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Veröffentlicht am 29.08.2022

Detroit Noir

Princess Margarita Illegal
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Das Warten hat sich gelohnt: Mit Princess Margarita Illegal hat Stephen Mack Jones einen weiteren Roman um den Ex-Marine und Ex-Polizisten August Snow geschrieben, und wieder bildet Mexicantown in Detroit ...

Das Warten hat sich gelohnt: Mit Princess Margarita Illegal hat Stephen Mack Jones einen weiteren Roman um den Ex-Marine und Ex-Polizisten August Snow geschrieben, und wieder bildet Mexicantown in Detroit den Schauplatz eines spannenden Krimis mit Düsternis und Strahlkraft gleichermaßen. Seit er erfolgreich gegen die Stadt Detroit geklagt hat, ist Snow nicht mehr auf Arbeit angewiesen.

Statt sich auf seinen Millionen auszuruhen und ein süßes Leben zu genießen, ist er ein Philantrop der ungewöhnlichen Sorte und stemmt sich dem Verfall seiner Heimatstadt entgegen, die sich seit dem Niedergang der Automobilindustrie in einer Abwärtsspirale bewegt. Snow, Sohn eines schwarzen Vaters und einer mexikanischen Mutter, ist in das Viertel seiner Kindheit zurückgezogen und hat nicht nur sein Elternhaus restauriert, sondern auch Häuser in der Nachbarschaft aufgekauft, hergerichtet und ist als sozialer Vermieter auch ein bißchen Sozialarbeiter.

Doch dann sind seine Ermittlerfähigkeiten wieder gefragt: Zum einen bittet ihn seine mütterliche Freundin Elena um Hilfe. Die Rechtsanwältin kümmert sich um die Menschen der mexikanischen communtiy, auch um jene, die ohne Einwanderungspapiere in der Stadt leben. Seit einiger Zeit gehen die Mitarbeiter der Einwanderungsbehörden in Mexicotown auf die Jagd nach Illgalen. Möglicherweise ist auch Korruption im Spiel. Familien werden auseinandergerissen, die Menschen leben zunehmend in Angst. Da kann Snow nicht einfach zuschauen.

Und dann ist da noch die junge Latina, die tot aus dem Wasser geborgen wurde - in einem Prinzessinnenkostüm, mit Drogen im Blut und offenbar Opfer schwerer sexueller Gewalt. Sie bleibt nicht das einzige Opfer. Alle der getöteten Frauen waren jung, offenbar illegale Einwanderinnen, die nirgends vermisst wurden. Ein Schleuser- und Sexsklavenring scheint in Detroit aktiv zu sein und die offiziellen Ermittlungen treten auf der Stelle.

Zwar ist Snow in Kontakt zu einer FBI-Agentin, die an dem Fall arbeitet, doch der Ex-Marine war schon immer ein Mann der Tat. Zusammen mit ein paar Kumpeln legt er sich in Rambo-Manier sowohl mit den Behörden als auch mit einer rechtsextremen Rockergang an. Dabei wird der Fall immer komplizierter und gefährlicher.

Einmal mehr hat Jones einen Detroit Noir-Krimi mit vielen Härten und dichter, düsterer Atmosphäre geschrieben, Ausgesprochen spannungsreich, aktionsgeladen und mit manchem Überraschungseffekt kommt beim Lesen reichlich Nervenkitzel, aber niemals Langeweile auf. Ein dramatischer Showdown ist dann noch das I-Tüpfelchen dieses rundum gelungenen Buchs.

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Veröffentlicht am 26.08.2022

Putins Krieg und Europa

Zeitenwende
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Viele Experten melden sich seit einem halbe Jahr immer wieder zu Wort, um Putin, den Krieg in der Ukraine und die Folgen für den Rest Europas zu kommentieren. Auch Rüdiger von Fritsch, bis 2019 deutscher ...

