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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2022

Gelungene Reihenfortsetzung

Wer mit den Toten spricht
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In Band 2 der Raven & Flyte ermitteln-Reihe "Wer mit den Toten spricht" von A.K. Turner lernen wir die Assistentin der Rechtsmedizin Cassie Raven weiter kennen. Erst vor kurzem hat ihre Großmutter ...

In Band 2 der Raven & Flyte ermitteln-Reihe "Wer mit den Toten spricht" von A.K. Turner lernen wir die Assistentin der Rechtsmedizin Cassie Raven weiter kennen. Erst vor kurzem hat ihre Großmutter ihr die Wahrheit über den Tod ihrer Eltern gestanden. Cassie hat jahrelang geglaubt, dass ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen und nun muss sie damit Leben, dass ihre Mutter ermordert wurde und der Täter ihr Vater sein soll. Als dieser nun 17 Jahre später plötzlich vor ihr steht und behauptet er sei unschuldig, fängt Cassie an Unstimmigkeiten von früher zu hinterfragen.

Ich mochte Band 1 schon gerne, aber dieser Teil hat mir noch besser gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und anschaulich, sodass man direkt wieder in die Geschichte eintauchen kann. Ich hatte hier auch das Gefühl Cassie etwas besser fassen zu können und sie ist mir noch mehr ans Herz gewachsen. Man lernt viel über ihre Vergangenheit und auch die ihrer Eltern kennen, was die Geschichte sehr persönlich macht. Der Umgang mit den Toten wird hier sehr einfühlsam geschildert und man lernt sogar ein wenig dazu. Auch öffnet sich Cassie in Band 2 mehr und mehr ihren Mitmenschen gegenüber. Ein kleiner Kritikpunkt für mich ist, dass es für einen Thriller etwas mehr an Spannung hätte gebrauchen können. Auch wenn alles sehr gut geschrieben und sehr interessant war, fehlte mir für einen Thriller doch der Nervenkitzel, sodass es in meinen Augen eher ein Krimi ist. Dennoch hat mir die Geschichte gut gefallen und ich hoffe noch mehr über Cassie lesen zu dürfen.

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Veröffentlicht am 18.08.2022

Gefühlvoller queerer Jugendroman

Yadriel und Julian. Cemetery Boys
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Dies war mein erster Roman des Autoren und auch der erste mit solcher Thematik und er hat mir ausgesprochen gutgefallen. Yadriel ist kein gewöhnlicher Jugendlicher, denn seine Familie gehört ...

Dies war mein erster Roman des Autoren und auch der erste mit solcher Thematik und er hat mir ausgesprochen gutgefallen. Yadriel ist kein gewöhnlicher Jugendlicher, denn seine Familie gehört zu den Brujx und sind somit für die Geister der Toten zuständig. Er setzt alles daran endlich in die Gemeinschaft aufgenommen und ein richtiger Brujo zu werden, doch da er trans ist, wird ihm das Ritual verwehrt. Mit Hilfe seiner Cousine und besten Freundin Maritza beschwört er Santa Muerte, die ihm auch seine Kräfte verleiht. Doch irgendetwas geht dabei schief, denn plötzlich steht Julian, der Bad Boy der Schule als Geist vor ihm. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden wie Julian gestorben ist und finden dabei heraus, das etwas Merkwürdiges vor sich geht.

Yadriel ist ein wundervoller Protagonist, der mir sofort ans Herz gewachsen ist. Er wird sehr realistisch gezeichnet, mit all seinen Ängsten und Wünschen einfach nur er selbst sein zu dürfen. Wie bereits geschrieben, ist es mein erster Roman mit der Thematik Transgender und ich finde es wurde sehr einfühlsam damit umgegangen und ich für meinen Teil konnte hier auch einiges dazulernen. Aber nicht nur Yadriel habe ich in mein Herz geschlossen, sondern auch Maritza, die Yadriel zu Hundertprozent so akzeptiert wie er ist. Sie ist eine ganz tolle beste Freundin, die sich ein jeder nur genauso wünschen kann. Aber das Trio wäre nicht vollständig, wäre da nicht Geist Julian. Auch er hat sein Päckchen zu tragen, macht aber trotz vieler Vorurteile das Beste aus seinem Leben und akzeptiert jeden wie er ist. Diese Eigenschaft hat mir sehr gut gefallen.
Auch der Wortwitz hat mir hier unheimlich gut gefallen. Sehr oft musste ich schmunzeln vor allem über Maritzas Hunde Michelangelo und Donatello - nicht nach den Ninja-Turtles benannt, wie Julian vermutet - sondern nach den Renaissance- Malern.

Einziger kleiner Punkt, der mir nicht so gut gefallen hat, war das Ende. Hier möchte ich aber nicht zu viel erzählen, um nicht zu spoilern. Es sei nur kurz gesagt, dass es - auch wenn es ein Fantasy-Roman ist - mir persönlich doch etwas zu weit hergeholt war, bzw. für mich nicht richtig gepasst hat.

