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Veröffentlicht am 24.10.2022

Ein unterhaltsamer Ausflug in die 1960er

Zwischen heute und morgen
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In ihrem Roman „Zwischen heute und morgen“ schildert Carmen Korn Entwicklungen und Begebenheiten in den fiktiven Familien Canna in San Remo, Aldenhoven in Köln und Borgfeldt in Hamburg jeweils in den 1960er ...

In ihrem Roman „Zwischen heute und morgen“ schildert Carmen Korn Entwicklungen und Begebenheiten in den fiktiven Familien Canna in San Remo, Aldenhoven in Köln und Borgfeldt in Hamburg jeweils in den 1960er Jahren. Ich habe die Familienmitglieder bereits im Roman „Und die Welt war jung“, dem ersten Band der Dilogie der „Drei-Städte-Saga“, kennengelernt und liebgewonnen. Inzwischen hat auch der Nachwuchs sich im Beruf etabliert und einen Partner oder eine Partnerin gefunden. Einige haben ihrerseits bereits ein Kind oder erwarten eines.

Um an den drei Handlungsorten eine lebendige Geschichte zu gestalten, sind eine Vielzahl an Personen notwendig. Auf den ersten Seiten des Buchs steht ein hilfreiches Personenverzeichnis. Im übersichtlichen Stammbaum konnte ich immer wieder nachschlagen, welche Figur in welcher Beziehung zu den anderen steht. Eine größere Rolle übernimmt Pips, ein Musiker und Freund der Familie, der immer noch schwer an den Misshandlungen trägt, die er im Zweiten Weltkrieg erlitten hat. Es zeigt sich nicht nur bei ihm, dass der Krieg auch jetzt noch seine langen Schatten wirft.

Bar und Blumenhandlung der Protagonisten in Italien florieren genauso wie die Galerie und die Schneiderei der Aldenhovens in Köln, während in Hamburg bereits der Ruhestand in Aussicht steht. Für die Älteren steht die Frage im Raum, ob sie ihr Leben nach ihren Vorstellungen gelebt haben und ob es jetzt noch physisch und psychisch möglich ist, sich ausstehende Wünsche zu erfüllen.

Es war wieder eine schöne Zeitreise für mich. Diesmal habe ich es besonders genossen, weil ich mich an einige Ereignisse zum Ende des Jahrzehnts hin noch aus eigener Erfahrung ein wenig erinnern konnte. Auch diesmal bleibt die Autorin nah an ihren Figuren, die im Wandel der Zeiten sich selbst auch weiterentwickeln. In den Jahren 1960 bis zur Mondlandung 1969 fließen in die Erzählung der Mauerbau, die Sturmflut in Hamburg, die Ermordung J.F. Kennedys, die Studentenbewegung und viele andere weltbewegende Geschehnisse mit ein. Aber auch Kunst, Musik, Film und Literatur kommen nicht zu kurz. Ich erfuhr, welche Gerichte regional typisch auf den Tisch kommen und freute mich über das Kölner Platt, dass die Autorin immer wieder mal einfließen lässt und der Geschichte Lokalkolorit gibt.

Kurze Kapitel, viele Dialoge und eine zeitliche Entwicklung mit mehr oder weniger großen Sprüngen prägen den Schreibstil der Autorin. Durch die Angabe von Jahr, Monat und Tag bei den Textabschnitten wusste ich beim Lesen immer, in welcher Zeit ich mich befinde.

Im Roman „Zwischen heute und morgen“, dem zweiten und abschließenden Band ihrer Drei-Städte-Saga zeigt Carmen Korn ihre Figuren beeinflusst von der Vergangenheit, in der Gegenwart lebend und auf die Zukunft ausgerichtet. Der Roman ist für Carmen Korn-Fans ein Muss und für jeden Lesenden historischer Roman ein interessanter Ausflug in die Vergangenheit der 1960er Jahre.

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Veröffentlicht am 17.10.2022

Dystopischer Roman mit Nähe zur Gegenwart

Unsre verschwundenen Herzen
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In ihrem Roman „Unsre verschwundenen Herzen“ beschreibt Celeste Ng, warum die Protagonistin Margaret Miu, die Mutter von Bird, in einer nahen Zukunft ihren Sohn in der Obhut ihres Ehemanns zurücklässt. ...

