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Veröffentlicht am 25.11.2022

Ehre ist ... manchmal nur ein nettes Wort für Ego

Carrie Soto is Back
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Carrie Soto war lange Zeit DIE erfolgreichste Tennisspielerin der Welt, auf keinen Fall aber die beliebteste. Über fünf Jahre nach ihrem offiziellen Karriereende erreicht Nicki Chan ebenfalls dieselbe ...

Carrie Soto war lange Zeit DIE erfolgreichste Tennisspielerin der Welt, auf keinen Fall aber die beliebteste. Über fünf Jahre nach ihrem offiziellen Karriereende erreicht Nicki Chan ebenfalls dieselbe Anzahl Turniersiege und Carrie beginnt ein Comeback weil sie es nicht ertragen kann dass jemand ihren Rekord übernimmt.

Schmerzhaft muss sie erfahren, dass sie noch nicht gut genug ist um die Turniere so zu dominieren wie sie es sich vorgestellt hat. Der Körper einer 37-jährigen – noch dazu nach einer jahrelangen Pause – hat Schwierigkeiten mit den anderen Spielerinnen mitzuhalten.

In den realen 90ern hatte ich mich für Tennis interessiert und daher war mir die Zählweise, die Turniere etc. durchaus vertraut. Das führt allerdings auch dazu dass mir der ein oder andere Fehler auffällt was aber nicht entscheidend für die Story ist.

In der Story dominiert Tennis vor Tennis und Tennis. Na ja, jedenfalls passend. Leider wurde ich mit Carrie nicht wirklich warm, ihre krankhaft ehrgeizige Haltung ist mir fremd und so blieb sie mir über weite Strecken unsympathisch.

Das Stilmittel der eingeschobenen Interviews und Artikel hat mir gefallen im Gegensatz zu den vielen spanischen Sätzen. Ich kann ein wenig Spanisch und habe zu Anfang noch vieles übersetzt, dann wurde es mir zu viel. Fußnoten wären zumindest bei den Sätzen sinnvoll gewesen.

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Veröffentlicht am 16.09.2022

Plötzlich Prinzessin in Japan

Tokyo ever after – Prinzessin auf Probe
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Die 18jährige Izumi lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter in einer Kleinstadt. Dort ist sie nur fast der ganz typische amerikanische Teenager denn sie und ihre Freundinnen haben einen asiatischen Background.
Zufällig ...

Die 18jährige Izumi lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter in einer Kleinstadt. Dort ist sie nur fast der ganz typische amerikanische Teenager denn sie und ihre Freundinnen haben einen asiatischen Background.
Zufällig finden sie heraus dass Izzys Vater nicht ein unbekannter One-Night-Stand war sondern der japanische Kronprinz. Über Umwege versucht Izzy Kontakt zu ihrer Familie aufzunehmen und dann, ja dann geht alles sehr schnell.

In Tokyo trifft Izumi zum ersten Mal ihren Vater aber statt sich sofort Zuhause zu fühlen fällt ihr die Integration in die strikten traditionellen Rollen schwer und sie erfährt positives lässt aber auch viele Fettnäpfchen nicht aus.
Grundsätzlich ist Izzy sympathisch, hat das Herz auf dem rechten Fleck und es wird nicht alles durch eine kitschige rosarote Brille betrachtet. Die Entwicklung der Liebesgeschichte gehört dann halt auch noch dazu und passt zum Genre.

Aber – und da hätte ich Izzy mehrfach schütteln können: sie hofft, ihrer wahren Herkunft näher zu kommen, endlich eine echte Familie zu finden und hat dann während des ganzen Fluges nicht einmal in die ihr ausgehändigten Unterlagen geschaut sondern lieber eine Serie?? Hat sich nicht einmal ein wenig näher mit der japanischen Kultur, Benimmregeln usw vorab beschäftigt? Trotz der engen Bindung reist sie ganz alleine ohne zu fragen ob ihre Mutter, eine Freundin mitkommen kann? Dies ist für mich nicht nachvollziehbar und diese Ignoranz ist schade.

Leider blieben viele Charaktere zu oberflächlich und Ablaufe ganz unplausibel. Das japanische Kaiserhaus holt Izumi aufgrund einer email direkt als Prinzessin zu sich an den Hof – ohne DNA Test? Ihre Mutter bleibt einfach so unbeachtet und zuhause in der heutigen medialen Welt?

Der Schreibstil ist leicht, Handlung und Geschichte erinnern zwar an Plötzlich Prinzessin aber das Setting in Japan ist gut und ansprechend transportiert.
Vielleicht bin ich in diesen Punkten zu kritisch und realistisch, denn die Geschichte grundsätzlich war eine sehr nette Unterhaltung und hatte durchaus sehr interessante Einblicke in die japanische Kultur.

