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Veröffentlicht am 13.10.2022

Gelungener Auftakt

Die Frauen vom Karlsplatz: Auguste
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Im Jahr 1892 zieht Auguste mit ihren Eltern nach Lichterfelde, einer vornehmen Gegend bei Berlin. Sie soll dort die höhere Schule für Mädchen besuchen und alles lernen, was eine gute Ehefrau und Mutter ...

Im Jahr 1892 zieht Auguste mit ihren Eltern nach Lichterfelde, einer vornehmen Gegend bei Berlin. Sie soll dort die höhere Schule für Mädchen besuchen und alles lernen, was eine gute Ehefrau und Mutter wissen muß. Doch Auguste hat ganz andere Zukunftspläne. Sie will frei und ungebunden sein. Ihre Klassenkameradin Lotte denkt genau wie Auguste nicht an eine Ehe und Kinder. Sie will Ärztin werden, obwohl Frauen im Kaiserreich nicht studieren dürfen. Die beiden Mädchen werden bald unzertrennlich. Doch ihre Eltern setzen sich über die Wünsche ihrer Töchter hinweg. Auguste soll so schnell wie möglich verlobt werden und auch Lottes Eltern greifen rücksichtslos in das Leben ihrer Tochter ein. Da trifft Auguste eine Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändern wird!

In der Romanreihe "Die Frauen vom Karlsplatz" ist die Geschichte von "Auguste" das erste von vier Büchern. Diese Geschichte hat mich wirklich schockiert. Man weiß zwar, daß Anne Stern die Handlung erfunden hat, doch der Gedanke, daß so etwas überhaupt möglich war und es wahrscheinlich einigen Mädchen genau so ergangen ist, macht mich wirklich betroffen. Man leidet beim Lesen so sehr mit, daß die Geschichte einen noch lange nachher verfolgt. Anne Stern erzählt in ihren Büchern immer sehr warmherzig und lebhaft. So auch diesmal! Ihre Personen bekommen immer eine Seele eingehaucht. Sie werden im Laufe der Handlung zu alten Bekannten. Mit ihnen erlebt man eine turbulente Zeit, die gesellschaftlichen Zwängen geprägt ist.
Dieses Buch ist ein gelungener Auftakt einer Serie und verspricht moch viel Lesegenuß!

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Veröffentlicht am 12.10.2022

Für jede Altersgruppe zu empfehlen

Moore in Deutschland - Schatzkisten der Natur
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Moore - seit jeher faszinieren sie die Menschen. Sie sind wunderschön, geheimnisvoll, nützlich - und auch gefährlich. Birgit Hedemann zeigt in ihrem Buch "Moore in Deutschland - Schatzkisten der Natur" ...

Moore - seit jeher faszinieren sie die Menschen. Sie sind wunderschön, geheimnisvoll, nützlich - und auch gefährlich. Birgit Hedemann zeigt in ihrem Buch "Moore in Deutschland - Schatzkisten der Natur" alle Facetten dieser Landschaftsform. Sie zeigt zunächst auf, um was es sich bei einem Moor eigentlich handelt, welche Formen es gibt und wie diese entstanden sind. Man erfährt, welche Tiere und Pflanzen in ihnen leben, wie die Menschen sich dort angesiedelt haben und wie sie dort leben. Weiter behandelt sie das Torfstechen. Arbeitsgeräte und -abläufe werden erklärt. Ein besonders gruseliges und gleichzeitig interessantes Thema ist die Archäologie. Besondere Funde finden hier ebenso ihren Platz wie die berühmtesten Moorleichen in Deutschland und Dänemark. Natürlich wird auch die Thematik Umweltschutz nicht vergessen. Man erfährt, wie wichtig das Moor ist und was man zu seinem Schutz machen kann. Diese Themenvielfalt wird hier, unterstützt durch zahlreiche anschauliche Bilder und Grafiken, dargestellt, so daß man sich alles noch genauer vorstellen kann. Texte und Bilder sind zwar kindgerecht, aber trotzdem auch für Erwachsene interessant und durch die Einfachheit für jedermann verständlich.
"Moore in Deutschland" von Birgit Hedemann hat mich voll überzeugt und bekommt von mir eine Empfehlung für die Altersgruppe 0 - 99 Jahre!

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Veröffentlicht am 09.10.2022

Faszinierende Füchse

Die Weisheit der Füchse
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Das Autorenduo Dag Frommhold und Daniel Peller nimmt den Leser mit ihrem Buch "Die Weisheit der Füchse" mit in die unbekannte Welt der Füchse. Auf äußerst angenehme Art vermitteln sie Wissen über Familienleben, ...

