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Veröffentlicht am 16.09.2022

Auszeit auf Rügen

Immer der Liebe entgegen (Zeit für Rügen)
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Nach der Trennung von ihrem Freund braucht die junge Fotografin Maja dringend einen Tapetenwechsel und so verbringt sie spontan 4 Wochen Urlaub auf Rügen. Durch Glück hat sie eine ruhige und ...

Nach der Trennung von ihrem Freund braucht die junge Fotografin Maja dringend einen Tapetenwechsel und so verbringt sie spontan 4 Wochen Urlaub auf Rügen. Durch Glück hat sie eine ruhige und wunderschön gelegene Ferienwohnung ergattern können. Allerdings scheint der Vermieter Bent von ihrer Anreise nicht so begeistert zu sein, denn eigentlich wollte der die Wohnung nicht mehr vermieten.

Doch da hat er die Rechnung ohne seine ältere Tante Finja gemacht, die ganz andere Pläne im Sinn hat. Maja freundet sich schnell mit der liebenswerten älteren Dame an und auch der erste Fotojob lässt nicht lange auf sich warten.

Auch wenn Bent zunächst recht unfreundlich auf Maja reagiert, lässt sie sich nicht davon vertreiben und nach und nach erkennt sie, dass hinter der harten Schale doch ein weicher und liebenswerter Kern steckt. Schließlich erfährt Maja auch den Grund, warum Bent so reserviert auf sie reagiert.
Wird Maja dauerhaft ihr Glück auf Rügen finden oder bleibt es doch nur bei einer kurzen Urlaubsepisode?

Hanna Holmgren hat mit "Immer der Liebe entgegen" einen Wohlfühlroman vorgelegt, der einen auf die Urlaubsinsel Rügen entführt. Durch den bildhaften Schreibstil hat man beinah das Gefühl selber auf der Insel zu sein und die Personen persönlich zu kennen. Man fiebert quasi mit Maja mit und auch Finja wächst einen ans Herz, die mit dem ein oder anderen kleinen Trick Maja und Bent in die richtige Richtung stößt.

Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und es fördert ein wenig die Urlaubssehnsucht und man kann sich an die Ostsee träumen. Der Wohlfühlroman eignet sich auch gut für die dunkle und graue Zeit, wenn man gut ein wenig Urlaubsfeeling gebrauchen kann. Daher kann ich eine klare Leseempfehlung abgeben und freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

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Veröffentlicht am 28.08.2022

Blick hinter das Reality TV Format

Catching up with the Carters - In your eyes
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Aphrodite und Garrett kommen beide aus Familien, die beide jeweils durch eine Reality-Show bekannt sind. Ganz Amerika scheinen sie in- und auswendig zu kennen, während sie allerdings beide mit dem Ruhm ...

Aphrodite und Garrett kommen beide aus Familien, die beide jeweils durch eine Reality-Show bekannt sind. Ganz Amerika scheinen sie in- und auswendig zu kennen, während sie allerdings beide mit dem Ruhm und der Öffentlichkeit große Probleme haben. Besonders Aphrodite leidet sehr unter dem Bild, welches die Öffentlichkeit von ihr zeichnet, den jeder ihrer Schritte wird beurteilt ohne zu hinterfragen, wie es wirklich war oder was sie tatsächlich fühlt.
Einzig Garrett kann sie richtig verstehen, denn ihm geht es ganz ähnlich wie Aphrodite, nur dass er nicht so sehr von der Öffentlichkeit abgewertet wird.
Beide Familien verbindet zum einen der Ehrgeiz das perfekte Bild einer glücklichen Familie abzugeben und dabei ist ihnen jedes Mittel und jede Manipulation recht, sondern auch eine langjährige Fehde. Da passt es nicht ins Bild, dass Aphrodite und Garret vor Jahren ein Liebespaar gewesen waren und ihre heimliche Beziehung durch ein Missverständnis kaputt gegangen ist.
Jetzt treffen beide ausgerechnet hinter den Kulissen einer Datingshow wieder aufeinander, wo Aphrodite versucht sich eine eigene Karriere aufzubauen. Schnell brechen die alten Gefühle, aber auch die alte Wut und Verletzlichkeit wieder auf. Können die beiden diesmal alles hinter sich lassen und den Erwartungen anderer (insbesondere ihrer Familien) trotzen?
Fam Scharper ist mit "Catching up with the Carters - in your eyes" ein gelungener Auftakt einer Trilogie gelungen. Sie gibt einen interessanten (fiktiven) Blick hinter die Kulissen eine Realityshow, wo nur wenig tatsächlich der Wahrheit entspricht, sondern nahezu alles den Einschaltquoten untergeordnet wird. Dieses "perfekte" Bild für die Öffentlichkeit kommt besonders bei 2 Nebenpersonen deutlich rüber.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und auch der wechselnde Erzählstil zwischen Aphrodite und Garrett haben mir gut gefallen, denn so bekommt man von beiden einen guten Einblick in ihr Seelenleben.
Ich freue mich schon auf die beiden weiteren Romane, wo jeweils ein anderer von Aphrodites Geschwister im Vordergrund stehen wird.

