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Veröffentlicht am 30.08.2022

Magisch, spannend und humorvoll!

Emily Seymour, Band 1 - Totenbeschwörung für Anfänger
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Die junge Emily Seymour stammt aus einer Familie berühmter Nekromanten, also Totenbeschwörer, scheint selbst aber völlig talentfrei und somit eine ganz normale Sterbliche zu sein. Nicht anders ist es zu ...

Die junge Emily Seymour stammt aus einer Familie berühmter Nekromanten, also Totenbeschwörer, scheint selbst aber völlig talentfrei und somit eine ganz normale Sterbliche zu sein. Nicht anders ist es zu erklären, dass sie ausgerechnet Ashton Goodwin, den unverschämt gutaussehenden Sohn der Erzfeinde der Seymours, tötet, als der gerade versucht, zwischen den Familien zu vermitteln.
Emily hat sich in Ashton verliebt, und so versucht sie alles und bringt große Opfer, um Ashton zurück ins Leben zu holen. Dann stellt sich heraus, dass sie doch ungeahnte Kräfte besitzt und jemand ihr und Ashton nach dem Leben trachtet. Um wen handelt es sich, warum tut diese Person das - und können Emily und Ashton diese Person stoppen?
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Ich bin nicht der größte Fantasy-Fan, jedenfalls extrem wählerisch, was dieses Genre betrifft - aber hier haben mich Cover, Klappentext und Leseprobe neugierig gemacht und überzeugt. Und rückblickend bin ich absolut begeistert - ich habe diesen ersten Teil in Rekordzeit verschlungen und kann es kaum abwarten, bis Band 2 erscheint!
Die Geschichte ist toll geschrieben, angenehm flüssig lesbar. Die Figuren sind absolut liebenswert, manche auch geheimnisvoll, alle sind sehr gut gezeichnet.
Dieser Band ist voller Magie, Freundschaft, zarter Gefühle, Spannung und Gefahr, Humor, toller Schauplätze.
Während zu Beginn der Schwerpunkt eher auf dem Kennenlernen der Figuren, der Schauplätze, bei Freundschaft, Humor und natürlich auch Magie liegt, steigert sich im weiteren Verlauf das Tempo, überschlagen sich die Ereignisse, gibt es viel Spannung und Gefahr.
Gerade am Ende gibt es unvorhersehbare Wendungen und einen absoluten Cliffhanger, der dafür sorgt, dass man Band 2 am liebsten sofort in Händen halten und weiterlesen würde.
Ich bin richtig gespannt darauf, wer und was hinter dieser Verschwörung steckt, wie es mit Emily und Ashton und ihren Familien weitergehen wird, und freue mich sehr auf die Fortsetzung, die im Frühjahr 2023 erscheinen wird.
Fazit: Ein tolles Buch! Absolute Empfehlung nicht nur für die eigentliche Zielgruppe, sondern auch für Erwachsene Romantasy-Leser, denen Emily Seymour ebenso tolle Lesestunden bescheren wird. Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass selbst Leser, die in Sachen Fantasy sehr wählerisch sind, begeistert sein werden.

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Veröffentlicht am 18.08.2022

Wundervoll und herzerwärmend!

Die Köchinnen von Fenley
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Auch Jennifer Ryans aktueller Roman spielt auf dem englischen Lande, in der Nähe von London, zur Zeit des Zweiten Weltkrieges.
Diesmal geht es um vier Frauen, die teilweise nicht unterschiedlicher sein ...

Auch Jennifer Ryans aktueller Roman spielt auf dem englischen Lande, in der Nähe von London, zur Zeit des Zweiten Weltkrieges.
Diesmal geht es um vier Frauen, die teilweise nicht unterschiedlicher sein könnten, aber doch eines gemeinsam haben: sie alle träumen von Freundschaft, von Liebe, davon, ihre Träume zu verwirklichen und ein besseres Leben zu haben:
Die junge Witwe Audrey will ihr Haus retten und ihren Söhnen ein schönes Leben bieten; das Küchenmädchen Nell will der Schufterei im Herrenhaus entkommen; ihre Herrin Gwendoline will ihrer immer unerträglicher werdenden Ehe entfliehen; die aus London stammende Köchin Zelda will die Beste in ihrem Beruf werden, sich einen Namen machen.
Sie alle sehen ihre Chance gekommen, als die BBC-Radiosendung "The Kitchen Front" einen Kochwettbewerb startet, um die englischen Hausfrauen auch in Zeiten der Lebensmittelrationierung bei Laune zu halten. Die Siegerin darf die erste Co-Moderatorin dieser Sendung werden.
Natürlich legen sich alle vier Frauen ins Zeug, wollen den Wettbewerb gewinnen - manche mit allen Mitteln ... Doch am Ende erkennen diese Frauen, dass sie viel gemeinsam haben, und werden zu wahren Freundinnen.

