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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2017

Spannendes, bewegendes Finale

Sternenstaub
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Mit "Sternenstaub" liefert die Autorin ein spannendes, bewegendes Finale ihrer "Sternen-Trilogie" ab. Nerezza ist zwar zu Beginn geschwächt, doch die Protagonisten müssen weiter auf der Hut sein und sie ...

Mit "Sternenstaub" liefert die Autorin ein spannendes, bewegendes Finale ihrer "Sternen-Trilogie" ab. Nerezza ist zwar zu Beginn geschwächt, doch die Protagonisten müssen weiter auf der Hut sein und sie bleibt eine ernst zu nehmende, gefährliche Gegnerin, die die sechs Charaktere - und vor allem Riley und Doyle, die in diesem Band die Hauptrolle spielen - in brenzlige Situationen bringen kann. Das hat mir gut gefallen; es gibt zwar viele ruhige Momente, in denen es um die verschiedenen Beziehungen geht, aber wenn es zu einer Konfrontation kam, war diese packend und gut geschrieben. Auch der Kampf am Ende war überzeugend, selbst wenn mir die Auflösung dann etwas zu schnell und fast schon zu leicht ging. Das wichtigste war ein zufriedenstellendes, passendes Ende und das hat die Autorin auf jeden Fall geschrieben. Man erfährt in diesem Band mehr über die Göttinnen und die Königin der Glasinsel, was ich sehr interessant fand.

Die Liebesgeschichte von Riley und Doyle steht, wie in den beiden Bänden zuvor, im Vergleich zu der Suche nach dem Stern und dem Kampf gegen Nerezza fast schon im Hintergrund. In diesem Buch hat es mich aber ein wenig gestört; Riley und Doyle sind beide sehr unabhängig und gerade er ist durch sein Leben als Unsterblicher in Bezug auf starke emotionale Bindungen vorsichtig, sodass ich mir mehr Szenen gewünscht hätten, in denen sie einander nahe kommen. Man sieht zwar gut, dass sie einander verstehen und sich vertrauen, die Chemie hat gestimmt und ich die Gefühle an sich waren überzeugend dargestellt, nur hätte ich gerne trotzdem etwas mehr gehabt. Davon abgesehen war die Entwicklung in diesem Buch überzeugend und ich mochte die beiden zusammen.

Das Ende war sehr befriedigend und obwohl man es als fast schon zu glatt bezeichnen könnte, hat es für mich gut zur Geschichte und zur Trilogie gepasst.

Veröffentlicht am 23.06.2017

Gelungener Abschluss

Trinity - Tödliche Liebe (Die Trinity-Serie 3)
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Nach dem dramatischen und entsetzlichen Ende von "Gefährliche Nähe" war ich sehr gespannt, wie es mit Gillian und Chase weitergehen würde - und "Tödliche Liebe" hat nicht enttäuscht. Erneut wird der Leser ...

Nach dem dramatischen und entsetzlichen Ende von "Gefährliche Nähe" war ich sehr gespannt, wie es mit Gillian und Chase weitergehen würde - und "Tödliche Liebe" hat nicht enttäuscht. Erneut wird der Leser auf eine rasante Fahrt geschickt, auf der sich schreckliche und wunderschöne Momente (und Gefühle) abwechseln.

Gillians Entführer hat sich hier als brillanter, absolut auf sein Ziel fokussierter Mensch bewiesen, der vor nichts zurückschreckt, um die Frau, die er als sein Eigentum ansieht, zu bekommen. Dabei war er wirklich gut vorbereitet und wusste meistens genau, was er tun musste, um zu bekommen, was er will, und das hat ihn sehr gefährlich gemacht - nicht nur für die Protagonisten, sondern auch für ihre Familie. Die Kapitel aus seiner Ich-Perspektive waren teils ziemlich schwer zu lesen, weil er einfach abartige Gedankengänge und Pläne hatte, aber sie waren auch interessant; so konnte man verstehen, was in ihm vorgeht, und die Spannung stieg dadurch, weil man als Leser eine Ahnung hatte, was er noch plante, während die anderen Charaktere ahnungslos waren.

Die Spannung ist die meiste Zeit recht hoch, obwohl Gillian und Chase es auch schaffen, ein paar unbeschwerte, romantische Stunden zu zweit zu verbringen und natürlich kommt der Sex wieder nicht zu kurz. Am Ende nimmt die Handlung richtig Fahrt auf und es passieren in schneller Folge einige dramatische Dinge, die definitiv neugierig auf die nächsten Bände über die Geschichten von Gillians Freundinnen machen.
Die Geschichte der beiden wurde dagegen schön zum Abschluss gebracht. Mir hat gefallen, wie die beiden dargestellt wurden und wie es für sie ausgegangen ist, vor allem jedoch, dass die Geschehnisse Folgen und Konsequenzen hatten und nicht einfach abgehakt werden konnten. Die Kapitel aus Chase' Sicht in diesem Band haben auch auf jeden Fall dazu beigetragen, ihn und seine Liebe zu Gillian besser zu verstehen.

