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Veröffentlicht am 03.07.2017

Viel Erotik, wenig Handlung, fieser Cliffhanger

For 100 Days - Täuschung
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Das Buch „For 100 Days - Täuschung“ von Lara Adrian ist am 1. September 2016 erschienen und ist der erste Teil einer erotischen Liebesroman-Trilogie.

Avery ist Künstlerin und hält sich mit einem Job ...

Das Buch „For 100 Days - Täuschung“ von Lara Adrian ist am 1. September 2016 erschienen und ist der erste Teil einer erotischen Liebesroman-Trilogie.

Avery ist Künstlerin und hält sich mit einem Job als Kellnerin mehr schlecht als recht über Wasser. Als sie kurz davor steht, aus ihrer Wohnung zu fliegen und auf der Straße zu sitzen, kommt eine Kundin mit einer rettenden Idee – Claire muss für 4 Monate nach Tokio und braucht jemanden, der auf ihre Wohnung aufpasst. Avery nimmt den Job an und findet sich in einer Traumwohnung in einem Luxusviertel von New York wieder. Dort begegnet sie auch Nick, einem arroganten, gutaussehenden Milliardär. Zwischen den beiden knistert es heftig. Doch Avery darf sich ihm nicht offenbaren, zu schrecklich ist ihre Vergangenheit. Und auch Nicks Vergangenheit ist düster und schmerzhaft.

Die Geschichte um Avery und Dalton wird aus Averys Sicht geschildert, und man wird mitten in die Geschehnisse hineingeworfen. Bruchstücke von Averys Vergangenheit erfährt man immer mal so zwischendurch aus ihren Gedankengängen, was leider zur Folge hat, dass die Spannung diesbezüglich nicht richtig aufgebaut wird. Die endgültige Aufdeckung ihrer Geschichte birgt keine Überraschung mehr.
Nick bleibt dagegen bis zum Schluss verschlossen, und seine angeblichen Verletzungen aus der Vergangenheit werden nur durch Gerüchte und Vermutungen angedeutet. Wahrscheinlich soll die erst in einem der folgenden Teile aufgedeckt werden.

Der Schreibstil ist bildlich und liest sich gut, allerdings kommt es sehr häufig zu Wort- bzw. Phrasenwiederholungen, auch innerhalb einer Szene.

Die Erotik steht meines Erachtens sehr im Fokus im Gegensatz zu der Handlung. Avery mutiert immer mehr zu einem Betthäschen, dass sich alles – wirklich alles – von Nick gefallen lässt – bei ihrer Vergangenheit empfinde ich das nicht als sehr glaubwürdig.

Am Ende des ersten Teils kommt dann noch ein fieser Cliffhanger, der nicht nötig gewesen wäre. Die Szene hätte man auch für den zweiten Teil aufsparen können, da sie für den ersten Teil nicht von Belang ist.

Fazit:
Viel Erotik, wenig Handlung, fieser Cliffhanger. Im Großen und Ganzen war es ganz nett zu lesen, wer seichte Erotik mag, hat hier ein gut geschriebenes Buch.
Der Cliffhanger wäre nicht notwendig gewesen. Für mich ist das eine fiese Mache, um den Leser zu ködern, die weiteren Teile zu kaufen. Wenn mir eine Reihe gut gefällt, dann mache ich das sowieso. Cliffhanger finde ich dagegen unschön, weil sie den Leser unzufrieden zurücklassen.

Veröffentlicht am 23.11.2016

Nette Familiensaga, die mich leider nicht fesseln konnte.

Das Erbe der Wintersteins
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Das Buch „Das Erbe der Wintersteins“ von Carolin Rath ist am 31. Oktober 2016 erschienen.

Klara/Claire Winterstein wurde im späten 19. Jahrhundert geboren, aufgewachsen als Findelkind bei einer hartherzigen, ...

Das Buch „Das Erbe der Wintersteins“ von Carolin Rath ist am 31. Oktober 2016 erschienen.

Klara/Claire Winterstein wurde im späten 19. Jahrhundert geboren, aufgewachsen als Findelkind bei einer hartherzigen, verwitweten Bäuerin, gelangt sie als junge Frau nach Berlin und ist von da an mehr oder weniger auf sich alleine gestellt. Zeit ihres Lebens ist es Claire gewohnt, hart zu arbeiten. Von allen Seiten erfährt sie nur Gleichgültigkeit, Häme, Misstrauen und Hass. Trotzdem hat sie sich zu einer ehrgeizigen, ehrlichen, tapferen, jungen Frau entwickelt, die ihren Weg geht. Allerdings lässt ihre Vergangenheit sie nicht los und hält einige Geheimnisse für sie parat.

