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Veröffentlicht am 18.04.2025

Etwas eintöniges Tiergeräuschebuch

tiptoi® - Kennst du diese Tiergeräusche?
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Das neueste Buch aus der TipToi-Schmiede dreht sich rund um Tiergeräusche. Auf jeder Seite gibt es neue Tiere und ihre Laute zu entdecken, sortiert nach ihren Lebensräumen. Die Kinder können sich mit dem ...

Das neueste Buch aus der TipToi-Schmiede dreht sich rund um Tiergeräusche. Auf jeder Seite gibt es neue Tiere und ihre Laute zu entdecken, sortiert nach ihren Lebensräumen. Die Kinder können sich mit dem TipToi-Stift kurze Texte vorlesen lassen, die Tiernamen und Tierlaute anhören, auf wenigen Seiten ein Lied abspielen oder auf jeder Seite ein Spiel starten. Das Spiel ist jedoch jedes Mal das Gleiche: Ein Tierlaut wird abgespielt und das passende Tier muss ausgewählt werden. Da dieses Spiel wirklich auf jeder Seite gleich ist, finde ich es persönlich etwas eintönig.
Mein Sohn liebt Tiere und hat großes Interesse an ihnen, daher ist er schon glücklich damit, sich einfach nur die Laute anzuhören. Ich hätte mir aber gewünscht, man hätte noch mehr Potenzial aus der guten Buchidee ausgeschöpft. So hätte ich zum Beispiel noch ein bisschen Sachwissen zu den einzelnen Tieren schön gefunden.
Zudem enthält das Buch einen Fehler, was die Bezeichnung eines Fisches angeht. Der abgebildete angebliche Zander ist nämlich in Wirklichkeit ein Flussbarsch. Wenn man für Kinder schon so ins Detail geht in der Bezeichnung, dann doch bitte korrekt.

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Veröffentlicht am 04.10.2023

Tolle Fantasywelt mit dominanter Liebesgeschichte

Court of Sun 1: Court of Sun
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In der Dilogie von Lexi Ryan existiert neben der Menschenwelt das Reich der Fae, unterteilt in zwei Höfe: den Court of Sun und den Court of Moon. Und in jedem der beiden Reiche gibt es einen unwiderstehlichen ...

In der Dilogie von Lexi Ryan existiert neben der Menschenwelt das Reich der Fae, unterteilt in zwei Höfe: den Court of Sun und den Court of Moon. Und in jedem der beiden Reiche gibt es einen unwiderstehlichen Fae-Prinzen. Mit beiden muss Protagonistin Brie sich auseinandersetzen, wenn sie ihre Schwester retten will, die vom Schattenkönig persönlich als Sklavin gekauft wurde.

Ich finde die Grundidee, die hinter dem Buch steht, originell und fesselnd. Auch das Worldbuilding hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die Fae-Höfe sind voller Geheimnisse und Fantasiewesen; Magie spielt hier eine große Rolle. Ich fand es jedes Mal wieder spannend, wenn sich Brie außerhalb der Schlossmauern bewegt hat und hätte am liebsten noch mehr von dieser Welt kennengelernt. Die tolle Atmosphäre dieser Fantasywelt wurde mir ab und an allerdings etwas verhagelt durch die Liebesgeschichte dieses Buches.

Wie bereits der Klappentext andeutet, steht Brie irgendwann zwischen den beiden Fae-Prinzen, die verfeindet sind. Es werden die Tropes friends-to-lovers und enemies-to-lovers bedient, sodass quasi jeder Romantasy-Fan auf seine Kosten kommt. Das ist jedoch noch nicht das Problem an der Sache. Was mich gestört hat, war die Dominanz der Liebesgeschichte. Früh zeichnete sich ab, worauf die eine Liebesgeschichte hinausläuft – und früh trieften die Zeilen nur so vor Kitsch. Es ging sogar so weit, dass Brie irgendwann ziemlich hirnvernebelt vor Liebe war, was mich zunehmend gestört hat. Als aufmerksamer Leser muss man sich dann auch das ein oder andere Mal doch schwer über Bries Naivität wundern. Die zu Beginn des Romans als taff, stark, selbstständig und selbstbewusst dargestellte Protagonistin hat mich daher immer wieder enttäuscht, indem sie überhitzte, unüberlegte Entscheidungen traf.

