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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.10.2022

Großartiger Humor

This Charming Man
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Im zweiten Band der "The Stranger Times"-Reihe "This Charming Man" begegnen wir wieder den großartigen Mitarbeitern der etwas anderen Wochenzeitschrift. Diesmal versuchen sie herauszufinden, ...

Im zweiten Band der "The Stranger Times"-Reihe "This Charming Man" begegnen wir wieder den großartigen Mitarbeitern der etwas anderen Wochenzeitschrift. Diesmal versuchen sie herauszufinden, wie es auf einmal zu Vampirattacken in Manchester kommt und warum jemand eine Falltür in ihren Badezimmerboden eingebaut hat.

Wie schon in Band 1 der Reihe hat mich auch hier der Humor überzeugen können. Die Dialoge sind spritzig, aber triefen auch nur so vor Sarkasmus, dass ich das ein oder andere Mal laut lachen musste. Den Chefredakteur Banecroft möchte man selbst nicht zum Chef haben und dennoch habe ich ihn als Leserin sofort wieder in mein Herz geschlossen. Leider konnte mich die Geschichte an sich hier aber nicht ganz überzeugen. Die Idee dazu ist super, jedoch hatte sie leider viele Längen und wirft beim Lesen viele Fragen auf, die am Ende aber zum Glück - weitestgehend - alle geklärt werden, bzw. auf einen weiteren Band schließen lassen.

Wer britischen Humor mag, wird die Dialoge hier einfach lieben und allein deswegen lohnt es sich das Buch zu lesen.

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Veröffentlicht am 22.09.2022

Verwirrend

Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit
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London 1898: Joe Tournier wacht ohne jegliche Erinnerung am Bahnhof in London auf. Doch dieser heißt plötzlich Gare du Roi und auch sonst scheint alles auf Französisch zu sein. Joe wird in eine ...

London 1898: Joe Tournier wacht ohne jegliche Erinnerung am Bahnhof in London auf. Doch dieser heißt plötzlich Gare du Roi und auch sonst scheint alles auf Französisch zu sein. Joe wird in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, in der bei ihm eine Epilespie diagnostiziert wird. Kurz darauf erscheint ein Mann in der Klinik und behauptet, dass Joe sein Leibeigener sei. Er kann sich weder an den Mann noch an seine Ehefrau Alice, die ihn begleitet, erinnern. Nach seiner Entlassung erhält Joe eine Postkarte mit einem Leuchtturm drauf. Diese Karte soll angeblich 90 Jahre lang zu ihm unterwegs gewesen sein und der Text darauf sagt: "Liebster Joe, komm nach Hause, wenn du dich erinnerst. M." Joe hat keine Ahnung was es damit auf sich hat, macht sich aber auf den Weg diesen Leuchtturm zu finden, um dem Rätsel auf die Spur zu kommen.

Die Idee zur Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Es hat etwas sehr Geheimnisvolles, was aber auch leider zu viel Verwirrung bei mir gesorgt hat. Die Zeitsprünge und Schauplatzwechsel lassen sich im Hörbuch nicht immer gut nachvollziehen. Eventuell ist dies einfacher, wenn man das Buch liest, statt es zu hören. Ich hatte hier stellenweise Probleme der Handlung zu folgen und nicht den Faden zu verlieren. Hinzu kamen die Zeitreisen, die nicht nur Zeit und Schauplatz geändert haben, sondern auch den Namen der Protagonisten und deren Leben.
Für mich war auch der Ausgang der Geschichte nicht ganz schlüssig, wobei ich mir hier aber nicht sicher bin, ob ich da wichtige Details `"überhört" habe oder diese nicht ausreichend genug aufgeklärt wurden.
Fazit: Die Idee der Handlung hat mir wirklich gut gefallen, die Umsetzung - zumindest als Hörbuch - war für mich dann zu verwirrend.

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Veröffentlicht am 18.09.2022

Anders als erwartet

Die Stimme meiner Schwester
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Als Kinder finden die beiden Schwestern Bibiana und Belonísia in einem Koffer unter dem Bett ihrer Großmutter versteckt ein Messer. Es kommt dabei zu einem Unglück, bei dem Belonísia ihre Zunge ...

Als Kinder finden die beiden Schwestern Bibiana und Belonísia in einem Koffer unter dem Bett ihrer Großmutter versteckt ein Messer. Es kommt dabei zu einem Unglück, bei dem Belonísia ihre Zunge und somit ihre Stimme verliert. Fortan versucht Bibiana für ihre Schwester da zu sein. Dies ändert sich jedoch als diese mit ihrem Mann fortzieht und Belonísia mit einem gewalttätigen Mann zusammen leben muss.

