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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2022

Ein Mord in Zusammenhang mit einem alten Fall

Sturmrot
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Die Polizistin Eira Sjödin soll den Fall eines Mannes bearbeiten, der erstochen in der Badewanne lag. Gefunden hatte ihn sein Sohn Olof Hagström, der aber beteuert, seit zwanzig Jahren keinen Kontakt mehr ...

Die Polizistin Eira Sjödin soll den Fall eines Mannes bearbeiten, der erstochen in der Badewanne lag. Gefunden hatte ihn sein Sohn Olof Hagström, der aber beteuert, seit zwanzig Jahren keinen Kontakt mehr zu seinem Vater gehabt zu haben und nur durch Zufall gerade jetzt hier abgebogen zu sein, aus einem Impuls heraus, den auch er sich nicht erklären konnte. Als Eira sich in die Ermittlungen vertieft, werden Erinnerungen wach aus ihrer Kindheit, als Olof Hagström gestanden hatte, die Jugendliche Lina Stavred vergewaltigt und ermordet zu haben. Der aktuelle Mord führt Eira zu den Ereignissen in der Vergangenheit, denn nun erscheint alles in einem neuen Licht.

Es ist eine weitreichende Geschichte, in die Eira eintauchen muss. Immer wieder ergeben sich neue Perspektiven des alten Falls, bis dahin, dass neue Verdächtige auftauchen, denn Olof Hagström scheint unschuldig an Linas Tod gewesen zu sein. Zudem wurde nie eine Leiche gefunden. Die Fäden zwischen den beiden Fällen sind sehr eng verknüpft, die Auflösung dann äußerst überraschend. Das Hörbuch zur Geschichte ist mit etwas mehr als 11 Stunden sehr umfangreich geraten, wobei ich immer mal wieder Mühe hatte, nach einer Hörpause zurück in die Geschichte zu finden. Ich hätte eher das Buch lesen sollen, vielleicht hätte ich dann besser miträtseln und mitfiebern können. Das gelang mir gelegentlich immer wieder, aber nicht durchgehend, nachdem ich doch einige größere Hörpausen einlegen musste. Die Stimme der Sprecherin fand ich sehr angenehm, wenn auch gelegentlich das Tempo der Erzählung zu schnell geraten war.

So richtig überzeugen konnte mich das Hörbuch nicht, auch wenn eine spannende Geschichte dahintersteckt. Ich bin dennoch interessiert an der Fortsetzung dieser Trilogie und vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 20.09.2022

Informativ und hilfreich

Mein Kompass durch die Wechseljahre
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Mit den Wechseljahren beginnt ein weiterer Abschnitt im Leben einer Frau. Die Ärztin Heide Fischer hat einen ganzheitlichen Ratgeber beschrieben, der sich der Veränderungen annimmt im Körper einer Frau ...

Mit den Wechseljahren beginnt ein weiterer Abschnitt im Leben einer Frau. Die Ärztin Heide Fischer hat einen ganzheitlichen Ratgeber beschrieben, der sich der Veränderungen annimmt im Körper einer Frau in den Wechseljahren. Sie zeigt, dass Beschwerden in dieser Zeit gut behandelt werden können mit einer Kombination aus Schulmedizin und Naturheilkunde.

Das Buch ist sortiert nach verschiedenen Themen, man muss es also nicht von vorne bis hinten durchlesen, um eine Antwort auf eigene Beschwerden zu erhalten. Es wird auf die verschiedenen Problemlagen in den Wechseljahren eingegangen, wie z.B. Hitzewellen, Knochengesundheit, seelisches Wohlbefinden, unruhiger Schlaf, Schleimhautprobleme usw. Die Erklärungen decken auch die Zeit vor den Wechseljahren ab, wenn sich die ersten Zeichen auf eine Veränderung zeigen. Hier allerdings trifft der Titel nicht so richtig zu, benennt er doch explizit die Wechseljahre – wer etwas für die Zeit davor sucht, wird dieses Buch nicht unbedingt in die Hand nehmen. Die Informationen indiesem Ratgeber sind auch für Laien gut lesbar, es wird soweit möglich auf Fachbegriffe verzichtet. Ein Glossar erklärt Begriffe, die im Text auftauchen; ein Register hilft bei der Suche, wenn man eine bestimmte Fragestellung hat. Sehr hilfreich sind auch die Seiten zu den Bezugsquellen und anderen Hinweisen. Wer noch weitere Fragen hat, findet eine ausgiebige Aufstellung weiterführender Literatur vor.

Dieses Buch ist sehr informativ geschrieben und gibt viele Ratschläge, die frau hilft, für sich selbst einen möglichst natürlichen Weg durch die Wechseljahre zu finden. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 20.09.2022

Spannendes Eintauchen in die Welt der Bloomsbury Group

Die Liebenden von Bloomsbury – Virginia und die neue Zeit
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London, 1903: Die Schwestern Vanessa und Virginia ziehen zusammen mit zwei ihrer Brüder in ein Haus in Bloomsbury. Virginia allerdings kann nicht sofort dort wohnen, denn sie ist psychisch labil und war ...

