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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.09.2022

Simpel sticken

Einfach bestickt. Kreative Ideen für eine individuelle Garderobe
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In diesem Buch lernen Anfänger einfache Motive zu sticken. Leider sind mir die meisten Motive zu kindisch beziehungsweise kitschig. Zum Beispiel gibt es einen Kussmund, viele Blumen, ein Lollipopherz, ...

In diesem Buch lernen Anfänger einfache Motive zu sticken. Leider sind mir die meisten Motive zu kindisch beziehungsweise kitschig. Zum Beispiel gibt es einen Kussmund, viele Blumen, ein Lollipopherz, eine Katze... Nur wenige sind auch erwachsener gehalten worden. Die meisten Muster sind für Anfänger geeignet, sodass man viel üben kann, um anschließend auch ein paar wenige schwierigere, anspruchsvollere Motive, wie beispielsweise eine Bergregion oder ein Fahrrad, sticken kann.

Bei den Materialien benötigt man nicht viel. Stickflies, Garn, Nadel und ein Stickrahmen sollten bei den meisten Motiven ausreichen. Es gibt ein paar verschiedene Nähstile, die anschaulich, Schritt für Schritt bildlich erklärt werden.

Fazit: Ein solides Buch, um ein neues Hobby für sich zu entdecken und in der Freizeit die Kleidung, eher von Kindern oder Enkeln hübsch, bunt und individuell aufzuwerten.

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Veröffentlicht am 28.08.2022

Urlaubslektüre

Sommerlese
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Sommerlese ist ein leichter Sommerroman für den Urlaub in Italien.

Martisek schreibt in der dritten Person und sehr deetaillreich. Es gibt sehr viele Charaktere, sodass man sich tatsächlich konzentrieren ...

Sommerlese ist ein leichter Sommerroman für den Urlaub in Italien.

Martisek schreibt in der dritten Person und sehr deetaillreich. Es gibt sehr viele Charaktere, sodass man sich tatsächlich konzentrieren muss, um sie nicht durcheinander zu bringen, da alle irgendwann wieder auftauchen aufgrund der Rahmenhandlung. Was mich überrascht hat, ist, dass es kein klassischer Liebesroman ist, bei dem die Protagonistin sich im Urlaub verliebt. Stattdessen war die Einleitung mit über 100 Seiten extrem lang für einen Roman, der insgesamt nur 300 Seiten hat. Außerdem geht es allgemein mehr um das Leben und die Probleme von Hanna, der Protagonistin, die Anfang 40, single, mit einem Teenagersohn, der aber parallel zu ihrer Zeit auf Capri in London ist, als um die große Suche der Liebe des Lebens. Zwar ist natürlich hier und da ein kleiner Flirt zu lesen, aber man merkte schnell, dass das nichts Dauerhaftes werden wird. Leider wurde das Dauerhafte dann auch nicht so süß beschrieben, sondern bis zum Schluss nur am Rande erwähnt, sodass die Dates etc. fehlen.

Alles in allem aber ein runder Sommerroman, den man gern im Italienurlaub lesen kann. Man sollte definitiv ein paar Snacks stets in Griffnähe haben. Es wird oftmals Essen erwähnt, sodass ich dauernd Hunger bekam und schnell etwas aus der Küche holen musste, um weiterzulesen.

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Veröffentlicht am 18.08.2022

Kann aus Feinden Liebe werden?

Zehn Jahre du und ich
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Ich war zunächst bei dem brisanten Thema sowohl skeptisch als auch sehr gespannt. Charlie verliert seine geliebte Verlobte und Becca ihre beste Freundin Ally. In ihrer Trauer werden sie zusammen überrascht ...

Ich war zunächst bei dem brisanten Thema sowohl skeptisch als auch sehr gespannt. Charlie verliert seine geliebte Verlobte und Becca ihre beste Freundin Ally. In ihrer Trauer werden sie zusammen überrascht mit einer letzten Bitte Allys, ihre Asche an Orte zu verstreuen, die sie gern noch gesehen hätte. So beschließen beide sich einmal im Jahr gezwungenermaßen zu treffen und die Bucketlist abzuarbeiten...

Kann man sich in der Trauer in den ehemaligen Feind verlieben? In die Person, die absolut tabu sein sollte? Ist es möglich sich zu verlieben, wenn man sich nur einmal im Jahr sieht?

Stilistisch ist das Buch von einem auktorialen Erzähler geschrieben und ist flüssig zu lesen. Man bekommt einen guten Einblick in die Leben beider und kann sich gut in beide Personen hineinversetzen.

