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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.06.2017

Packend und bewegend

Das Mädchen aus Brooklyn
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Auf "Das Mädchen aus Brooklyn" war ich sehr gespannt, da "Vierundzwanzig Stunden" von Musso letztes Jahr zu meinen Highlights gehörte. Es war wendungsreich, sehr fesselnd und ich konnte es nicht aus der ...

Auf "Das Mädchen aus Brooklyn" war ich sehr gespannt, da "Vierundzwanzig Stunden" von Musso letztes Jahr zu meinen Highlights gehörte. Es war wendungsreich, sehr fesselnd und ich konnte es nicht aus der Hand legen, sodass ich hohe Erwartungen für sein neues Buch hatte - und ich wurde nicht enttäuscht.

"Das Mädchen aus Brooklyn" liefert eine Geschichte, die von Anfang an packend ist. Gemeinsam mit Raphaël erkundet man die Vergangenheit seiner Verlobten Anna und versucht herauszufinden, was geschehen ist und wieso sie sagt, für drei Leichen verantwortlich zu sein. Dabei ist nichts, wie es scheint und nach und nach kommt man hinter eine Kette von furchtbaren Ereignissen, die eine unvorstellbare Reich- und Tragweite haben. Das hat mir sehr gefallen; man ist langsam dahinter gekommen, was in Wahrheit passiert ist, aber jede Antwort hat neue Fragen aufgeworfen und die Suche nach diesen 'Puzzleteilen' war sowohl interessant als auch spannend. Verkompliziert wird die Situation natürlich dadurch, dass Anna spurlos verschwunden ist und Raphaël sie finden möchte. Die Lage ist brisant und gefährlich und der Autor scheut sich nicht, dies immer wieder zu verdeutlichen. Die Wahrheit ist schonungslos und oft grausam und dabei stellt sich natürlich die Frage, wer Anna eigentlich ist und ob Raphaël sie lieben kann, wie sie ist - egal, was sie getan hat. Zudem fragt man sich unwillkürlich, wie viel die Mitmenschen eigentlich verbergen können, ohne dass man nur den Hauch einer Ahnung davon hat...

Die Figuren waren für mich beinahe zweitrangig, obwohl sie alle gut ausgearbeitet und vielschichtig sind . Ein Großteil der Geschichte wird von dem Protagonisten und seinem Freundes Marc erzählt, doch besonders gefallen hat mir, dass zwischendurch immer Kapitel aus der Sicht anderer Charaktere gibt und man somit mehr über sie und ihr Leben erfahren konnte. Dies war teilweise sehr beklemmend und bedrückend, aber notwendig, um die Handlung abzurunden. Die Erzählperspektive war für mich auf jeden Fall gelungen.

Das Buch ist bis zuletzt wendungsreich und spannend. Selbst als man denkt, nun alle Fakten zu kennen und am Ende angelangt zu sein, kann der Autor den Leser noch einmal überraschen und schockieren, doch alle Entwicklungen waren passend und sie haben im Nachhinein einiges erklärt. Es bleiben noch ein paar Dinge offen, davon abgesehen mochte ich das Ende aber.
Insgesamt bekommt das Buch von mir 4,5/5 Sternen. Es konnte mich durchgängig fesseln und die Mischung aus spannendem Krimi und einem bewegenden Roman ist gut gelungen.

Veröffentlicht am 23.06.2017

Toller Abschluss

Plötzlich Prinz - Die Rache der Feen
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"Die Rache der Feen" ist ein gelungener Abschluss der Trilogie. Wie die beiden Vorgänger ist das Buch packend und fesselnd, lässt sich gut lesen und bietet eine gute Mischung aus Abenteuer und Charakterentwicklung.

Der ...

"Die Rache der Feen" ist ein gelungener Abschluss der Trilogie. Wie die beiden Vorgänger ist das Buch packend und fesselnd, lässt sich gut lesen und bietet eine gute Mischung aus Abenteuer und Charakterentwicklung.

Der Konflikt, dem die Protagonisten sich in diesem Band stellen müssen, ist der wohl schwerste für sie alle; nicht nur müssen sie gegen die Armee von Vergessenen antreten, nein - sie wird von Keirran angeführt, Ethans Neffen, der ihn beinahe umgebracht hat und der bereit ist, so gut wie alles zu opfern, um sein Ziel zu erreichen. Sein Charakter hat sich stark geändert, was erschreckend war; der Autorin ist es gut gelungen zu zeigen, welche Konsequenzen sein teils unüberlegtes Handeln aus dem zweiten Band hatte. Und auch in "Die Rache der Feen" müssen Opfer gebracht werden, so tragisch sie auch sind. Bis zuletzt war ich mir nicht sicher, wie die Geschichte ausgehen würde, obwohl das Ende letztlich keine große Überraschung war. Gut fand ich, dass die Ereignisse nicht einfach übergangen wurden und dass nicht automatisch alles friedlich und perfekt war, da dies unrealistisch gewesen wäre, doch da Ethan an sich kein Teil des Feenreiches ist, bekommt man als Leser leider nicht allzu viel davon mit, was nach dem Kampf passiert. Das fand ich wirklich schade.

