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Veröffentlicht am 11.10.2022

mega - ich freu mich schon auf den nächsten Band! ^-^

This Charming Man
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Er war wie eine umgekehrte gute Fee – jedes Mal, wenn man Bancecroft so gar nicht gebrauchen konnte, tauchte er wie von Zauberhand auf.
Seite 214

Ein Toter mit seltsamen körperlichen Merkmalen versetzt ...

Er war wie eine umgekehrte gute Fee – jedes Mal, wenn man Bancecroft so gar nicht gebrauchen konnte, tauchte er wie von Zauberhand auf.
Seite 214

Ein Toter mit seltsamen körperlichen Merkmalen versetzt Manchester in Aufruhr. Aber Vampire gibt es nicht. Oder? Das Team der Stranger Times stellt sich diese Frage ebenfalls und befasst sich mit dem Fall. Allerdings haben sie eigentlich schon alle Hände voll zu tun. Hannah steckt mitten in ihrer Scheidung und findet dann heraus, dass jemand versucht Stella zu entführen. Und Chefredakteur Vincent Banecroft kann es gar nicht haben, wenn jemand seine Mitarbeiter angreift. Dieses Recht bleibt allein ihm vorbehalten!

„Das hier ist ein Süßspeisenladen. Warum haben Sie einen Baseballschläger unter m Tresen?“
„Da draußen laufen einige sehr wütende Diabetiker herum.“
Seite 77

Endlich zurück in der Stranger Times – ich habe mich riesig auf den zweiten Band gefreut, der sowohl optisch, als auch vom Inhalt perfekt zu seinem Vorgänger passt. Wieder regiert ein trockener, englischer Sarkasmus mit einigen Derbheiten, besonders wenn es um den Chefredakteur geht. Die Figuren sind bunt und die Dialoge haben mich so oft zum Lachen gebracht, dass ich nicht dazu raten kann dieses Buch in der Bahn zu lesen ^^

Die Handlung ist spannend und sehr fesselnd, das ist kein Buch, was man leicht aus der Hand legen kann, im Gegenteil! Die Perspektive wechselt immer wieder und es werden einige Handlungsstränge aufgemacht, die in diesem Buch auch nicht ihr Ende finden, sondern den dritten Band ankündigen. Das Ende war gemein, richtig gemein und ich weiß nicht, wie ich jetzt so lange warten soll!

"Hände hoch und keine Bewegung."
"Was von Beidem?"
Seite 322

Das einzige, was ich anmerken möchte ist, dass es mir zu viele Perspektiven war. Ich habe mehrfach den Überblick verloren und es fiel mir etwas schwer manche Figuren zuzuordnen. Das war irgendwie schade, weil sie alle sehr cool waren und jeder Handlungsstrang super gut ausgedacht. Trotzdem war ich total süchtig und konnte wirklich kaum aufhören zu lesen, besonders gegen Ende. Und ich freue mich riesig auf den nächsten Band, die Reihe hat irre viel Potential und kann von mir aus ganz ganz lang werden! 

"Zehn von Zehn Punkten auf der Tapferkeitsskala, aber minus eine Million Punkte für mangelnden gesunden Menschenverstand"
Seite 417

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Veröffentlicht am 30.05.2022

Beth O´Leary ist die Allertollste ♥

Up to Date – Drei Dates machen noch keine Liebe – oder doch?
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Glücklichsein ist eins dieser Gefühle. Eins, dessen Fehlen man nicht richtig bemerkt, bis es zurückkommt.
Seite 147

Inhalt:
Drei Frauen. Drei Verabredungen. Und ein Mann, der sie sitzen lässt.
Siobahn ...