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Nachdem ich schon "Der Frauenchor von Chilbury" geliebt hatte, wollte ich unbedingt auch Jennifer Ryans neuen Roman lesen - und ich bin erneut begeistert!
Diese Autorin hat einfach einen wunderbaren, überaus atmosphärischen und bildhaften Schreibstil. Sie haucht ihren Figuren viel Leben ein, und so hat man das Gefühl, wirklich mit diesen vier Frauen in Fenley unter einem Dach zu wohnen und dies alles mit ihnen zu erleben.
Ich lese viele Weltkriegsromane nur sehr ungern, weil sie meist zu abstrakt bleiben und/oder sehr er- und bedrückend sind. Bei Jennifer Ryan ist das alles ganz anders - in ihren Romanen wird diese Zeit, werden die Umstände sehr greifbar. Konkret geschieht dies vorliegend etwa durch Abdruck der wöchentlichen Essensrationen für einen Erwachsenen und durch viele Rezepte, die im Roman gekocht und gebacken werden und die die Leser so nachkochen und -backen können.
Auch sind die Romane dieser Autorin nie zu und nur traurig und schwer zu ertragen, sondern durch den Stil, die Figuren, ihre Freundschaft und Liebe und solcher Dinge mehr sind sie immer auch wunderschön, berührend, herzerwärmend. Man liest sie wirklich gerne, genießt sie, beendet die Lektüre mit einem Lächeln.
Meiner Meinung nach ist Jennifer Ryan mit Abstand die beste Autorin, wenn es um Romane mit dieser Thematik geht. Auch das Nachwort der Autorin ist sehr lesenswert, und sehr interessierte Leser finden dort auch gute weiterführende und vertiefende Literatur.
Fazit: Eine absolute Empfehlung für alle, die gerne historische Romane mit Schauplatz England lesen und alle, die auf der Suche nach wirklich guten Weltkriegsromanen sind, durch deren Lektüre man viel über diese Zeit liest und lernt, und nach einer herzerwärmenden Geschichte, die man wirklich gerne liest.
Meist bin ich froh, wenn ich einen Weltkriegsroman beendet habe. Und meist will ich vom betreffenden Autor so schnell nichts mehr lesen. Jennifer Ryan schafft es immer, dass ich am liebsten noch ewig weiterlesen würde und mich gleich auf ihren nächsten Roman freue. Das spricht wohl eindeutig für diese Autorin und ihre Werke!

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Veröffentlicht am 26.05.2022

Ein Auftakt mit extremem Suchtfaktor!

Four Houses of Oxford, Band 1 - Brich die Regeln
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Ein bisschen beginnt diese Geschichte wie Harry Potter: Nach Jahren in Pflegefamilien, in denen Harper immer überflüssig war und schlecht behandelt wurde, bekommt sie einen Jura-Studienplatz an der University ...