Das Ende konnte meine Wogen dann wieder etwas glätten, denn das ist der Autorin fulminant gelungen und macht Lust auf die Fortsetzung. Ich habe große Hoffnung, dass sich meine Kritik an Band 1 mit Band 2 wieder ausgleicht und werde daher weiterlesen. Aufgrund der dominanten Liebesgeschichte, die mich kein Stück überzeugt hat, kann ich allerdings nur 3,5 Sterne vergeben.

Ein Lob geht abschließend an die Hörbuchsprecherin, der es gelungen ist, die verschiedenen Figuren (egal ob Mensch oder Fabelwesen) stimmlich hervorzuheben und damit auch zu unterscheiden. Besonders gelungen fand ich ihre Darstellung der Kobolde.

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Veröffentlicht am 09.05.2023

Ein düsteres Märchen

Wie man einen Prinzen tötet
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Nachdem Prinzessin Marras älteste Schwester an der Seite von Prinz Vosling gestorben ist, wird ihre andere Schwester Kania mit ihm verheiratet, um ihm einen Erben zu schenken. Bald muss Marra jedoch feststellen, ...

Nachdem Prinzessin Marras älteste Schwester an der Seite von Prinz Vosling gestorben ist, wird ihre andere Schwester Kania mit ihm verheiratet, um ihm einen Erben zu schenken. Bald muss Marra jedoch feststellen, dass der Prinz nicht nur ihre älteste Schwester auf dem Gewissen hat, sondern dass seine gewalttätige Art auch Kania das Leben kosten könnte. So fasst Marra einen Plan: Sie will den Prinzen tot sehen und zieht dafür mit einer ungewöhnlichen, bunt gewürfelten Truppe in ihren persönlichen Krieg.

Ich muss gestehen, ich habe dem Buch anfangs etwas unrecht getan. Die erste Buchhälfte zog sich für mich wie Brei und erschien mir wie eine sehr lange Einleitung für die eigentliche Handlung. Doch glücklicherweise wurde dieses Buch, dass eigentlich ein sehr düsteres Märchen erzählt, dann doch noch besser.

Der Schreibstil ist für einen Fantasyroman etwas gehobener und jedes Wort wirkt dabei wohl durchdacht. Rückblicke in die Vergangenheit werden wie selbstverständlich in die Handlung eingewoben als wenn die Protagonistin just in dem Moment noch einmal daran zurückdenkt.

Die Handlung selbst ist dabei sehr viel düsterer als erwartet, unsere Helden dazu fast untypisch, denn sie entsprechen mal ausnahmsweise keinen Klischees, was ich sehr erfrischend fand. Marra, die Protagonistin, ist bereits 30 Jahre alt und zudem ausnahmsweise mal nicht die äußerlich perfekte Schönheit. Und auch Fenris kommt als männlicher Gegenpart mit seinen 40 Jahren verhältnismäßig alt für das Genre daher.

Ein bisschen Liebe mit fast schon typisch märchenhafter Zurückhaltung gibt es hier auch und ich fand die dezente Romantik, die ab und an in der Luft lag, sehr süß und unterhaltsam. Auch darüberhinaus hat der Roman seinen ganz eigenen Humor und bringt einen des Öfteren zum Schmunzeln.

Das Buch kommt mit 352 Seiten für einen Fantasyroman recht kurz daher, daher finde ich es schade, dass die Geschichte so lange braucht, um an Fahrt aufzunehmen. Trotz auch ein paar Stärken vergebe ich daher 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 21.11.2022

Junge Liebe in den schottischen Highlands

Im Schatten des Fuchsmondes
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Auf dem Landsitz von Lias Familie taucht kurz vor ihrem 17. Geburtstag plötzlich Finn, der unbekannte Neffe des Wildhüters, auf. Er hilft auf dem Landsitz aus und bald sprühen die Funken zwischen den beiden. ...

