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Veröffentlicht am 26.08.2022

Romy Fölck auch ohne Krimi herausragend

Die Rückkehr der Kraniche
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Zugegebenermaßen ist dies tatsächlich mein erstes Buch der Autorin. Bisher hatte ich ihren Namen eigentlich vor allem mit Krimis asoziert, und bin nun erstaunt und gleichermaßen extrem positiv überrascht, ...

Zugegebenermaßen ist dies tatsächlich mein erstes Buch der Autorin. Bisher hatte ich ihren Namen eigentlich vor allem mit Krimis asoziert, und bin nun erstaunt und gleichermaßen extrem positiv überrascht, dass Romy Fölck offenbar noch viel mehr drauf hat. Mit ihrem ganz neuen Roman "Die Rückkehr der Kraniche" hat sie mich tatsächlich komplett und von der ersten Zeile an mitgenommen und von Grund auf begeistert! Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zwei Schwestern mittleren Alters, Grete und Freya und ihr Zuhause, ein Hof in der sogenannten Elbmarsch. Während Grete ihr ganzes Leben hier verbracht hat, hat ihre jüngere Schwester Freya das Zuhause frühzeitig verlassen, um ihren eigenen Weg zu gehen. Die daheimgebliebene Tochter hat sich zeitlebens um ihre Mutter Wilhelmine gekümmert, außerdem eine uneheliche Tochter namens Anne zur Welt gebracht, die mittlerweile auch flügge geworden ist und fernab von zu Hause studiert. Als Wilhelmine krank wird, kommen alle drei Generationen der Familie wieder zusammen, was eine Menge Spannungspotential birgt. Die Geschichte hat mich von Anfang bis zum Ende sehr bewegt. Der Schreibstil ist sehr flüssig, doch Romy Fölck kann mehr als nur gut formulieren, sie schlägt leise Zwischentöne an, die mich wirklich berührt haben, vielleicht weil auch ich genau im Alter ihrer Protagonistinnen bin, mich oft ähnliche Sorgen und Probleme umtreiben? Die Verbundenheit mit der eigenen Heimat, die Liebe zu dem Landstrich, im dem man seit Jahrzehnten lebt, ist sehr überzeugend dargestellt, das hat mir so gut gefallen. Auch die Bedeutung und der Zusammenhalt von Familie trotz unterschwelliger Konflikte, so etwas auszuhalten, wird gut geschildert. Ein bisschen hat mich die Geschichte an die beiden bisherigen Bücher von Dörte Hansen erinnert, und mir doch noch mal besser gefallen. Für mich ist "Die Rückkehr der Kraniche" auf jeden Fall ein Lesehighlight in diesem Jahr, die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung verstehen sich von selbst!

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Veröffentlicht am 23.08.2022

Gelungener Auftakt

Zwischen zwei Welten
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Izabelle Jardin nimmt uns mit ihrem neuen Buch, das den Auftakt einer Reihe rund um die Tuchfabrikanten Familie Achenthal bildet, mit ins letzte Drittel des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die Tochter ...

Izabelle Jardin nimmt uns mit ihrem neuen Buch, das den Auftakt einer Reihe rund um die Tuchfabrikanten Familie Achenthal bildet, mit ins letzte Drittel des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die Tochter der Dynastie Elise, ein selbstbewusstes junges Mädchen, das seiiner Zeit weit voraus scheint. Als die sogenannten Weberaufstände in Elises Heimat Schlesien das Land erschüttern, und die industrielle Revolution beginnt, fühlt sie mit den ärmeren Menschen, die nicht dieselben Privilegien genießen, sondern stattdessen in bitterer Armut darben, um den Reichtum ihrer und anderer Familien zu gewährleisten. Mit der Weberstochter Marie, die nach einer Vergewaltigung schwanger wird, findet Elise quasi eine Freundin. Auch die Romantik kommt natürlich nicht zu kurz, als sich unsere Protagonistin in den viel älteren Konrad verliebt. Doch das Glück ist den beiden nicht unbedingt immer wohlgesonnen, was'das Ganze natürlich zusätzlich spannend gestaltet. Izabelle Jardin hat mit "Zwischen zwei Welten" einen Reihenauftakt und perfekte Leseunterhaltung vorgelegt. Authentisch gezeichnete Charaktere, flüssiger Schreibstil und perfekte Recherche Arbeit im Vorfeld runden das Buch ab. Deshalb gibt es die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.08.2022

Mehr als gelungene Fortsetzung

Die Freundinnen vom Strandbad (Die Müggelsee-Saga 2)
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Nachdem ich bereits Band 1 der Geschichte von Julie Heiland rund um die drei Freundinnen Betty, Clara und Martha, die sich als Kinder im heute noch existierenden Strandbad Müggelsee kennenlernten, verschlungen ...