Anhand des Klappentextes habe ich mir eine etwas andere Geschichte vorgestellt. Auch das Cover hat für mich einen anderen Eindruck vermittelt, als ich beim Lesen hatte. Die Verbundenheit der Schwestern konnte ich leider nicht spüren. Eher hatte ich das Gefühl, dass sie sich nie sonderlich gut leiden konnten. Auch die anderen Personen im Buch kamen mir sehr gefühlskalt rüber, sodass ich zu keiner einen wirklichen Bezug aufbauen konnte. Der Anfang der Geschichte hat mir gut gefallen, hier wird man langsam in das Leben auf der Faszenda eingeführt, aber nach und nach hat es an Struktur verloren. Als im letzten Abschnitt dann auch noch die „Verzauberte“ zu Wort kam, wurde es für meinen Geschmack etwas zu abwegig und ich habe leider auch ein wenig das Interesse an der Geschichte verloren.

Dennoch ein schöner Roman, der einem einen Einblick in eine andere Kultur gewährt.

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Veröffentlicht am 18.09.2022

Wahr oder erfunden?

Lukusch
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Nach der Katastrophe von Tschernobyl 1986 wurden viele Kinder mit Hilfe einer Hilfsorganisation nach Deutschland gebracht - darunter auch der 13-jährige Anton Lukusch. Kurze Zeit später wird er als Schachtalent ...

Nach der Katastrophe von Tschernobyl 1986 wurden viele Kinder mit Hilfe einer Hilfsorganisation nach Deutschland gebracht - darunter auch der 13-jährige Anton Lukusch. Kurze Zeit später wird er als Schachtalent entdeckt und die Medien stürzen sich auf ihn. Lukusch selbst scheint wenig Interesse an seinem Erfolg zu haben, lässt aber alles über sich ergehen.

Ich habe mich selbst dabei „erwischt“ wie ich nach Anton Lukusch gegoogelt habe, den so täuschend echt wirken die Artikel, Berichte und Fotos in diesem Roman. Hier wurde wirklich gute Arbeit geleistet, die es gilt besonders hervorzuheben.

Die Story selbst konnte mich leider nicht ganz so überzeugen, Ich hatte anfangs Probleme in die Geschichte zu finden und fand sie stellenweise leicht verwirrend. Es wurde in meinen Augen zu viel Fokus auf Details gelegt, die wenig mit der Gechichte an sich zu tun hatte und dabei zu wenig auf die Geschichte von Anton und Igor. Der Erzählstil vermittelte mir auch oft eher ein Drehbuch zu lesen, was nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat.

Für mich aber dennoch eine interessante Geschichte, die einen an vielen Punkten immer wieder fragen lässt, was davon nun Wahrheit ist und was erfunden. Dieses Spiel mit Fakten hat mir wirklich gut gefallen.

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Veröffentlicht am 07.09.2022

#inkürzetot

Stille blutet
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In Ursula Poznanski neuestem Thriller "Stille blutet" geht es spannend zu. Kurz nachdem die Nachrichtensprecherin Nadine Just live auf Sendung ihre eigene Ermordung ankündigt ist sie tot. Und ...

In Ursula Poznanski neuestem Thriller "Stille blutet" geht es spannend zu. Kurz nachdem die Nachrichtensprecherin Nadine Just live auf Sendung ihre eigene Ermordung ankündigt ist sie tot. Und sie bleibt kein Einzelfall. Nach und nach werden bekannte Persönlichkeiten ermordet aufgefunden. Schnell ist auch ein Verdächtiger gefunden - Tibor Glaser. Doch ist er wirklich zu einem, bzw. mehreren Morden fähig?!

Der Schreibstil der Autorin ist auch hier wieder gewohnt flüssig und spannend. Für mich haben hier zwei Persönlichkeiten besonders herausgestochen. Zum einen Hauptverdächtiger Tibor Glaser, der in meinen Augen sehr authentisch rüber kam. Ich habe ihm seine zunehmende Verzweiflung gut abnehmen können. Und dann wäre da noch die Polizeiermittlerin Fina Plank. Auch sie ist gut gezeichnet, jedoch konnte ich sie noch nicht so ganz greifen. Da es sich bei dem Buch aber um einen Reihenauftakt handelt, denke ich, dass wir in den Folgebänden noch viel mehr über sie zu lesen bekommen und dann auch ihre Entwicklung miterleben können.

Das Ende wirkte für mich dann doch leider etwas zu inszeniert und unglaubwürdig. Aber bis dahin war es eine durchaus spannende und fesselnde Geschichte, die beim Hörbuch von Julia Nachtmann sehr gut gesprochen wurde.

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