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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2022

Eine breite Palette

Meine schönsten Weihnachtsmärchen
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Schon der Blick auf das Cover bringt einen so richtig schön in adventlich-weihnachtliche Stimmung. Die Tiere haben sich um den geschmückten Weihnachtsbaum versammelt und es hat geschneit. Es dämmert und ...

Schon der Blick auf das Cover bringt einen so richtig schön in adventlich-weihnachtliche Stimmung. Die Tiere haben sich um den geschmückten Weihnachtsbaum versammelt und es hat geschneit. Es dämmert und deshalb wirkt die Zeichnung wohl auch einen Ticken unscharf.
Die Illustrationen gefallen mir nicht alle so gut. Manche finde ich schön und passend, andere - besonders für die Kleineren, ab 4 Jahren - doch ein wenig "gruselig" und einfach nicht so "schön". Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt.
Die Auswahl der Märchen bietet eine breite Paletten an bekannten und unbekannten Geschichten. Andersens "Mädchen mit den Schwefelhölzern" ist zwar ein schönes Märchen, aber so traurig, dass ich dieses erst für etwas ältere Kinder empfehlen würde. Mich hat als Kind dieses Märchen sehr lange beschäftigt und traurig gemacht. Aber es gibt ja noch genug andere Märchen, z. B. "Frau Holle".
Interessant und gut gefallen hat mir zu erfahren, wie Adventskranz und -kalender entstanden sind.
Die Geschichten sind alle unterschiedlich lang und ich würde das Buch eher nicht wie einen Adventskalender nutzen, sondern je nach Alter eine Vorauswahl treffen.

Veröffentlicht am 09.10.2022

Lilou und Jules

Das Apfelblütenfest
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Richard Barenberg trägt diese emotionale Hörbuch sehr gut vor und ich habe sie mir gerne von ihm "erzählen" lassen.
Jules freut sich wie jedes Jahr auf die Apfelblüte, denn dann riecht es immer so gut ...

Richard Barenberg trägt diese emotionale Hörbuch sehr gut vor und ich habe sie mir gerne von ihm "erzählen" lassen.
Jules freut sich wie jedes Jahr auf die Apfelblüte, denn dann riecht es immer so gut und als seine Mutter noch lebte, haben sie in dieser Zeit des Jahres immer draußen gegessen, egal, wie kalt es war. Doch seine Mutter ist lange tot und auch sein Vater lebt nicht mehr und Jules hat finanzielle Probleme mit seiner Firma, die Cidre und Calvados vertreibt. Ein Deal mit einer schwedischen Firma wäre die Rettung.
Lilou ist Heilprakterin, braucht allerdings einen Zusatzverdienst und da kommt ihr die Stellenanzeige, eingeritzt in einen Baum, gerade recht. Allerdings ist die Anzeige lange nicht mehr aktuell.
Erzählt wird die Geschichte aus diesen beiden Perspektiven. Zwei Menschen, die beide ihre Probleme haben, die sich im Lauf der Geschichte noch vergrößern. Eine eher leise Liebesgeschichte. Dazu gibt es ganz viel Normandie-Feeling mit kulinarischen Highlights.
Eine Geschichte, die mich nachdenklich gestimmt hat und eine Vielzahl an Gefühlen hervorgerufen hat.

Veröffentlicht am 08.10.2022

Ein Pferdchen aus Bernstein

Halligzorn (Ein Minke-van-Hoorn-Krimi 2)
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Mir hat schon der erste Krimi mit Minke Hoorn gut gefallen und ich habe mich sehr auf einen neuen Fall gefreut im fiktiven Jüstering mit den vorgelagerten Halligen Midsand und Nepken. Dieses Mal spielt ...

