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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2022

Elvis, Dahlia und der Friedhof

Elvis Gursinski und der Grabstein ohne Namen
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Elvis Gursinski lebt mit seinen Eltern in einem Haus auf dem Friedhof. Aber er ist auch auf sich alleine gestellt, sein Vater ist irgendwie immer abwesend, seine Mutter schließt sich gerne in ...

Elvis Gursinski lebt mit seinen Eltern in einem Haus auf dem Friedhof. Aber er ist auch auf sich alleine gestellt, sein Vater ist irgendwie immer abwesend, seine Mutter schließt sich gerne in ihr Arbeitszimmer ein.
Dahlia hätte normal nichts mit Elvis zu tun, wäre da nicht ihre Großmutter, die an übersinnliches glaubt und Dahlia zu Elvis schickt.

Ich fand Cover und Klappentext ganz ansprechend, habe aber zu Beginn etwas gebraucht um in die Geschichte zu finden. Es ist stellenweise ein wenig sonderbar, was Elvis und Dahlia erleben.
Ein flüssig zu lesender Schreibstil.
Elvis hat zu den Gräbern einen besonderen Draht, er weiß was den Verstorbenen passiert ist oder meint zumindest das er es weiß.
Als in dem Haus unwirkliches passiert ist Elvis dann doch ganz froh, Dahlia an seiner Seite zu haben. Irgendwann nimmt das Buch eine seltsame Wendung, auf sie man sich einlassen muss.

Veröffentlicht am 09.10.2022

Poetin und Schriftsteller

Ingeborg Bachmann und Max Frisch – Die Poesie der Liebe
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Ingeborg Bachmann ist eine Poetin, Max Frisch ein bekannter Schriftsteller.
Max ist von Ingeborg sofort beeindruckt und nahezu sofort in sie verliebt. Ingeborg muss aber erst eine Trennung verarbeiten.

Ich ...

Ingeborg Bachmann ist eine Poetin, Max Frisch ein bekannter Schriftsteller.
Max ist von Ingeborg sofort beeindruckt und nahezu sofort in sie verliebt. Ingeborg muss aber erst eine Trennung verarbeiten.

Ich fand die Geschichte sehr berührend und bewegend. Fünf Jahre hat man das Paar begleitet Höhen und Tiefen der Beziehung miterlebt. Ein Roman, der sehr authentisch geschrieben ist und das Leben der beiden sehr genau beschreibt. In einer Zeit, als es noch schwierig für Frauen war, ihr Leben zu leben, eigenständig zu sein.
Es ist kein klassischer Liebesroman sondern eher eine Zeitzeugengeschichte, die mich sehr gut unterhalten hat. Meiner Meinung nach sehr gut recherchiert, es ist alles sehr nachvollziehbar.
Es ist schon das dritte Buch der Reihe, wobei es sehr gut einzeln gelesen werden kann, da es sich jedesmal um ein anders, berühmtes Paar dreht.

Veröffentlicht am 28.09.2022

Generation social media

Freizeit
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Franziska ist 27 und lebt vom Schreiben. Songtexte, eine Biografie und Werbung. Lebte zwei Jahre mit ihrem Freund in Paris und hat eine "erwachsene" Trennung hinter sich. Aber sie ist auch auf ...

Franziska ist 27 und lebt vom Schreiben. Songtexte, eine Biografie und Werbung. Lebte zwei Jahre mit ihrem Freund in Paris und hat eine "erwachsene" Trennung hinter sich. Aber sie ist auch auf der Suche nach sich selbst, sie erkennt sich nicht wieder.

Sie entfremdet sich immer mehr von ihren Freunden und verarbeitet das alles in einem Buch, welches quasi immer wieder in dem Buch erscheint. Klingt alles ein bisschen wirr und so fand ich es zu Beginn auch. Ich brauchte lange um mit dem Schreibstil warm zu werden und auch Franziska fand ich furchtbar unsympathisch. Wenn alle in unserer Generation so sind, wundert mich nichts mehr.
Alles in allem fand ich es, nachdem ich mich mit den Zeitsprüngen und dem Schreibstil angefreundet hatte, verblüffend ehrlich. Ein Buch über meine Generation, aber teilweise auch sehr überspitzt. Mich hat es am Ende doch unterhalten.



Veröffentlicht am 07.09.2022

Spannende Unterhaltung aus dem letzten Jahrhundert

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
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Alma Täuber ist im Jahr 1922 in Baden Baden das Fräulein vom Amt. Die Frau, die Telefonverbindungen herstellt. Als sie zufällig Teile eines Gespräches mithören, in dem von einem erledigten Fall ...

Alma Täuber ist im Jahr 1922 in Baden Baden das Fräulein vom Amt. Die Frau, die Telefonverbindungen herstellt. Als sie zufällig Teile eines Gespräches mithören, in dem von einem erledigten Fall bei den Kolonnaden die Rede ist, denkt sie sich zuerst nicht wirklich was dabei, bis sie herausfindet das genau dort eine Frau ermordet wurde.ist sie nun Zeugin eines Verbrechens geworden oder ist alles Zufall.

Alma und ihre Freundin Emmi genießen ihre Unabhängigkeit und das Leben, sie sind für die Zeit sehr fortschrittlich. Das Alma nun auch noch bei dem Ermittlungen "hilft" ist doch ungewöhnlich.
Mit hat der Schreibstil sehr gut gefallen, auch fand ich die ganze Geschichte sehr gut in der Zeit passend und spannend erzählt. Ich fand das Hintergrundwissen und das Setting von Baden Baden sehr getroffen, es wurde ausführlich recherchiert. Ich fand den Auftakt jedenfalls sehr spannend, authentisch und vielversprechend und es hat mich sehr gut unterhalten. Obwohl ich nicht der klassische Krimileser bin.

Veröffentlicht am 05.09.2022

Es ist noch Luft nach oben

The School for Good and Evil, Band 1 - Es kann nur eine geben
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Eine Schule für Gut und Böse, eine Ausbildungsstätte für eine zukünftige Karriere in Märchen. Hier sollen junge Menschen lernen, wie man Prinzessin oder Hexe, Held oder Schurke wird. Zwei Gegensätze, ...

Eine Schule für Gut und Böse, eine Ausbildungsstätte für eine zukünftige Karriere in Märchen. Hier sollen junge Menschen lernen, wie man Prinzessin oder Hexe, Held oder Schurke wird. Zwei Gegensätze, zwei Türme, zwei Mädchen. Eine träumt davon Prinzessin zu werden, die andere hegt eher düstere Pläne für die Zukunft.

Ich muss gestehen, mein Buch steht schon eine ganze Weile im Regal, es hat auch ein anderes Cover, aber durch Netflix wurde ich wieder darauf aufmerksam und ich lese gerne bevor ich die Filme schaue.
Die Idee mit der Schule finde ich ganz toll, ich mag auch die Charaktere und den Schreibstil. Allerdings ist die Story manchmal etwas flach und sie hat noch ordentlich Luft nach oben. Dennoch konnte mich die Geschichte von Sophie und Agatha sehr gut unterhalten und ich lese auch weitere Teile. Ein interessantes Spiel mit sämtlichen Klischees über Märchen, teilweise etwas überspitzt. Aber dem empfohlenen Lesealter entsprechend. Mich hat es amüsiert.