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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2022

Leseempfehlung

Sanfte Einführung ins Chaos
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Mit "Sanfte Einführung ins Chaos" habe ich einen Ausflug in ein neues Genre gewagt und bin positiv überrascht worden. Nach dem interessanten Klappentext mit dem eindrücklichen ersten Zitat "Ich bin schwanger. ...

Mit "Sanfte Einführung ins Chaos" habe ich einen Ausflug in ein neues Genre gewagt und bin positiv überrascht worden. Nach dem interessanten Klappentext mit dem eindrücklichen ersten Zitat "Ich bin schwanger. Und ich will es nicht bekommen." wollte ich das Buch unbedingt lesen.

Ich habe oftmals das Gefühl, dass es viele Themen gibt, die in unserer Gesellschaft ignoriert und überhaupt nicht thematisiert werden. Ungewollte Schwangerschaften, Schwangerschaftsabbrüche und die Lebensplanung als Paar gehören da auf jeden Fall dazu. Besonders das Thema der Schwangerschaftsabbrüche ist umstritten. Eine mutige und tolle Entscheidung ein Buch zu dem Thema zu schreiben. Sicherlich kein einfaches Gebiet...und mit vielen kontroversen Meinungen verknüpft.

Der Autorin ist, meiner Meinung nach, eine tolle Balance zwischen emotionalen Elementen und Fakten gelungen. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl belehrt zu werden oder Vorgaben zu bekommen, wie man sich in einer solchen Situation verhalten soll. Ein toller und tiefgründiger Schreibstil, der dem Thema "Schwangerschaft, Schwangerschaftsabbruch und den gesellschaftlichen Anforderungen an Mann und Frau" gerecht wird. Ich wurde zwar nachhaltig zum Nachdenken angeregt, aber nicht belehrt. Eine rundum gelungene Umsetzung.

Dennoch bekommen wir als Leser*innen Einblicke in die Gefühlswelt der Betroffenen. Wir begleiten die beiden Protagonisten Marta und Daniel. Nach einer Einführung in das gemeinsame Leben des Paars und dem positiven Schwangerschaftstest wird beiden Raum für ihre Ansichten gegeben. In mehreren Kapiteln begleiten wir die beiden jeweils einzeln durch eine Phase der Ratlosigkeit, des Erinnerns und des Entscheidung Treffens. Beide Standpunkte werden gut nachvollziehbar erläutert. Ich konnte Marta und auch Daniel gut nachvollziehen.

Besonders innerhalb der Sichtweisen von Daniel werden Zukunftspläne und der Einfluss der Vergangenheit auf das spätere Leben und die Entscheidungsfindung thematisiert. Es wird deutlich, dass nicht das gesamte Leben vorab geplant werden kann.

Trotz dieser Offenheit und der Transparenz war mir bis zum Ende nicht klar, ob die beiden das Kind bekommen werden oder nicht. Diese Entscheidung verrate ich hier natürlich auch nicht. Lest es lieber selbst.

Das Buch wirft Fragen auf, die in unserer Gesellschaft auftauchen und regt an vielen Stellen zum Nachdenken an. Keine leichte Kost und es braucht definitiv eine Triggerwarnung, aber dennoch interessant zu lesen.

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Veröffentlicht am 16.08.2022

Achterbahnfahrt der Gefühle

Keeper of the Lost Cities – Die Flut (Keeper of the Lost Cities 6)
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Wieder einmal ein tolles Buch. Ich liebe die Reihe und kann sie nur empfehlen.
Das Buch hält wieder viele Wendungen, fantastische Charaktere und EINEN FIESEN CLIFFHANGER bereit.

Nach den vorherigen Bänden ...

Wieder einmal ein tolles Buch. Ich liebe die Reihe und kann sie nur empfehlen.
Das Buch hält wieder viele Wendungen, fantastische Charaktere und EINEN FIESEN CLIFFHANGER bereit.

Nach den vorherigen Bänden sind wir bereits an die Cliffhanger von Shannon Messenger gewöhnt, aber dieser...puh... Ich liebe es trotzdem. Zum Glück erscheint Band 7 schon bald und meine Neugierde wird schnell gestillt.

Inhaltlich ist die Story wieder sehr abwechslungsreich gestaltet. Besonders die Charakterentwicklung von Sophie gefällt mir in diesem Band sehr gut.

Es gibt ein unerwartetes Wiedersehen und ein tolles Spiel mit den Emotionen. Shannon Messenger kann auf eine Art und Weise schreiben, die traurige Szenen und lustige Momente in einer Achterbahnfahrt der Gefühle verbindet.

Das Lesen der Keeper of the Lost Cities ist ein Abenteuer und eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die ich allen empfehlen kann (nicht nur Kindern und Jugendlichen).

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Veröffentlicht am 20.07.2022

Es ist nicht alles so wie es scheint

Als das Böse kam
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Das Cover und der Klappentext haben mich sofort neugierig gemacht. Das düstere Cover passt perfekt zum Genre und auch die Innengestaltung (die 7 Gebote in der Familie, die inhaltlich von Bedeutung sind) ...

Das Cover und der Klappentext haben mich sofort neugierig gemacht. Das düstere Cover passt perfekt zum Genre und auch die Innengestaltung (die 7 Gebote in der Familie, die inhaltlich von Bedeutung sind) ist sehr ansprechend und passend.

Wie nach dem ersten Eindruck zu vermuten geht die Story spannend los und konnte mich fesseln. Schnell wird klar, dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Innerhalb der Story lauern viele düstere Geheimnisse.