Viele Experten melden sich seit einem halbe Jahr immer wieder zu Wort, um Putin, den Krieg in der Ukraine und die Folgen für den Rest Europas zu kommentieren. Auch Rüdiger von Fritsch, bis 2019 deutscher Botschafter in Moskau, wurde immer wieder befragt. Mit seinem Buch "Zeitenwende" stellt er unter Beweis, wie man ruhig, reflektiert und sachlich über einen Konflikt schreiben kann, der auch hierzulande die Gemüter erregt - auch wenn ich momentan den Eindruck habe, dass sich viele Menschen hierzulande momentan mehr über die Heizungspreise in der nächsten Wintersaison ereifern als über das Schicksal der Menschen in der Ukraine.

von Fritsch mag mittlerweile Diplomat im Ruhestand sein, aber mit seinem Text zeigt er, dass er die diplomatischen Töne keineswegs verlernt hat. Besonnen, kritisch und immer auf der Suche nach Lösungsoptionen schildert er Szenarien und Vorgeschichte, teilt seine Einblicke in das Russland Putins, aber auch die Traditionen und imperialen Träume, auf die sich der Herrscher im Kreml bezieht.

Der Botschafterposten in Moskau (den, anders als in manch anderen hochangesehenen Hauptstädten stets nur ausgewiesene Karrierediplomaten erhalten), war für von Fritsch vermutlich nicht nur der Abschluss sondern auch der Höhepunkt seiner Laufbahn. Die Welt jenseits der früheren Eisernen Vorhangs ist ihm nicht neu: Er gehört zur Generation der Diplomaten, die von der Ostpolitik Willi Brandts inspiriert wurden, diese Laufbahn einzuschlagen, erzählte er einmal in einem Gespräch.

In den 80-er Jahren war er als junger Diplomat in Polen, erlebte dort ein Land, das seine europäischen Träume nie aufgegeben hatte - so wie heute die Ukraine. Und er war deutscher Botschafter in Warschau, ehe er nach Moskau weiterzog. Er bereitete nicht nur als Unterhändler die EU-Osterweiterung vor, sondern erlebte auch, wie in Polen auf die Annektion der Krim reagierte: An der Weichsel und auch in den baltischen Staaten wurden damals umgehend Forderungen nach einer deutlichen Truppen-Präsenz aus Nato-Staaten laut. Warum das infolge der Verträge nach 1989 schwer umzusetzen gewesen wäre, wird auch beim Lesen von "Zeitenwende" klar, auch wenn von Fritsch sich ganz auf die Gegenwart fokussiert.

Dabei ordnet er den Konflikt auch in seine geopolitischen Zusammenhänge ein - Russlands Rolle im Nahen Osten seit dem Engagement im syrischen Bürgerkrieg, die Bedeutung Chinas, die Entwicklung in Zentralasien und den Einfluss des Zerfalls der Sowjetunion auf die russische Psyche und Politik.

So eindeutig er den Angriff auf die Ukraine verurteilt, so sehr kritisiert von Fritsch Überreaktionen gegen alles Russische, zollt der russischen Kultur Bewunderung und erinnert sich voll Wärme an seine Begegnungen mit russischen Menschen. Gleichzeitig entwirft er mögliche Szenarieren, wie der Krieg enden könnte und welche politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen er herbeiführen könnte. Und er setzt auf eine Zukunft, die momentan noch weit entfernt scheint:

"Was uns bleibt, ist die Hoffnung auf eine Zeit danach. Wladimir Putin ist zwar Russlands Macht, aber er ist nicht Russland. ... Auch in schwieriger Zeit müssen wir darauf setzen, dass sich in Zukunft Chancen ergeben und Lösungen eröffnen, die sich derzeit höchstens in blassen Konturen abzeichnen. Weder ist ausgemacht, dass Chinas Weg auf Dauer erfolgreich ist, noch dass Russland sich nicht wandelt. Wir müssen an der Zuversicht festhalten, dass die Zukunft besser aussehen könnte, als die sehr begrenzte Einsicht der Gegenwart uns dies vermuten lässt."

