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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2022

4 Frauen

Die Köchinnen von Fenley
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Vor fünf Jahren konnte mich die Schriftstellerin Jennifer Ryan mit ihrem Roman Der Frauenchor von Chilbury begeistern.
Die Köchinnen von Fenley ist ihr neuer Roman. Er spielt auch während des zweiten ...



Vor fünf Jahren konnte mich die Schriftstellerin Jennifer Ryan mit ihrem Roman Der Frauenchor von Chilbury begeistern.
Die Köchinnen von Fenley ist ihr neuer Roman. Er spielt auch während des zweiten Weltkrieges in einem kleinen Ort nahe Londons.
Es sind vier Frauen und ihre Schicksale , die ganz verschieden sind , beschrieben.
Da ist die reiche Lady Gwendoline , gefällt mir erst gar nicht.
Ihr Dienstmädchen Nell kam als vierzehnjähriges Waisenmädchen in den Haushalt und lernte von der alten Köchin das Kochen.
Zelda ist ausgebildete Köchin aus London.
Gwendolines Schwester Audrey ist Witwe und hat drei Söhne, sie hat Schulden und Angst, das sie ihr Haus verliert.
Die Vier sind erst richtige Konkurrentinnen. Die Autorin lässt sie Klasse zusammenfinden, das daraus Freundschaft wird.
Ich habe das Hörbuch mit der Sprecherin Gabriele Blum gehört. Die versteht es gut, den Personen ein Stimme zu geben, so das sich ihre Charaktere entfalten können.

Der Kochwettbewerb ist spannend, obwohl die Rezepte wahrscheinlich für die meisten Frauen nicht nach zu kochen waren, denn in der Stadt kann man nicht so einfach die Zutaten so einfach zu bekommen, überhaupt da es die Zuteilung gibt.
Mir hat diese Geschichte wieder gut gefallen.

Veröffentlicht am 11.10.2022

Australien Ureinwohner

Wie rote Erde
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Die Schriftstellerin Tara June Winch schreibt in ihrem Roman Die rote Erde, über die indogene Bevölkerung Australiens.

Es ist eine Generationrngeschichte, in der man die Grausamkeit der Weißen miterlebt.
Die ...



Die Schriftstellerin Tara June Winch schreibt in ihrem Roman Die rote Erde, über die indogene Bevölkerung Australiens.

Es ist eine Generationrngeschichte, in der man die Grausamkeit der Weißen miterlebt.
Die Autorin lässt eine fiktive Familie zu Wort kommen.
Albert Gondiwindi erzählt seine Geschichte, seine Erlebnisse und von dem Untergang der Sprache.

Seine Enkelin August kämpft weiter.
Ich war erst irritiert, das August ein Mädchen ist, aber sie heißt wirklich so.

Es ist immer wieder erschreckend von dem Schicksal der Ureinwohner zu lesen, vor allem, weil man weiß, das die Lage immer noch nicht so rosig ist.

Die Autorin schreibt diesen Roman mit Gefühl und sehr direkt.
Es ist eine Geschichte, die ihre eigene Vorfahren auch erleben mussten.

Dieser Roman ist ein wichtiges Stück Zeitgeschichte.

Veröffentlicht am 08.10.2022

Erschreckende Zukunft

Unsre verschwundenen Herzen
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Die Schriftstellerin Celeste Ng schreibt immer über aktuelle Themen. Sie gehört zu einer meiner Lieblingsautoren.

Der neue Roman, Unsere verschwundene Herzen, spielt in der nahen Zukunft, deren Anfang ...



Die Schriftstellerin Celeste Ng schreibt immer über aktuelle Themen. Sie gehört zu einer meiner Lieblingsautoren.

Der neue Roman, Unsere verschwundene Herzen, spielt in der nahen Zukunft, deren Anfang man schon miterlebt.
In Amerika zeichnet sich der Rassismus schon immer stark aus. Dieses Mal werden die Personen, die einen asiatischen Hintergrund haben, diskriminiert.
Die Regierung hat Pakt ins Leben gerufen, die wollen alle nichtamerikanischen Elemente vergraulen. Es wurden oft die Kinder einfach abgeholt.

