Regen. Auch die siebzehnjährige Vega ist eine Wettermacherin, allerdings besitzt sie dafür eine natürliche Gabe, was aber niemand wissen darf. Als es zu einem Wetterunfall kommt, wird Vega zur Gejagten, obwohl sie unschuldig ist.

Meine Meinung:
Das Buch startet sehr interessant und spannend. Im Mittelteil geht die Handlung dann nur ein bisschen schleppend voran, bevor das Tempo gegen Ende wieder anzieht. Der Schreibstil ist relativ einfach, für ein Jugendbuch aber okay.

Die Protagonistin Vega war mir sofort sympathisch und ich habe ihre Geschichte gerne verfolgt. Leider kommt ja kaum ein Jugendbuch ohne Dreiecksliebesgeschichte aus, so auch dieses.

Das bearbeitete Thema Wetter bzw. Klima wird gut dargestellt und zeigt auf, was uns in nicht allzu ferner Zukunft blühen kann, denn das Szenario erscheint mir nicht ganz unwahrscheinlich.

Erzählt wird aus der Sicht von Vega, die man dadurch schnell kennenlernt und gut einschätzen kann. Die anderen Figuren, allen voran ihre männlichen Begleiter Leo und Esper sind bis zum Schluss nicht durchschaubar. So wirft dieser 1. Band der Reihe mehr Fragen auf, als er beantwortet, und endet nicht mit einem für mich befriedigenden Abschluss, sondern mit einem bösen Cliffhanger. Schade, denn eigentlich fand ich das Buch nicht schlecht, aber etwas mehr sollte auch der Auftaktband einer Reihe schon auflösen.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 12.08.2022

Historischer Krimi-Liebes-Mix

Die versteckte Apotheke
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Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: HarperCollins (21. Juli 2022)
ISBN-13: 978-3365001509
Originaltitel: The Lost Apothecary
Übersetzung: Julia Walther
Preis: 22,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch ...

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: HarperCollins (21. Juli 2022)
ISBN-13: 978-3365001509
Originaltitel: The Lost Apothecary
Übersetzung: Julia Walther
Preis: 22,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Historischer Krimi-Liebes-Mix

Inhalt:
London, Ende des 18. Jahrhunderts. Nella führt die Apotheke ihrer Mutter weiter, doch viele ihrer Arzneien werden nicht zum Heilen erworben, sondern um sich eines unliebsamen Mannes zu entledigen. Als die zwölfjährige Eliza auf Geheiß ihrer Herrin eine Arznei abholt, ist sie von dieser seltsamen Apotheke fasziniert.

London, heute. Eigentlich wollte die Amerikanerin Caroline ihren 10. Hochzeitstag mit ihrem Mann in London verbringen. Doch kurz vorher entdeckt sie seine Untreue und fliegt kurzerhand allein nach Europa. Hier stößt sie zufällig auf ein Arzneifläschchen, das in der Historikerin die Neugier weckt …

Meine Meinung:
Das wirklich wunderschöne Cover und der interessante Klappentext, der reißerischer klingt als die Geschichte dann tatsächlich ist, haben meine Aufmerksamkeit erregt. Als Apothekerin wollte ich dann natürlich gerne mehr über die versteckte Apotheke erfahren.

Leider konnte mich das Buch aber insgesamt nicht wirklich überzeugen. Die Aufteilung in zwei Zeitebenen mit insgesamt drei Erzählperspektiven (alle in der Ich-Form) fand ich nicht sonderlich gelungen, zumal mich die Erzählung von Caroline in der Gegenwart nicht fesseln konnte. Sie wirkt auf mich nicht sympathisch, sondern nur weinerlich und mit ihrem Schicksal hadernd, das sie doch selbst in der Hand hat. Die Verbindung zur Handlung in der Vergangenheit hat ein großes Manko. Oft erfährt man in Nellas und Elizas Perspektiven schon etwas, an dem Caroline dann später noch herumrätselt. Das ist dann alles andere als spannend, denn als Leser*in weiß man ja bereits, wie es wirklich war.

Auch von der Sprache war ich nicht begeistert. Man merkt praktisch keinen Unterschied zwischen Vergangenheit (immerhin gut 200 Jahre zurück) und Gegenwart. Zudem wird die Handlung einfach erzählt, nicht gezeigt. Die Lesenden werden nicht hineingezogen, sondern sind nur Zuschauer am Rande. So erlebt man auch die wenigen vorhandenen Spannungsmomente nur aus der Distanz - zumindest ging es mir so.

Fazit:
„Die versteckte Apotheke“ empfand ich als einen zwar flüssig lesbaren, aber im Großen und Ganzen eher wenig tiefgründigen Roman. Keine der Protagonistinnen konnte meine uneingeschränkte Sympathie erringen; der Erzählstil ist nicht wirklich prickelnd.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 23.07.2022

Teilweise spannend, aber unglaubwürdige Charaktere

Als das Böse kam
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Broschiert: 320 Seiten
Verlag: dtv (20. Juli 2022)
ISBN-13: 978-3423263399
Preis: 15,95 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Teilweise spannend, aber unglaubwürdige Charaktere

Inhalt:
Die sechzehnjährige ...

