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Veröffentlicht am 19.09.2022

Die Macht der Worte

Ingeborg Bachmann und Max Frisch – Die Poesie der Liebe
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Paris 1958: Ingeborg Bachmann, die berühmte Lyrikerin, und Max Frisch, der bekannte Schweizer Dramatiker, begegnen sich in der Stadt der Liebe das erste Mal. Beide fühlen sich schnell zueinander hingezogen, ...

Paris 1958: Ingeborg Bachmann, die berühmte Lyrikerin, und Max Frisch, der bekannte Schweizer Dramatiker, begegnen sich in der Stadt der Liebe das erste Mal. Beide fühlen sich schnell zueinander hingezogen, doch ihre Art der Liebe unterscheidet sich grundlegend. Ingeborg ist zaghaft und ist noch nicht über die Trennung von ihrem Geliebten Paul Celan hinweg, während Max sich Hals über Kopf verliebt und aus seiner Zuneigung keinen Hehl macht, obwohl er noch nicht von seiner Frau Trudy geschieden ist und nur in Trennung lebt. Trotzdem wagen sie den Schritt und lassen sich erst auf eine Affäre ein, die sich schließlich zu einer richtigen Beziehung entwicklt. Aber immer stehen Paul Celan und andere Verehrer zwischen den beiden, sodass Max sich immer wieder in seiner Eifersucht versteigt und die Beziehung vergiftet...

"Die Liebe war unerträglich. Sie erwartete nichts, forderte nichts und schenkte nichts. Sie ließ sich nicht einfrieden, hegen und mit Gefühlen bepflanzen, sondern trat über die Grenzen."

Dieses Zitat ist mir lange im Kopf geblieben und beschreibt die Beziehung der beiden berühmten Literaten sehr gut. Bettina Storks hat es geschafft, mir die beiden Autoren näher zu bringen, denn bisher wusste ich eher weniger über sie, einzig Homo Faber von Max Frisch habe ich bereits gelesen. Sie bindet viele Zitate der Hauptpersonen in den Text ein, was noch mehr Nähe schafft und zeigt, wie die beiden gedacht und geschrieben haben. Die Recherche der Autorin war sehr umfangreich und spiegelt sich während des gesamten Romanes wider. Leider konnte mich das Buch nicht so sehr fesseln, wie ich es mir gewünscht hätte und ich habe mich beim Lesen immer wieder ablenken lassen und so auf viele kleine Etappen gelesen, was eher untypisch für mich ist.

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Veröffentlicht am 15.09.2022

So gehen der Bär und das Kind ins Bett...

Gute Nacht, kleiner Bär
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Das Kind und der Bär haben heute viel gespielt und sind jetzt sehr müde. Deshalb trinkt das Kind nun gemütlich sein Fläschchen, danach putzen sie gemeinsam ihre Zähne und ziehen ihren Schlafanzug an. Danach ...

Das Kind und der Bär haben heute viel gespielt und sind jetzt sehr müde. Deshalb trinkt das Kind nun gemütlich sein Fläschchen, danach putzen sie gemeinsam ihre Zähne und ziehen ihren Schlafanzug an. Danach kuscheln sie im Bett noch mit einem Elternteil bis sie friedlich einschlafen und der große Bär die ganze Nacht auf sie aufpasst.

Paloma Canonica erzählt in diesem Bilderbuch die Geschichte vom Kind und dem Bär, die müde sind und nun ihr tägliches Abendritual absolvieren. Da das komplette Buch ohne Worte auskommt, können Kinder und Eltern ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Die Zeichnungen sind einfach und konzentrieren sich auf das Wesentliche, sodass gerade kleinere Kinder nicht von vielen Details abgelenkt werden.

Mir gefällt das Bilderbuch sehr gut, denn ich mag es, wenn Kinder und Erwachsene beim Erzählen kreativ werden können.

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Veröffentlicht am 01.09.2022

Die Suche nach dem perfekten und reichen Ehemann

Wie man sich einen Lord angelt
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1818: Kitty Talbot ist seit kurzem für ihre vier Schwestern verantwortlich, denn seit dem Tod der Eltern leben die fünf Schwestern allein in einem baufälligen Cottage und sitzen auf einem Berg Schulden, ...

1818: Kitty Talbot ist seit kurzem für ihre vier Schwestern verantwortlich, denn seit dem Tod der Eltern leben die fünf Schwestern allein in einem baufälligen Cottage und sitzen auf einem Berg Schulden, den der Vater ihnen hinterlassen hat. Kitty sieht den Ausweg aus dem Unglück nur in der Heirat mit einem reichen Mann aus der feinen Gesellschaft Londons. Also begibt sie sich mit ihrer jüngeren Schwester Cecily auf den Weg nach London, wo sie von einer guten Freundin ihrer Mutter, Tante Dorothy, in die Gesellschaft eingeführt werden, um dann auf der kommenden Ballsaison Ausschau nach Heiratskandidaten zu halten. Doch schon der erste Kandidat wird von seinem Bruder, Lord Radcliffe, beschützt, sodass Kitty irgendwann aufgeben muss. Doch in Lord Radcliffe hat sie einen ebenbürtigen Gegner gefunden, der für den ein oder anderen Schlagabtausch zwischen den beiden sorgt...