In ihrem Roman „Unsre verschwundenen Herzen“ beschreibt Celeste Ng, warum die Protagonistin Margaret Miu, die Mutter von Bird, in einer nahen Zukunft ihren Sohn in der Obhut ihres Ehemanns zurücklässt. Sie hat dabei das Bestmögliche für Bird im Sinn und ist damit nicht die Einzige, die sich von ihrer Familie absetzt. Mütter und Väter sind voller Angst vor der staatlichen Kontrolle, die über angemessenes Verhalten urteilt. Sie kommen unangemeldet zum Wohnort der Familie, nehmen die Kinder mit und geben sie in Pflegefamilien. Doch die Liebe der Eltern bleibt in den Herzen ihres Nachwuchses. Das Cover spiegelt eine Situation wider, wie manche besorgte Person der Erzählung sie inzwischen tagtäglich wiederholt: Ein vorsichtiger Blick durch die Gardine nach draußen, ob Gefahr in Form der Ordnungshüter im Anmarsch ist.

Margaret hat asiatische Vorfahren. Vor mehreren Jahren hat sie ungewollt die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen und schließlich in Konsequenz dazu Ehemann und Sohn verlassen. Inzwischen ist Bird zwölf Jahre alt. Sein Vater hat dafür gesorgt, dass sie an einem neuen Wohnort innerhalb der Stadt einen Neuanfang starten können. Eines Tages erhält Bird einen Brief mit einer Zeichnung. Er erkennt, dass seine Mutter sie für ihn gemalt hat. Zum Glück ist die Post nicht konfisziert worden. Bird glaubt fest daran, dass Margaret ihm etwas mitteilen möchte. Darum beginnt er damit einen Plan für die Suche nach seiner Mutter zu erdenken, den er schließlich umsetzt.

Celeste Ng schafft ein beängstigendes Szenario. Die Geschichte ist zwar eine Dystopie, basiert aber auf einer Vergangenheit, die die unsere ist. Beim Lesen wurde mir klar, dass bestimmte Begebenheiten nicht mehr auf sich warten lassen, sondern bereits jetzt Realität sind. Es ist erschreckend darüber zu lesen, aber auch bei uns gegenwärtig, dass eine Meinung im öffentlichen Raum von so vielen unreflektiert zu eigen gemacht wird.

Von Beginn an entwickelt sich eine hintergründige Spannung darüber, ob die Suche von Bird erfolgreich sein wird. Er entdeckt Bibliotheken als einen Ort, an dem sich Widerstand regt, wodurch ein Stück Hoffnung gegeben wird. Die Autorin zeigt, welche Macht Worte ausüben können, im positiven wie im negativen Sinne. Sie nutzt einen Schreibstil, der die wörtliche Rede nicht mit Anführungszeichen versieht. Aber sie ist nah an ihren Figuren und es gelang ihr, mir deren Gefühle zu übermitteln. Ich empfand die Ohnmacht und Hilflosigkeit der zu Unrecht Beschuldigten. Einige Male überraschte mich der Roman mit einer Wendung.

„Unsre verschwundenen Herzen“ von Celeste Ng ist ein dystopischer Roman mit einer unerwartet großen Nähe zu unserer Gegenwart. Es war ein beeindruckendes und ergreifendes Lesen über eine besondere Mutter-Sohn-Beziehung. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

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Veröffentlicht am 12.10.2022

Ein schöner würdiger Abschluss der Lütteby-Reihe

Das Wunder küsst uns bei Nacht
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Mit der Geschichte des Romans „Das Wunder küsst uns bei Nacht“ von Gabriella Engelmann reiste ich ein drittes und letztes Mal zum fiktiven kleinen Küstenort nach Lütteby. Der Titel nimmt Bezug auf die ...

Mit der Geschichte des Romans „Das Wunder küsst uns bei Nacht“ von Gabriella Engelmann reiste ich ein drittes und letztes Mal zum fiktiven kleinen Küstenort nach Lütteby. Der Titel nimmt Bezug auf die Situation, in der sich die Protagonistin und Ich-Erzählerin Lina und ihr aktueller Freund sich nähergekommen sind und an die sie sich gerne erinnert.

Lina hadert damit, dass ihre Mutter Florence plötzlich in Lütteby erschienen ist. Sie lebt schon seit einer gewissen Zeit in einem Ort, der nicht weit entfernt ist. Für die beiden beginnt ein schwieriger Annäherungsprozess, den Gabriella Engelmann sensibel beschrieben hat. Erst als ihre Mutter ihr von ihrer Jugend und der Zeit danach erzählt, fängt Lina an, die Gründe zu verstehen, warum Florence sie als Kleinkind zurückgelassen hat. Aus ihrer jetzigen, neu gewonnenen Sicht ändert sich die Rolle ihrer Großmutter Henrikje und sie hinterfragt deren Verhalten. Als sie erfährt, dass auch ihre Oma in Liebesdingen ein Geheimnis hütet, fragt sie sich, ob die Frauen der Familie Hansen überhaupt die große Liebe erleben können.