Aber abgesehen davon, hat mir die Geschichte wirklich sehr gut gefallen und ich kann sie jedem nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 11.08.2022

Liebe überwindet alles

Rise and Fall (Faith-Reihe 1)
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In „Rise and Fall“ erzählt Sarah Stankewitz die Geschichte der elternlosen Skylar und Carter. Als diese noch sehr jung sind, lernen sie sich bei ihrer Pflegefamilie kennen und gehen fortan nur ...

In „Rise and Fall“ erzählt Sarah Stankewitz die Geschichte der elternlosen Skylar und Carter. Als diese noch sehr jung sind, lernen sie sich bei ihrer Pflegefamilie kennen und gehen fortan nur noch gemeinsam durchs Leben. Doch in der Nacht, bevor Carter für sechs Monate ins Ausland geht, kommen die beiden sich näher und aus der Freundschaft wird mehr. Am nächsten Morgen hat Skylar auf ihrem Heimweg einen schrecklichen Unfall und sitzt seitdem im Rollstuhl. Ihrem besten Freund will sie nichts davon sagen, da dieser die Chance seines Lebens sausen lassen würde um bei ihr sein zu können.

Skylar ist eine unglaublich starke junge Frau, die alles für Carter tun würde. Von ihrem Schicksalsschlag lässt sie sich an keiner Stelle runterziehen und kämpft für all das, was ihr noch geblieben ist. Sie schafft es sogar in den schweren Stunden eine neue Freundin zu finden und gegenseitig geben sie sich viel Halt. Aber auch Carter hat aus seiner schweren Kindheit das beste gemacht und würde für Skylar alles tun. Er ist zu einem jungen, verantwortungsvollen Mann herangewachsen, der nicht vor Schwierigkeiten davon läuft sondern sich ihnen stellt. Ich habe die beiden sehr gerne auf ihrer Geschichte begleitet. Für mich ein schönes Buch, mit viel Gefühl.

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Veröffentlicht am 01.08.2022

Spannend und atmosphärisch

Tief in den Wäldern
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Immer wieder verschwinden junge Frauen am Cold Creek Highway in Kanada. Der Täter, der schon seit Jahren sein Unwesen treibt, konnte bislang nicht gefasst werden.

Als die 17-jährige Hailey ihren Vater ...

Immer wieder verschwinden junge Frauen am Cold Creek Highway in Kanada. Der Täter, der schon seit Jahren sein Unwesen treibt, konnte bislang nicht gefasst werden.

Als die 17-jährige Hailey ihren Vater verliert und somit zur Waisen wird, lebt sie fortan bei ihrer Tante und ihrem Stiefvater. Dieser ist Polizist und alles andere als beliebt. Auch ihr droht er und überwacht sie. Aus Angst vor ihm flieht sie in die Wälder Kanadas.

Mir hat die Geschichte rund um Hailey sehr gut gefallen. Es handelt sich hierbei um keinen sehr actionreichen Thriller, aber dennoch ist der Schreibstil der Autorin sehr fesselnd. Sie versteht es durch die Atmosphäre Spannung aufzubauen und man fiebert mit den Protagonisten regelrecht mit.

Wer der Killer ist, war für mich zwar keine allzu große Überraschung, aber das mag auch daran liegen, dass ich schon sehr viele Thriller gelesen habe und dadurch eine Ahnung hatte.

Trotz Spannung und sehr gutem Schreibstil, zog sich für mich allerdings der erste Teil sehr, was aber vermutlich an Haileys Onkel lag, den ich wirklich verabscheut habe und der mir das Lesen sehr schwer gemacht hat. Dies zeugt aber auch nur davon wie gut die Autorin versteht, Charaktere zu zeichnen.

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Veröffentlicht am 26.07.2022

Wohlfühlroman mit Herzschmerz

Café Meerblick
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Vor einem Jahr starb Monas beste Freundin und sie hat diesen Verlust noch immer nicht überwinden können. Tieftraurig reist sie nach Norderney, wo sie mit Sophie viele schöne Tage verbracht hat. ...

Vor einem Jahr starb Monas beste Freundin und sie hat diesen Verlust noch immer nicht überwinden können. Tieftraurig reist sie nach Norderney, wo sie mit Sophie viele schöne Tage verbracht hat. Kann sie hier endlich den Trost finden, den sie schon so lange sucht?!

Für mich hat sich dieses Buch wie Urlaub angefühlt. Die Kulisse auf Norderney ist einfach wunderschön beschrieben und macht so viel Lust auf Sonne, Sommer, Strand und Meer. Man spürt beim Lesen regelrecht die Liebe der Autorin zu dieser Insel. Die Geschichte von Mona und Sophie hat mich tief berührt und ich musste das ein oder andere Mal auch den Kloß im Hals runterschlucken. Mona ist eine sehr sympathische und authentische Protagonistin, die auch eine tolle Weiterentwicklung durchlebt. Die Liebesgeschichte kam - für mein Empfinden - leider etwas zu kurz und das Ende etwas abrupt. Aber abgesehen davon ein wunderbarer Wohlfühl-Sommerroman.

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