In einem zweiten Erzählstrang wird die Geschichte von Celine Winterstein erzählt. Sie ist eine 36jährige Restaurateurin, die in der Porzellanmanufaktur ihres Vaters arbeitet. Sie wird von ihm beauftragt, die leerstehende Familienvilla herzurichten, damit diese möglichst gewinnbringend verkauft werden kann, um die finanziellen Probleme der Firma zu bereinigen. Schweren Herzens begibt sich Celine zur Villa, um die Renovierungsarbeiten zu organisieren. Während ihres Aufenthaltes dort fällt ihr ein Tagebuch ihrer Urgroßmutter Claire in die Hände, welches das Familiengeheimnis offenbart.

„Das Erbe der Wintersteins“ enthält zwei Erzählstränge. Zum einen die Vergangenheit um Claire Winterstein und zum anderen die Gegenwart um Celine Winterstein und ihre Familie. Die beiden Erzählstränge fügen sich gut ineinander und ergeben zum Ende hin ein ausreichend umfassendes Bild der Familiengeschichte.

Die Erzählperspektive ist in der dritten Person Singular gehalten, wobei der Fokus der Erzählperspektive auf den beiden Hauptcharakteren Claire bzw. Celine liegt. Die anderen Figuren bleiben eher im Hintergrund und deren Gefühle, Erlebnisse und Eigenarten kommen nur zum Tragen, wenn sie im direkten Zusammenhang zu den Hauptfiguren stehen.

Die Gegebenheiten des späten 19. Jahrhunderts werden realistisch geschildert. Sowohl das Leben auf dem Land, als auch das Leben in der Stadt und auf dem Rummel lässt sich gut nachvollziehen und man kann sich in die Zeit zurückversetzen lassen. Die Gegenwart bleibt dagegen sehr unscharf.

Es ist interessant, Claires Lebensweg mit zu verfolgen und mit zu erleben, was ihr im Laufe ihres Lebens so alles widerfährt. Trotz der vielen Schicksalsschläge und der harten Lebensumstände, denen sie ausgesetzt ist, geht sie unbeirrt ihren Weg und wächst zu einer mutigen, selbstbestimmten, ehrgeizigen Frau heran.

Celine dagegen entwickelt sich im Laufe der Geschichte nicht weiter – mag vielleicht auch daran liegen, dass in ihrem Erzählstrang nur wenige Tage vergehen. Aber Celine kommt in meinen Augen als sehr oberflächliche, naive Frau rüber, die sich von jedem beeinflussen lässt und ihr eigenes Gehirn ausgeschaltet lässt. Evtl. lag es an ihrer Art und ihrem Charakter, aber auf jeden Fall wollte es mir nicht gelingen, mich in diesen Erzählstrang hineinziehen zu lassen.

Ebenso wie Celine bleibt auch der Erzählstil sehr oberflächlich. Die Gefühle der Figuren werden zwar beschrieben, aber es bleibt eben bei einer einfachen Beschreibung. Weder die Personen noch deren Gefühlswelt konnten so wirklich in mir zum Leben erweckt werden. Sowohl die „Liebesszenen“ als auch die spannenden Momente konnten in mir nicht die entsprechenden Gefühle hervorrufen.

Lediglich der Prolog ließ ein wenig Spannung und Neugier aufkommen, dies konnte aber über das Buch hinweg nicht gehalten werden.

Das Ende von Claires Geschichte ist meiner Meinung nach nicht ganz schlüssig und in sich stimmig. Insgesamt wirkt vor allem Celines Geschichte sehr konstruiert.

Das Cover gefällt mir sehr gut, die Kombination aus dem schönen herrschaftlichen Anwesen und der Gewitterwolken im Hintergrund zeichnet ein schönes Bild, das die Blicke auf sich zieht und ansprechend wirkt.

Fazit:
Insgesamt eine nette Geschichte, die sicher Potenzial hat, aber mich leider nicht wirklich gefangen nehmen konnte.

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Veröffentlicht am 08.10.2016

Schwer nachvollziehbar

Kill my fear
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Sofia, eine Kellnerin, die ihren Job und ihr Leben hasst, wird auf dem Nachhauseweg Augenzeugin eines Mordes. Doch statt vor dem Mörder wegzulaufen, bleibt sie wie gebahnt stehen und lässt sich von ihm ...