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Veröffentlicht am 24.08.2022

Sommer auf dem Campingplatz

Ein unendlich kurzer Sommer
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Durch einen Zufall landet die junge Lale auf dem heruntergekommenen Campingplatz von Gustav, wo sie sich über ihre Zukunft klar werden will. Sie hat in der Vergangenheit einiges erlebt, was sie ...

Durch einen Zufall landet die junge Lale auf dem heruntergekommenen Campingplatz von Gustav, wo sie sich über ihre Zukunft klar werden will. Sie hat in der Vergangenheit einiges erlebt, was sie nicht richtig verarbeitet hat.

Dort trifft sie auf Christophe, der nach dem Tod seiner Mutter in einem Brief liest, wer sein echter Vater ist, von dem er bisher nichts wusste. Es ist Gustav, der Campingplatzbesitzer, der durch eine Krebserkrankung nicht mehr lange zu leben hat.

Alle drei verbringen den Sommer gemeinsam auf dem Campingplatz und versuchen ihr Leben irgendwie neuzuordnen, und müssen dabei den ein oder anderen Verlust verkraften.

Einen besonderen Lebensmut versprühr der junge Flo, der durch seine Kinderlähmung es auch nicht leicht im Leben hat, aber mit seinen 17 Jahren seinen eigenen Weg ins Leben sucht. Auch Flos Mutter sowie ein alter Freund von Gustav runden das Geschehen und das kleine besondere "Campingplatzuniversum" ab.

Kristin Pfister ist mit "Ein unendlich kurzer Sommer" ein melancholischer Sommerroman gelungen, der auch eine Reihe von ernsten Themen behandelt. Gleichzeitig gibt er aber auch Hoffnung, dass ein Neuanfang möglich ist, wenn man nur den Mut dazu hat.

Es ist kein locker leichter Sommerroman, sondern er regt eher zum Nachdenken an - so dass man sich auf den Roman in gewisser Weise einlassen muss. Wenn man dies vorab einplant, ist es ein überraschend guter Roman, andernfalls könnte man ggf. enttäuscht werden.

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Veröffentlicht am 13.08.2022

Seitensprung ebnet Neuanfang

Ein unvollkommener Ehemann
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Nach der Beerdigung Ihres Vaters Roxy ihren Mann Dave in flagranti mit der Nachbarin und so steht auf einmal ihr ganzes Leben Kopf. Um sich im klaren zu werden wie es nun weitergehen soll, zieht ...

Nach der Beerdigung Ihres Vaters Roxy ihren Mann Dave in flagranti mit der Nachbarin und so steht auf einmal ihr ganzes Leben Kopf. Um sich im klaren zu werden wie es nun weitergehen soll, zieht Roxy mit ihren beiden Kindern zunächst wieder zu ihrer Mutter und führt den Chauffeurservice ihres Vaters. Roxy lernt dadurch eine Reihe netter Leute kennen und sie bekommt immer mehr Spaß an ihrer neu gewonnenen Freiheit. Bisher hat sie sich fast ausschließlich um ihre Familie gekümmert und ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse hinten angestellt.