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Veröffentlicht am 11.09.2022

Alarmstufe Rot!

Der Junge, der die Welt verschwinden ließ
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Alarmstufe Rot - diese gilt wenn Harrison mal wieder einen seiner gefürchteten Wutanfälle bekommt. Die Auslöser sind grundsätzlich auch nachvollziehbar, er wird geärgert oder missverstanden bzw ihm wird ...

Alarmstufe Rot - diese gilt wenn Harrison mal wieder einen seiner gefürchteten Wutanfälle bekommt. Die Auslöser sind grundsätzlich auch nachvollziehbar, er wird geärgert oder missverstanden bzw ihm wird nicht zugehört.

Alles ändert sich als er zum Abschluss einer Geburtstagsfeier statt wie die anderen einen Planeten-Ballon ein schwarzes Loch erhält.

Zuerst ist es ja ganz praktisch - er füttert das schwarze Loch mit Dingen die er nicht mag (Brokkoli) doch dann verschwindet unbeabsichtigt immer mehr und Harrison erkennt, dass das schwarze Loch nicht die Lösung seiner Probleme ist.

Das Buch ist wunderschön gestaltet, tolles Cover, ansprechende Seiten und größere Schrift - für Kinder ab 8 Jahre absolut passend. Meiner Meinung nach werden hier eher Jungs angesprochen. Ein leicht verständlicher Schreibstil kann die zum Ende hin etwas chaotische Handlung nur bedingt auffangen.

Die Idee und Umsetzung der Handlung hat mir durchaus gefallen. Störend fand ich allerdings die Grunde dieser Wutanfälle. Sie passierten ja erst nachdem Harrison geärgert wurde oder Angst hatte.

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Veröffentlicht am 15.08.2022

Sweet home Alabama?

I Kissed Shara Wheeler
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Chloe ist ergeizig. Sehr sogar und seit sie mit ihren Müttern ins erzkonservative Alabama gezogen ist hat sie nur noch ein Ziel - Jahrgangsbeste zu werden. Es allen zeigen für die sie nur die queere aneckende ...

Chloe ist ergeizig. Sehr sogar und seit sie mit ihren Müttern ins erzkonservative Alabama gezogen ist hat sie nur noch ein Ziel - Jahrgangsbeste zu werden. Es allen zeigen für die sie nur die queere aneckende Streberin ist.
Shara ist das perfekte Vorzeigetöchterchen. Sehr gut, sehr beliebt, sehr hübsch. Alle Erwartungen erfüllend bis sie plötzlich verschwindet.
Chloe und zwei Freunde von Shara erhalten mysteriöse Hinweise und eine Schnitzeljagd beginnt.
Das Buch war durchaus unterhaltsam und gut geschrieben aber... mir war die Häufung queerer Schüler (die sich im Gegenzug zu Chloe) nicht outen dann doch too much. Manches an Sharas Verschwinden war soo unrealistisch. Leider, denn das sind die Punkte die mich störten. Genauere Details wären Spoiler und fehlen daher.
Man kann zum Gendern ja stehen wie man möchte aber aus sie und er jedesmal die Form "sier" u.ä. zu formen war für mich störend und unnötig

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Cosy Crime im England der 20iger Jahre mit sympathischer Protagonistin

Mord nach Strich und Faden
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Kate Shackleton ist eine sympathische Protagonistin – 31 Jahre alt, offiziell verwitwet aber immer noch auf der Suche nach Informationen über ihren als im ersten Weltkrieg vermissten Ehemann. Da sie über ...

Kate Shackleton ist eine sympathische Protagonistin – 31 Jahre alt, offiziell verwitwet aber immer noch auf der Suche nach Informationen über ihren als im ersten Weltkrieg vermissten Ehemann. Da sie über ihre eigenen Recherchen hinaus bereits etlichen anderen bei der Suche nach vermissten Personen hat helfen können beginnt sie als Privatermittlerin tätig zu werden.
Eine gute Bekannte aus der gemeinsamen Zeit im Kriegshospital möchte bei ihrer Hochzeit unbedingt von ihrem aktuell verschwundenen Vater zum Altar begleitet werden. Sie bittet daher Kate um Hilfe, die sich zusätzliche Unterstützung bei dem früheren Polizisten Jim Sykes holt.
Locker und leicht geschrieben, die Atmosphäre in England Anfang der 20iger Jahre wird gut geschildert. Zwar hat man bei gewissen Punkten recht schnell eine Vorahnung doch trotzdem gibt es am Ende noch ein paar überraschende Wendungen. Ein typischer Cosy Crime – nicht tiefgründig aber nette Unterhaltung. Schön wäre es wenn man über Sykes noch mehr erfahren würde, sein Part bleibt mir leider zu oberflächlich.

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