London, 1903: Die Schwestern Vanessa und Virginia ziehen zusammen mit zwei ihrer Brüder in ein Haus in Bloomsbury. Virginia allerdings kann nicht sofort dort wohnen, denn sie ist psychisch labil und war den Zudringlichkeiten ihres Stiefbruders ausgesetzt, sie braucht erst eine Phase der Genesung. Vanessa und Virginia sind eng miteinander verbunden. In ihrem Haus in Bloomsbury finden die beiden zu sich selbst: Vanessa als begnadete Malerin, Virginia als Schriftstellerin. Das Zusammenleben der vier Geschwister ist nicht gerade üblich in der viktorianischen Zeit, so dass beide Frauen nach einem Ehemann suchen, auch wenn sie sich ein Leben ohne Ehe vorstellen könnten. Doch wie wird eine Ehe das Verhältnis der beiden Schwestern zueinander verändern?

Der Roman erzählt aus dem Leben von Virginia Woolf und ihrer Schwester und ist der Auftakt der Saga über die Frauen von Bloomsbury. Der Leser taucht ein in das Leben in London zu Beginn des 20. Jahrhunderts, in eine Zeit, in der die Suffragetten für die Emanzipation der Frau laut wurden. Das Leben der beiden Schwestern besticht durch die geistige Freiheit, die sie selbst pflegen, wobei auch sie letztendlich so ganz ohne Ehemann nicht leben können. Vor allem Virginia zeigt sich als hochintelligente und sensible Frau, die dem Frauenbild ihrer Zeit weit voraus war. Das Leben von Virginia und ihrer Schwester wirkt sehr authentisch beschrieben, man kann sich gut in ihren Lebensstil hineinversetzen. Auch der historische Rahmen, in den die Geschichte eingebettet ist, ist gut recherchiert.

Dieser historisch-biografische Roman führt auf eine spannende Weise in das Leben der Bloomsbury Group ein, einer englischen Gruppe von Künstlern, Intellektuellen und Wissenschaftlern, die bedeutsam waren für die kulturelle Modernisierung im England des beginnenden 20. Jahrhunderts. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 18.09.2022

Lustige Wichtelgeschichte

Der kleine Herr Heimlich bastelt am Glück
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Der kleine Herr Heimlich wohnt als Wichtel bei den Löneckes in der Oleanderstraße. Dort kann er nur von der Kleinsten der Familie, von Lotte gesehen werden. Mit ihr verbringt er eine Menge Zeit, ansonsten ...

Der kleine Herr Heimlich wohnt als Wichtel bei den Löneckes in der Oleanderstraße. Dort kann er nur von der Kleinsten der Familie, von Lotte gesehen werden. Mit ihr verbringt er eine Menge Zeit, ansonsten sorgt er dafür, dass das Familienalltags-Chaos nicht überhandnimmt. Doch dann entdeckt er etwas, das sein Wichtelleben völlig auf den Kopf stellt.

Dieses Kinderbuch fabuliert für junge Leser ab 5 Jahren, wie das Leben eines Wichtels aussieht und wie es ihm ergeht, wenn er sich verliebt. Plötzlich hat er Mühe, seinen geordneten Alltag weiter zu verfolgen, was natürlich auch Auswirkungen auf das Familienleben der Löneckes hat. Denn Herr Heimlich ist gehörig durcheinander. Das Buch ist mit liebevollen Illustrationen bestückt, so dass es beim Vorlesen bzw. für junge Erstleser auch zum Selberlesen genügend Motivation zum Dranbleiben liefert. Die Geschichte lehnt sich dabei sehr an das Erleben von Kindern in diesem Lebensalter an, so dass sich diese gut in der Erzählung wiederfinden werden.

Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 02.09.2022

Die spannende Geschichte eines Fischerteppichs

Fischers Frau
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Im Jahr 1928 machte ein dreijähriges Fangverbot die Fischer an der südlichen Ostsee arbeitslos. Doch wer Fischernetze knüpfen kann, versucht das nun an Teppichen. Die „Perser von der Ostsee“ werden zum ...

Im Jahr 1928 machte ein dreijähriges Fangverbot die Fischer an der südlichen Ostsee arbeitslos. Doch wer Fischernetze knüpfen kann, versucht das nun an Teppichen. Die „Perser von der Ostsee“ werden zum Verkaufsschlager. Jahrzehnte später bekommt die Kuratorin Mia Sund ein besonderes Exemplar dieser Fischerteppiche in die Hand. Sie macht sich auf eine Dienstreise, um die Bilder des Teppichs zu entziffern.

Mias Dienstreise lässt die Geschichte der Fischerteppiche auferstehen, wobei gerade dieser Teppich etwas ganz Besonderes ist. Das Geheimnis dieses Teppichs aufzudecken lässt den Leser tief in die Geschichte eintauchen. Der Autorin gelingt es bestens, die fiktive Geschichte der Teppichknüpferin in die historischen Gegebenheiten einzuarbeiten. So ist eine äußerst originelle Geschichte entstanden, gespickt mit vielen Informationen, aber auch einer interessanten Suche nach den Hintergründen eines besonderen Gegenstandes.

Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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