Das Autorenduo Dag Frommhold und Daniel Peller nimmt den Leser mit ihrem Buch "Die Weisheit der Füchse" mit in die unbekannte Welt der Füchse. Auf äußerst angenehme Art vermitteln sie Wissen über Familienleben, Kommunikation und Lebensgestaltung der Füchse und der Leser erfährt, was sie für uns Menschen so faszinierend macht. Dies vermitteln die Autoren auf sehr unterhaltsame Art und Weise, denn das Buch ist locker geschrieben. Alle Fakten sind zwar wissenschaftlich begründet, werden aber nicht einfach trocken aneinander gereiht. Diese Fakten lassen den Leser staunen und bringen ihm Füchse näher. Man kann hier tatsächlich Parallelen zum menschlichen Leben ziehen und noch einiges von diesen liebenswerten Geschöpfen lernen. Umso unvorstellbarer, was der Mensch ihnen im Laufe der gemeinsamen Geschichte schon alles nachgesagt und ihnen angetan hat. Denn auch dieses Thema wird hier behandelt und läßt den Tierfreund schaudern. Angereichert ist dieses Buch mit einigen wunderschönen Bildern, die den Text zwischendurch als schwarz-weiß Photos auflockern und in der Buchmitte als umfangreicher Farbbildteil angesiedelt sind.
Dieses Buch ist ein kleines Meisterwerk, das dem Leser den allgegenwärtigen Fuchs näher bringt. Denn jeder von uns hat einen Fuchs in seiner Nähe - auch wenn man es vielleicht gar nicht weiß.

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Veröffentlicht am 08.10.2022

Wieder sehr gelungen

Bretonische Nächte
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In einem sommerlichen Oktober verstirbt Inspektor Kadegs Tante, nachdem sie Vorzeichen des Todes gesehen hat. Doch damit nicht genug - als Kadeg sich auf ihrem Anwesen aufhält, wird er angegriffen und ...

In einem sommerlichen Oktober verstirbt Inspektor Kadegs Tante, nachdem sie Vorzeichen des Todes gesehen hat. Doch damit nicht genug - als Kadeg sich auf ihrem Anwesen aufhält, wird er angegriffen und lebensgefährlich verletzt. Kommissar Dupin ist entsetzt und versucht mit seinem Team Gründe für die Tat zu finden. Er entdeckt Merkwürdigkeiten in der Natur - und verborgene Geheimnisse der Familienmitglieder.

Jean-Luc Bannalec hat also doch noch einen elften Fall geschrieben. Zum Glück, denn "Bretonische Nächte" ist wieder ein Volltreffer! Der Fall beginnt auf gewohnt gemütliche Art und nimmt nach und nach an Fahrt auf. Dieser Fall hat es noch insofern in sich, da ein Mitarbeiter Dupins betroffen ist. Dadurch wird es hier sehr persönlich - auch für den Leser. Man ermittelt hier so mit, als wenn man persönlich betroffen wäre und findet viele Verdächtige. Im Laufe des Buches erhält man viele Hinweise, die gesammelt zum logischen Ergebnis führen. Bannalec wäre nicht Bannalec, wenn er nicht auch dieser wundervollen Landschaft Platz in seinem Buch einräumen würde. Bildgewaltig erlebt man hier die Landschaft in all ihrer Schönheit, bekommt Einblick in die Vogelwelt und nicht zu vergessen in die typischen Getränke, Gerichte und Sitten. Dies alles wird auf wunderbar leichte Art beschrieben, so daß dieser Krimi wieder wie ein kleiner Urlaub ist!

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Veröffentlicht am 06.10.2022

Gewohnt unterhaltsam

Unterm Schinder
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Polizeiobermeister Kreuthner möchte das Herz seiner neuen Kollegin gewinnen. Dafür zieht er alle Register und inszeniert einen nächtlichen Einbruch mit Schießerei, bei der er die neue Kollegin retten will. ...

Polizeiobermeister Kreuthner möchte das Herz seiner neuen Kollegin gewinnen. Dafür zieht er alle Register und inszeniert einen nächtlichen Einbruch mit Schießerei, bei der er die neue Kollegin retten will. Doch sein Plan geht nicht auf, denn statt seines Freundes Sennleitner als Einbrecher, steht er vor einem wirklichen, wild um sich schießenden Verbrecher. Im Haus wird die erschossene Carmen Skriba in einer Tiefkühltruhe entdeckt. Kommissar Wallner wird hellhörig, als er entdeckt, daß deren Ehemann zwei Jahre zuvor auf die gleiche Weise ermordet wurde. Damals gestand die Haushälterin den Mord. Bereits damals hatte Wallner Zweifel an ihrer Schuld. Nun rollt er den alten Fall wieder auf.

"Unterm Schinder" ist nun schon der neunte Fall für Wallner und Kreuthner. Andreas Föhr hat auch diesmal einen spannenden Fall gespickt mit schwarzem Humor geschrieben. Dieser Fall hat zwei Handlungsstränge, bei dem jeder für sich spannend ist und die zum Schluß ein schlüssiges Gesamtbild ergeben. Man ermittelt hier richtig mit, wird von der Handlung überrascht. Stück für Stück bekommt man immer wieder kleine Lösungshäppchen präsentiert, wodurch die Spannung stets sehr hoch gehalten wird. Aber nicht nur dies macht diesen Krimi so gelungen. Andreas Föhr kommt tatsächlich ohne Action und Blutvergießen aus, sondern läßt seine Bücher durch Humor, der manchmal etwas schwarz ist, und wunderbar skurrile Charaktere lebendig werden. Alle haben sie ihre speziellen Macken, die sie aber durchweg sympathisch und liebenswert machen. Sie alle funktionieren zusammen perfekt. Auch wenn sie sich manchmal im Weg stehen - keiner kann ohne den jeweils anderen.
Auch dieser neunte Fall ist für mich wieder ein Leseerlebnis, das neugierig auf den nächsten Band macht!

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