Sofia, eine Kellnerin, die ihren Job und ihr Leben hasst, wird auf dem Nachhauseweg Augenzeugin eines Mordes. Doch statt vor dem Mörder wegzulaufen, bleibt sie wie gebahnt stehen und lässt sich von ihm in ein Versteck ziehen. Harvey Jacobsen ist ein Killer, er sinnt auf Rache und Vergeltung. Auch er ist sofort von Sofias Art gefangen. Statt die Augenzeugin zu töten, rettet er sie und versucht ihr auch später möglichst oft zu begegnen. Eigentlich hält er sich von jedem fern und meidet Beziehungen, aber Sofia und ihre offene, leichtsinnige Art ziehen ihn magisch an.
Eine Geschichte ala Bonnie und Clyde, die sich mir schwer erschließt. Sofia wirft ihre ganzen Prinzipien und Moralvorstellungen fort und begibt sich ohne Skrupel in die Welt eines Kriminellen/Mörders.
Der Erzählstil ist gut, die Geschichte liest sich flüssig, aber dennoch bin ich nicht wirklich reingekommen. Sofia bleibt sehr oberflächlich beschrieben und ich konnte mich nicht ausreichend mit ihr identifizieren.

Veröffentlicht am 28.03.2020

Unsympathische Charaktere, langatmiger Handlungsstrang.

König in Ketten
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„Der König in Ketten“ ist ein Roman von Michael M. Thurner, erschienen im Jahr 2015.

Die Geschichte handelt von Darne, einem jungen Mann, der von zu Hause fortgeht, um ein besseres Leben zu finden. Er ...

„Der König in Ketten“ ist ein Roman von Michael M. Thurner, erschienen im Jahr 2015.

Die Geschichte handelt von Darne, einem jungen Mann, der von zu Hause fortgeht, um ein besseres Leben zu finden. Er fängt bei einer Kräuterfrau an zu arbeiten und geht bei einem Kampflehrer in Lehre. Sein Temperament und seine Aufmüpfigkeit sorgen allerdings dafür, dass er unehrenhaft entlassen wird.
Eines Tages erzählt Darne im Rausch in einem Wirtshaus, dass der König unfähig ist und er einmal ein besserer König sein wird. Verurteilt wegen Hochverrats wird Darne in die Schwerstverbrecher-Strafkolonie ins Eiserne Hochland gebracht, was einem Todesurteil gleicht, denn von dort ist noch keiner zurückgekehrt.
Doch Darnes Wille ist ungebrochen, seine Wut über das viel zu strenge Urteil hält ihn aufrecht und er setzt alles daran zu fliehen und seinen Plan, selbst König zu werden, eines Tages umzusetzen.

Das Buch ist in mehrere Teile untergliedert und die einzelnen Kapitel werden in personaler Erzählperspektive aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt.

Der Schreibstil ist ganz gut zu lesen und die Beschreibungen der Szenen sind okay. Leider ist es mir trotzdem nicht gelungen, mich auf die vom Autor erdachte Fantasiewelt einzulassen.

Ebenso waren mir die Charaktere allesamt unsympathisch, so dass es mir auch hier sehr schwerfiel, mich in sie hineinzuversetzen und mit ihnen gemeinsam die Ereignisse zu erleben. Die Beweggründe für deren Handeln waren geprägt von Niedertracht, Bosheit und Mordlust.

Der Handlungsverlauf war eher schleppend.

Das Cover hatte mich angesprochen und auch der Klappentext klang vielversprechend, leider wurde ich während des Lesens enttäuscht.

Das Buch konnte mich nicht überzeugen. Unsympathische Charaktere, langatmiger Handlungsstrang.

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Veröffentlicht am 08.02.2020

Dieser Band konnte mich leider nicht überzeugen

Die Tribute von Panem 3
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„Die Tribute von Panem – Flammender Zorn“ ist das Finale der Panem-Trilogie von Susanne Collins.

Nachdem die Flucht aus der Arena den Rebellen gelungen ist, muss sich Katniss von ihren Verletzungen erholen ...

„Die Tribute von Panem – Flammender Zorn“ ist das Finale der Panem-Trilogie von Susanne Collins.

Nachdem die Flucht aus der Arena den Rebellen gelungen ist, muss sich Katniss von ihren Verletzungen erholen und sich an die neue Umgebung im Distrikt 13 gewöhnen. Der Verlust ihres eigenen Distriktes und die vielen Toten belasten sie sehr. Ebenso die Ungewissheit, ob Peeta noch lebt und wie es ihm geht.

Gemeinsam mit den Rebellen beschließt Katniss das Kapitol zu stürzen und Präsident Snow zu töten. Doch der Weg dahin ist lang und sehr verlustreich.

In meinen Augen ist dies der schlechteste Band der Trilogie. Er ist einfach nur brutal und gleicht einer Kriegserzählung. Außer den Beschreibungen der diversen Schlachten mit den widerwärtigen Methoden des Kapitols und der Rebellen hat das Buch keine große Handlung. Ein Gemetzel nach dem nächsten wird beschrieben.

Dieser Band konnte mich leider nicht überzeugen.

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