Auf dem Landsitz von Lias Familie taucht kurz vor ihrem 17. Geburtstag plötzlich Finn, der unbekannte Neffe des Wildhüters, auf. Er hilft auf dem Landsitz aus und bald sprühen die Funken zwischen den beiden. Doch Finn ist nicht grundlos im abgeschiedenen Badfearna aufgetaucht. Er trägt ein dunkles Geheimnis mit sich. Kann die junge Liebe dem standhalten?

„Im Schatten des Fuchsmondes“ punktet direkt mit tollen Beschreibungen der unberührten Wildnis in den schottischen Highlands. Es gibt immer mal wieder Beschreibungen von Flora und Fauna, die zum in die Ferne träumen einladen. So wie Lia hätte ich in dem Alter auch gerne mal meine Sommerferien verbracht. Nur, dass Badfearna für Lia kein Urlaubsort, sondern Heimat ist. Ihr Vater hütet und verwaltet das Land und genau das möchte Lia später auch einmal machen.
Neben den vielen schönen Seiten der Natur steht auch die Jagd in diesem Buch sehr im Mittelpunkt. Dabei wird das kontroverse Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Es prallen die Gegensätze aufeinander: Gott spielen vs. das natürliche Gleichgewicht erhalten. Beide Ansichten werden hier näher gebracht und toll erklärt, sodass sich junge Leser leicht eine eigene Meinung zu dem Thema bilden können.
Neben aufklärerischen Botschaften enthält dieser Roman aber natürlich auch eine Liebesgeschichte. Diese war süß, meist unterhaltsam, aber eben auch reich an Klischees einer ersten großen Teenieliebe. Das hat mich weder groß gestört, noch sehr mitgerissen. Umso gelungener war dafür der Ausgang des Romans.
Zu Dreiviertel des Buches stand die Liebesgeschichte auch im Vordergrund. Erst im letzten Viertel wurde die Stimmung noch einmal etwas trister und es wurden noch ein paar ernste Themen angeschnitten, mit denen ich hier so nicht gerechnet hätte, die die Autorin aber authentisch aufgegriffen hat.
Insgesamt bedient das Buch tatsächlich eine Vielzahl an Jugendbuchthemen, sodass ich mir abschließend gewünscht hätte, es wären ein paar weniger geworden und dafür hätte man sich mehr Zeit genommen, die wenigen Themen ausführlicher zu behandeln, wie beispielsweise Lias Zukunftspläne, die den Vorstellungen ihres Vaters zuwiderlaufen. Dem hätte man gerne noch mehr Raum im Roman zusprechen können. So wirkt der Roman thematisch doch etwas voll.
Noch ein paar Worte zu den Hörbuchsprechern: Lias Sprecherin passte wirklich wie die Faust aufs Auge. Ihr habe ich sehr gerne gelauscht und sie hat für mich exakt Lia widergespiegelt. Finns Sprecher war für mich dagegen leider das totale Gegenteil. Für mich passte er absolut nicht zu Finns Figur, angefangen vermutlich bereits beim Alter. Die Stimme schien mir oft weniger selbstbewusst als ich Finn als Charakter wahrgenommen habe. Zudem hatte er die Angewohnheit, Frauen mit seiner Art des Sprechens unsympathisch wirken zu lassen. Jungs klangen dagegen wie alte Männer. Da hätte ich lieber nur Lias Stimme gelauscht.

Für mich war es insgesamt ein angenehmes Hörerlebnis, für das ich 3,5 Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 26.08.2022

Kommt herbei und hört die Geschichte

A Psalm of Storms and Silence. Die Magie von Solstasia
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Die Geschichte um Karina und Malik geht weiter. Während die Prinzessin Karina ohne Dach über dem Kopf und schutzlos durch die Wüste flieht, auf der Suche nach der Hilfe einer höheren Macht, findet der ...

Die Geschichte um Karina und Malik geht weiter. Während die Prinzessin Karina ohne Dach über dem Kopf und schutzlos durch die Wüste flieht, auf der Suche nach der Hilfe einer höheren Macht, findet der einstige Gossenjunge Malik seinen Platz am königlichen Hofe. Doch beide müssen sich ihrer größten Herausforderung erst noch stellen, um die Welt vor ihrem Untergang zu bewahren.