Der Schreibstil von Ivar Leon Menger konnte mich packen und ich habe das Buch förmlich inhaliert. Auch der Aufbau der Spannungsbögen ist schön ausgestaltet.

Leider wurde dieses Lesevergnügen durch einige Logikfehler getrübt. Da diese Logikfehler (gerade zum Ende des Buches hin) Einfluss auf die Handlung nehmen kann ich darüber nicht hinwegsehen. Ein weiterer Kritikpunkt liegt für mich in der Aufklärung am Ende des Buches. Für mich bleiben zu viele Fragen ungeklärt. Das mag ich bei Einzelbänden leider überhaupt nicht.

Besonders positiv möchte ich dennoch den tollen Schreibstil und eine versteckte Botschaft am Ende des Buches hervorheben. Die Botschaft ist ein kleines Rätsel (man muss im Buch nochmal blättern um es zu entschlüsseln ;). Diese kleinen Details machen das Buch besonders.

Ich bin mir sicher, dass wir von Ivar Leon Menger noch viel Lesen werden. Ein gelungenes Debüt, welches ohne die Logikfehler ein wahres Highlight wäre.

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Veröffentlicht am 20.07.2022

Squid Game mal anders

Rotes Licht, grünes Licht - Ein inoffizielles Squid Game-Buch
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„Rotes Licht, grünes Licht“ ist ein an die erfolgreiche Netflix Serie „Squid Game“ angelegtes Buch. Ich habe die Serie selbst bereits geschaut und war begeistert. Daher bin ich mit relativ hohen Erwartungen ...

„Rotes Licht, grünes Licht“ ist ein an die erfolgreiche Netflix Serie „Squid Game“ angelegtes Buch. Ich habe die Serie selbst bereits geschaut und war begeistert. Daher bin ich mit relativ hohen Erwartungen an das Buch herangetreten. Diese Erwartungen wurden nicht enttäuscht 😉.
„Rotes Licht, grünes Licht“ thematisiert, wie auch die Serie, ein Spiel um Leben und Tod. Wie in der Serie gibt es eine Menge Geld zu gewinnen, indem die Teilnehmer*innen Kinderspiele bestreiten.
Wer jedoch an eine Nachahmung ohne Neuerungen und einen „Abklatsch“ denkt liegt bei diesem Buch falsch. Zwar wird die Grundidee beibehalten und es sind viele Parallelen zur Serie erkennbar, aber ebenso wurden viele Veränderungen in die Story eingearbeitet.
Obwohl ich die Serie sehr gut kenne konnte mich das Buch an einigen Stellen überraschen und das Spiel nochmal von einer anderen Seite beleuchten. Besonders die Gestaltung der Spiele und das Ende konnten mich überzeugen.
Das Buch lässt sich gut lesen und fesselt mit einem packenden Schreibstil. Auch Squid Game Fans werden hier einige Überraschungen erleben und das Spiel nochmal von einer anderen Seite erleben.
Die Balance zwischen Adaption der Serie und dem Einfluss von neuen Elementen ist sehr gut gelungen. Spannung und Emotionen kommen dabei ebenfalls nicht zu kurz. Daher eine absolute Leseempfehlung für alle Fans der Serie „Squid Game“.

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Veröffentlicht am 15.07.2022

Fesselnd von der ersten Seite

Das Letzte, was du hörst
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Vom Prolog an konnte mich Andreas Winkelmann mit „Das Letzte, was du hörst“ in seinen Bann ziehen. Wie so oft ergibt dieser Prolog jedoch erst zum Ende hin Sinn und fügt sich in den Gesamtzusammenhang ...

Vom Prolog an konnte mich Andreas Winkelmann mit „Das Letzte, was du hörst“ in seinen Bann ziehen. Wie so oft ergibt dieser Prolog jedoch erst zum Ende hin Sinn und fügt sich in den Gesamtzusammenhang ein.

Die Geschehnisse innerhalb des Buches werden aus verschiedenen Perspektiven beschrieben. Diese abwechslungsreiche Erzählweise baut ein hohes Maß an Spannung auf und macht das Buch zu einem Pageturner.

Die unterschiedlichen Blickwinkel in Kombination mit den fesselnden Schreibstil machen das Buch zu einem tollen Thriller. Besonders zum Ende hin kommt nochmal enorme Spannung auf und unvorhergesehene Wendungen runden den Gesamteindruck ab.

Die Protas waren mir alle (bis auf eine) sehr sympathisch. Sie wurden gut beschrieben und ich konnte der Gedanken- und Gefühlswelt sehr gut folgen. Bei dem Täter fiel es mir dann zum Ende hin doch etwas schwer, aber auch seine Beweggründe wurden gut dargestellt. Lediglich mit der Ermittlerin hatte ich lange ein Problem. Wie oft ich mich gefragt habe, was mit der Frau nicht stimmt. Je weiter die Story jedoch vorangeschritten ist, desto besser bin ich mit ihrer Art klar gekommen. Am Ende fand ich sie sogar ein bisschen sympathisch 😉.

Mein einziger Kritikpunkt liegt in der Thematisierung des Podcasts. Nach dem Titel und dem Klappentext hätte ich mir einen stärkeren Bezug zu dem Podcast gewünscht. Er wird zwar thematisiert und interessant in die Story eingebunden, aber ich habe ihn eher als interessantes Extra empfunden. Hier hätte ich mir einen stärkeren Fokus gewünscht. Wahrscheinlich waren meine Erwartungen dahingehend einfach zu hoch.

Dennoch ist Andreas Winkelmann mit „Das Letzte, was du hörst“ ein rundum gelungener und fesselnder Thriller gelungen, den ich gerne empfehle.

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