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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2022

Prickelnd wie Brausepulver

Prickelnd verliebt
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Ich liebe Geschichten, die in Schottland spielen und mit „Prickelnd verliebt“ entführt uns die Autorin wieder an einen ganz besonderen Ort. Iona ist eine Insel der Inneren Hebriden und wer dieses Buch ...

Ich liebe Geschichten, die in Schottland spielen und mit „Prickelnd verliebt“ entführt uns die Autorin wieder an einen ganz besonderen Ort. Iona ist eine Insel der Inneren Hebriden und wer dieses Buch gelesen hat, muss einfach dem Zauber dieses Ortes verfallen. Ob wir natürlich alle so einen sexy Schotten wie Kian kennenlernen, das kann uns Martina Gerke wohl nicht versprechen 😉

Dieses Glück hat nur die Schriftstellerin Brielle aus New York, welche sich bei ihrer besten Freundin Anne über ihren Liebeskummer hinwegtrösten will. Die Anreise auf die kleine Insel gestaltet sich allerdings recht anstrengend und ihr erster Eindruck des mürrischen Schotten ist nicht gerade der Beste.

Wie ich das von der Autorin gewohnt bin, schafft sie es wieder mühelos, mich mitzunehmen. Mit auf die Insel, zu den liebenswerten Bewohnern, ins Pub zu leckerem Essen und schottischer Gemütlichkeit und aufs Wasser zu magischen Begegnungen mit Walen und Delphinen. Was war das wieder schön. Martina Gerkes Geschichten sind Wohlfühlromane, die mich an wunderschöne Orte entführen und mir immer ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Zum Beispiel bei der Joggingszene am Strand 🤣 aber hey, ich will natürlich nicht zu viel verraten.

Ich hatte wieder viel Spaß, freue mich schon auf die nächste Liebesgeschichte der Autorin und kann „Prickelnd verliebt“ mit gutem Gewissen wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 05.09.2022

Saustarker Krimi

Der Tote im Zoo
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Schon das Cover ist ein wahrer Blickfang: der Schweinehintern macht mich neugierig und der Titel überzeugt mich dann endgültig, es geht also in den Zoo.

Leider liegt im Zoo dann auch gleich eine Leiche, ...

Schon das Cover ist ein wahrer Blickfang: der Schweinehintern macht mich neugierig und der Titel überzeugt mich dann endgültig, es geht also in den Zoo.

Leider liegt im Zoo dann auch gleich eine Leiche, ein toter Tierpfleger. Ich lerne dadurch also zunächst mal keine Tiere kennen, sondern so nach und nach das Ermittlerteam. Inga Haarman ist noch neu in der Dienststelle und muss lernen, sich bei ihren Kollegen durchzusetzen.

Sahin Yilmaz versucht in seinem turbulenten Familienleben auch noch ein wenig Zeit für die Arbeit zu erübrigen und Franka Becker brächte für ihre scharfe Zunge eigentlich einen Waffenschein.

Die Drei versuchen also den Fall zu lösen und ich gebe mein Bestes, sie zu unterstützen.

Immer wieder taucht auch das schlaue Zwergschwein Daphne auf und was hat das Ganze eigentlich mit Trüffel zu tun, der Königin der Pilze?

Die Autorin schafft es gekonnt, immer wieder falsche Spuren zu legen und hält das Ernittlerteam, mich eingeschlossen, immer auf Trab.

Durch den lebendigen Schreibstil erlebe ich die Geschichte hautnah mit und ergreife Partei. Für die Schlangenfrau Vee zum Beispiel, der ich ein wenig Glück gönnen würde.

Mir hat dieser erste Fall sehr gut gefallen. Es gibt jede Menge interessanter Charaktere, das Buch ist spannend und war in einem Rutsch ausgelesen. Ich würde mich über weitere Krimis mit diesem Dreigespann sehr freuen und empfehle „Der Tote im Zoo“ gerne weiter.

