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Veröffentlicht am 16.10.2022

Abwechslungsreich

Mit Wintergemüse kochen – fit durch die kalte Jahreszeit
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Über dieses Kochbuch habe ich mich sehr gefreut, denn ich mag die meisten Wintergemüse sehr und brauchte dringend neue Inspiration.

Eingeteilt ist das Buch in folgende fünf Abschnitte: Vorspeisen, Suppen/Eintöpfe/Salate, ...

Über dieses Kochbuch habe ich mich sehr gefreut, denn ich mag die meisten Wintergemüse sehr und brauchte dringend neue Inspiration.

Eingeteilt ist das Buch in folgende fünf Abschnitte: Vorspeisen, Suppen/Eintöpfe/Salate, Aufläufe und Gratins, Vegetarische Hauptgerichte und Herzhafte Hauptgerichte mit Fleisch und Fisch. Aber bevor es mit den Rezepten beginnt, gibt es erst einen allgemeinen Teil.

Für jedes Rezept ist eine Doppelseite vorgesehen. Auf der einen Seite steht die Zutatenliste incl. Zubereitungszeit, die Anleitung und oft noch eine Alternative oder eine zusätzliche Information. Die gegenüberliegende Seite schmückt jeweils ein farbiges und großformatiges Bild des fertigen Gerichts.

Die Rezepte sind ziemlich abwechslungsreich, teils einfach und bekannt wie z. B. Kartoffelpüree mit Wirsing und Bratwurst, teils raffinierter mit selteneren Zutaten wie Zitronenhuhn mit Topinambur oder Sellerie-Hummus mit Minze.

Die Anleitungen sind verständlich geschrieben und gut umzusetzen. Bei den von mir ausprobierten Rezepten hatte ich jedenfalls keinerlei Probleme. Was mich ein wenig gestört hat, ist dass oft nur kleine Mengen einer Zutat benötigt werden, so dass ich oft Resteverwertung betreiben musste. Außerdem hätte ich mir noch die Angabe von Nährwerten und Kalorien gewünscht.

Insgesamt viele Rezepte mit denen ich nun in den Wintermonaten unseren Speiseplan bereichern kann.

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Veröffentlicht am 04.09.2022

Was wäre wenn ...?

Sonnenblumentage
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Das farbenfrohe Cover versprach mir einen locker-leichten Sommerroman und ich wurde nicht enttäuscht. Frieda Bergmann hat sich für einen nicht alltäglichen Aufbau dieses Romans entschieden.

Marie ist ...

Das farbenfrohe Cover versprach mir einen locker-leichten Sommerroman und ich wurde nicht enttäuscht. Frieda Bergmann hat sich für einen nicht alltäglichen Aufbau dieses Romans entschieden.

Marie ist eine sympathische junge Frau, der durch einen furchtbaren Unfall der Boden unter den Füßen weggerissen wurde. Trost bot ihr in dieser Zeit der junge Fabian, der meine Sympathie aber nicht erwerben konnte. In einem Erzählstrang wird nun das Leben von Marie in der Beziehung mit Fabian wiedergegeben.

In einem anderen Erzählstrang erfahren wir wie Maries Leben aussehen könnte, wenn sie sich zu einem bestimmten Zeitpunkt anders entschieden hätte. Ehrlicherweise gefiel mir diese Version wesentlich besser.

In einem flüssigen und sehr bildhaften Schreibstil erzählt die Autorin sehr farbenfroh abwechselnd in mehr oder minder kurzen Kapiteln wie Maries Leben sich entwickeln könnte je nachdem wie ihre Entscheidung am Scheideweg ausgefallen wäre. Leider verwischten sich für mich, trotz unterschiedlicher Schriftarten, die Grenzen zwischen den beiden Lebenswegen hin und wieder, so dass ich nicht sicher war in welchem Strang ich mich gerade befand.

Sehr gut gefallen haben mir die Sprichworte incl. Elenas Version davon zu Beginn jedes Kapitels. Sie regen teilweise zum Nachdenken an und den einen oder anderen Spruch sollte man sich (werde ich mir) zu Herzen nehmen.

Insgesamt ein netter Wohlfühlroman, der zwei unterschiedliche, aber mögliche Lebenswege je nach Entscheidung aufzeigt. Und hat nicht fast jeder sich schon mal die Frage gestellt: Was wäre wenn …?

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Veröffentlicht am 23.08.2022

Von der Macht und Magie des Kochens

Die Köchinnen von Fenley
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Jennifer Ryan nimmt uns mit nach Fenley einem kleinen Dorf in der Nähe von London. Wir befinden uns mitten im Zweiten Weltkrieg und Lebensmittel sind knapp. Die Radiosendung „The Kitchen Front“ des BBC ...

Jennifer Ryan nimmt uns mit nach Fenley einem kleinen Dorf in der Nähe von London. Wir befinden uns mitten im Zweiten Weltkrieg und Lebensmittel sind knapp. Die Radiosendung „The Kitchen Front“ des BBC (die es wirklich gab) gibt hilfreiche Tipps wie die Hausfrauen mit den rationierten Lebensmitteln sättigende Gerichte schaffen können. Mit Hilfe eines Kochwettbewerbs wird eine Co-Moderatorin gesucht.

Die vier Bewerberinnen könnten unterschiedlicher nicht sein. Da ist Audrey, die ihren Mann bereits im Krieg verloren hat und sich nun mit ihren Kindern irgendwie durchschlagen muss. Ihre jüngere Schwester Gwendoline hat über ihren Stand reich geheiratet und ist in ihrer Ehe mit dem gewalttätigen Mann unglücklich. Nell ist ein Waisenmädchen in einem Herrenhaus als Küchenhilfe angestellt. Die Köchin des Hauses erkennt ihr Talent und nimmt sie unter ihre Fittiche. Zelda hatte sich in der Hotelküche eines noblen Hotels in London hochgearbeitet, wurde nach dessen Zerstörung als Kriegshelferin nach Fenley beordert und ist ungewollt schwanger. Jede dieser Frauen hat ihr ganz persönliches Schicksal und Los zu ertragen. Und jede einzelne erhofft sich bei einem Gewinn eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität.

