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Veröffentlicht am 14.10.2022

tolle Mischung aus Spannung und Unterhaltung

Die Frau auf Sylt: Roman
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Hanna und Marie sind von Kindertagen an beste Freundinnen. Nach einer großen Erbschaft war nun Hanna spurlos verschwunden. Die Polizei geht davon aus, dass sie untergetaucht ist, aber Marie hat Bedenken, ...

Hanna und Marie sind von Kindertagen an beste Freundinnen. Nach einer großen Erbschaft war nun Hanna spurlos verschwunden. Die Polizei geht davon aus, dass sie untergetaucht ist, aber Marie hat Bedenken, ob sie überhaupt noch lebt. Nach längerer Zeit sieht sie zufällig ein Zeitungsfoto aus Sylt, auf dem Hanna abgebildet ist. Sie lässt alles stehen und liegen und macht sich auf nach Sylt, um ihre Freundin zu suchen.

Es handelt sich um keinen Krimi im herkömmlichen Sinne, denn es ist nicht die Polizei, die ermittelt, sondern „Ermittlerin“ ist hier Marie, die den Spuren ihrer Freundin folgt.

Der Prolog lässt schon ersten Nervenkitzel aufkommen. Und genauso spannend geht es durch das Buch. Die Autorin erzeugt eine Atmosphäre, die geheimnisvoll ist und den vorhandenen Spannungsbogen noch zusätzlich unterstützt. Es wechselt immer wieder die Sichtweise der Protagonisten. Auch dies bringt noch zusätzlich Schwung und Abwechslung hinein. Obwohl das Buch richtig spannend ist, ist auch eine kleine Romanze eingebaut. Insgesamt kann das Buch mit einer guten Mischung von Spannung und Unterhaltung punkten.

Einziger kleiner Kritikpunkt meinerseits: Die Protagonisten haben stellenweise recht unüberlegt und naiv gehandelt, das kam mir teilweise etwas unrealistisch vor.

Aber alles in allem ein toller Plot und richtig spannend geschrieben. Ich kannte bisher nur Liebesromane von Lotte R. Wöss, aber ich muss sagen, sie versteht es auch Spannung und Nervenkitzel zu erzeugen! Ich vergebe 4,5 Sterne für dieses Buch!

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Veröffentlicht am 06.10.2022

sehr emotional und sehr berührend

Mütter hat man nie genug
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Im Alter von 28 Jahren erfährt die Bogenbauerin Stefanie Gruber zufällig, dass ihre Eltern nicht ihre leiblichen Eltern sind. Ihr jüngerer Bruder nimmt eine DNA-Probe, um Ahnenforschung zu betreiben. Dabei ...

Im Alter von 28 Jahren erfährt die Bogenbauerin Stefanie Gruber zufällig, dass ihre Eltern nicht ihre leiblichen Eltern sind. Ihr jüngerer Bruder nimmt eine DNA-Probe, um Ahnenforschung zu betreiben. Dabei stellt sich heraus, dass die beiden nicht miteinander verwandt sind. Für Stefanie bricht eine Welt zusammen. Sie ist schwer enttäuscht, als sie erfährt, dass sie als Baby auf illegale Weise zu ihren Eltern gekommen ist und ihr das verheimlicht wurde. So macht sie sich auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern, was kein leichtes Unterfangen ist.
Das Buch liest sich absolut gut, und die Handlung hat mich sehr schnell in ihren Bann gezogen. Anfangs wechseln immer wieder Sequenzen aus Vergangenheit und Gegenwart ab. Schon der Prolog hat mich richtig berührt. Man wird mit Stefanie im Laufe des Romans auf eine Achterbahn der Gefühle geschickt. Die Protagonisten kamen sympathisch und auch authentisch bei mir an. Ich konnte mich sehr gut in Stefanie hineinversetzen, die plötzlich vor den Scherben ihrer Identität stand. Auch mit ihren Eltern konnte ich gut mitfühlen. Allerdings sieht man auch hier wieder, dass man Kindern ab einem gewissen Alter immer die Wahrheit sagen sollte.
Der Roman war für mich interessant, unterhaltsam und auch etwas spannend zu lesen. Er hat mich zum Nachdenken angeregt, obwohl ich ihn durchaus in die Gattung Wohlfühlroman einordnen würde.
Einen halben Stern ziehe ich aus folgendem Grund ab: Am Ende war mir alles etwas „too much“. Es gab zu sehr „Heile Welt“ und zu viele Happy Ends. Das ist mir dann doch erzwungen und unrealistisch vorgekommen. Aber alles in allem ein wunderbarer und sehr berührender Roman über Mütter, Kinder, Familie und ihre Wurzeln.
Das Buch lässt nicht nur jedes Mutterherz höher schlagen, sondern vermutlich auch jedes Musikerherz, da Monika Maifeld auch die Liebe zur Musik und zum Instrument sehr gut rüber gebracht hat.