Vor 9 Jahren ist Margaret, Mutter von Noah verschwunden. Sie war eine Tochter von chinesischen Einwanderen. Sie hat ein Gedichtband geschrieben und ein Gedicht wurde von Demonstranten Paktgegner zum Slogan, das war unsere verschwundenen Herzen. Noahs Vater ist Amerikaner. Als Noah 12 Jahre alt ist, geht er auf die Suche nach seiner Mutter.

Die Autorin spricht ernst und mit Poesie in diesem Roman. Der ist ihr wieder spannend und aufrüttelnd gelungen.
Es ist ein wahres Leseerlebnis, zwar eine ernste Geschichte, aber einfach brillant.

Veröffentlicht am 06.10.2022

Brillant erzählt

Miss Kim weiß Bescheid
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Die koreanische Schriftstellerin Cho Nam-Joo konnte mich mit ihrem letzten Roman total begeistern.

Miss Kim weiß Bescheid, besteht aus acht Stories von verschiedenen Frauen und Themen, die sie auch ...



Die koreanische Schriftstellerin Cho Nam-Joo konnte mich mit ihrem letzten Roman total begeistern.

Miss Kim weiß Bescheid, besteht aus acht Stories von verschiedenen Frauen und Themen, die sie auch brillant erzählt.

Die Autorin schafft es gut die Situationen mit sprachlicher Lebendigkeit zu erzählen.
Sie spricht die sozialen Probleme Koreas an.
Es sind Geschichten, die eindrucksvoll sind und zum Nachdenken anregen.
Die Geschichten der acht Fraue sind nicht nur typisch in Korea, sondern sie passen überall hin. Es sind Frauen von zehn bis achtzig Jahren. Witzigerweise beginnt es mit der achtzigjährigen und endet mit der zehnjährigen. Die letzte zeigt auch die Problematik mit der Coronaepedemie. Kinder können nicht immer zur Schule gehen und miteinander dürfen sie auch nichts unternehmen. Da zerplatzt eine junge niedliche Liebe.

Jede Story hat einen anderen Hintergrund, sind aber alle gleich gut.

Ich hoffe, das nächste Buch der Autorin ist wieder ein Roman. Mir sind so kurze Geschichten immer zu kurz. Da wird es gerade besonders spannend, da sind sie schon zu Ende.
Das ist mein einziger Kritikpunkt.

Veröffentlicht am 04.10.2022

Ein großartiges Werk

Das Leuchten der Rentiere
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Die schwedische Schriftstellerin Ann-Helen Laestadius hat einen samischen Vater. Deswegen hat sie einen besonderen Bezug zu der Kultur der Samen.

Der Roman „Das Leuchten der Rentiere“ beruht teilweise ...



Die schwedische Schriftstellerin Ann-Helen Laestadius hat einen samischen Vater. Deswegen hat sie einen besonderen Bezug zu der Kultur der Samen.

Der Roman „Das Leuchten der Rentiere“ beruht teilweise auf Tatsachen. Die Samen arbeiten teilweise als Rentierzüchter und werden vom den Schweden oft als geringere Menschen angesehen.

Die Autorin hat 100derte von abgewiesenen Anzeigen recherchiert. Die Art der Rentierjagd wurde bestialisch betrieben und das noch im 21. Jahrhundert.
Sie hat diese Geschichte nicht verschönt erzählt, sondern sehr realistisch.
Die Autorin versteht es gut über die Kultur und die Psyche der Samen zu schreiben.

Die Protagonistin Elsa hat sie liebevoll und realistisch dargestellt.
Der Roman ist große Literatur und auch noch sehr unterhaltend.
So ist gute Literatur.

Das Cover zeigt die Weite des Landes und passt besonders gut zu dem Roman.

Er hat mich total mitgerissen und ich kann ihn unbedingt empfehlen.