Die erste Hälfte des Buches war spannungsgeladen und dieses Mal führte uns die Geschichte auch an zahlreiche aufregende Handlungsorte, die ich in Band 1 noch vermisst hatte. Gerahmt wird die Geschichte von einem neutralen Erzähler: die Griote, die uns Lesern die Geschichte der beiden erzählt. Diese Art der Erzählung, sprich: die Einschübe, gefielen mir außerordentlich gut, weil sie einfach einen tollen Rahmen ergeben und damit auch das Ende besonders gemacht haben. Das hat dem Ende des Buches auch sehr gut getan, denn leider zog sich die zweite Buchhälfte wie Brei und auch das Ende hielt für mich nicht die erhoffte Spannung bereit. Auch wenn der Ausgang der Geschichte sicherlich jeden auf irgendeine Art unzufrieden zurücklässt, passt die Imperfektion des Endes doch sehr zu diesem Buch. Dann auch die Protagonisten beweisen in Band 2 einmal mehr ihre eigene Imperfektion.

Als ich schon glaubte, doch noch mit der Protagonistin Karina warm zu werden, hat sie auf‘s Neue bewiesen, dass sie einfach nichts gelernt hat. Selbst als sie meint, nicht aus egoistischen Motiven zu handeln, handelt sie doch wieder egoistisch.
Browns Protagonisten sind das Gegenteil von perfekt. Ihre Charaktere haben so viele Schwächen und Mäkel, dass es einerseits erfrischend, andererseits aber auch zum Haare raufen ist. So durchwachsene Hauptfiguren sind mir bisher wirklich selten in einem Buch begegnet.

Grundsätzlich handhabt die Autorin das Thema Gender sehr gut. In Solstasia ist es ganz natürlich, dass man entweder Mann oder Frau lieben kann, egal welches Geschlecht man selbst hat. Und das gilt auch für Königstöchter und angehende Königinnen. Daneben hat die Autorin auch einen geschlechtslosen Charakter in das Buch eingebunden. Bei einer Figur war stets die Rede von „sier“ statt er oder sie und „siener“ statt seiner oder ihrer sowie ähnliche Wortneuschöpfungen. Eine ganze Weile dachte ich, das wären Tippfehler, die sich unglücklicherweise durch das Buch ziehen, bis ich das Ganze dann doch mal gegoogelt hatte. Und siehe da, die Autorin (oder Übersetzerin?) verwendet hier geschlechtslose Pronomen. Irgendwann ist dann aber doch die Rede von „der Teenager“, womit die Autorin ihre Figur ja nun doch einem Geschlecht zuordnet. Mich hat das ehrlicherweise erheblich im Lesefluss gestört, zumal es sich hier immer noch in erster Linie um unterhaltene Fantasy und nicht um einen Aufklärungsroman handelt. Als Germanistin kriege ich bei derlei Wortneuschöpfungen eine Gänsehaut. Zudem wusste ich absolut nicht wie ich mir diese Person denn nun vorzustellen habe. Denn auch wenn die Gesellschaft die Figur (und sie sich selbst) keinem Geschlecht zuordnet, so muss sie ja doch mit einem geboren sein? Es ist schön, dass die Autorin das Gender-Thema so hoch hält, aber das war mir hier sehr erzwungen und der Versuch der Geschlechtsneutralität ist hier leider eher misslungen. (Vielleicht tue ich der ja ohnehin englischsprachigen Autorin hier auch unrecht und es handelt sich lediglich um eine Schnapsidee des Lektorats bzw. der deutschen Übersetzung).

Zum Abschluss soll natürlich auch die Liebesgeschichte nicht unerwähnt bleiben, die hier selbstredend mehr Raum einnimmt als noch in Band 1. Auch diese hat, wie vieles in diesem Buch, ihre Stärken und Schwächen. Mir persönlich ging sie allerdings nicht wirklich nahe.

Lange habe ich mit mir gehadert, ob es nun drei oder vier Sterne für das Buch werden sollten, sodass ich mich nun am Ende mit 3,5 Sternen für die Mitte entschieden habe. Trotz guter Ideen gab es doch zu viel Kritikpunkte.

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