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Veröffentlicht am 05.10.2022

ungewöhnlicher Krimi! Humorvoll und spannend geschrieben!

Blut im Profil
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Ganz kurz zum Inhalt:
Ein Rentnerehepaar reist mit dem Wohnmobil durch die Lande. Beide sind große Krimifans und so reisen sie vorzugsweise zu Mordschauplätzen. Insgeheim schmieden und planen sie einen ...

Ganz kurz zum Inhalt:
Ein Rentnerehepaar reist mit dem Wohnmobil durch die Lande. Beide sind große Krimifans und so reisen sie vorzugsweise zu Mordschauplätzen. Insgeheim schmieden und planen sie einen eigenen Krimi. Unverhofft können sie ihren Spürsinn unter Beweis stellen, denn zufällig stoßen sie auf einen ungeklärten Mordfall an jungen Mädchen. Lest selbst, ob die beiden erfolgreich sind…

Meine Meinung:
Dieser Krimi ist richtig ungewöhnlich. Ein liebenswertes Renterehepaar fungiert hier sozusagen als Ermittler. Die beiden wurden vom Autor absolut liebevoll skizziert und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Sie sind sehr humorvoll dargestellt und man hatte so richtig das Gefühl, dass sie sehr gut zusammenpassen. Die Harmonie zwischen den beiden hat sich gut in den Kriminalfall eingefügt und war ein ausgleichender Pol.
Die Mordermittlungen werden einerseits sehr humorvoll und stellenweise sogar etwas skurril dargestellt. Aber andererseits geht es richtig heftig zur Sache und die Morde sind ziemlich brutal und gruselig. Thilo Rieck hat wirklich einen ihm eigenen Schreibstil, der mir gut gefällt. Durch Humor und Spannung kamen keine Längen auf. Bis zum Ende wusste ich nicht, wie sich alles auflösen wird.
Einziger (Mini-)-Kritikpunkt: Das Ganze ist natürlich nicht sehr realistisch!
Aber alles in allem ein ungewöhnlicher Kriminalroman, der mich gleichermaßen unterhalten und gefesselt hat. Gerne empfehle ich euch dieses Buch weiter!

Veröffentlicht am 18.09.2022

total schöner Wohlfühlroman

Zuckerstreusel zum Verlieben: Liebesroman
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Bei „Zuckerstreusel zum Verlieben“ hat mich das Cover angelacht. Ich finde es macht so richtig Appetit auf das Buch.

Die Konditorin Bianca erfüllt sich endlich ihren Lebenstraum und eröffnet ihr eigenes ...

Bei „Zuckerstreusel zum Verlieben“ hat mich das Cover angelacht. Ich finde es macht so richtig Appetit auf das Buch.

Die Konditorin Bianca erfüllt sich endlich ihren Lebenstraum und eröffnet ihr eigenes Café. Von Männern möchte sie nichts wissen, da sie von ihrem Vater sehr enttäuscht wurde und dieses Bild auf Männer überträgt. Als sie aber in ihrem Café täglich Besuch von dem sympathischen Vincent erhält, beginnt ihr Herz schneller zu schlagen und sie lässt sich auf ein Date ein. Lest es selbst, ob es Vincent gelingt, ihre harte Schale zu knacken und ihr Herz zu erobern.