Lange musste ich darauf warten, endlich den Namen von Linas Vater zu erfahren. Die Autorin versteht es geschickt, ihre Figuren vor einer Klärung immer wieder ausweichen zu lassen, was eine gewisse Hintergrundspannung erzeugt. Aber Linas Welt ist auch in Sachen Beruf im Umbruch. Liebesleben und Jobwechsel bringen sie dazu, sich selbst zu hinterfragen. Für sie wird es Zeit einen Neuanfang zu wagen und ihr Leben auf die Zukunft auszurichten. Bewegend beschreibt Gabriella Engelmann die widerstreitenden Gefühle ihrer Protagonistin. Ein Unglück hätte mir als Leserin beinahe das gewünschte Ende verleidet, aber dann konnte ich doch noch aufatmen.

Natürlich fehlt auch diesmal nicht der Charme von Lütteby im Roman. Gabriella Engelmann führte mich als Leserin wieder an bezaubernde Schauplätze. Trotz einiger Ecken und Kanten sind die Bewohner Lüttebys sympathisch. Für die Verstimmung bestimmter Personen gibt es glaubhafte Erklärungen. Eine Liebesgeschichte, die vor sechzig Jahren spielt, unterbricht in kursiver Schrift einige Male die Kapitel und trägt zum tieferen Verständnis der Vergangenheit einer der Hauptfiguren bei.

Der Roman „Das Wunder küsst uns bei Nacht“ führt die Reihe „Zauberhaftes Lütteby“ von Gabriella Engelmann zu einem freundlichen Ende. Einfühlsam beschreibt die Autorin die inneren Konflikte der Protagonistin Lina, die sich ihrer feinfühligen Mutter behutsam annähert. Mit einem kleinen Aufreger zum Ende hin überraschte mich die Geschichte dann noch, die dann aber zum Wohlfühlen endete. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter. Für alle Lütteby-Fans ist das Lesen ein Must-Read.

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Veröffentlicht am 27.09.2022

Eine schicksalhafte Erzählung in naturverbundenem Setting

Die Rückkehr der Kraniche
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Im Roman „Die Rückkehr der Kraniche“ nimmt Romy Fölck die Lesenden mit in die Elbmarsch. Dort lebt seit Jahrzehnten die Familie Hansen in einem alten Resthof in einem kleinen Ort an der Binnenelbe. Großmutter ...

Im Roman „Die Rückkehr der Kraniche“ nimmt Romy Fölck die Lesenden mit in die Elbmarsch. Dort lebt seit Jahrzehnten die Familie Hansen in einem alten Resthof in einem kleinen Ort an der Binnenelbe. Großmutter Wilhelmine und ihre älteste Tochter Grete leben unter einem Dach, aber in zwei getrennten Wohnungen. Gretes Schwester Freya ist als junge Frau nach Berlin gezogen und hat sich dort ein Leben aufgebaut und Anne, Gretes Tochter Anne wohnt während ihres Studiums in Bremen. Aus beruflichen Gründen und, um ihrem heimlichen Wunsch zu folgen, erwägt Grete die Heimat zu verlassen. Durch den Sturz mit anschließender Bewusstlosigkeit ihrer Mutter kommen ihre Pläne ins Wanken.

Beeindruckend sind die Schilderungen der Natur und der Umgebung, in dem der Resthof liegt. Die fast 50-jährige Grete genießt jeden Tag in ihrem Beruf als Vogelwartin. Als Jugendliche hat sie von einem Studium geträumt und davon, die Welt zu sehen. Sie ist in einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Ihr Vater ist gestorben als sie vier Jahre alt war. Den Namen des Vaters ihrer Tochter hat sie verschwiegen, so dass die Dorfgemeinschaft auch hierüber genug zu tuscheln hatte. Zwar ist der Zusammenhalt im Ort gegeben, aber wenn man sich außerhalb ungeschriebener Regeln bewegt, steht man schnell am Rand.

Als festgestellt wird, dass der Zustand von Wilhelmine kritisch ist, treffen die Hansen-Frauen sich auf dem Resthof. Wie Grete erst sehr viel später erfährt, lassen Freya und Anne dabei eigene Sorgen an ihrem Wohnort zurück. Untereinander herrscht eine angespannte Atmosphäre, weil niemand von ihnen über bestehende Probleme oder Vorstellungen für die Zukunft reden möchte und gleichzeitig über der Vergangenheit lange Verschwiegenes liegt. Die Autorin macht für die Lesenden sichtbar, was den Familienmitgliedern verborgen bleibt. Dadurch konnte ich die widerstreitenden Gefühle gut nachvollziehen, die Wilhelmine, Grete, Freya und Anne beschäftigen. In kleinen Schritten öffnen sie sich in einem schleichenden Prozess mit Rückschlägen füreinander.