Die Autorin beschreibt in einem flüssigen Schreibstil ihre vier Protagonistinnen so bildhaft und realistisch, dass sie mir nach einiger Zeit schon wie Bekannte vorkamen. Auch wenn mir zu Beginn nicht alle vier Frauen gleich sympathisch waren, konnte ich mit jeder mitfühlen und ihr Verhalten in gewisser Weise nachvollziehen. Sehr einfühlsam hat Jennifer Ryan sowohl die Entwicklung ihrer Protagonistinnen als auch deren Freundschaft geschildert.

Besonders erwähnenswert finde ich die beigefügten Rezepte, die die Rationierung zu Kriegszeiten berücksichtigen und mir einen zusätzlichen Einblick in die damalige Zeit verschafft haben.

Ein sehr gefühlvoller Roman, der die ganze Palette der Emotionen beinhaltet wie Angst, Wut, Hass, Liebe und Freundschaft. Er zeigt wie Familie, Liebe und Freundschaft das Leben so viel lebenswerter machen kann. Mir haben für einen historischen Roman allerdings mehr zeitgenössische Elemente gefehlt, daher gibt es von mir nur vier Sterne.

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Veröffentlicht am 19.08.2022

In Zeiten des Umbruchs

Zwischen zwei Welten
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Izabelle Jardin nimmt ihre Leser mit nach Schlesien in das Jahr 1844. Es finden die ersten Weberaufstände aufgrund der desolaten Verhältnisse der Menschen dieser Berufsgruppe statt. Ich wusste bisher fast ...

Izabelle Jardin nimmt ihre Leser mit nach Schlesien in das Jahr 1844. Es finden die ersten Weberaufstände aufgrund der desolaten Verhältnisse der Menschen dieser Berufsgruppe statt. Ich wusste bisher fast gar nichts zu diesen Vorkommnissen und war daher sehr gespannt auf diesen historischen Roman.

Aufgrund der florierenden Tuchfabrik ihrer Familie wächst Elise von Achenthal in privilegierten Verhältnissen und wohlbehütet auf. Konfrontiert mit den Erlebnissen jener schrecklichen Nacht beginnt sie, sich mit den Lebensverhältnissen der Weber auseinanderzusetzen und dringt auf Verbesserungen. Die Entwicklung von Elise vom unbeschwerten Teenager zu einer reflektierenden Frau ist sehr gut und anschaulich dargestellt. Sie ist ein liebenswerter und starker Charakter. Aber nicht nur sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte. Auch ihre Eltern verschließen nicht länger die Augen vor dem Elend der ihnen zu Wohlstand verhelfenden Webern. Ich finde, dass alle Charaktere sehr gut und authentisch ausgearbeitet sind.

An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen, aber er entspricht wohl den damaligen Gepflogenheiten. Sehr eindringlich wird die elende Situation der Weber beschrieben, aber ebenso bildhaft bringt uns die Autorin die Natur der schlesischen Landschaft näher. Außerdem hat die Autorin gekonnt Geschehnisse jener Zeit mit eingearbeitet. Die beginnende Industrialisierung beschleunigt viele Arbeitsschritte, aber die Situation der Arbeiterschicht verbessert sich nicht wirklich.

Ein gut recherchierter historischer Roman, der mich sehr gut unterhalten und mein Wissen erweitert hat. Aufgrund der vielen offenen Fragen fiebere ich nun dem Erscheinen des zweiten Bandes entgegen.

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Veröffentlicht am 18.08.2022

Die T-U-F-Methode ist ein Erfolgsgarant

Prost, auf die Nachbarn
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Der sich bereits im Ruhestand befindliche Kurt Lehmann kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Allerdings steht schnell fest, dass sich jemand an dem Auto zu schaffen gemacht hat. Und so müssen Hauptkommissar ...

Der sich bereits im Ruhestand befindliche Kurt Lehmann kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Allerdings steht schnell fest, dass sich jemand an dem Auto zu schaffen gemacht hat. Und so müssen Hauptkommissar Constantin Tischler und Polizeiobermeister Felix Fink wieder mal ran.

„Prost, auf die Nachbarn“ ist bereits der vierte Provinzkrimi aus der Feder von Friedrich Kalpenstein mit dem Ermittlerduo aus Brunngries. Vorkenntnisse sind für den Fall keine Voraussetzung. Auch bei diesem Fall ist der Buchtitel wieder Programm und zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.

Tischler nimmt in seiner typischen humorig-ironischen Art seinen Kollegen wieder ein ums andere Mal auf die Schippe. Aber trotz ihrer teilweise gegensätzlichen Art harmonieren sie als Ermittler ziemlich gut. Aber auch die übrigen Kollegen lassen keine Gelegenheit aus, sich gegenseitig liebgemeint zu frotzeln. Besonderen Spaß machen mir immer die Begegnungen zwischen Tischler und seiner Nachbarin Frau Kneidinger im Hausflur. Aber auch das Verhältnis zwischen Felix und seiner Mama sorgt für Unterhaltung. Mein Highlight, Dackeldame Resi, hatte hier leider nur einen Kurzauftritt.

Insgesamt wieder ein unterhaltsamer Provinzkrimi, der mich im letzten Viertel mit einer Wendung doch noch überraschen konnte. Ich reise immer gerne nach Brunngries und freue mich schon auf die baldige Fortsetzung der Reihe.

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