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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2022

Leider nicht überzeugend

Schwarzes Wasser
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Nach einem traumatischen Erlebnis, bei dem mehrere Hotelgäste bei einer Mittsommerparty auf einer Insel im Blackwater River ertrunken sind, hat die PR-Managerin des Hotels, Hannah eine panische Angst vor ...

Nach einem traumatischen Erlebnis, bei dem mehrere Hotelgäste bei einer Mittsommerparty auf einer Insel im Blackwater River ertrunken sind, hat die PR-Managerin des Hotels, Hannah eine panische Angst vor Wasser entwickelt. So ist sie auf der Insel gefangen, denn nur eine Fähre über den Fluss, könnte sie ans Festland bringen. Als der Winter naht, leert sich das Hotel immer mehr, bis Hannah auf einmal ganz allein dort ist. Zunehmend ist Hannah davon überzeugt, dass der Badeunfall gar kein Unfall war und sie versucht Antworten zu finden. Doch ihre Schwester, die auch in der besagten Nacht im Wasser war, weigert sich darüber zu reden.

Leider hatte ich meine Probleme mit dem Schreibstil. Die Sätze wirkten teilweise abgehackt und wirr und wirkten somit als würde man Hannahs Gedanken ungefiltert lesen. Durch die kurzen Sätze fehlte es an Lesefluss und somit war es schwer für mich in die Geschichte zu finden. Auch die Protagonisten Hannah blieb mir durchweg fremd und ich konnte keine richtige Beziehung zu ihr aufbauen. Somit war ich die ganze Zeit eher stummer Beobachter als wirklich ein Teil der Geschichte. Das Setting auf der Insel in der kälteren, dunklen Jahreszeit, hat mir sehr gut gefallen und war ein perfekter Schauplatz für einen Thriller. Dadurch konnte dann zwischendrin auch Spannung aufgebaut werden. Jedoch dauerte es lange bis diese Spannung aufkam und sie flaute dann auch schnell wieder ab. Die Auflösung dann war auch keine allzu große Überraschung oder Novität, denn wer aufmerksam liest, kann sich denken, in welche Richtung es gehen mag.

Fazit: Das Setting ist super gewählt, die Idee gut, aber es hapert leider stellenweise an der Umsetzung.

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Veröffentlicht am 13.11.2022

Leider sehr langatmig

Wendy & Peter. Verloren im Nimmerwald
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Fünf Jahre ist es her, da sind Wendy und ihre beiden Brüder John und Michael im Wald verschwunden und nur Wendy kehrte zurück. Nun werden wieder Kinder vermisst und vor Wendy steht auf einmal ...

Fünf Jahre ist es her, da sind Wendy und ihre beiden Brüder John und Michael im Wald verschwunden und nur Wendy kehrte zurück. Nun werden wieder Kinder vermisst und vor Wendy steht auf einmal Peter Pan. Bislang dachte sie ihn gäbe es nur in Geschichten, aber irgendwie scheint er mit dem Verschwinden der Kinder in Verbindung zu stehen und beide machen sich auf den Weg, das Rätsel zu lösen.

Anfangs bin ich sehr gut in die Geschichte reingekommen und mochte Wendy sofort. Man merkt ihr ihre Traurigkeit an, aber das macht sie umso greifbarer. Auch Peter mochte ich gern und beiden zusammen sind ein süßes Team. Jedoch haben mich auch von Anfang an, die sehr langen Kapitel gestört. Zwar ist das auch ein persönliches Empfinden, dass mich lange Kapitel abschrecken, aber hier haben sie auch sehr meinen Lesefluss beeinträchtigt. Die Geschichte ging spannend los, aber nach dem ersten Viertel wurde es sehr zäh und es passierte nicht allzu viel. Erst im letzten Viertel wurde es wieder flüssiger zu lesen. Die Geschichte an sich gefällt mir gut, nur hätte sie an vielen Stellen gekürzt werden können, damit mehr „Schwung“ rein kommt.

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Veröffentlicht am 01.11.2022

Konnte mich nicht abholen

Alle Farben meines Lebens
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Die Geschichte "Alle Farben meines Leben" ist zwar sehr gut von Tessa Mittelstaedt gesprochen, jedoch konnte mich der Inhalt nicht überzeugen. Anhand des Klappentextes hatte ich auch eine ganz andere Vorstellung ...

Die Geschichte "Alle Farben meines Leben" ist zwar sehr gut von Tessa Mittelstaedt gesprochen, jedoch konnte mich der Inhalt nicht überzeugen. Anhand des Klappentextes hatte ich auch eine ganz andere Vorstellung von der Geschichte, die mir alles in allem doch sehr düster rüber kam.