Glücklichsein ist eins dieser Gefühle. Eins, dessen Fehlen man nicht richtig bemerkt, bis es zurückkommt.
Seite 147

Inhalt:
Drei Frauen. Drei Verabredungen. Und ein Mann, der sie sitzen lässt.
Siobahn ist mit Joseph Carter zum Frühstück verabredet, ungewöhnlich, denn eigentlich findet ihre Beziehung nur spät abends auf einem Hotelzimmer statt. Und dann ist auch noch Valentinstag. Was hat das zu bedeuten?
Miranda ist überzeug, dass der Valentins-Lunch mit Joseph Carter ein Zeichen dafür ist, wie erst ihre Beziehung langsam wird. Aber wann taucht er endlich auf?
Jane steht auf einer Verlobungsparty und wartet auf ihren besten Freund und Fake-Boyfriend Joseph Carter. Er hat versprochen sie hier nicht im Stich zu lassen, sie teilen doch so viel miteinander – aber dann taucht er nicht auf …

Meinung:
Juhu ein neues Beth O`Leary Buch! ♥ Ich in ein riesiger Fan dieser Autorin, weil sie Humor, Tiefe, besondere Charaktere und Gefühle auf eine ganz einzigartige Weise kombinieren kann. Am Anfang des Buches hatte ich ein bisschen Mühe mich mit den Figuren zurechtzufinden. Drei Frauen, drei Handlungsstränge, dreimal Nebenfiguren und Schauplätze – aber nach einigen Seiten war ich drin 

Siobhan, Jane und Miranda – sie könnten unterschiedlicher nicht sein.
Siobhan ist die ehrgeizige Karierefrau, unabhängig und mit Schatten in ihrer Vergangenheit.
Miranda ist Baumschneiderin und fühlt sich in der Höhe wohl, während bei ihr Zuhause ihre jüngeren Zwillingsschwestern das Gästezimmer besetzten.
Und Jane ist wohl dass, was mit eine graue Maus kennt, mit festen Abläufen und Komfortzonen, die sie selten verlässt, doch in ihrem Kopf wird es mitunter sehr laut.

Es hat großen Spaß gemacht, diese drei Frauen kennen zu lernen und besonders Janes Geschichte hat mich sehr berührt und angesprochen, aber auch Siobhan, die ich erst nicht mochte hat dann doch mein Herz getroffen. Sie alle sind besonders und wundervoll von der Autorin ausgedacht.

Zwei Bücher pro Woche sind einfach besser, und warum sollte sie sich nicht gönnen, dass es ihr besser ging?
Seite 171

Ich mag den Schreibstill einfach, es ist so typisch Beth O`Leary, mit bunten Figuren, aber irgendwie alles realistisch, Humor, Tiefe und tatsächlich auch super viel Spannung und Verwirrung und der großen Frage: Ist Joseph Carter einfach ein mieser Kerl, der die Frauen reihenweise abschleppt oder steckt doch mehr dahinter? Das ist die Frage, die mich das ganze Buch über beschäftigt hat und die Autorin hat es wirklich gut hinbekommen, die Sache Stück für Stück aufzulösen und mich auf eine ganz falsche Fährte zu führen.

In dem Buch gibt es viel persönliche Entwicklung und Wachsen, Aufarbeitung von Geschehenem und Kämpfen. Ich mochte es sehr sehr gerne, auch wenn es sich irgendwie etwas schwerer angefühlt hat, als die andren Beth O´Leary Bücher. Von der Idee war ich sehr fasziniert, noch mehr aber von den Figuren. Ein bisschen hat mir gegen Ende das Gefühl gefehlt. Ich weiß nicht genau, ob das an mir lag oder am Buch. DIe anderen Bände habe ich irgendwie mehr geliebt. Vielleicht weil ich zu Joseph irgendwie keine Gefühle aufbauen konnte. Und zwischendurch doch sehr verwirrt war.
Dafür war die Handlung aber wahnsinnig gut durchdacht und führte zu einem Ende, dass ich so nicht erwartet hatte. Gänsehaut pur! ♥
Fazit: Beth O´Leary ist die Allertollste und schreibt hoffentlich noch ganz viele Bücher ♥

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Veröffentlicht am 25.02.2022

ein wunderschöner Einstieg, der viel Lust auf mehr macht ♥

Golden Hill Touches
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„Golden Hill hat Biss. Es wird jedem Sturm trotzen. Dieser Ort ist etwas Besonderes.“
Seite 17

Nach elf Jahren kehrt Parker nach Montana zurück und kauft Golden Hill, die Ranch, die einst seiner Familie ...

