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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2022

Jona, Kriegerin und Retterin vieler verfolgter Menschen

Das Verschwinden der Sterne
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Im Alter von 2 Jahren wird die kleine Inge aus ihrem Kinderbett in Berlin entführt und in die dunklen Wälder Osteuropas verschleppt. Jeruza, die Frau, die sie raubte, gibt ihr den Namen Jona und lehrt ...

Im Alter von 2 Jahren wird die kleine Inge aus ihrem Kinderbett in Berlin entführt und in die dunklen Wälder Osteuropas verschleppt. Jeruza, die Frau, die sie raubte, gibt ihr den Namen Jona und lehrt sie, in den tiefen Wäldern, fernab jeglicher menschlicher Zivilisation, zu überleben. Als Jeruza im Alter von 102 Jahren stirbt, ist Jona, inzwischen eine junge Frau, auf sich selbst gestellt. 1942 trifft sie im tiefsten Wald auf eine Gruppe geflohener Juden. Sie entschließt sich, ihnen all ihr Wissen beizubringen, um ihnen das Überleben in den Wäldern zu ermöglichen. Doch der Verrat eines Mitgliedes der Gruppe zwingt sie, diese zu verlassen. Auf ihrer Flucht gelangt sie in ein von Deutschen besetztes Dorf und ihr Leben wird dadurch verändert.
Dieses fesselnde Buch versetzt den Leser in die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Es beschreibt den Überlebenskampf zum Tode verurteilter Juden, die sich in den riesigen Wäldern Polens vor den Nazis verstecken mussten. Die Orte der Handlungen sind historisch belegt. Auch gab es Gruppen, die sich dort versteckt hielten. Obwohl die Personen und Begebenheiten in diesem Roman fiktiv sind, hatte ich Jona jederzeit lebendig und lebhaft vor meinem inneren Auge, habe mit ihr mitgelitten und mitgehofft. Die Handlung nimmt mit der Zeit rapide an Fahrt auf und steigert sich bis zum Ende der Geschichte. Flüssig und locker führt Kristin Harmel durch diese Geschichte.
Mein Fazit:
Ein sehr spannendes Buch über die Verfolgung und den Überlebenskampf polnischer Juden in den riesigen Wäldern Osteuropas, und einer jungen Frau, die alles daran setzt, das Überleben dieser Menschen zu sichern. 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.08.2022

Ein ungleiches Paar auf Mördersuche

Mord in Verona
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Mit dem Auftrag einen wichtigen Geldgeber für Herzog Konradin abzuholen, kommt der Söldner Yon nach zehn Jahren wieder nach Verona zurück. Damals musste er Hals über Kopf aus der Stadt fliehen. Doch der ...

Mit dem Auftrag einen wichtigen Geldgeber für Herzog Konradin abzuholen, kommt der Söldner Yon nach zehn Jahren wieder nach Verona zurück. Damals musste er Hals über Kopf aus der Stadt fliehen. Doch der Mann stirbt auf seinen Augen. Ada, die Tochter des Stadtmedicus und Ärztin wird hinzugerufen und stellt fest, dass der Mann vergiftet wurde. Weiter Morde geschehen und auch auf Ada und Yon wird ein Anschlag verübt. Nun sind Yon und Ada fest entschlossen, den Mörder zu finden.
Dieses ist das vierte Buch der Autorin, welches ich lesen durfte. Ich war überrascht bekannten Protagonisten zu begegnen. Die Verknüpfung ist sehr gut gelungen.
Die fesselnde Handlung, deren Spannungsbogen kontinuierlich anstieg, lies mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Da ich schön des Öfteren in Verona war, hatte ich die Schauplätze bildhaft vor meinen Augen. Authentisch und nachvollziehbar hat Frau Brüning die verschiedenen Charaktere dargestellt und so konnte ich mich sehr gut in die Gedanken und Vorgehensweise zu jener Zeit hineinversetzen. Flüssig und locker führt der Schreibstil durch diesen historischen Roman.
Mein Fazit:
Für Liebhaber dieses Genres absolut empfehlenswert. 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.08.2022

Fesselnd, schockierend und ergreifend

Wunderland
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Dieser Thriller ist das erste Buch, welches ich von Martin Krist gelesen habe. Und es hat mich ab der ersten Seite gefesselt, schockiert und mir das Blut in meinen Adern teilweise gefrieren lassen. Es ...