Mir hat schon der erste Krimi mit Minke Hoorn gut gefallen und ich habe mich sehr auf einen neuen Fall gefreut im fiktiven Jüstering mit den vorgelagerten Halligen Midsand und Nepken. Dieses Mal spielt die Hitze im heißen Sommer. Es ist einfach nur heiß, aber ansonsten passiert einfach nichts und Minke langweilt sich. Auf Midsand vermutet ein Archäologenteam die Überreste des untergegangenen Everbeck und nach dem Fund eines gut erhaltenen Pferdchens aus Bernstein ist die Wahrscheinlichkeit einer archäologischen Sensation groß. Doch dann wird dieses Pferdchen gestohlen. Minkes schwäbelnde Assistentin kümmert sich um den Diebstahl des Pferdchens und Minke selbst muss sich bald um einen Mord kümmern, denn während eines Halligfestes wird Leonie Schwarz ermordet aufgefunden, in der Brust steckt noch der Eispickel.
Unterbrochen wird die Erzählung immer wieder von den Ereignissen vom 16. Januar 1362 in Everbeck. Erzählt aus immer wieder neuen Perspektiven wird der Tag einer bedeutenden Hochzeit erzählt, während das Wetter immer schlechter wird.
Spannend und mit viel Flair erzählt. Auch die private Hintergrundgeschichte wird wohl dosiert weiter erzählt. Das Ende wartet dann auch noch mit einer Überraschung auf. Ich würde mich sehr über weitere Bände der Reihe freuen.

Veröffentlicht am 27.09.2022

Humbrecht

Der Regenbogenfisch glaubt nicht alles
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Ein Cover, bei dem man sofort die Reihe erkennen kann. Der kleine Regenbogenfisch mit dem Glitzer auf den Flossen - damals etwas Besonderes, inzwischen eher so etwas wie das Markenzeichen dieser Buchreihe ...

Ein Cover, bei dem man sofort die Reihe erkennen kann. Der kleine Regenbogenfisch mit dem Glitzer auf den Flossen - damals etwas Besonderes, inzwischen eher so etwas wie das Markenzeichen dieser Buchreihe - zusammen mit einem größeren Fisch, der etwas Erstaunliches zu erzählen scheint, da der Regenbogenfisch die Flosse vor den Mund hält und erstaunt guckt. Und richtig, das ist Humbrecht, der jeden Tag mit einer neuen Geschichte ankommt, so zum Beispiel, dass es jenseits des Riffs Schwärme gibt, die den Regenbogenfisch und die anderen bedrohen. Und jedes Mal hat Humbrecht angeblich einen Plan, um weiter zu helfen. Doch am nächsten Tag kommt er mit einer neuen haarsträubenden Geschichte daher. Das geht so weit, dass ihm keiner mehr glauben mag. Doch der Regenbogenfisch hat eine Lösungsstrategie entwickelt, mit der allen geholfen ist. Ein schönes neues Abenteuer mit tollen Illustrationen.

Veröffentlicht am 27.09.2022

Eine Reihe ungeklärter Morde

Die Totenärztin: Donaunebel
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"Es tanzt der Bi-ba-Butzemann..." - dieses Lied singt die kleine Marie vor sich hin, während sie auf den Weg nach Hause ist, zu einer Ansammlung armseliger Hütten im Wald. Doch als sie dort ankommt, sind ...

"Es tanzt der Bi-ba-Butzemann..." - dieses Lied singt die kleine Marie vor sich hin, während sie auf den Weg nach Hause ist, zu einer Ansammlung armseliger Hütten im Wald. Doch als sie dort ankommt, sind alle, die dort gelebt haben, tot. Nach diesem gruseligen Prolog wechselt die Perspektive zu Fanny Goldmann, die sich bei ihrem Vorgesetzten als Assistentin bei einer Obduktion bewähren möchte, doch dabei geht leider alles schief. Aber das ist bald vergessen, denn Fanny und ihre Kollegen werden zu dem Ort im Wald geführt, um eine äußere Leichenschau vorzunehmen, was ganz neu ist. Aber es stellen sich zu viele Fragen, wie diese Menschen ums Leben gekommen sein könnten. Fanny hat das Gefühl, von einer seltsamen Kreatur verfolgt zu werden.
Ich kannte nur den ersten Band der Reihe, aber auch ohne Kenntnis des zweiten, hat mir dieser Fall mit der vorwitzigen Fanny gut gefallen. Alte Bekannt wie ihr Cousin Schlomo oder ihre Freundin Tilde tauchen auch hier wieder auf und mit den beiden erhalten wir wieder einen kleinen Einblick in die Theaterwelt, allerdings nur Kleinigkeit. Mit Max, Fannys Freund, erfahren wir die Ermittlungen aus Sicht der Polizei.
Neben einem spannenden Fall gibt es weitere Einblicke in die damalige Rechtsmedizin, in ein Wien zu Beginn des 20. Jarhunderts und weitere Themen. Ich freue mich schon auf den vierten Teil der Reihe. Die Stimme von Katharina Ballan passt sehr gut zu diesem Wiener Krimi.