Besonders ihr Fahrgast Ivo Lehane hat es ihr getan und sie verbringt immer mehr Zeit mit seinen Fahraufträgen. Besonders ihr Mann Dave gefällt das überhaupt nicht und er tut alles, damit Roxy wieder an den heimischen Herd zurückkehrt und den Chauffeurdienst so schnell wie möglich wieder aufgibt.

Doch Roxy will sich nicht mehr ausschließlich nach anderen richten, sondern selber über ihr Leben entscheiden. Wird die Familie mit Roxys neuem Freiheitsdrang klarkommen oder muss Roxy erkennen, dass sie nur auf eigenen Beinen ihr Glück finden kann.

Sheila O´Flanagan beschreibt in "Ein unvollkommener Ehemann" eine Frau, die sich endlich emanziepiert von ihrer Familie und ihren eigenen Weg sucht. Wie öfters in ihren Büchern, kämpfen starke Frauen um ihr Glück, dessen Weg zwar nicht selten steinig ist, aber wofür es sich kämpfen lohnt. Der Schreibstil ist locker und man fühlt mit Roxy und ihre Zerrissenheit zwischen eigenem Glück und dem Glück ihrer Familie mit.

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Veröffentlicht am 23.07.2022

Affenskelett im Allgäu sorgt für Aufregung

Affenhitze (Ein Kluftinger-Krimi 12)
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"Affenhitze" ist der mittlerweile 12. Fall für den Kommissar Klufftinger und sein Team. Für mich war dies allerdings der 1. Fall des Kultkrimis gewesen.
Vor kurzem wurden bei Grabungen die überreste ...

"Affenhitze" ist der mittlerweile 12. Fall für den Kommissar Klufftinger und sein Team. Für mich war dies allerdings der 1. Fall des Kultkrimis gewesen.
Vor kurzem wurden bei Grabungen die überreste eines alten Menschensaffen gefunden und nun will sein Finder beweisen, dass die Menschheit eigentlich aus dem Allgäu entstammt. Allerdings macht er sich damit einige Feinde, so dass Kluftinger bei seinen Mordermittlungen um den Finder mit einigen (merkwürdigen) Verdächtigen zu tun bekommt.
Mittlerweile leitet er kommissarisch das Kommissariat und wünscht sich natürlich auch einen Assitenten, dem er seine ungeliebten Aufgaben übertragen kann. Denn bekommt er auch zur Seite gestellt, was zum Teil zu lustigen Situationen führt.

Aber auch in seinem Privatleben läuft einiges nicht so, wie es sich Kluftinger am liebsten vorstellen würde. Seine kleine Enkeltochter wird von einer Tagesmutter betreut, die in seinen Augen mehr falsch als richtig macht und zum anderen will seine Frau einen Flohmarkt für Flüchtlinge organisieren. Da kann die Mithilfe von Kluftinger bei der Suche nach Spenden nur mehr Chaos anrichten als eine Hilfe sein.

Darüber hinaus setzt sich Kluftinger mehr der weniger erfolgreich mit einigen "neumodischen" Kram auseinander, was irgendwie den besonderen Charme und die Tolpatischkeit und "Weldfremdsein" von Kluftinger ausmacht.

Ich habe "Affenhitze" als Hörbuch gehabt, was auch mein erstes Hörbuch gewesen ist. Einerseits hat mit die Stimmlage der beiden Autoren und Vorleser gut gefallen, da man sich dadurch gut in die Geschichte einfinden konnte. Allerdings wr mir die Geschichte streckenweise ein wenig zu langatmig gewesen und es passierte zu wenig. Der Humor von Kluftinger und seine manchmal offenkundige Naivität und "altmodischkeit" haben mich eins ums andere zum Schmunzeln gebracht. Vielleicht hätte es mir als selber gelesenes Buch besser gefallen (Hörbücher sind wohl doch nicht so ganz meins), aber insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt.

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