Broschiert: 320 Seiten
Verlag: dtv (20. Juli 2022)
ISBN-13: 978-3423263399
Preis: 15,95 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Teilweise spannend, aber unglaubwürdige Charaktere

Inhalt:
Die sechzehnjährige Juno lebt mit Vater, Mutter und dem zwölfjährigen Bruder Boy allein auf einer Insel in Nordland. Die Familie wird bedroht von südländischen Verbrechern, die sie zum Glück noch nicht gefunden haben. Und damit dies so bleibt, müssen die Kinder sich verstecken, wenn Besuch kommt. Doch in Juno erwacht immer mehr die Neugier auf die Menschen, die am Ufer des Sees wohnen, in dessen Mitte ihre Insel liegt. Das können Vater und Mutter natürlich nicht zulassen …

Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung klang ganz vielversprechend, doch leider konnte der Thriller dieses Versprechen nicht halten. Zuerst brauchte die Handlung wirklich lang, um richtig in Schwung zu kommen. Und als es dann soweit war, war mir als Vielleserin auch schon gleich klar, was hinter dieser Familie steckt, denn eine solche Geschichte habe ich schon öfter gelesen.

Zunächst konnte ich mich mit dem einfachen, naiven Erzählstil der jugendlichen Protagonistin und Ich-Erzählerin Juno ganz gut arrangieren, auf Dauer ödete mich die kindliche Sprache aber doch ziemlich an. Ich konnte auch etliche ihrer Verhaltensweisen nicht nachvollziehen. Sie lässt sich vor allem viel zu leicht von einer bestimmten Person beeinflussen, vergisst wichtige Dinge, obwohl sie als recht clever dargestellt wird, nur weil die Story sonst nicht funktionieren würde. Auch die anderen Charakter lassen in ihrer Glaubwürdigkeit zu wünschen übrig.

Es gibt zwar viele spannende Momente, aber auf eine großartige Überraschung wartet man vergebens. So ist es zwar keine Qual, dieses Buch zu lesen, aber auch keine Bereicherung.

★★★☆☆

Veröffentlicht am 21.07.2022

Unterhaltsam, aber keine neuen Erkenntnisse

Das Geheimnis der Spiegelung
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Unterhaltsam, aber keine neuen Erkenntnisse

Der Anfang des Buches gefiel mir ganz gut mit Bendels persönlichen Geschichtchen über seinen Hintergrund, seine Familie inklusive Hunden. Doch mit dem Persönlichen ...

Unterhaltsam, aber keine neuen Erkenntnisse

Der Anfang des Buches gefiel mir ganz gut mit Bendels persönlichen Geschichtchen über seinen Hintergrund, seine Familie inklusive Hunden. Doch mit dem Persönlichen wäre es dann irgendwann auch wieder gut gewesen. Ich wartete eher auf (zumindest für mich) neue Erkenntnisse in Sachen Hund-Mensch-Teamwork. Die kamen jedoch leider nicht. Hunderatgeber gibt es halt schon sehr viele, und einige davon habe ich bereits gelesen.

Teilweise waren die Problem-Fallbeispiele ganz interessant, führen aber natürlich nicht zu einer allgemeingültigen Lösung, mit der man einfach arbeiten kann. Denkanstösse gibt es aber durchaus.

Das Buch hätte man gut um ein Drittel kürzen können. Zig Fotos des Autors und seiner Hunde in fröhlichen Alltagssituationen blähen das Buch nur auf. Ebenso bringt der letzte Teil - eine Charakterisierung einiger ausgewählter Hunderassen und ihrer Halter - kaum Mehrwert, wenngleich sie ganz amüsant zu lesen sind.

Veröffentlicht am 14.06.2022

Bitte nicht ernst nehmen!

Unter allen Beeten ist Ruh (Ein Pippa-Bolle-Krimi 1)
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Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: List Taschenbuch (15. April 2011)
ISBN-13: 978-3548610375
Preis: 11,00 €
auch als E-Book erhältlich

Bitte nicht ernst nehmen!

Inhalt:
Pippa Bolle braucht als Übersetzerin ...

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: List Taschenbuch (15. April 2011)
ISBN-13: 978-3548610375
Preis: 11,00 €
auch als E-Book erhältlich

Bitte nicht ernst nehmen!

Inhalt:
Pippa Bolle braucht als Übersetzerin Ruhe für ihre Arbeit. Da kommt das Angebot, das Häuschen eines Bekannten auf der Havelinsel Schreberwerder während dessen Urlaub zu hüten, gerade recht. Doch kaum ist Pippa angekommen, gibt es auch schon die erste Leiche und mit der Ruhe ist es vorbei. Da die Polizei nicht recht auf den Mordverdacht der Inselbewohner anspringt, übernimmt Pippa selbst die Ermittlungen …

Meine Meinung:
Hier darf man wirklich nicht alles Geschriebene auf die Goldwaage legen, denn die Autorinnen haben sich einige künstlerische Freiheiten herausgenommen, ohne die die Geschichte nicht funktionieren würde. Das ist relativ realitätsfern und hat mich ein wenig gestört.

Im Großen und Ganzen lebt die Story von ihren schrägen Protagonisten, die ich relativ unterhaltsam fand. Dagegen plätschert die Krimihandlung etwas vor sich hin, vor allem zu Anfang. Ganz gegen Ende kommt ein bisschen Spannung auf. Den Täter hatte ich aber schon recht früh im Visier. So wartete am Schluss leider keine Überraschung auf mich.

Der Schreibstil ist locker-leicht zu lesen bis auf das extreme Berlinerisch einer Figur, wo ich mich etwas mehr konzentrieren musste. Verständlich ist es aber allemal.

„Unter allen Beeten ist Ruh“ ist der erste Band einer Reihe mit Pippa Bolle. Da es meinen Nerv nicht wirklich getroffen hat, werde ich mir die weiteren Bände wohl sparen.

★★★☆☆