Ein bisschen beginnt diese Geschichte wie Harry Potter: Nach Jahren in Pflegefamilien, in denen Harper immer überflüssig war und schlecht behandelt wurde, bekommt sie einen Jura-Studienplatz an der University of Oxford. Harper ist überglücklich, zumal auch ihre beste Freundin Cece dort Jura studieren wird.
Noch aufregender wird oder scheint dies zunächst dadurch, dass sie einen anonymen Brief erhält, in dem ihr dringend geraten wird, einer bestimmten der vier Studentenverbindungen beizutreten. Luxuriöses Wohnen und Studieren, Macht, Ruhm, die Erfüllung ihres größten Wunsches ... Harper kann nicht widerstehen. Zu groß ist der Reiz, zu viel gibt es zu gewinnen. So lässt sie auch die letzte Möglichkeit, doch noch zu gehen, verstreichen.
Viel zu spät merkt sie, dass hier etwas sehr faul ist, etwas überhaupt nicht mit rechten Dingen zugeht, sie gezwungen ist, an einem Spiel der Vier Farben teilzunehmen - einem Spiel, das wie die Vier Farben selbst keinerlei Grenzen kennt und das nicht nur für die Spieler selbst, sondern auch für die Menschen, die sie am meisten lieben, einen tödlichen Ausgang nehmen kann ...
Und es wird noch schwieriger und gefährlicher, als Harper dort Finley, ihre erste große Liebe, wieder trifft. Finley, der nur blieb, um Harper zu warnen und den mysteriösen Tod seines Freundes Dorian während des Spiels der Vier Farben aufzuklären ... Harper und Finley lieben sich immer noch, doch ihre Liebe darf nicht sein, da Freundschaften und Beziehungen zwischen Mitgliedern verschiedener Farben streng verboten sind. Gemeinsam versuchen sie, Licht ins Dunkel zu bringen - und wieder lebend aus dieser Sache herauszukommen ...

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Ich bin wirklich wählerisch, was Jugendbücher und Fantasy angeht - doch "Four Houses of Oxford" wollte ich unbedingt lesen, da ich Cover, Klappentext und Leseprobe so toll fand. Und ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil! Anna Savas´ Stil lässt sich vom ersten bis zum letzten Satz absolut flüssig und angenehm lesen. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Harper und von Finley, sodass schon dadurch für Lesefluss und Abwechslung gesorgt ist und Längen vermieden werden. Auch haben die Kapitel jeweils genau die richtige Länge.
Die Figuren sind gelungen, bleiben interessant. So ist Eli etwa noch völlig undurchsichtig und wird uns auch noch in Band 2 beschäftigen, vielleicht/vermutlich sogar eine entscheidende Rolle spielen. Man kann es kaum erwarten, mehr über ihn zu erfahren und das Geheimnis zu lüften. Anna Savas verrät niemals zu früh zu viel.
Schon der Schauplatz und die Idee mit den Studentenverbindungen sind toll, und dieses Spiel, diese Geheimnisse der Vier Farben machen die Geschichte perfekt.
Ergänzt wird das Ganze durch die Freundschaft mit Cece und die Liebesgeschichte zwischen Harper und Finley.
Man rätselt wirklich mit, fragt sich, was die Vier Farben noch alles verbergen, wie lange Harper und Finley ihre Liebe noch verheimlichen können, was es mit Eli auf sich hat, was wirklich mit Dorian und seiner Freundin geschah, was noch während des Spiels geschehen wird, ob es Harper und Finley gelingen wird, das Spiel und die Vier Farben lebend zu verlassen (diese große Frage wirft vor allem der Cliffhanger auf!) ... viele offene und sehr spannende Fragen. Auch der zweite Band wird großartig werden und ich freue mich schon sehr auf ihn, würde ihn am liebsten sofort lesen! Das spricht wohl sehr für dieses Buch.
Auf die düstere, unheilvolle, mysteriöse Atmosphäre, die sich von Anfang bis Ende durchzieht, hat mir sehr gut gefallen und für einen wahren Lesesog gesorgt.
Fazit also: Ein toller Auftakt und eine absolute Empfehlung, auch für Leser, die in Sachen Jugendbuch und Fantasy skeptisch und wählerisch sind!

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Veröffentlicht am 12.05.2022

Wunderschön!

Miss Rosetti und das Haus der Hoffnung
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"Miss Rosetti und das Haus der Hoffnung" ist der Auftakt zu einer neuen dreiteiligen Reihe aus der Feder von Susan Anne Mason. Inspiriert hierzu wurde sie von einem Zeitungsartikel über Velma Demerson ...