Veröffentlicht am 25.08.2022

Abgründe in der Kleinstadtidylle

Was auf das Ende folgt
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Ein entführtes Kind, eine Mutter, die angesichts der Unsicherheit und Angst in einen Abgrund von Alkohol und Sex taumelt, ein Kleinstadt-Sheriff, der den Stillstand der Ermittlungen immer mehr als persönliches ...

Ein entführtes Kind, eine Mutter, die angesichts der Unsicherheit und Angst in einen Abgrund von Alkohol und Sex taumelt, ein Kleinstadt-Sheriff, der den Stillstand der Ermittlungen immer mehr als persönliches Scheitern erlebt: Mit "Was auf das Ende folgt" zeigt Chris Whitaker einmal mehr Abgründe und Untiefen amerikanischen Kleinstadtlebens. Ich hatte bereits sein Buch "Von hier bis zum Anfang" gelesen und war davon begeistert gewesen. Da stand es für mich sofort fest, auch dieses Buch lesen zu wollen, dessen Titel sogar eine gewisse Fortsetzung impliziert.

Hier ging ich allerdings der Übersetzung in die Falle - Im Original heißt das Buch "Tall Oaks" und ist Whitakers Debütroman. Was vielleicht auch eine Erklärung dafür ist, dass mir das Buch zwar wirklich gut gefiel, aber nicht ganz so grandion ist wie "Von hier bis zum Anfang". Ein Autor muss sich schließlich auch entwickeln.

In seinem Buch über die teils dramatischen, teils komischen Geschehnisse in der Kleinstadt Tall Oaks lässt Whitaker bereits seine Vorliebe für Außenseiter und Exzentriker erkennen, die hier gehäuft auftauchen und sowohl zu Nebenhandlungen führen als auch so manche falsche Spur legen, wer etwas über das Verschwinden des dreijährigen Harry wissen könnte. Jared etwa, Gebrauchtwagenhändler und nie länger als sechs Monate an einem Ort - was hat er zu verbergen? Oder Jerry, schwer übergewichtig und geistig womöglich leicht behindert, der von den Jugendlichen der Kleinstadt gnadenlos gehänselt wird und im örtlichen Fotostudio arbeitet? Und was verbirgt Harrys Großtante Henrietta in ihrem Dachzimmer, in das sie sich unbeobachtet von Ehemann Roger zurückzieht?

Für den Kleinstadtpolizisten Jim hat die Entführung geradezu etwas Persönliches: Er ist in Jess, die Mutter des Jungen verliebt, hat ihr das aber nie gestanden. Nun muss er hilflos mitverfolgen, wie sie immer mehr ins Straucheln gerät, gleichzeitig aber verzweifelt die Suche nach Harry am Leben erhält.

Für schräge Momente inmitten von so viel Verlust und Trauer sorgt Manny, der sich von Kleidungsstil und Habitus an den Gangstern der 20-er Jahre orientiert und zusammen mit seinem Klassenkameraden Abel ein Schutzgeldgeschäft aufziehen möchte. Leider nimmt niemand den pubertierenden Teenager so richtig voll und auch seine alleinerziehende Mutter erinnert ihn vergeblich daran, dass in der mexikanischszämmigen Familie die italienische Mafia keineswegs zum kulturellen Erbe gehört. Gleichzeitig zeigt Manny als großer Bruder der dreijährigen Thalia und in der Freundschaft zum neuen Nachbarsmädchen Furat auch sensible und sogar romantische Seiten - auch wenn er das sicherlich fluchend bestreiten würde.