Das naturverbundene Setting des Romans „Die Rückkehr der Kraniche“ von Romy Fölck wirkte entschleunigend auf mich als Leserin. Dennoch ist es kein Rundum-Wohlfühlroman, denn für die vier Frauen der Familie Hansen, die in der Geschichte im Mittelpunkt stehen, ist es ein langer Weg sich einander anzunähern und die seit langem bestehenden Differenzen zu überwinden sowie das verlorene Vertrauen zueinander zurück zu gewinnen. Und fast ist es dafür zu spät. Gerne empfehle ich das Buch an naturverbundene Leser von schicksalhaften Erzählungen weiter.

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Veröffentlicht am 08.09.2022

Spannende Suche nach den Fakten hinter den Ereignissen

Fake – Wer soll dir jetzt noch glauben?
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In den Psychothrillern „Fake“ beziehungsweise „Fakt“, die inhaltsgleich sind, gibt Arno Strobel auf beeindruckende Weise ein Beispiel für die Möglichkeiten der Beeinflussung unserer Wahrnehmung der Realität. ...

In den Psychothrillern „Fake“ beziehungsweise „Fakt“, die inhaltsgleich sind, gibt Arno Strobel auf beeindruckende Weise ein Beispiel für die Möglichkeiten der Beeinflussung unserer Wahrnehmung der Realität. Daher spielt der Untertitel der beiden Bücher „Wer soll dir jetzt noch glauben?“ an. Das Cover spiegelt wider, dass nur durch den Austausch eines Buchstabens im Wort aus Wahrheit Lüge wird.

Der Protagonist Patrick Dostert ist 37 Jahre alt, verheiratet und sitzt nach eigenen Angaben unschuldig in der JVA ein. Der größte Teil des Buchs besteht aus Patricks Erzählung der zurückliegenden Ereignisse. Allerdings schildert er die Geschehnisse in der dritten Person, weil er diese Form für angenehmer zu lesen hält.

Patrick wird beschuldigt, zwei Frauen ermordet zu haben. Er erzählt, welche Begebenheiten Schritt für Schritt dazu führten, dass er als einziger Tatverdächtiger in das Visier der polizeilichen Ermittlungen gerät. Vergeblich und zunehmend verzweifelt, versucht er Erklärungen und Beweise vorzubringen, die ihn entlasten. Seine Kollegen, seine Freunde und Bekannten und schließlich auch seine Frau beginnen, seine Unschuld in Frage zu stellen.

Die Spannung stieg zunehmend. Als Lesende war ich auf der Seite von Patrick und hoffte darauf, dass er eine Möglichkeit findet, sich zu entlasten. Was mich aber störte, war der Prologs, der thematisch zwar passte, sich aber nicht in die Vorgänge einordnen ließ. Immer wieder sind Szenen eingefügt, die durch ihre Kursivschrift auffallen. Darin schildert Patrick die Umstände, unter denen er gegenwärtig in der JVA lebt, seine schwere Kindheit sowie seine Gefühle bei alldem.

Der Autor spielt im Buch mit dem Potential des sogenannten Deepfakes, das sind manipulierte Bild-, Audio- oder Videoaufnahmen, die echt wirken. Aber „Fake/Fakt“ wäre kein Psychothriller von Arno Strobel, wenn der Ablauf der Handlung darin bestände, dass der Beschuldigte viel Zeit benötigt, seine Unschuld zu beweisen, es ihm dann zur Freude der Lesenden gelingt und das Buch dann beendet wäre. Nein, so einfach ist es nicht, denn dass Täter – Opfer – Ermittlerspiel ist weitaus verschlungener und es ist viel schwieriger Fake von Fakt zu unterscheiden als zunächst ersichtlich ist. Auch der Prolog fügt sich zum Schluss in das vergangene Geschehen ein.

Der besondere Reiz der Geschichte liegt darin, dass man sich gut in die Rolle des Patrick hineindenken kann. Als Leserin schien es mir, dass er in einer harmonischen Ehe lebt und seiner Arbeit einer leitenden Position in einem Logistikunternehmen gerne nachkommt. Es ist erschreckend, was ihm geschieht und ich fragte mich, ob das jederzeit Jedem geschehen könnte. Das Wissen, dass betrügerische News in den Sozialen Medien dazu führen können, Fakten zu verdrehen, macht es nicht einfacher, zwischen die realen Ereignisse von Vortäuschungen zu unterscheiden.

Mit dem Psychothriller „Fake“, der auch unter dem Titel „Fakt“ erscheint, gelingt Arno Strobel die glaubhafte Schilderung eines Verbrechens, bei dem es schwierig ist, Tatsachen von Vorspiegelungen zu unterscheiden. Neue Wendungen führen die miträtselnden Lesenden auf manche falsche Fährte und steigern die Spannung bis zum Ende. Über allem steht die große Frage nach dem Motiv des Täters. Das Buch ist ein Must-Read für alle Strobel-Fans und meine Empfehlung an diejenigen, die gerne Psychothriller lesen.

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