"Miss Rosetti und das Haus der Hoffnung" ist der Auftakt zu einer neuen dreiteiligen Reihe aus der Feder von Susan Anne Mason. Inspiriert hierzu wurde sie von einem Zeitungsartikel über Velma Demerson - eine Frau, die 1930 in Toronto verhaftet wurde, weil sie jung und unverheiratet schwanger war. Die Haftanstalt existierte bis 1969; Velma Demerson schrieb ein Buch und prozessierte bis zu ihrem Tode vor wenigen Jahren für eine Entschuldigung und Wiedergutmachung für die betroffenen Frauen. Möglich machte all dies der "Female Refuges Act" - ein wenig bekanntes Gesetz, aber der vielleicht düsterste Teil der jüngsten Geschichte Kanadas. Danach konnten Frauen unter 21, die unverheiratet schwanger waren, von jedermann wegen Unsittlichkeit angeklagt werden.

Die junge Olivia Rosetti, die unverheiratet schwanger ist, wird von ihrem eigenen Vater angezeigt und in die Haftanstalt gebracht. Auch nach ihrer Haftstrafe ist sie zu Hause nicht mehr willkommen. Sie sucht Zuflucht in einer Kirche und trifft dort Ruth Bennington, eine herzensgute, alleinstehende alte Dame. Sie haben viele Gemeinsamkeiten, eine ähnliche Vergangenheit und beschließen daher, gemeinsam Gutes zu tun und Ruths Stadthaus in ein Mütterheim für in Not geratene Frauen umzuwandeln.

Der Nachbarschaft ist das ein Dorn im Auge, und auch Walcott, ein Immobilienunternehmer, will, dass Olivias und Ruths Arbeit ein Ende findet, da er das Grundstück selbst haben will. Er setzt seinen Mitarbeiter Darius Reed auf die Sache an - doch auch er beißt sich die Zähne an den beiden Damen aus - und entwickelt schon bald Gefühle für Olivia ...

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Schon der Klappentext lässt vermuten, dass man es hier mit einer für einen historischen christlichen Roman ungewöhnlich düsteren und schweren Kost zu tun hat. Dennoch sollte man sich davon keinesfalls abschrecken lassen, denn sonst verpasst man wirklich etwas! Ich bin absolut begeistert von dieser gleichermaßen traurigen, schönen wie berührenden Geschichte. Dies war mein erster, aber ganz sicher nicht mein letzter Roman dieser Autorin!

Susan Anne Masons Stil hat mir sofort gefallen. Sie schreibt überaus angenehm, alles ist immer absolut angenehm und flüssig lesbar, atmosphärisch. Olivias Schicksal berührt tief, vermutlich ist sie nicht nur die Haupt-, sondern auch die Lieblingsfigur. Doch auch Ruth schließt man sofort ins Herz, und auch alle anderen Figuren sind sehr gelungen. Es gibt nicht nur viele Gefühle, sondern auch Spannung, da die Geschichte nicht vorhersehbar ist.

Nie zuvor habe ich christliche Aspekte so absolut als Teil der Geschichte empfunden wie hier! Dies war für mich ein weiteres Highlight.

Wie immer ist es reine Geschmackssache, ob man offene Enden mag oder nicht, wie offen oder geschlossen sie sein sollten ... im Mittelpunkt des nächsten Bandes wird eine andere Frau stehen, sodass wir von Olivia und Darius wohl nicht mehr allzu viel lesen werden. Einerseits ist die Geschichte der beiden ja auserzählt, andererseits hätte ich persönlich gerne noch eine Antwort auf die eine oder andere offene Frage bekommen. Was letztlich aber viel mehr zählt: Das Ende ist rund. Es ist stimmig, authentisch, schön, aber nicht rosarot und vor allem nicht konstruiert.

Wer historische christliche Romane mag, der sollte "Miss Rosetti und das Haus der Hoffnung" unbedingt lesen. Susan Anne Mason ist eine absolut lesenswerte Autorin! Es ist ein Auftakt, der noch lange nachklingen wird ...

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Veröffentlicht am 12.05.2022

Eine sehr atmosphärische und berührende Geschichte

Die Dame mit dem roten Hut
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South Carolina im Jahre 1946: Die junge Millie ist die Tochter eines Italieners und einer Afroamerikanerin. Sie lebt in einer Zeit, in der sie ihre Herkunft verbergen muss, um sicher leben und die Möglichkeiten ...