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Veröffentlicht am 28.08.2022

Mord in den guten alten Zeiten

Frisch ermittelt: Der Fall Vera Malottke
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Früher war alles besser, so erzählen es die Alten gerne. Dieses von Jutta Seifert wunderbar gelesene Hörbuch hat diesen Spruch nicht bestätigt. Sehr gut konnte ich mich in diese Zeit hineinversetzen, nach ...

Früher war alles besser, so erzählen es die Alten gerne. Dieses von Jutta Seifert wunderbar gelesene Hörbuch hat diesen Spruch nicht bestätigt. Sehr gut konnte ich mich in diese Zeit hineinversetzen, nach dem 2. Weltkrieg. Die Frauen waren im Krieg gebraucht worden, hatten Tätigkeiten übernommen, die man ihnen früher nicht zugetraut hatte und plötzlich sollte alles wieder beim Alten sein. Ohne Zustimmung des Ehemannes durften Frauen nicht arbeiten, sie sollten doch bitte wieder in die Küche und dem Herrn des Hauses ein behagliches Heim schaffen.

Viele Nazis saßen wieder in wichtigen Positionen, die alten Seilschaften funktionierten noch. Mit dem „Persilschein“ in Händen wurden Stellen bei der Polizei, Richter, Staatsanwaltschaft erneut von Personen besetzt, die man heute als die „ewig Gestrigen“ bezeichnet.

Und dann ist da Hans Frisch, ein junger Wachtmeister, der gierig alles Wissen aufsaugt und ein guter Polizist werden will. Sein Chef ist als Vorbild ausgesprochen ungeeignet, aber zum Glück gibt es ja seine Großtante Martha. Martha Frisch muss man einfach gernhaben. Die Witwe arbeitet hart in ihrer Heißmangel und bekommt vieles mit, da auch die Honoratioren der Stadt ihre Wäsche bei ihr mangeln lassen.

Als Vera Malottke, eine Nachbarin von Martha und ihrer Freundin Traudl, in ihrer Wohnung tot aufgefunden wird, blühen Klatsch und Tratsch. Die junge Edelprostituierte wird von der Presse für ihr Handeln verurteilt, ihre Kunden hingegen mit Nachsicht behandelt. Die Frauen sind froh, dass ihre Männer dieser Versuchung nicht länger ausgesetzt sind. Diese schreckliche Doppelmoral war unerträglich und hat mich nicht kaltgelassen. Durch die wunderbar lebendige Geschichte, die sympathischen bodenständigen Protagonisten, habe ich mich plötzlich in diese Zeit hineinversetzt gefühlt. Es war nicht mehr nur eine Geschichte, ich war Teil davon und habe mitgelitten und mich sehr empört.

Über den Kommissar und seine verkorksten Ansichten, darüber, dass Veras Kunden, einen Mord auf keinen Fall begangen haben können, da sie ja schließlich alles Ehrenmänner waren.

Der Fall Vera Malottke ist mir unter die Haut gegangen und ich bin wirklich froh, dass ich nicht in dieser Zeit gelebt habe. Aber die Geschichte macht auch Hoffnung, Hoffnung, dass sich die Wahrheit am Ende durchsetzt, dass das Gute siegt.

Sehr gerne würde ich mich mit Martha auf ein Pläuschen treffen, vielleicht in ihrem Garten und erzählen, wie sich die Welt verändert hat.

Die Unterbezeichnung „Ein Heißmangel-Krimi, Band 1“ lässt mich hoffen, dass noch weitere Bände geplant sind. Sehr gerne, von Martha können wir noch viel lernen.

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Veröffentlicht am 28.08.2022

Kann aus Freundschaft Liebe werden?

Firefly Creek
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Ich bin zurück in Australien und die Bennett-Familie zieht mich von der ersten Seite an wieder in ihren Bann. John von der Silverwood Farm und Erin von der benachbarten Elderberry Farm sind beste Freunde ...

Ich bin zurück in Australien und die Bennett-Familie zieht mich von der ersten Seite an wieder in ihren Bann. John von der Silverwood Farm und Erin von der benachbarten Elderberry Farm sind beste Freunde seit klein auf. Zusammen gehen die beiden durch dick und dünn. Aber während alle um sie herum der Meinung sind, sie wären auch ein großartiges Liebespaar, beharren die beiden Sturköpfe darauf, dass sie „nur Freunde“ sind.

