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Veröffentlicht am 18.09.2022

Zwischen Wahn und Wirklichkeit

Verschollene Erinnerung: Erkennst du die Wahrheit?
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Thore Albertson ist ein mehr als erfolgreicher Immobilienmakler in Norwegen, das Leben liegt im zu Füßen spätestens seit er seine Partnerin und Ehefrau Lana kennengelernt hat. Eines Morgens wird sein Haus ...

Thore Albertson ist ein mehr als erfolgreicher Immobilienmakler in Norwegen, das Leben liegt im zu Füßen spätestens seit er seine Partnerin und Ehefrau Lana kennengelernt hat. Eines Morgens wird sein Haus von der Polizei gestürmt, das Ehebett ist voller Blut und Thore kann sich an nichts erinnern. Seine Frau Lana ist spurlos verschwunden und alles deutet auf eine blutiges Gewaltverbrechen hin, welchem Lana zum Opfer gefallen ist. Thore verzweifelt an seinen Gedächtnislücken und ist sich mittlerweile selbst nicht mehr sicher, schuldlos zu sein. War er wirklich fähig, seiner geliebten Ehefrau dies anzutun?

Die österreichische Autorin Drea Summer hat aus meiner Sicht mit "Verschollene Erinnerung" einen packenden Thriller veröffentlicht. Sie erzählt die Geschichte in einem hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mir die Geschehnisse lebendig vor Augen führt. Der Spannungsbogen wird mit der blutigen Tat und der verschwundenen Ehefrau Lana direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die Entwicklungen auf einem hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich so eine immer komplexer werdende Geschichte, die viel Spielraum für Spekulationen lässt und wobei der Grat zwischen Wahn und Wirklichkeit immer schmaler zu werden scheint. Das fulminante Finale wartet mit einer für mich überraschenden und gut nachvollziehbaren Auflösung auf, die das Ganze gelungen abschließt.

"Verschollene Erinnerung" ist für mich ein sehr gut gelungener Thriller, der mich voll und ganz in den Bann ziehen konnte. Das Buch profitiert von einer wirklich sehr clever konzipierten Geschichte, sowie dem Erzähltalent der Autorin, so dass ich es sehr gerne weiterempfehle und folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 18.09.2022

Giftige Meeresfrüchte

Miesmuschelmord
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Freddie möchte sich nach ihrer Trennung an der zeeländischen Nordseeküste erholen und besucht dort ihre Tante und ihren Onkel. Aber das entspannte Seeleben ist nur von kurzer Dauer, denn kurz nach ihrem ...

Freddie möchte sich nach ihrer Trennung an der zeeländischen Nordseeküste erholen und besucht dort ihre Tante und ihren Onkel. Aber das entspannte Seeleben ist nur von kurzer Dauer, denn kurz nach ihrem Eintreffen wird die Nachbarin ihres Onkels und ihrer Tante vergiftet aufgefunden. Zu allem Überfluss ermittelt der dortige Inspecteur und gleichzeitig auch aufkeimende Schwarm von Freddie gegen ihren Onkel, so dass sie sich gezwungen sieht, da sie von der Unschuld ihres Onkels überzeugt ist, den Fall selbst in die Hand zu nehmen und eigene Ermittlungen anzustellen.

"Miesmuschelmord" ist der zweite Band um die sympathische Hauptprotagonistin Freddie. Der erste Teil hat mir schon ausgesprochen gut gefallen, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in den neuen Fall gestartet bin. Die Autorin Carla Capellmann erzählt die Geschichte wiederum in einem sehr lebendigen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell an die niederländische Küste entführte. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden der vergifteten Nachbarin direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die unterhaltsamen, aber auch spannenden Ermittlungen auf einem hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich ein komplexer Fall, der dem Leser bzw. der Leserin immer wieder die Gelegenheit gibt eigene Überlegungen bezüglich Täter und Tathintergründe anzustellen. Das Finale wartet mit einer gut nachvollziehbaren und für mich überraschenden Auflösung auf, die die Geschichte aus meiner Sicht gelungen abrundet.

