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Veröffentlicht am 06.10.2022

Katzenstadt den Katzen!

Gangs of Katzenstadt
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In Katzenstadt geht Übles vor. Als der Besitzer einer Katzenfutterfabrik ums Leben kommt, wird dieser Tod den Katzen in die Pfoten geschoben. Die Katzen werden dermaßen verteufelt, dass Menschen die Stadt ...

In Katzenstadt geht Übles vor. Als der Besitzer einer Katzenfutterfabrik ums Leben kommt, wird dieser Tod den Katzen in die Pfoten geschoben. Die Katzen werden dermaßen verteufelt, dass Menschen die Stadt ohne ihre Katzen verlassen. Doch diese können ihr Territorium nicht ungestört genießen, gibt es doch bald finstere menschliche Pläne, es ihnen abzujagen...

Ganze 31 Katzen zahlreicher Rassen tummeln sich in diesem originellen Katzenkrimi, den das Autorenpaar vor allem den beiden eigenen Katzen Bandini und Bonnie, die die Hauptrollen einnehmen, gewidmet hat. Bald lernt man alle Tiere zu unterscheiden, wobei auch ein Katzenverzeichnis hilft. Trotzdem wird durch die schiere Menge natürlich die Identifikation mit den einzelnen Charakteren etwas erschwert.

Der Aufbau ist insofern ungewöhnlich, als jeder größere Absatz von einer fett gedruckten "Kapitelüberschrift" eingeleitet wird. Diese musste ich überlesen, da es sonst zu sehr den Lesefluss gehemmt hätte. Stilistisch ist der Text - sicherlich bewusst - sehr einfach gehalten und hauptsatzlastig, was einerseits gut zur geradlininigen Denkstruktur des Katzenvolkes passen könnte. Ein etwas raffinierterer Stil hätte mir andererseits noch besser gefallen. Alles in allem aber eine spannende, fantasievolle Katzengeschichte!

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Veröffentlicht am 22.09.2022

Auch unabhängig vom Brettspiel sehr gut lesbar

Legend of the Five Rings: Die Nachtparade der 100 Dämonen
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Ich kannte im Vorfeld lediglich die Autorin, nicht jedoch das Brettspiel "Legends of the five rings", in dessen Welt die Geschichte spielt. Sie ist sehr japanisch, aber auch fantastisch geprägt.

Als bei ...

Ich kannte im Vorfeld lediglich die Autorin, nicht jedoch das Brettspiel "Legends of the five rings", in dessen Welt die Geschichte spielt. Sie ist sehr japanisch, aber auch fantastisch geprägt.

Als bei Vollmond im Ort Seibo Mura Dämonen entsetzlich gewütet haben, wird der Samurai Ryotora aus dem Drachen-Clan entsandt, die Vorgänge aufzuklären. Im Dorf befindet sich auch Sekken, ein Fremder aus dem Phönix-Clan. Trotz unterschiedlicher Herkunft schließen sich die beiden schon bald zusammen, um eine Wiederholung der Angriffe beim nächsten Vollmond zu verhindern.

Ich fühlte mich ein wenig in die Welt geworfen und habe zum Glück schnell das Dämonen-Glossar am Ende entdeckt. Aber es gibt noch so viele weitere Begriffe, die nur einmal oder gar nicht erklärt werden und definitiv ein eigenes Glossar gebraucht hätten.

Wie gewohnt schafft Marie Brennan plastische Charaktere, denen man gern folgt. Nach meinem Geschmack hätten die 100 Dämonen aus dem Titel ruhig früher auftauchen dürfen. Aber auch so hat die Geschichte Spaß gemacht. Ich frage mich allerdings, warum die Mehrzahl der Fantasy-Bücher, auf die ich stoße, gleichgeschlechtlich liebende Hauptfiguren hat, was für mich persönlich die Identifikation einfach schwieriger macht.

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Veröffentlicht am 11.09.2022

Ein Sturm zieht auf

Todesspiel. Die Nordseite des Herzens
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Etwas zwiegespalten hat mich dieser Thriller einer spanischen Bestseller-Autorin zurückgelassen. Mit hohen Erwartungen bin ich an die Geschichte herangegangen, in der die spanische Subinspectora Amaia ...

Etwas zwiegespalten hat mich dieser Thriller einer spanischen Bestseller-Autorin zurückgelassen. Mit hohen Erwartungen bin ich an die Geschichte herangegangen, in der die spanische Subinspectora Amaia Salazar dem FBI bei den Ermittlungen im Fall eines Serienmörders hilft. Dieser als Komponist bekannte Killer hat sich auf eine bestimmte Familienkonstellation spezialisiert, lässt eine Geige am Tatort zurück und ist stets dort zu finden, wo Unwetter seine Taten verschleiern.