Das ganze Buch hindurch hat mir gut gefallen. Einzige Kritik: Das Ende war mir zu lang und zu dramatisch. Eine Kürzung hätte hier gereicht. Es wurde mir zu viel wiederholt. Abgesehen davon finde ich gehört es sich nicht, in einer Kirche hemmungslos zu knutschen. Ansonsten war ich positiv überrascht. Ich bin zwar immer noch skeptisch, ob solch eine Konstellation im realen Leben funktionieren würde, nichtsdestotrotz muss ich zugeben, dass Hughes es in dem Roman echt gut rübergebracht hat. Sie kamen zusammen ohne heuchlerisch oder falsch rüberzukommen und auch Ally wurde nicht in den Schmutz gezogen. Bravo!

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Veröffentlicht am 13.08.2022

Seicht und humorvoll

Wer wird denn gleich an Liebe denken
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Während ich mich mit dem Beginn etwas schwer tat und es meinen Humor nicht so traf, weil ich nicht auf derselben Wellenlänge mit der besten Freundin der Protagonistin Trix war, gefiel mir der Roman umso ...

Während ich mich mit dem Beginn etwas schwer tat und es meinen Humor nicht so traf, weil ich nicht auf derselben Wellenlänge mit der besten Freundin der Protagonistin Trix war, gefiel mir der Roman umso besser, als sie endlich nicht mehr immer gemeinsam abhingen und Patricia im Hintergrund verschwand. So lag der Fokus auf Trix, die dank Patricia nun auf einem Schloss einen "Mädchen für alles" Job auf Niedriglohnbasis bekam, nur um schnellstmöglich den Schlossherrn zu heiraten und so all ihre Geldsorgen loszuwerden. In Zeiten von Emanzipation, trifft der Roman also genau ins Schwarze!

Schnell merkt sie aber, dass das nicht einfach so funktioniert mit der Liebe und einem sehr altbackenen Herrn, der keine Ahnung von Nichts hat...

Ich habe mich auf das Buch eingelassen und wurde schließlich positiv überrascht. Trix ist nicht so unglaublich naiv und ein blondes Püppchen, wie ich es erwartet hatte, sondern durchaus gerissen und schlau.

Insgesamt ist der Roman somit ein lockerer, seichter Liebesroman, den man schon bald nach dem Lesen wieder vergessen hat und somit jedes Jahr im Sommer lesen könnte.

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Veröffentlicht am 17.07.2022

Eine unendliche Liebe

Die Frau im veilchenblauen Mantel
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Ich liebe Romane, in denen es zwei verschiedene Erzählebenen gibt, die sich immer wieder abwechseln. Hier konnte mich aber leider nur ein Handlungsstrang wirklich packen. Der von Charlotte, ihrem Leben ...

Ich liebe Romane, in denen es zwei verschiedene Erzählebenen gibt, die sich immer wieder abwechseln. Hier konnte mich aber leider nur ein Handlungsstrang wirklich packen. Der von Charlotte, ihrem Leben in Frankreich, der großen Reise nach New York, der extrem ausgeartet ist und ihrem Abschluss in….

Charlotte, 20, frisch verheiratet mit einem 3 Monate altem Baby, reist 1929 geschäftlich mit ihrem Ehemann nach New York und lernt dort erst, was es heißt leidenschaftlich zu lieben und leben. Das gefällt ihrem Ehemann nicht und verlässt sie ohne Hab und Gut und kehrt alleine nach Frankreich zurück… Nun muss Charlotte irgendwie zusehen ihr Leben in den Griff zu kriegen und zu Gabriel zurückzukehren ...

Diese Geschichte war packend, voller Spannung, Irrungen und Überraschungen. Die Rahmengeschichte rund um Jo im Jahre 2018 dagegen war eher unromantisch und langweilig. Es passierte nicht wirklich viel, außer, dass sie jemanden getroffen hatte, der ihr die ganze Geschichte rund um Charlotte erzählt hat. Ihr Aneurysma ist eher eine Randgeschichte und auch ihre Liebesgeschichte war mir nicht romantisch und packend genug, um mitfiebern zu können. Sie hat sich in meinen Augen eher wie ein Teenager als wie eine 30 Jährige verhalten.

Aber ich fand es auch komisch, dass die Geschichte rund um Charlotte so detailliert beschrieben wurde und dabei aber all die Jahre des zweiten Weltkriegs absolut unerwähnt blieben. Das passt nicht und ist in meinen Augen auch falsch, wenn man gerade die Zeit vorher und nachher so ausführlich beschreibt.

Fazit: Wer gern historische Romane mit einem heutigen Bezug liest, dem kann ich das Buch empfehlen. Sabard hat viel recherchiert, um die Geschichte so realistisch wie mölich darzustellen. Das Setting New Yorks in den 30er Jahren hat mir sehr gefallen. Devon und hier insbesondere Ilfracombe und einige Regionen und Ortschaften Frankreichs kommen auch gehäuft vor.

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