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Veröffentlicht am 28.09.2022

Generation social media

Freizeit
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Franziska ist 27 und lebt vom Schreiben. Songtexte, eine Biografie und Werbung. Lebte zwei Jahre mit ihrem Freund in Paris und hat eine "erwachsene" Trennung hinter sich. Aber sie ist auch auf ...

Franziska ist 27 und lebt vom Schreiben. Songtexte, eine Biografie und Werbung. Lebte zwei Jahre mit ihrem Freund in Paris und hat eine "erwachsene" Trennung hinter sich. Aber sie ist auch auf der Suche nach sich selbst, sie erkennt sich nicht wieder.

Sie entfremdet sich immer mehr von ihren Freunden und verarbeitet das alles in einem Buch, welches quasi immer wieder in dem Buch erscheint. Klingt alles ein bisschen wirr und so fand ich es zu Beginn auch. Ich brauchte lange um mit dem Schreibstil warm zu werden und auch Franziska fand ich furchtbar unsympathisch. Wenn alle in unserer Generation so sind, wundert mich nichts mehr.
Alles in allem fand ich es, nachdem ich mich mit den Zeitsprüngen und dem Schreibstil angefreundet hatte, verblüffend ehrlich. Ein Buch über meine Generation, aber teilweise auch sehr überspitzt. Mich hat es am Ende doch unterhalten.



Veröffentlicht am 07.09.2022

Spannende Unterhaltung aus dem letzten Jahrhundert

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
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Alma Täuber ist im Jahr 1922 in Baden Baden das Fräulein vom Amt. Die Frau, die Telefonverbindungen herstellt. Als sie zufällig Teile eines Gespräches mithören, in dem von einem erledigten Fall ...

Alma Täuber ist im Jahr 1922 in Baden Baden das Fräulein vom Amt. Die Frau, die Telefonverbindungen herstellt. Als sie zufällig Teile eines Gespräches mithören, in dem von einem erledigten Fall bei den Kolonnaden die Rede ist, denkt sie sich zuerst nicht wirklich was dabei, bis sie herausfindet das genau dort eine Frau ermordet wurde.ist sie nun Zeugin eines Verbrechens geworden oder ist alles Zufall.

Alma und ihre Freundin Emmi genießen ihre Unabhängigkeit und das Leben, sie sind für die Zeit sehr fortschrittlich. Das Alma nun auch noch bei dem Ermittlungen "hilft" ist doch ungewöhnlich.
Mit hat der Schreibstil sehr gut gefallen, auch fand ich die ganze Geschichte sehr gut in der Zeit passend und spannend erzählt. Ich fand das Hintergrundwissen und das Setting von Baden Baden sehr getroffen, es wurde ausführlich recherchiert. Ich fand den Auftakt jedenfalls sehr spannend, authentisch und vielversprechend und es hat mich sehr gut unterhalten. Obwohl ich nicht der klassische Krimileser bin.

Veröffentlicht am 05.09.2022

Es ist noch Luft nach oben

The School for Good and Evil, Band 1 - Es kann nur eine geben
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Eine Schule für Gut und Böse, eine Ausbildungsstätte für eine zukünftige Karriere in Märchen. Hier sollen junge Menschen lernen, wie man Prinzessin oder Hexe, Held oder Schurke wird. Zwei Gegensätze, ...

Eine Schule für Gut und Böse, eine Ausbildungsstätte für eine zukünftige Karriere in Märchen. Hier sollen junge Menschen lernen, wie man Prinzessin oder Hexe, Held oder Schurke wird. Zwei Gegensätze, zwei Türme, zwei Mädchen. Eine träumt davon Prinzessin zu werden, die andere hegt eher düstere Pläne für die Zukunft.

Ich muss gestehen, mein Buch steht schon eine ganze Weile im Regal, es hat auch ein anderes Cover, aber durch Netflix wurde ich wieder darauf aufmerksam und ich lese gerne bevor ich die Filme schaue.
Die Idee mit der Schule finde ich ganz toll, ich mag auch die Charaktere und den Schreibstil. Allerdings ist die Story manchmal etwas flach und sie hat noch ordentlich Luft nach oben. Dennoch konnte mich die Geschichte von Sophie und Agatha sehr gut unterhalten und ich lese auch weitere Teile. Ein interessantes Spiel mit sämtlichen Klischees über Märchen, teilweise etwas überspitzt. Aber dem empfohlenen Lesealter entsprechend. Mich hat es amüsiert.

Veröffentlicht am 20.08.2022

Geschichtlich interessant

Amelia
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Bewertet mit 3,5 Sternen

Die großen Unruhen bzw. Troubles in Irland beginnen im Jahr 1969. Damals war Amelia 7 Jahre alt. Sie hat nur ihre "Schätze" im Sinn und versteht noch nicht was um sie ...

Bewertet mit 3,5 Sternen

Die großen Unruhen bzw. Troubles in Irland beginnen im Jahr 1969. Damals war Amelia 7 Jahre alt. Sie hat nur ihre "Schätze" im Sinn und versteht noch nicht was um sie herum geschieht. Am Ende der Unruhen ist sie mitte dreißig. Fast dreißig Jahre lang begleiten wir Amelia und ihr Leben.

Ich fand das Buch geschichtlich sehr interessant, aber es war auch schwierig zu lesen. Die ungewohnten Namen, vor allem die vielen Namen, bei denen ich das ein oder andere Mal nicht mehr wusste wer gemeint ist. Es ist teilweise sehr emotional und verstörend. Amelia ist ein ungewöhnliches Kind, ihre Familie zum Teil sehr gewaltbereit und vor allem laut.
Alles in allem war es für mich schwierig zu lesen, ein seltsamer Schreibstil und zwischendurch auch etwas unglaubwürdig. Trotzdem hat mich das Thema sehr interessiert und ich werde mich mit dem Thema noch mehr auseinandersetzen.

Veröffentlicht am 18.08.2022

Unterhaltsam, aber wenig Krimi

Mörderische Masche
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Henri weiß nach dem plötzlichen Tod seiner Frau nicht was er mit ihrem Wollladen machen soll. Die einzige Angestellte Edda versucht einen Verkauf zu verhindern indem sie Henri mit den Gewohnheiten ...

Henri weiß nach dem plötzlichen Tod seiner Frau nicht was er mit ihrem Wollladen machen soll. Die einzige Angestellte Edda versucht einen Verkauf zu verhindern indem sie Henri mit den Gewohnheiten seiner Frau vertraut macht und ihn in den Häkelclub einbindet. Dort wird nicht nur gehäkelt sondern auch ermittelt.

Henri ist in seiner Art sehr sympathisch, man muss ihn mögen. Die Geschichte ist angenehm zu lesen, die Charaktere sind gut gezeichnet, man fühlt sich wohl in der Story. Allerdings kam meiner Meinung nach der Krimiteil etwas zu kurz, dennoch eine sehr unterhaltsame Geschichte mit einigen spannenden Momenten. Die Geschichte wird abwechslungsreich aus verschiedener Sicht erzählt und ist im großen und ganzen sehr schön. Allerdings hätte ich mir ein wenig mehr von dem Setting gewünscht, wenn es schon in der Lübecker Bucht spielt.
Es ist ein angenehmer Krimi in schöner Atmosphäre, gut zu lesen.