Alice kann schon als Kind Gemütszustände und Gefühle anderer Menschen in Farben sehen. Die Geschichte fängt dann auch mit Alice als Kind an und man erlebt fast ihr ganzes Leben. Und obwohl man so viel über ihr Leben erfährt, konnte ich mich nicht mit ihr als Protagonistin anfreunden. Sie blieb mir durchweg sehr fremd und unnahbar. Ich will nicht sagen, dass sie mir unsympathisch war, aber sympathisch eben leider auch nicht. Ich konnte das Hörbuch zwar schnell durchhören, aber fesselnd konnte es mich zu keiner Minute, was ich sehr schade finde, da die Story an sich für mich viel Potential gehabt hätte und ich auch schon andere Geschichten von der Autorin Cecelia Ahern sehr geliebt habe.

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Veröffentlicht am 27.10.2022

Ganz süß, aber sehr kitschig

Winterzauber im Ferienhaus Talblick
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In dem winterlichen Roman "Winterzauber im Ferienhaus Talblick" von Janka Friedrich hat es die Protagonistin Sophie nicht leicht. Nachdem ihre Mutter vor kurzem gestorben ist, hat sie die betagte ...

In dem winterlichen Roman "Winterzauber im Ferienhaus Talblick" von Janka Friedrich hat es die Protagonistin Sophie nicht leicht. Nachdem ihre Mutter vor kurzem gestorben ist, hat sie die betagte Ferienpension Talblick geerbt und muss sich fortan allein darum kümmern. Es mangelt nicht nur an Gästen, sondern vor allem auch am Geld, um die Pension zu modernisieren. Und fast täglich klopfen Hotelbetreiber an ihre Tür, die das Grundstück kaufen möchten, um dort ihr nächstes Hotel zu bauen. Tapfer schlägt sie alle in die Flucht, bis auf einmal Lennart vor ihr steht.

Die Geschichte ist ganz niedlich und hat viel Potential, das in meinen Augen jedoch leider nicht ausgeschöpft wurde. Für mich fühlte sich das Lesen an, als würde ich einen Debütroman lesen. Die Protagonisten Sophie und Lennart hätten besser ausgearbeitet werden müssen, um ihre überstürtzten Handlungen und Gefühlsbekundungen verstehen zu können. Für mich wirkten beide doch noch sehr unreif und ich musste das ein oder andere Mal doch die Augen verdrehen. Für mich war es hier einfach zu viel des Guten, was die Geschichte etwas kitschig werden lies und für mich daher auch nicht glaubwürdig rüber kam. Während ich den Anfang der Geschichte noch sehr mochte und ein richtiges Wohlfühlgefühl beim Lesen hatte, nahm dies leider im Laufe der Geschichte ab. Dennoch mochte ich die Handlung gerne und kann sie jedem empfehlen, den überstürtzte Liebesbekundungen nicht stören.

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Veröffentlicht am 07.10.2022

Großartiger Humor

This Charming Man
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Im zweiten Band der "The Stranger Times"-Reihe "This Charming Man" begegnen wir wieder den großartigen Mitarbeitern der etwas anderen Wochenzeitschrift. Diesmal versuchen sie herauszufinden, ...

Im zweiten Band der "The Stranger Times"-Reihe "This Charming Man" begegnen wir wieder den großartigen Mitarbeitern der etwas anderen Wochenzeitschrift. Diesmal versuchen sie herauszufinden, wie es auf einmal zu Vampirattacken in Manchester kommt und warum jemand eine Falltür in ihren Badezimmerboden eingebaut hat.

Wie schon in Band 1 der Reihe hat mich auch hier der Humor überzeugen können. Die Dialoge sind spritzig, aber triefen auch nur so vor Sarkasmus, dass ich das ein oder andere Mal laut lachen musste. Den Chefredakteur Banecroft möchte man selbst nicht zum Chef haben und dennoch habe ich ihn als Leserin sofort wieder in mein Herz geschlossen. Leider konnte mich die Geschichte an sich hier aber nicht ganz überzeugen. Die Idee dazu ist super, jedoch hatte sie leider viele Längen und wirft beim Lesen viele Fragen auf, die am Ende aber zum Glück - weitestgehend - alle geklärt werden, bzw. auf einen weiteren Band schließen lassen.

Wer britischen Humor mag, wird die Dialoge hier einfach lieben und allein deswegen lohnt es sich das Buch zu lesen.

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