Es handelt sich hierbei um einen schönen Wohlfühlroman. In die süße Liebesgeschichte hat die Autorin Annette Böhler durchaus auch etwas Tiefgang mit eingebaut. So geht es um Vorurteile, um Vertrauen, um Bindungsangst und einiges andere.

Der Schreibstil lässt sich gut lesen. Er ist sehr romantisch und humorvoll. Hier ein wunderschönes Beispiel für die Romantik: "Seine brauen Augen glänzten fast wie geschmolzene Schokolade und es kam mir vor, als hüllten sie mich genauso ein, wie flüssige Kuvertüre sich um eine Praline schloss" (S. 40).
Noch ein weiteres schönes Schnipsel aus dem Buch: "Vertrauen ist ein Vorschuss, den ich jemandem gebe. Es ist etwas Wertvolles und Besonderes und nie mit Sicherheit verbunden. Deshalb musst du dir immer gut überlegen, wem du vertraust." (S. 227)

Ich hoffe, ich habe euch damit ein wenig neugierig auf dieses Buch gemacht! Das Einzige was mir nicht ganz so gut gefallen hat war, dass zwischendurch immer wieder längere Gedankengänge ohne Dialoge und ohne Absätze aufgeführt sind. Dies hat meinen Lesefluss ein wenig gestört. Aber alles in allem handelt es sich um einen schönen Wohlfühlroman für entspannte Lesestunden.

Warnung: Dieses Buch hat zwar keine Kalorien, aber es regt mit den geschilderten Torten auf jeden Fall den Appetit an. Wenn ihr also gerade auf Diät seid, ist dieses Buch vielleicht nicht gerade das Richtige. Aber ansonsten empfehle ich das Buch allen, die gerne Frauen- und Liebesromane lesen!

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Veröffentlicht am 10.09.2022

toller Alpenkrimi mit Tiefgang

Hohe Wogen
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Dies war mein erstes Buch der Autorin Nicola Förg. Es handelt sich bereits um den 13. Band ihrer Alpenkrimi-Reihe mit der Ermittlerin Irmi Mangold. Ich bin auch ohne Vorkenntnisse sehr gut in das Buch ...

Dies war mein erstes Buch der Autorin Nicola Förg. Es handelt sich bereits um den 13. Band ihrer Alpenkrimi-Reihe mit der Ermittlerin Irmi Mangold. Ich bin auch ohne Vorkenntnisse sehr gut in das Buch hineingekommen, da die Handlung in den einzelnen Bänden in sich abgeschlossen ist.
Eine Frau wird auf dem Starnberger See auf ihrem SUP-Board ermordet aufgefunden. Die Tote war als Locationscoutin für Filmdrehs tätig. Irmi beginnt zu ermitteln. Was steckt hinter diesem Mord und wer ist der Mörder?
Mich hat Nicola Förg mit ihrem Schreibstil direkt begeistert. Sie baut sehr viel Wortspielereien und Wortwitz ein, so dass sich das Buch absolut unterhaltsam liest. So musste ich beim Lesen immer wieder schmunzeln.
Von der Handlung her geht es nicht wirklich brutal oder blutig zu. Ein Spannungsbogen ist aber natürlich vorhanden und das Ende war nicht vorhersehbar, so dass ich keine wirklichen Verdächtigten hatte und am Ende überrascht wurde. Meines Erachtens liegt der Schwerpunkt aber nicht unbedingt auf der Spannung. Das muss bei einem Regionalkrimi auch nicht sein.
Aber außer dem humorvollen und wirklich gelungenen Schreibstil muss ich unbedingt erwähnen, dass die Autorin einige ernsthafte Hintergrundthemen eingebaut hat, so dass dieser Krimi viel Tiefgang enthält. So geht es beispielsweise um mangelndes Umweltbewusstsein, um Umweltschutz und Tierschutz, um CBD-Tropfen und den Missbrauch. Die Handlung spielt während der Corona-Pandemie, so dass dezent auch ein wenig die Folgen der Pandemie einfließen.
Alles in allem ein unterhaltsamer Alpenkrimi, der sehr humorvoll geschrieben ist, aber zugleich auch sehr viel Tiefgang enthält.