Erst nach dem Lesen des Buches habe ich erfahren, dass bereits einige Bücher mit Amaia Salazar existieren und die Autorin hier in die Vergangenheit ihrer Hauptprotagonistin zurückreist. Da mir diese Bände nicht bekannt sind, konnte Amaia für mich wahrscheinlich ihr volles Faszinationspotential nicht entfalten. Zusätzlich springt die Geschichte in diesem Band häufig in Amaias Kindheit zurück, um zu illustrieren, wie sie wurde, wie man sie nun erlebt. Dies ist bei einem liebgewordenen Seriencharakter sicherlich wesentlich fesselnder, als wenn man unvorbereitet hinein gerät. Zudem zog sich die Ermittlungsarbeit der zahlreichen Detectives und Amaias wirklich immer wieder sehr zäh.

Sehr gut gefallen haben mir hingegen das Setting rund um Hurrikan Katrina, der überwiegende Schauplatz New Orleans und der Raum, den Südstaatenmystik wie Voodoo immer wieder einnimmt. Dadurch konnte sich für mich der Spannungsbogen doch immer wieder halten.

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Veröffentlicht am 04.09.2022

Mitten hinein in die Wünsche

Zehn Wünsche, sieben Abenteuer und eine sprechende Katze
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Als Ed und Roo Zeit bei der älteren, in ihren Augen langweiligen Nachbarin Miss Filey verbringen sollen, sind sie alles andere als begeistert. Ed, der im Rollstuhl sitzt, ärgert vor allem das fehlende ...

Als Ed und Roo Zeit bei der älteren, in ihren Augen langweiligen Nachbarin Miss Filey verbringen sollen, sind sie alles andere als begeistert. Ed, der im Rollstuhl sitzt, ärgert vor allem das fehlende WLAN. Als er und seine Schwester sich dort über den Gartenzaun hinweg mit dem Nachbarsjungen Willard anfreunden, verspricht das zumindest etwas Abwechslung. Nie hätten die Kinder gedacht, dass das Haus von Miss Filey einen magischen Schatz birgt: Wunscherfüllungskerzen! Doch diese sind von ganz spezieller Natur und schon bald stecken nicht nur die Kinder, sondern auch Miss Filey mitten in haarsträubenden Wünschen...

Schön wenn Kinderbücher wie dieses auch Erwachsenen Spaß machen. Am meisten begeistert hat mich der Kater Atlee, der trotz seiner allgegenwärtigen schlechten Laune mit in die Wünsche gesogen wird und nie um einen süffisanten Spruch verlegen ist. Die ganz nebenbei eingeflochtenen Botschaften, wie selbstverständliche Inklusion und dass sich nicht nur die Kinder, sondern allen voran Miss Filey selbst gehörig weiterentwickeln muss. haben mich berührt. Das ganz Geschehen rund um die Wunschmagie fand ich fantasievoll erdacht.

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Veröffentlicht am 01.09.2022

Konklikte als Einladung mit Schleifchen

Mach's wie die Möwe, scheiß drauf!
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Lea Blumenthal erzählt hier sehr amüsant und einfallsreich aus der Ich-Perspektive von der eigenen Harmoniesucht. Dabei treibt sie es wirklich auf die Spitze und das erste Aha-Erlebnis für mich war, dass ...

Lea Blumenthal erzählt hier sehr amüsant und einfallsreich aus der Ich-Perspektive von der eigenen Harmoniesucht. Dabei treibt sie es wirklich auf die Spitze und das erste Aha-Erlebnis für mich war, dass ich mir doch gar nicht so viel bieten lasse wie gedacht. Das hat auch der im Buch enthaltene Test bestätigt.

Die Autorin hat kein trockenes Lehrbuch verpasst. Vielmehr schildert sie Situationen, anhand derer den Lesenden dann geschickt psychologisches Wissen mit eingeflochtenen Praxistippss vermittelt wird. Diese stammen häufig aus dem Mund ihrer Psychologen-Freundin, die Lea regelmäßig zum Joggen schleppt, was Lea hasst, aber sich nicht zu sagen traut. Ihr Freund Boris ist ein ganz anderer Typ und geht keiner Auseinandersetzung aus dem Weg.

Was zunächst wirkt, wie lediglich gekonnt erzählte Anekdoten, ist tatsächlich sehr strukturiert aufgebaut und entfaltet in meinem Fall anscheinend auch einen nachhaltigen Effekt hin zu mehr Konfliktfähigkeit.

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