Die Frage, was mit Harry geschehen ist, zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und verbindet die übrigen Erzählstränge. Gleichzeitig ist das Buch ein gelungenes Psychogramm einer Kleinstadtgesellschaft, die teils aus de Bahn geworfen wurde, teils sich um Normalität bemüht. Und trotz des schweren Themas und einiger dunker Töne schafft es Whitaker, Leichtigkeit und Humor einfließen zu lassen, ohne dass dadurch das eine Schräglage entsteht. Kein Zweifel, ein überaus gelungenes Debüt, bildhaft geschrieben, mit wunderbaren Charakteren und athmosphärischer Dichte.

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Veröffentlicht am 03.08.2022

Betrug, bunt wie Bollywood

Bekenntnisse eines Betrügers
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Bunt und wirbelig wie ein Bollywood-Film, absurd-komisch, liebenswürdig und mit zahlreichen verrückten Wendungen kommen die "Bekenntnisse eines Betrügers" vo Rahul Raina daher. In seinem Debütroman zeichnet ...

Bunt und wirbelig wie ein Bollywood-Film, absurd-komisch, liebenswürdig und mit zahlreichen verrückten Wendungen kommen die "Bekenntnisse eines Betrügers" vo Rahul Raina daher. In seinem Debütroman zeichnet er ein aberwitziges, pralles Porträt seiner Heimatstadt Neu Delhi, auch wenn er wie so viele der von ihm beschriebenen ehrgeizigen Mittelschichtsinder längst kosmopolitisch zwischen dem Subkontinent und westlichen Ländern unterwegs sind, in Rainas Fall Großbritannien.

Ich-Erzähler Ramesh kommt aus einem Teil Delhi, in dem dieser Traum unerfüllbar scheint. Die Mutter starb bei der Geburt, aufgezogen wird er von seinem prügelnden, lieblosen Vater, kann als Kind kaum zur Schule gehen, da er für den Teestand des Vaters Gewürze mahlen muss. Dass er zum Betrüger, Entführungsopfer und Möchtegern-Kidnapper wurde, hat er letzlich dem Traum vom Bildungsaufstieg zu verdankem und einer Nonne, die ihm den Schulbesuch ermöglichte.

Ein gerader Weg zum Erfolg wird Ramesh allerdings nicht zuteil - statt dessen schlägt er sich zu Beginn des Romans als "Prüfungsberater" durch - sprich, er absolviert gehen entsprechende Entlohnung die Abschlussprüfung für reiche, aber faule oder unbegabte Söhne der indischen Mittelschicht und ebnet ihne so den Weg an amerikanische, englische oder australische Universitäten. Die größte Angst wann wird er zu alt sein, um als Abiturient durchzugehen?

Die große Wende kommt, als Ramesh so erfolgreich wie nie zuvor ist: Rudraksh (oder Rudi), der pummelige, unglückliche und emotional vernachlässigte Sohn eines Mittelschichtpaares, wird Zweiplatzierter bei den All-Indian Exams. Das der Beste aller Schüler einen muslimischen Namen hat, konzentriert sich die gesamte mediale Aufmerksamkeit auf Rudi, der zum Social-Media und Fernsehstar mit eigener Rateshow wird. Plötzlich führt der 17-jährige das Leben eines Rock-Stars, Sex und Drugs inbegriffen und Ramesh ist als sein Manager Fixer, Berater, Diener und Kindermädchen in einer Person.

Als Rudi der Erfolg zu Kopf steigt und er in der Show einen Teenager grausam demütigt, hat das ungeahnte Folgen. Plötzlich müssen Ramesh und Rudi um Gefahr für Leib und Leben fürchten. Korruption, Materialismus, Social Media-Ruhm, kriminelle Energie und ein bißchen Liebe werden in die turbulente Handlung eingebracht. Ein Highlight sind die sarkastischen Reflektionen Rameshs über das moderne Indien, über die Gegensätze zwischen Arm und Reich, zwischen Ost und West, über die Härten des Lebens und die verbleibenen Träume. Dabei wird auch der Yoga- und Ayurveda-verklärte Blick westlicher Wohlstandsmenschen auf den Subkontinent auf die Schippe genommen. Die "Bekenntnisse eines Betrügers" sind unterhaltsam, spannend, lebendig und farbenfroh erzählt.Ein gelungenes Debüt!