Nachdem ich bereits Band 1 der Geschichte von Julie Heiland rund um die drei Freundinnen Betty, Clara und Martha, die sich als Kinder im heute noch existierenden Strandbad Müggelsee kennenlernten, verschlungen hatte, war ich selbstverständlich sehr sehr gespannt auf die Fortsetzung, und siehe da: ich wurde nicht enttäuscht. Bereits die Leseprobe hatte mir gezeigt, dass es nathlos weitergeht, und ich keinerlei Schwierigkeiten haben würde, wieder einzusteigen. Endete der Vorgängerband quasi zum Mauerbau, geht es nun hier an dieser Stelle weiter, und wir dürfen als Leser den Lebensweg der drei Protagonistinnen mitverfolgen. Vieles passiert, wieder geht es um Herzensangelegenheiten ,der Alltag von Martha, Clara und Betty wird geschildert, viel Lokalkolorit, die Autorin hat das Lebensgefühl, die Bespitzelung, alles um DDR und geteiltes Deutschland super eingefangen, ich bin restlos begeistert, nur ein bisschen traurig, dass es keinen weiteren Teil geben wird. Auch das Cover hat mich wieder sehr angesprochen und mich das Buch jedes Mal sehr gerne zur Hand nehmen lassen. Auf jeden Fall war es für mich nicht das letzte Buch der Autorin, ihr Schreibstil hat mich wieder vollends überzeugt, die Skizzierung der Charaktere ist perfekt, von mir gibt es die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.08.2022

Wow - ein Highlight - mir fehlen fast die Worte

Lost-Moments-Reihe, Band 1 - The Moment I Lost You
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Zugegebenermaßen hatte ich etwas Anderes erwartet, eine romantische, etwas kitschige Liebesgeschichte für jüngere Leute, aber da mir bereits die Leseprobe extrem gut gefallen hatte, habe ich mich darauf ...

Zugegebenermaßen hatte ich etwas Anderes erwartet, eine romantische, etwas kitschige Liebesgeschichte für jüngere Leute, aber da mir bereits die Leseprobe extrem gut gefallen hatte, habe ich mich darauf eingelassen, und das war auch gut so! Denn bekommen habe ich die Lektüre eines Buches, das noch lange nachklingen wird, ein Highlight in meinem turbulenten Lesealltag! Aber ich greife vorweg! Rebekka Weiler, die aber das nur am Rande mit unglaublich viel Empathie und Emotionen eine Leserunde begleitet hat, an der ich teilnehmen durfte, hat hier eine grandiose Geschichte vorgelegt, die in meinen Augen ihres gleichen sucht. Im Mittelpunkt steht Protagonistin Mia, eine junge Frau, die ihren besten Freund viel zu früh verloren hat. Der zweite Protagonist ist Nathan, der vermeintliche Mörder dieses besten Freundes. Als dieser aus dem Gefängnis entlassen wird, und Mia ihm eines Tages unvorbereitet gegenüber steht, nimmt die Geschichte ihren Lauf. Alles andere müsst Ihr selbst lesen (und das solltet Ihr tatsächlich tun!!!!), denn sonst würde ich hier an dieser Stelle zu viel verraten. Die Autorin hat eine so emotionale Story entworfen, die mich nicht nur von der ersten Zeile an mitgenommen hat, sondern die alles zu bieten hat, was in meinen Augen ein Highlight braucht. Romantik, Tiefgang, toller sehr flüssiger Schreibstil, extrem authentisch gezeichnete Charaktere, aber in dem Fall eben auch noch so viel mehr, und das findet man, wie ich finde, eher selten, nämlich sogar ein Stück Lebenshilfe. Man merkt, mit viel Herzblut Rebekka Weiler bei der Sache ist und war, das beeinflusst u.a. auch ihr Engagement in der besagten Leserunde. Danke, liebe Rebekka, für ein Lesehighlight, für perfekte Unterhaltung, für Lachen und die Taschentuch-Momente, all das gab es während der Lektüre. Fünf hier zu vergebende Punkte sind eigentlich viel zu wenig, eine absolute Leseempfehlung versteht sich hier von selbst. Natürlich fiebere ich bereits jetzt dem nächsten Buch der Autorin entgegen. Ein bisschen muss ich mich noch gedulden, aber solche heiß ersehnten Neuerscheinungen erhellen, dann den bevorstehenden Winter.

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Veröffentlicht am 11.08.2022

Mal etwas ganz Anderes

Die Ewigkeit ist ein guter Ort
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Mit "Die Ewigkeit ist ein guter Ort" hat Tamaar Noort ein kleines, aber feines Buch vorgelegt, eine Geschichte, die mich tatsächlich sehr berührt hat. Theologen Elke stellt eines Tages fest, dass sie unter, ...

Mit "Die Ewigkeit ist ein guter Ort" hat Tamaar Noort ein kleines, aber feines Buch vorgelegt, eine Geschichte, die mich tatsächlich sehr berührt hat. Theologen Elke stellt eines Tages fest, dass sie unter, wie sie es selbst nennt, sogenannter "Gottesdemenz" leidet, sie vergisst vieles, was mit dem Glauben und der Kirche zu tun hat, ja sogar das Vater unser will ihr nicht mehr einfallen. Daraufhin macht sich Elke auf, fährt nach Hause, an den Ort ihrer Kindheit, um der Sache auf den Grund zu gehen. Doch hier wird alles überschattet vom Tod ihres Bruders, der viel zu früh ums Leben kam. Vieles in diesem Buch dreht sich um Glauben und Kirche, Religion im weitesten Sinne, doch ich finde, auch für denjenigen Leser, der hiermit nichts am Hut hat, ist die Geschichte durchaus lesenswert, denn Elkes Suche ist auch eine Suche nach sich selbst, nach dem eigentlichen Sinn des Lebens. Ein Roman, der viel Tiefgang bietet, einmal erwas ganz Anderes, hat mich stellenweise sehr berührt, deshalb von mir die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung. Das Cover ist sehr gelungen und hat mich ebenfalls angesprochen, ich hoffe sehr, bald noch mehr von dieser Autorin zu lesen.

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