Veröffentlicht am 21.06.2017

Sommer, Sonne, Eis

Zwei Kugeln Glück mit Sahne
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In vielerlei Hinsicht war "Zwei Kugeln Glück mit Sahne" nicht die Geschichte, die ich erwartet hatte. Auroras Eheprobleme und auch ihre neue Romanze haben mich überrascht, obwohl ich mit letzterem fast ...

In vielerlei Hinsicht war "Zwei Kugeln Glück mit Sahne" nicht die Geschichte, die ich erwartet hatte. Auroras Eheprobleme und auch ihre neue Romanze haben mich überrascht, obwohl ich mit letzterem fast schon gerechnet hatte - in sehr vielen Romanen gibt es eine Romanze und auch hier ist es der Fall. Allerdings muss man sagen, dass sie in diesem Buch zurücktritt hinter die Bedeutung von familiären Beziehungen aller Art, was mir gefallen hat. Auroras Beziehungen zu ihrem Vater, ihrer toten Mutter, ihrer Tante und auch deren festen Freund gegenüber haben das Buch für mich sehr bereichert und es war schön, wie die Familie zusammengehalten hat, egal, was passiert ist.

Besonders gespannt war ich auf den Aspekt des Eismachens, da das sehr gut zum Sommer und der Hitze draußen passt. Ich wurde nicht enttäuscht - Auroras Arbeit in der Eisdiele spielt eine große Rolle und man bekommt auch zu sehen, wie das Geschäft entstand und wie neue Eissorten kreiert werden. Man bekommt beim Lesen auf jeden Fall Lust auf Eis! Gerade die kleinen Einführungen in die Kapitel, in denen neue Sorten vorgestellt und beschrieben werden, fand ich schön und die Autorin schafft es, sie so zu schildern, dass man glaubt, sie schmecken zu können. Die Beschreibungen waren sehr gelungen.

Die Entwicklung der Geschichte ist recht vorhersehbar, aber durch den größeren Fokus auf Auroras Familie und auch Nando, dem Eismacher, ist sie facettenreich und jeder hat seinen eigenen interessanten Handlungsstrang. Besonders gefallen hat mir die kleine Liebesgeschichte von Auroras Tante, doch die Szenen, die Einblicke in die Vergangenheit gegeben haben, haben das Buch ebenfalls bereichert. Man hat so einiges mehr über die vorherigen Ereignisse erfahren und die Parallelen zu aktuellen Ereignissen sind gelungen.
Mir haben nicht alle Entwicklungen gefallen; ich fand gut, dass die Autorin gezeigt hat, dass Ehen und Beziehungen nicht perfekt sind, man aber auch trotz Fehler wieder Glück finden kann, doch die Art des Fehlers hat mich ein wenig gestört. Auroras Verhalten konnte ich ebenfalls nicht immer verstehen, doch davon abgesehen war sie mir - ebenso wie die anderen Charaktere - sympathisch.

"Zwei Kugeln Glück mit Sahne" ist eine schöne Geschichte, die perfekt zum Sommer passt - nicht nur, weil man wirklich Hunger auf Eis bekommt, sondern auch wegen den Beschreibungen des Handlungsortes und der Atmosphäre, die die Autorin heraufbeschwört. Ich hatte ein paar Probleme mit der Handlung, habe das Buch aber gerne gelesen.

Veröffentlicht am 13.06.2017

Eine schöne Geschichte mit kleinen Schwächen

Das Leben fällt, wohin es will
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"Das Leben fällt, wohin es will" war mein drittes Buch der Autorin und es hat mir, wie die beiden anderen, gut gefallen, obwohl es von der Thematik her etwas düsterer ist. Maries Schwester erkrankt an ...

"Das Leben fällt, wohin es will" war mein drittes Buch der Autorin und es hat mir, wie die beiden anderen, gut gefallen, obwohl es von der Thematik her etwas düsterer ist. Maries Schwester erkrankt an Krebs und muss sich einer Chemotherapie unterziehen, was das Leben der gesamten Familie durcheinanderbringt und beeinträchtigt. Der Kampf gegen die Krankheit wurde dabei sehr realistisch geschildert und ich konnte problemlos mit den Figuren mitleiden. Obwohl die Geschichte nie deprimierend oder hoffnungslos wird, war sie teilweise schwer zu lesen, da Christines Leiden und Maries Versuche, ihr irgendwie zu helfen, bewegend waren und es einige Tiefs und Rückschläge gibt.