"Miesmuschelmord" ist für mich die gelungene Fortsetzung einer tollen Krimi-Reihe, die mit einem wohldosierten Lokalkolorit, einer gelungenen Mischung aus Spannung und Humor, sowie dem Erzähltalent der Autorin zu überzeugen weiß. Ich empfehle daher den tollen Cosy-Krimi gerne weiter und bewerte ihn dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 28.08.2022

Mysteriöser Tod mit historischem Hintergrund

Der Märchenkönig
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Hauptkommissar Tom Perlinger soll eigentlich für seinen Bruder die "Goldene Bürgermedaille" Münchens in Empfang nehmen, als er zu seinem neuen Fall gerufen wird. Das Opfer ist ein Prominenter der oberen ...

Hauptkommissar Tom Perlinger soll eigentlich für seinen Bruder die "Goldene Bürgermedaille" Münchens in Empfang nehmen, als er zu seinem neuen Fall gerufen wird. Das Opfer ist ein Prominenter der oberen Münchener Gesellschaft. Sein ausschweifendes und exzentrisches Leben haben ihm den Namen "Märchenkönig" eingebracht in Bezug auf Ludwig II, der zu seiner Zeit ein ähnliches Dasein frönte. Aber auch der Tod zeigt deutliche Parallelen auf, das Opfer wird scheinbar in einem Bach ertrunken aufgefunden und nicht weit davon entfernt sein Psychiater. Der mysteriöse und niemals wirklich aufgeklärte Tod Ludwig II drängt sich auf und die Frage, die sich Tom Perlinger stellt ist, ob ebenfalls die aktuelle Akte mit der Erklärung eines Freitods geschlossen werden kann. Es gibt keine Anzeichen von Gewalt, dennoch ist er davon überzeugt, dass es einen Täter gibt...

"Der Märchenkönig" ist bereits der vierte Fall des sympathischen Ermittlers Tom Perlinger. Die vorherigen Bände haben mir schon hervorragend gefallen, so dass ich mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in den neuen Fall eingestiegen bin. Die Autorin Sabine Vöhringer erzählt die Geschichte in ihrem gewohnt temperamentvollen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, was die Geschehnisse lebendig vor Augen führen lässt. Gekonnt verbindet sie in dem aktuellen Fall wieder historische Ereignisse mit einem Verbrechen in der Gegenwart. Das mysteriöse Ableben Ludwig II. wurde niemals aufgeklärt und auch der vorliegende Fall drohte ohne das Eingreifen Tom Perlingers in der Versenkung zu verschwinden. Der Spannungsbogen wird mit dem Tod des exzentrischen "Märchenkönigs" direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die Ermittlungen gerade in Bezug zu den historischen Parallelen auf einem hohen Niveau gehalten. Sehr gut gefällt mir auch die Weiterentwicklung der Protagonisten, die der Reihe einen besonderen Charme verleiht. So bieten sich dem Leser bis zum fesselnden Finale immer wieder die Möglichkeiten, eigene Überlegungen bezüglich Täterschaft und Tathintergründe anzustellen. Die Auflösung rundet die Geschichte aus meiner Sicht gelungen ab.

Insgesamt ist "Der Märchenkönig" für mich die gelungene Fortsetzung einer besonderen Krimi-Reihe, die mit spannenden Fällen unter Einbezug historischer Ereignisse, sympathischen Protagonisten und dem Erzähltalent der Autorin zu überzeugen weiß. Ich hoffe, dass Tom Perlinger noch einige Fälle zu lösen hat, empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 28.08.2022

Leidenschaften in Venedig

Venezianisches Intermezzo
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Kriminalrat Benedict Schönheit ist geschockt, als er erfährt, dass sein Bruder in Venedig unter Mordverdacht verhaftet wurde. Von seiner Unschuld überzeugt macht er sich mit seiner Freundin Martina auf ...

Kriminalrat Benedict Schönheit ist geschockt, als er erfährt, dass sein Bruder in Venedig unter Mordverdacht verhaftet wurde. Von seiner Unschuld überzeugt macht er sich mit seiner Freundin Martina auf in die Stadt der Liebe, um den wahren Täter zu suchen. Vor Ort stößt er aber zunächst auf eine Mauer der Skepsis und es dauert ein wenig, bis er den ermittelnden Kommissar als Weggefährten gewinnen kann. Der Fall wird schnell komplexer, da es auch ein weiteres Opfer zu verzeichnen gibt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...

