Die Träume skurriler Menschen
GlitterschnitterEin Haufen skurriler Menschen, welche versuchen ihre Träume zu leben. So könnte eine Kurzbeschreibung dieses Romans lauten. Ich bin leider mit der Story nicht warm geworden. In der Handlung, welche mehrere ...
Ein Haufen skurriler Menschen, welche versuchen ihre Träume zu leben. So könnte eine Kurzbeschreibung dieses Romans lauten. Ich bin leider mit der Story nicht warm geworden. In der Handlung, welche mehrere Erzählstränge parallel aufweist, geht es um verschiedene Personen, welche auf unterschiedliche Weise versuchen ihrem Leben eine Ordnungsstruktur zu geben. Da ist zum einen das Trio Charlie, Ferdi und Raimund, welche mit ihrer Band „Glitterschnitter“ den musikalischen Durchbruch erlangen wollen. Heinz-Rüdiger, in Kurzform H.R. genannt, ist ein Künstler welcher sich sowohl in der Kunst als auch in der eigenen Wohnungseinrichtung verwirklichen möchte. Als letzte Geschichte sind da noch die junge Bedienung Chrissie, welche zusammen mit ihrer Mutter Kerstin die etwas abgekühlte „Beziehung“ untereinander wieder aufmöbeln möchte. Alle drei Erzählstränge treffen in der Handlung aufeinander, ohne dass daraus eine wirkliche stringente Darstellung wird. Es geht mehr um das Interagieren der Protagonisten untereinander als um eine konkrete Handlung. Dabei hat mir H.R. mit seinem exzentrischen Verhalten noch am besten gefallen und ich konnte über seine penetrante Art öfters schmunzeln. Der Schreibstil ist flüssig und oft mit derber Umgangssprache versehen. Positiv ist zu vermerken, dass die Dialoge in Einzelfällen durchaus einen als Leser ansprechen konnten und manchmal nahe am tatsächlichen Leben schienen. Negativ ausgewirkt hat sich die kaum vorhandene Handlung innerhalb des Romans. Demnach hatte es mehr etwas von einer Aufeinander Reihung von Dialogen von Personen, welche in einer WG oder in ein Band leben bzw. arbeiten. Auch mit dem hohen Erzähltempo konnte ich nur bedingt etwas anfangen. Demnach ist das Fazit sehr durchwachsen. Mit guten Ansätzen ausgestattet kann ich diesen Roman leider nicht unbedingt empfehlen. Auch der oft etwas banale „Pipi-Kaka-Humor“ war nicht so ganz mein Fall. Aber ich überlasse es unseren Lesern sich ihre eigene Meinung zu bilden.