South Carolina im Jahre 1946: Die junge Millie ist die Tochter eines Italieners und einer Afroamerikanerin. Sie lebt in einer Zeit, in der sie ihre Herkunft verbergen muss, um sicher leben und die Möglichkeiten des Lebens ausschöpfen zu können. Sie träumt von ihrem eigenen Bekleidungsgeschäft. Ihre Mutter drängt daher darauf, dass Millie ihre Heimat Charleston verlässt, und setzt sie in einen Zug. Auf der Fahrt lernt sie den jungen und charmanten Franklin kennen. Die beiden wollen einander eigentlich nur auf dem Weg in ein neues, besseres Leben unterstützen, verlieben sich aber schnell ineinander und bauen sich ein schönes gemeinsames Leben auf. Doch Millies wahre Herkunft verfolgt sie auch dort ...

Alabama in der Gegenwart: Die junge Harper teilt Millies Traum. Er scheint nicht in Erfüllung zu gehen. Entmutigt kehrt sie zurück nach Fairhope und zu Millie, die ihr das Nähen beibrachte. Können Millie und Harper sich ihren Traum gemeinsam erfüllen? Dies scheint in Charleston der Fall zu sein. Dort lernen sie Peter kennen - und dort erkennen und ergründen sie auch, dass und wie ihre Leben miteinander verbunden sind ...

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"Die Dame mit dem roten Hut" ist ein historischer christlicher Roman, der sich wunderbar lesen lässt. Die Atmosphäre der Geschichte habe ich sehr schnell sehr geliebt! Einzig der Einstieg war etwas verwirrend und schwierig, weil es so viele Personen gibt. Eine Namensliste oder ein Stammbaum zu Beginn hätte den Einstieg deutlich erleichtert - schade und ein wenig unverständlich, dass sowas nicht vorhanden war, da die eigentliche Geschichte sonst in jeder Hinsicht großartig ergänzt und abgerundet wird. So gibt es hinten bspw. noch Reflexionsfragen zum Buch. Das habe ich bisher noch in keinem anderen Roman gesehen, fand es aber toll.

Erzählt wird in zwei Erzählsträngen, einmal rund um Millie in der Vergangenheit, einmal rund um Harper in der Gegenwart. Grundsätzlich mag ich dieses abwechselnde Erzählen, da es Spannung, Lesefreude und -fluss erhöht, doch Millies Geschichte und der Vergangenheitsstrang hat mir deutlich besser gefallen als Harpers Geschichte und der Gegenwartsstrang. Ersteres war deutlich fesselnder, spannender, schöner und berührender zu lesen. Der Gegenwartsstrang gefiel mir hauptsächlich, weil Millie auch dort existent war. Ohne ihre Anwesenheit dort wären bei mir leider keine Emotionen aufgekommen und hätte mich dieser Erzählstrang in keinster Weise berührt.

Millies Geschichte hingegen weist nie auch nur ansatzweise eine Länge auf, ist so atmosphärisch, schön, auch traurig und beängstigend ... kurz: immer absolut berührend und herrlich zu lesen. Dieser Erzählstrang macht den Roman so lesenswert.

Was mir aber extrem gut gefiel: Es gibt offene Fragen, man kann miträtseln. Die Geschichte ist nie vorhersehbar. Am Ende bekommt man eine Antwort auf alle offenen Fragen, und die Auflösung und das Ende der Geschichte sind vollständig und stimmig, wirken kein bisschen konstruiert, schnell abgehandelt oÄ. Das Ende ist wirklich authentisch und versöhnlich. Dadurch macht man auch ein bisschen seinen Frieden mit dem Gegenwartsstrang.

Der christliche Aspekt ist hier etwas dezenter als bei vergleichbaren Werken, aber doch durchgehend vorhanden. Da Sklaverei, Hautfarbe und Rassenproblematik deutlich im Vordergrund standen und stehen mussten, hat Ashley Clark den christlichen Aspekt absolut richtig dosiert.

Und eigentlich ist "Die Dame mit dem roten Hut" schon wegen der Botschaft lesenswert: Nämlich der, dass man seine Träume niemals aufgeben sollte!

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