Sophie Irwin hat mit diesem Roman aus der Regency-Zeit für kurzweilige und unterhaltsame Lesestunden gesorgt. Die Protagonisten Kitty und Lord Radcliffe ergänzen sich gut durch ihre Schlagfertigkeit, Abgebrühtheit und ihren radikalen Realismus. Die Dialoge sind immer fesselnd, denn niemand durchschaut Kittys Spiel so schnell wie der Lord. Auch die Ballsaison wird gut beschrieben und gibt eine sehr gute Kulisse für den Roman ab.

Schon seit meiner Schulzeit mag ich Jane Austens Romane sehr und habe ihre Bücher und deren Verfilmungen schon häufig verschlungen. Nun freue ich mich sehr über Romane, die zu dieser Zeit spielen, auch wenn dieser Roman von Sophie Irwin teilweise sehr moderne Ausdrücke enthält, wie zum Beispiel einen Korb geben. Das hat aber meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan.

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Veröffentlicht am 31.08.2022

Ab gehts ins Walle-Wacke-Land...

Billy Backe, Band 3 - Billy Backe und der Wilde Süden
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... denn dort lebt Billy Backe und seine Freunde. Er selbst ist ein Murmeltier, und seine Freunde sind ein bunt gemischter Haufen aus vielen verschiedenen Tierarten, nämlich Polly Posthörnchen, der Schrönk, ...

... denn dort lebt Billy Backe und seine Freunde. Er selbst ist ein Murmeltier, und seine Freunde sind ein bunt gemischter Haufen aus vielen verschiedenen Tierarten, nämlich Polly Posthörnchen, der Schrönk, Mini Murmel mit seiner Kampfwindel Jumbo und Billy the Kid mit seinem Zwergpferd Rosa. Sie alle helfen immer zusammen, um sich aus allen möglichen Zwangslagen zu befreien oder wie im ersten Abenteuer dieses Buches, den Schrönk wieder gesund zu machen. Denn der Schrönk wacht einfach nicht mehr auf und die Sorge um ihn wächst immer weiter. Aber nach einigen brenzligen Situationen kommt Bily the Kid mit Rosa und schafft es, den Schrönk zu heilen. Danach machen sie sich gemeinsam auf den Weg in den Wilden Süden, um den Opa vom Schrönk zu finden. Und nur zusammen können sie den gefährlichen Weg bewältigen!

Markus Orths hat eine besondere Sprache für sein Kinderbuch gewählt, denn sie besteht aus Umgangssprache, aber auch Dialekten, Fantasieworten und vielen Reimen. Auch die Tiere sind ausnahmslos besonders und zeichnen sich durch Eigenschaften aus, die schon in ihrem Namen stecken, wie zum Beispiel die Rashörner, die nur durch den Wald rasen und aussehen wie Nashörner.

Ina Hattenhauer gibt der Geschichte ihren letzten Schliff, denn ihre Illustrationen sind fröhlich und stellen viele Szenen humorvoll dar. So können sich Kinder die Wesen noch besser vorstellen, auch die Karte von Walle-Wacke und dem Wilden Süden ist ihr sehr gut gelungen und trägt zur besseren Orientierung bei.

Meine Kinder haben der Geschichte sehr gerne gelauscht und waren immer voll bei der Sache. Allerdings habe ich mich beim Vorlesen oft etwas mit den vielen Fantasiebegriffen schwergetan und bin immer wieder darübergestolpert, was ich ein bisschen schade fand. So denke ich auch, dass Leseanfänger sicherlich noch mehr Schwierigkeiten damit haben können und ihnen so vielleicht der Spaß am Lesen vergeht. Insgesamt trotzdem eine lustige Geschichte, die uns schöne Lesestunden bescheren konnte.

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Veröffentlicht am 18.08.2022

Klaras erste Balletstunde

SUPERLESER! Ich werde Ballerina
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Klara möchte später einmal Ballerina werden. Heute hat sie ihre erste Balletstunde. Alles beginnt mit dem Anziehen von Turnanzug und Balletschuhen, danach lernt sie ihre Balletlehrerin Anna und die anderen ...

Klara möchte später einmal Ballerina werden. Heute hat sie ihre erste Balletstunde. Alles beginnt mit dem Anziehen von Turnanzug und Balletschuhen, danach lernt sie ihre Balletlehrerin Anna und die anderen Kinder aus dem Kurs kennen. Dann wärmen sie sich gemeinsam auf und beginnen mit den ersten Übungen. Klara gefällt es sehr gut und sie freut sich schon jetzt auf die nächste Balletstunde.

Annabel Blackledge hat die Geschichte in einfacher Sprache erzählt, sodass Kinder keine Verständnisprobleme haben und nicht allzu oft über fremde Wörter stolpern. Alles, was Klara tut, wird auf Fotografien noch einmal verbildlicht und dient so zusätzlich dem leichteren Verstehen. Die markierten Silben und die extragroße Schrift fördern den Lesefluss.

Mir gefällt das Buch sehr gut und ich finde es sehr gut für Erstleser geeignet. Die Geschichte ist realistisch und beschreibt eine Balletstunde kurzweilig und interessant, sodass meine Tochter am liebsten sofort mit Ballet beginnen möchte.

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