Dieser Thriller ist das erste Buch, welches ich von Martin Krist gelesen habe. Und es hat mich ab der ersten Seite gefesselt, schockiert und mir das Blut in meinen Adern teilweise gefrieren lassen. Es geht um ein hochaktuelles und schweres Thema: Missbrauch unter der Obhut der Kirche. Eine sehr traurige und überaus schockierende Geschichte.
Der Schreibstil ist fesselnd und die Charaktere wurden von dem Autoren bildhaft und lebendig beschrieben.
Mein Fazit:
Ein erschütternder und mitreißender Thriller, der jedoch nicht für sensible Leser geeignet ist. Von mir gibt es 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.08.2022

Die Menschlichkeit siegt

Wo vielleicht das Leben wartet
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In Kasan herrscht 1923 eine bittere Hungersnot. Vom Wolgagebiet soll der ehemalige Soldat Dejew fünfhundert hungernde und frierende Waisenkinder in das „gelobte Land“ Samakand bringen. Doch es fehlt ihm ...

In Kasan herrscht 1923 eine bittere Hungersnot. Vom Wolgagebiet soll der ehemalige Soldat Dejew fünfhundert hungernde und frierende Waisenkinder in das „gelobte Land“ Samakand bringen. Doch es fehlt ihm an allem Notwendigen. Kleidung, Medikamente, Lebensmittel und auch am Heizmaterial ist zu wenig vorhanden. Es beginnt ein Kampf ums Überleben. Kann er die Kinder lebend ans Ziel bringen?
Dieser Roman, der auf historischen Tatsachen beruht, schildert die erste Fahrt des Zuges zur Rettung obdach- und elternloser Kinder zwischen zwei und dreizehn Jahren durch ein Land, in dem noch immer der Bürgerkrieg wütet. Über 6.600 Kilometer ist der Weg bis zum Ziel. Er ist ein Teil sowjetischer Geschichte, düster und hochemotional geschrieben.
Mein Fazit:
Ein Roman, der ab der ersten Seite fesselt. 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.08.2022

Eine Frau zwischen Widerstand und privatem Glück

Die Wagemutige
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Marseille, 1940: Die Nazis sind an der Macht und Lisa flieht vor den Deutschen nach Marseille. Hier erhofft sie zusammen mit Hans, ein Ausreise-Visa zu erhalten. Sie trifft den Amerikaner Louis und beide ...

Marseille, 1940: Die Nazis sind an der Macht und Lisa flieht vor den Deutschen nach Marseille. Hier erhofft sie zusammen mit Hans, ein Ausreise-Visa zu erhalten. Sie trifft den Amerikaner Louis und beide verlieben sich ineinander. Lisa erhält vom Untergrund die Auftrag eine Fluchtroute durch die Pyrenäen zu finden, um deutsche Flüchtlinge nach Spanien bringen zu können. Ein sehr gefährliches Unterfangen. Jetzt muss sich Lisa entscheiden, weiter für die Freiheit vieler Menschen zu kämpfen oder die Sicherheit an Louis Seite.
In diesem Buch geht es um die 31jährige Lisa Fittko (1909-2005), die sich mit ihrem Mann Hans dem Widerstand gegen Hitler anschloss. Sie war Jüdin und wurde in Frankreich interniert. Vielen Verfolgten rettete sie das Leben, indem sie einen Fluchtweg durch die Pyrenäen fand und unter Einsatz ihres Lebens diesen Menschen eine Zukunft in ein neues Leben ermöglichte. In diesem spannenden Roman begegnen wir einigen historisch belegten Persönlichkeiten, die Lisa Fittko ihr Leben und ihre Freiheit verdankten.
Die Geschichte um Lisa beruht auf Tatsachen, lediglich die Begegnung mit Louis ist fiktiv.
Mein Fazit:
Ein Roman über eine mutige und selbstlose Frau, hinreißend von der Autorin geschrieben.
5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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