Meiner Meinung nach wurde die Schlacht am Ende ein bisschen zu kurz abgehandelt, aber da man schon im ganzen Buch die Auswirkungen spüren konnte, hat es mich nicht zu sehr gestört und letztlich war es ein passender Ausgang. Gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin gezeigt hat, dass das Leben der Charaktere weiter geht und ihre Geschichte nicht beendet ist, nur weil man als Leser keinen Anteil mehr daran haben wird. So kann man sich selbst denken, wie es in der Zukunft weiter gehen wird.
Insgesamt hat die "Plötzlich Prinz"-Reihe mir sehr gut gefallen, sogar besser als die ursprünglichen vier Bücher. Die Charaktere haben Ecken und Kanten, sind aber eigentlich alle sympathisch, die Konflikte sind persönlich und dadurch ziemlich tragisch und die Abenteuer sind ebenfalls packend. Ich kann die Reihe nur empfehlen.

Veröffentlicht am 23.06.2017

Es bleibt spannend

Plötzlich Prinz - Das Schicksal der Feen
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"Das Schicksal der Feen" ist auf dem gleichen hohen Niveau wie der erste Band der Trilogie. Der Schreibstil lässt sich sehr leicht lesen, das World Building ist wieder toll und die Charaktere sind interessant ...

"Das Schicksal der Feen" ist auf dem gleichen hohen Niveau wie der erste Band der Trilogie. Der Schreibstil lässt sich sehr leicht lesen, das World Building ist wieder toll und die Charaktere sind interessant und gut ausgearbeitet. Dazu kommt, dass die Konflikte alle unglaublich persönlich sind und dadurch einige tragische, herzzerreißende Situationen entstehen.

Einige Figuren, allen voran Keirran, treffen in diesem Buch Entscheidungen, die logisch betrachtet nicht nachvollziehbar sind und furchtbare Konsequenzen haben, aber der Autorin ist es gelungen, deutlich zu machen, wieso sie so handeln. Als Leser möchte man sie packen und dafür sorgen, dass sie zur Vernunft kommen, doch zugleich fragt man sich, ob man nicht ähnlich handeln würde, wenn es um das Leben der Menschen ginge, die man über alles liebt, komme was wolle. Ich wollte mit keinem der Charaktere tauschen und so, wie sich das Dilemma zugespitzt hat, frage ich mich wirklich, wie die Geschichte ausgehen wird - ein Happy End scheint momentan ziemlich unmöglich zu sein, vor allem nach dem Cliffhanger, wobei ich mir hier recht sicher bin, wie er aufgelöst werden soll. Für fast alle steht sehr viel auf dem Spiel und ich bin gespannt, was Kagawa sich noch hat einfallen lassen.

Die Handlung selbst war spannend, ohne von Action überlagert zu sein. Die Protagonisten erleben wieder einige Abenteuer, doch ihre Emotionen und die Beziehungen untereinander sowie die im Vergleich kleineren Probleme spielen die ganze Zeit eine wichtige Rolle. Mir hat diese Balance gut gefallen, da eine Geschichte - egal wie packend und fesselnd sie ist - mit blassen, eindimensionalen Charakteren nicht wirklich gut sein kann. So war es interessant zu sehen, was alle motiviert und wie sie sich weiterentwickelt haben. Und natürlich war es auch nett, alte Bekannte wiederzusehen.

Veröffentlicht am 13.05.2026

Sehr fesselnd

Feuer der Vergeltung
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"Feuer der Vergeltung" hat mir, wie schon der erste Band der Reihe, gut gefallen. Der Protagonist war auch hier sehr sympathisch und ich mochte, wie der Autor die Verhältnisse der damaligen Zeit dargestellt ...

"Feuer der Vergeltung" hat mir, wie schon der erste Band der Reihe, gut gefallen. Der Protagonist war auch hier sehr sympathisch und ich mochte, wie der Autor die Verhältnisse der damaligen Zeit dargestellt hat. Die potentiellen Unruhen, Schwierigkeiten und auch Ängste wirkten sehr realistisch und der historische Hintergrund wurde glaubwürdig mit einem gut konstruierten Fall verknüpft.