Wie schon in den ersten beiden Bänden schafft es die Autorin, dass ich Teil der Geschichte werde. Ich weine mit Erin, als ihr Vater plötzlich stirbt und misstraue ihrem neuen Freund Will, dem geschniegelten Banker. Zu gerne würde ich John einen Tritt in den Hintern versetzen, damit er endlich erkennt, was wirklich gut für ihn ist.

Die Geschichten im Firefly Creek handeln davon, wie wichtig Zusammenhalt ist, in der Familie und auch in der Gemeinschaft, in der wir leben. Hinschauen, erkennen was wichtig ist, Hilfe anbieten und auch Hilfe annehmen, das ist nicht nur in Australien so.

Die Protagonisten wachsen mir mit jedem Buch mehr ans Herz. Was habe ich gelacht über den kleinen Ollie mit seinem Holzschwert, der aber das Herz am rechten Fleck hat. Und die Tierärztin Kat aus Band 2 wartet auch dieses Mal wieder mit sehr kreativen Ideen auf, wie man auch aus ausweglos erscheinenden Situationen als Gewinner hervorgehen kann. 🤣

Ich habe bei der Lektüre dieser Reihe pausenlos ein leichtes Schmunzeln auf dem Gesicht, würde am liebsten selbst nach Australien ziehen und habe mich in die Bennett-Jungs allesamt verliebt. 😍

Es war wieder spannend und ja, obwohl John nun wirklich nicht viel mit Romantik am Hut hat, sogar ein wenig romantisch und am Schluss liefen mal wieder die Tränen, ein echter Beweis dafür, dass Lilian Kaliners Geschichten zu Herzen gehen. Vielen Dank für diese wunderbare Reihe, die ich sehr gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 28.08.2022

Auf nach Zeeland

Miesmuschelmord
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Miesmuschelmord ist der zweite Band von Carla Capellmann um die junge Deutsche Freddie. Während in Band 1 ein Yogaurlaub Freddie nach Zeeland geführt hatte, ist es dieses Mal der Besuch bei Onkel und Tante. ...

Miesmuschelmord ist der zweite Band von Carla Capellmann um die junge Deutsche Freddie. Während in Band 1 ein Yogaurlaub Freddie nach Zeeland geführt hatte, ist es dieses Mal der Besuch bei Onkel und Tante.

Viele Deutsche genießen den Urlaub in Bungalowparks an der niederländischen Nordseeküste und fühlen sich da wie zu Hause. Vermutlich auch Familie Capellmann, denn man merkt an den Beschreibungen der Autorin, dass ihr diese Region am Herzen liegt.

Die Idylle wird allerdings jäh gestört, als eine Nachbarin von Freddies Onkel und Tante vergiftet aufgefunden wird. So hat sich Freddie ihren Urlaub nicht vorgestellt, ihre Tante ist verschwunden und ihr Onkel plötzlich als Hauptverdächtiger verhaftet. Und das, als sie gerade erst dem ermittelnden Hoofdinspecteur Julian Doorn etwas nähergekommen war.

Aber natürlich muss Freddie wieder selbst ermitteln und begibt sich damit in große Gefahr.

Die vielen niederländischen Begriffe machen die Geschichte authentisch und versetzen mich nach Zeeland. Ich liege auf meinem Balkon und spüre plötzlich den Geruch des Meeres, höre das Kreischen der Möwen. Zu gerne würde ich mich mit Freddie auf eine große Portion Poffertjes im Scheunencafe bei Oma Henrica treffen, oder leckere Quiches bei Theo kosten.

Miesmuschelmord fühlt sich an, wie ein Kurzurlaub in Zeeland und völlig gefahrlos kann ich mitermitteln. Ich liebe auch Freddies T-Shirts mit den witzigen Sprüchen und schlage dem Verlag als Merchandising Artikel ein T-Shirt mit der Aufschrift „Gegenwind formt den Charakter“ vor 😉.

Miesmuschelmord ist ein wunderbares Lesevergnügen, das schon wieder viel zu schnell vorbei ist.

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