Konnte mich leider nicht überzeugen
With you I hopeDas Cover ist unglaublich schön und extrem ästhetisch. Auch die Veredlungen gefallen mir sehr gut.
Justines Schreibstil hat mir bereits im ersten Teil sehr gut gefallen, da er bildhaft und emotionsgeladen ...
Das Cover ist unglaublich schön und extrem ästhetisch. Auch die Veredlungen gefallen mir sehr gut.
Justines Schreibstil hat mir bereits im ersten Teil sehr gut gefallen, da er bildhaft und emotionsgeladen ist.
Die Charaktere haben es mir in der Geschichte leider nicht einfach gemacht.
Megan ist zwar sehr emotional, drückt diese aber nur anhand negativer Emotionen aus und verhält sich dadurch die meiste Zeit sehr unfair gegenüber ihren Mitmenschen. Obwohl sie das selbst weiß, denkt sie nicht daran dieses Verhalten zu ändern und erklärt sich immer damit, dass sie ja sowieso die böse in der Familie ist und sie keiner verstehen kann. Dadurch lässt sie sich auch von keinem gern helfen und gibt anderen selten die Möglichkeit sich zu erklären. Besonders Leo gegenüber zeigt sie oft ein uncooles, gemeines Verhalten und behandelt ihn teilweise nicht gut.
Dieser lässt sich aber alles von ihr gefallen und rennt ihr immer wieder hinterher. Er lässt sich rumschubsen, kommt kaum zu Wort und ist im Endeffekt nur gut wenn Megan etwas braucht. Dadurch wirkt er auf mich ziemlich eintönig und blass, da man kaum etwas über ihn erfährt.
Auch Megan bleibt sehr farblos, da man im Endeffekt nur über sie weiß, dass sie adoptiert ist und gerne fotografiert. Mehr macht sie nicht aus und auch ihre Vertrauensprobleme im Bezug auf romantische Liebe sind eher leere Worte und Ausflüchte.
Da ich zu keinem der beiden einen wirklichen Draht finden konnte, hatte ich Schwierigkeiten mich in der Handlung zu verlieren. Diese war zwar besonders auf den letzten hundert Seiten sehr spannend und gut umgesetzt, dass ewige hin & her zwischen den Protagonisten hat das aber etwas zunichte gemacht. Durch die vielen tiefgründigen Zitate, die zwar an sich wirklich wunderschön waren aber nicht zu Megan und Leo gepasst haben, ging ein wenig Glaubwürdigkeit verloren.
Was ich aber noch positiv anmerken muss ist der Zusammenhalt unter den Stadtbewohnern, der besonders am Ende richtig gut dargestellt wurde. Auch Mia und Conner waren wieder traumhaft und hatten tolle Momente im Buch.
Die Hauptthematik an sich fand ich super, sie hatte unglaublich viel Potenzial und war auch super emotional. Dafür, dass im letzten Drittel so eine Spannung aufgebaut wurde, fand ich die Auflösung bzw das Ende einfach enttäuschend. Es wurde in den letzten beiden Kapiteln gar nicht mehr darauf eingegangen und es wurde zu einfach aufgelöst. Auch der Epilog hat für mich keinen richtigen Sinn ergeben, da das, was passiert ziemlich aus der Luft gegriffen wurde.
Fazit
Nachdem ich in Band eins besonders das Setting mochte, wurde in Band zwei leider sehr enttäuscht. Die Gefühle zwischen den Protagonisten waren nicht greifbar und es gab keine nennenswerte Charakterentwicklung. Auch das groß aufgebaute Thema wurde letztendlich einfach fallengelassen.