Besonders spannend fand ich, wie Cromwell charakterisiert wurde, da seine Position in vielerlei Hinsicht anders ist als in "Pforte der Verdammnis". Es ist keine leichte Zeit und eine einzige Entscheidung des Königs könnte gravierende Folgen für Cromwell, seine Anhänger und auch den Rest des Landes haben, was der Geschichte eine gewisse hintergründige Spannung beschert hat - vor allem, da Shardlake mit Ermittlungen konfrontiert wird, die aufgrund der recht prekären Lage rasch abgeschlossen werden müssen. Da die Situation sehr komplex zu sein scheint, stellt man sich beim Lesen die Frage, ob dies überhaupt möglich ist und dadurch wurde die Handlung gleich fesselnder. Auch wenn man bei der Recherche der historischen Umstände bald erfährt, worauf die Ereignisse vermutlich hinauslaufen werden, hat Sansom sie sehr lebendig und spannend dargestellt.

Der Einstieg in das Buch ist mir ein bisschen schwer gefallen und es gab ein paar kleinere Längen, doch die Geschichte konnte mich dennoch schon bald packen und da der Hauptcharakter mit gleich zwei Fällen beschäftigt ist, die bald aufgeklärt werden müssen, hat er kaum eine ruhige Minute. Sowohl die Suche nach dem Griechischen Feuer als auch die Untersuchung eines Todesfalles, bei dem die Verdächtige sich weigert zu sprechen, waren interessant und bei beiden Handlungsstränge habe ich mich gefragt, worauf alles hinauslaufen soll, sodass ich beim Lesen meine eigenen Theorien aufgestellt habe. Einige Zusammenhänge waren vorhersehbar, doch das hat meinen Lesespaß keineswegs getrübt und ich fand die Auflösung ziemlich gelungen, vor allem, da andere Entwicklungen und Enthüllungen mich überraschen konnten. Die Ermittlungsarbeit an sich wurde ebenfalls gut dargestellt und sie kam mir glaubwürdig und überzeugend vor.

"Feuer der Vergeltung" bekommt von mir 4 Sterne. Ich fand das Buch fast durchgängig fesselnd, ich mochte, wie der Protagonist vorgegangen ist und auch die Fälle an sich waren spannend und faszinierend, sodass ich das Buch gerade in den späteren Kapiteln kaum aus der Hand legen wollte.

Veröffentlicht am 13.05.2026

Interessant und fesselnd

Magisterium - Der Weg ins Labyrinth
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Auf "Magisterium: Der Weg ins Labyrinth" war ich sehr gespannt; ich wusste, dass das Buch gemischte Bewertungen erhalten hat, doch da ich von beiden Autorinnen bereits andere Werke kenne und diese mochte, ...

Auf "Magisterium: Der Weg ins Labyrinth" war ich sehr gespannt; ich wusste, dass das Buch gemischte Bewertungen erhalten hat, doch da ich von beiden Autorinnen bereits andere Werke kenne und diese mochte, hatte ich Hoffnungen, dass ich die Geschichte mögen würde. Letztlich war dies auch der Fall; es gab zwar einige Aspekte, die mich nicht richtig überzeugen konnten beziehungsweise die noch weiter hätten beleuchtet werden können, aber ich fand die Handlung interessant, es gibt sehr spannende Ansätze im World Building und ich mochte, wie der Protagonist versucht hat, mehr über die ihm recht unbekannte Welt und seine eigene Familie herauszufinden.

Den Beginn der Erzählung fand ich ein wenig anstrengend. Da der Vater des Hauptcharakters keine gute Meinung über die Magie und sogar gehofft hat, dass sein Sohn nicht im Magisterium aufgenommen werden würde, ist Callum zunächst nicht begeistert darüber, dass er bei der Aufnahmeprüfung ausgewählt wurde. Einerseits fand ich seine eher negative Einstellung interessant und sogar erfrischend, da die Protagonisten in ähnlichen Situationen oftmals sehr begeistert sind und Callums Ablehnung daher eine nette Abwechslung war, doch andererseits war dies nach einiger Zeit ermüdend, sodass ich über die weitere Entwicklung seines Charakters erleichtert war. Die Nebenfiguren sind teilweise noch ein wenig blass geblieben, aber alles in allem schienen sie mir gut ausgearbeitet zu sein.

Obwohl teilweise nicht besonders viel passiert, fand ich die Handlung weitgehend fesselnd. Sie ist ein wenig vorhersehbar, doch gegen Ende gibt es eine Enthüllung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte und die alles auf den Kopf stellt. Zuvor hätte ich das Buch mit 3,5 Sternen bewertet, da ich es zwar gerne gelesen habe, ich aber gerne noch vertiefende Informationen über so einige Bereiche erhalten hätte. Danach habe ich mich jedoch für 4 Sterne entschieden, weil ich diese Wendung wirklich gut fand; rückblickend gab es einige Andeutungen, aber beim Lesen war ich ahnungslos, weshalb ich gemeinsam mit dem Protagonisten überrascht wurde und das hat mir gut gefallen. Diese Entwicklung eröffnet sehr viel Potential für die nachfolgenden Bände und ich bin gespannt darauf, wie es weiter geht.