Am Anfang hatte ich ein paar Schwierigkeiten mit Marie. Sie ist ein sympathischer Charakter, trotzdem fand ich sie ein bisschen anstrengend. Sie lebt sorgenfrei und in den Tag hinein, was natürlich Hintergründe hat und später nachvollziehbar erklärt wird, aber ich konnte verstehen, wieso sie aufgrund ihrer Art und der scheinbaren Unfähigkeiten, Konsequenzen ihres Handelns vorauszusehen nicht bei allen gut angekommen ist. Dafür hat mir sehr gefallen, dass sie bereit war, ihrer Schwester auf jede mögliche Weise zu helfen und ihre Wandlung war meiner Meinung nach überzeugend dargestellt. Sie hat Ecken und Kanten und einige Schwächen, doch wenn es darauf ankommt, kann man auf sie zählen.
Die anderen Figuren waren ebenfalls gut ausgearbeitet und ich mochte, dass selbst die Nebencharaktere eigene kleine Geschichten und Entwicklungen durchgemacht haben. Besonders toll fand ich, dass der Taxifahrer Knut in diesem Buch wieder aufgetaucht ist und dass die Pärchen aus "Glück ist, wenn man trotzdem liebt" und "Hummeln im Herzen" kurz erwähnt wurden, das war ein schönes Wiedersehen.

Die Liebesgeschichte mit Daniel war für mich glaubwürdig dargestellt und er war mir ebenfalls sympathisch. Die Chemie zwischen den beiden hat gestimmt und wie sie sich näher gekommen sind, war gut beschrieben, auch wenn Marie ein bisschen auf dem Schlauch stand.
Am Ende gab es mir ein paar zu viele Konflikte, die dann alle recht schnell aufgeklärt wurden. Dies fand ich aufgrund der Tragweite einiger Ereignisse ein bisschen unrealistisch, gestört hat es mich jedoch nicht. Es ist nicht alles perfekt, aber das Ende war schön und es hat zum Buch gepasst.

Insgesamt hat mir "Das Leben fällt, wohin es will" trotz dieser kleinen Kritikpunkte gefallen und deshalb vergebe ich 4 Sterne.

Veröffentlicht am 29.05.2017

Schöne Liebesgeschichte mit kleinen Schwächen

Love Emergency - Zufällig verliebt
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Bei "Zufällig verliebt" fand ich das Konzept sehr interessant. Geschichten mit alleinerziehenden Eltern, die die große Liebe finden, gibt es einige, doch dass der künftige Liebhaber dabei hilft, das Baby ...

Bei "Zufällig verliebt" fand ich das Konzept sehr interessant. Geschichten mit alleinerziehenden Eltern, die die große Liebe finden, gibt es einige, doch dass der künftige Liebhaber dabei hilft, das Baby zu entbinden, war für mich neu und das versprach eine interessante Dynamik zwischen den Protagonisten. Für Hunter verschwimmen die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben und Madison ist unsicher, ob er sie aus einem Helferkomplex heraus bei sich wohnen lässt oder wie sie je aus seiner (aus ihrer Sicht) Schuld heraustreten soll. Das bringt natürlich ein paar Probleme und auch Wendungen, die die Geschichte interessant machen. Ich fand es zwar ein bisschen unrealistisch, wie viel Hunter bereit war, für eine quasi völlig fremde Frau zu tun, allerdings passte es doch zu seinem Charakter und hat mich nicht wirklich gestört.

Die Liebesgeschichte der beiden war schön geschrieben. Die besondere Verbindung zwischen ihnen war früh da und wurde von der Autorin gut dargestellt; die Entwicklung schien für mich glaubwürdig zu sein und mir hat gefallen, dass die kleine Joy immer prominent war und eine große Rolle spielte, aber trotzdem hat mir irgendetwas gefehlt. Die beiden passen zusammen und tun einander auch gut, nur fehlte mir ein wenig... ich kann es nicht richtig erklären, doch es fehlte irgendwie die Tiefe. Trotzdem gibt es zwischen Madison und Hunter einige schöne, süße, unterhaltsame und auch bedeutsame, ernste Momente, die verdeutlichen, dass sie einander unterstützen und zusammenhalten. Wie in vielen Liebesromanen gibt es Kommunikationsprobleme und Missverständnisse, was meiner Meinung nach überflüssig war, da es auch so genug Handlung und eine einzigartige Situation gab, doch die Probleme ergaben im Kontext der Geschichte und in Bezug auf die Charaktereigenschaften der Protagonisten Sinn.

Gefallen hat mir, dass es nicht nur um die romantische Beziehung, sondern auch um Madisons Charakterentwicklung ging. Ihre Situation ist wirklich ungünstig, aber sie gibt nicht auf und ist entschlossen, sich von niemandem abhängig zu machen und ihr Leben in den Griff zu bekommen. Zwar war es wichtig, dass sie lernte, nicht alles alleine machen zu müssen, doch ihr Verlangen danach, nicht als hilfsbedürftig und schwach gesehen zu werden, konnte ich gut verstehen.

Das Buch bekommt von mir 3,5 Sterne. Es ist eine schöne Liebesgeschichte, die man leicht lesen kann und die neben sympathischen Figuren und einer gut dargestellten Romanze auch Humor und Spannung bietet, doch ein paar Kleinigkeiten konnten mich nicht vollständig überzeugen.