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Veröffentlicht am 05.07.2022

Gangsterdrama wie eine griechische Tragödie

City on Fire
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Der fatale Sog einer schönen Frau, Eifersucht und obsessive Liebe, Vater-Sohn-Konflikte und zerbrechende Freundschaften, die in Tod und Blutvergießen enden: Der Auftakt von Don Winslow´s Triologie um ...

Der fatale Sog einer schönen Frau, Eifersucht und obsessive Liebe, Vater-Sohn-Konflikte und zerbrechende Freundschaften, die in Tod und Blutvergießen enden: Der Auftakt von Don Winslow´s Triologie um einen irischen Gangsterclan hat es in sich. "City of Fire" spielt nicht nur mit Zitaten aus "Der Pate", schon die den einzelnen Abschnitten vorangestellten Zeilen von Homer und Virgil machen klar: dieses Gangsterepos hat etwas von einer griechisches Tragödie und der Trojanische Krieg zwischen den Murphys und den Morettis findet diesmal auf Rhode Island statt. Als Soundtrack glaubt man beim Lesen fast den frühen Bruce Springsteen im Hintergrund zu hören: Blue Collar Rock and Roll, der Abgesang auf den Amerikanischen Traum, während die Werften und Fabriken immer weniger das Einkommen sichern.

Dabei ist der Job im Hafen nicht wirklich der Haupterwerb des Protagonisten Danny Ryan. Er treibt für seinen besten Freund Pat Schulden und Schutzgelder ein, ist mit dessen Schwester verheiratet und damit der Schwiegersohn des irischen Paten John Murphy, der im Providence der 1980-er Jahre die Geschäfte am Hafen kontrolliert.

Im Organisierten Verbrechen herrscht die Maxime "Teile und Herrsche" - Die Iren kontrollieren den Hafen, die Italiener die Restaurants, Glücksspielautomaten und die Prostitution. Drogenhandel gilt den Altmodischer der Ehrenwerten Gesellschaft als unmoralisch, das Geschäft wird lieber den Afroamerikanern überlassen, doch eine junge, ehrgeizige Gangstergeneration hat angesichts der Gewinnspannen beim Drogenhandel weniger Skrupel.

Das korrupte, aber gut funktionierende System bekommt Risse, als eine Frau auftaucht: Pam, Tochter aus protestantischer Ostküstenfamilie, dem WASP-Geldadel, der sich traditionell den irischen wie den italienischen Einwanderern überlegen fühlte, ist die Freundin von Paulie Moretti, dessem Bruder Peter der designierte Nachrücker der italienischen "Familie" ist. Liam Murphy, schwarzes Schaf der irischen Gangsterfamilie, ist ebenfalls schwer beeindruckt von der Ostküstenschönheit. Als er seine Finger nicht von ihr lassen kann, eskaliert der testosterongesteuerte Konflikt zum Gangsterkrieg, bei dem alle nur verlieren können.

Es geht um Ehre und Respekt, um Rache, um Freundschaft und Loyalität. Sage keiner, dass Gangster keine traditionellen Werte haben! wie Winslow diese Saga zusammenfügt, wie es auf vielen Ebenen Loyalitätskonflikte, verletzte Gefühle und private Tragödien gibt und wie gleichzeitig ein spannender Thriller bei allen vertrauten Szenarien des Genres zustande kommt, das sollte jede/r Leser/in selbst feststellen. Dieses Buch schreit geradezu nach Verfilmung für die große Leinwand und hat das Potenzial, den Kultfilm "Der Pate" zu erreichen. Wobei in diesem Fall das Buch deutlich besser geschrieben ist als die literarische Vorlage um Vito und Michael Corleone. Ich bin schon sehr gespannt auf Teil 2.

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