"Venezianisches Intermezzo" ist bereits der sechste Band um den sympathischen Ermittler Benedict Schönherr aus München. Seine vorherigen Fälle haben mich bereits begeistert, so dass ich mit viel Vorfreude in das aktuelle Werk gestartet bin. Der Autor Thomas Michael Glaw erzählt die Geschichte in seinem gewohnt ruhigen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mir die Ereignisse gut vor Augen führt. Er arbeitet viel mit der persönlichen Rede und macht damit das Geschehen für mich deutlich erlebbarer. Der Spannungsbogen wird mit der Verhaftung von Benedicts Bruder direkt zu Beginn des Buches aufgebaut und über die präzisen und authentisch wirkenden Ermittlungen auf einem hohen Niveau gehalten. Die Kulinarik erhält auch ein hohes Gewicht, was hervorragend in die Region passt und der Geschichte eine Gemütlichkeit und einen entsprechenden Wohlfühlfaktor verleiht. Das Ganze entwickelt sich zu einer immer komplexeren Geschichte, die mit einer clever inszenierten Auflösung abgerundet wird.

"Venezianisches Intermezzo" ist für mich die Fortsetzung einer wirklich aus dem Genre herausstechenden Krimi-Reihe, die mit interessant gezeichneten Protagonisten, raffiniert konzipierten Fällen und dem Erzähltalent des Autors zu überzeugen weiß. Ich hoffe, dass es für den Kriminalrat noch einige knifflige Fälle zu lösen gilt. Für mich eine klare Leseempfehlung und die folgerichtige Bewertung mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 15.08.2022

Harter und packender Thriller

Schmerz und kein Trost
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Kriminalhauptkommissar Erik Donner versucht mit sich selbst ins Reine zu kommen, indem er in psychotherapeutischen Sitzungen seine Vergangenheit verarbeitet. Zum einen ist dies aufgrund der teilweise traumatischen ...

Kriminalhauptkommissar Erik Donner versucht mit sich selbst ins Reine zu kommen, indem er in psychotherapeutischen Sitzungen seine Vergangenheit verarbeitet. Zum einen ist dies aufgrund der teilweise traumatischen Erlebnisse nicht einfach, zum anderen wird einen Sitzung durch einen Anruf gestört, indem der Therapeutin offenbart wird, dass ihr Kind entführt wurde. Der Täter zielt aber offensichtlich gegen den Patienten Erik Donner, denn auch seine Schwester ist spurlos verschwunden. Schnell wird klar, dass Erik es mit einem brutalen und skrupellosen Gegner zu tun hat und es zählt jede Sekunde, sowohl seine Schwester, als auch den Jungen aus den Fängen des Täters zu befreien.

Der sehr umtriebige Autor Elias Haller gehört zu meinen Favoriten im Thriller-Genre, so dass ich mich natürlich sehr auf sein neues Werk "Schmerz und kein Trost" gefreut habe. Er schickt hierin seinen charismatischen und mehr als interessant gezeichneten Kriminalkommissar Erik Donner in seinen achten Fall, und der hat es in sich. Elias Haller erzählt die Geschichte in seinem gewohnt temperamentvollen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mich schnell wieder gefangen genommen hat und das Buch zum Page Turner machte. Der Spannungsbogen wird mit der Entführung des Jungen zu Beginn des Buches sehr gut aufgebaut und über die rasanten und dramatischen Entwicklungen in dem Fall auf einem unglaublich hohen Niveau gehalten. Das Buch ist sicherlich nicht für zartbesaitete Leser geeignet, da der Täter schon sehr brutal vorgeht und dies vom Autor auch nicht nur angedeutet wird, ohne aber aus meiner Sicht Grenzen zu überschreiten. Der Fall ist bis zur letzten Seiten unglaublich spannend und ich wurde mal wieder von der gut nachvollziehbaren Auflösung völlig überrascht.

Insgesamt ist "Schmerz und kein Trost" für mich das bisherige Highlight einer fesselnden Thriller-Reihe, die mit einem außergewöhnlichen Ermittler, packenden Storys mit genialem Plot im Finale und dem Erzähltalent des Autors aus der Menge des Genres heraussticht. Ich kann nur hoffen, dass es für Erik Donner noch weitere Fälle geben wird, empfehle den Thriller sehr gerne weiter und bewerte ihn mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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