„Golden Hill hat Biss. Es wird jedem Sturm trotzen. Dieser Ort ist etwas Besonderes.“
Seite 17

Nach elf Jahren kehrt Parker nach Montana zurück und kauft Golden Hill, die Ranch, die einst seiner Familie gehörte. Hier will er sich und seiner Schwester ihren Traum von einer Pferdetherapiestätte erfüllen. Doch die Dorfgemeinschaft ist nicht begeistert, genauso wenig wie Parkers erste Liebe: Clay. Kann wo einst Liebe war, erneut welche entstehen?

Dieser Kerl hatte sich genau wie früher in meiner Seele eingenistet, und ich hatte keine Ahnung, wie ich ihn da herausbekommen sollte.
Seite 71

Ich mochte die Dance-Reihe von Nicole Böhm sehr und habe mich schon auf ihr neues Buch gefreut. Das Cover ist ein Traum aus Gold und einfach wunderschön ♥ Während der ersten Kapitel musste ich mich ein bisschen zurecht finden mit den Figuren und den Zeitsprüngen, aber das dauert nicht sehr lange. Clay mochte ich vom ersten Moment, sie ist herrlich sarkastisch, lässt sich von Parker nichts gefallen und ist ein starker Charakter. Obwohl sie ihre Probleme mit Parker hat, kann sie darüber hinwegsehen und der Farm helfen, weil sie das für richtig hält und ihre eigenen Gefühle stellt sie nach hinten. Ich fand das eine tolle Eigenschaft von ihr.

Die Stärke des Buches liegt für mich auf jeden Fall in dem Setting und in der Idee. Als jemand, der selber einen schlimmen Unfall hatte, kann ich den Wunsch von Parkers Schwester Sadie total verstehen. Ich mochte den Touch den dieses Buch hatte. Für mich persönlich hätte es gerne noch mehr um Pferde gehen können, aber ich verstehe, dass man hier etwas aufpassen muss, damit es den Leuten nicht zu viel wird ^^ Die Beschreibungen der Umgebung machen wahnsinnig Heimweh, wenn ich könnte, würde ich sofort ein Zimmer auf Golden Hill buchen!

„Ich sollte mich nicht beschweren. Das hier ist schließlich unser Traum.“
„Auch Träume können anstrengend sein.“
Seite 267

Parker konnte ich als Charakter nicht so ganz fassen. Auf der einen Seite ist er liebevoll und engagiert, gereift und bereit sich seinen Fehlern zu stellen. Auf der anderen ist er unbeherrscht und handelt überstürzt. Das hat für mich nicht ganz funktioniert, obwohl es für mich total gut ist, wenn Charaktere Schwächen haben. War vermutlich einfach was Persönliches, was jeder anders empfindet. Dafür mochte ich Clay umso mehr ^-^ Sie hat etwas ruheloses an sich, weiß nicht genau wo sie steht, was ihre Jobsituation noch verstärkt. Ich mochte das total an ihrem Charakter und mit ihr, diesen Weg zu finden.

Für mich war es ein sehr guter Einstieg, der Lust auf mehr macht. Besonders auf Band 3 freue ich mich, wenn es um Sadie und Jake geht ♥ Die Beiden haben mir sehr gut gefallen.

Das Leben war ein interessantes Konstrukt. Es verlief in Wellen, die uns mal in die Höhe hoben, uns aber genauso schnell in die Tiefe reißen konnten.
Seite 317

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Veröffentlicht am 18.01.2022

Cozy Krimi, mit Freundschaft, Humor und Witz, der mich wirklich gut unterhalten hat und mit jedem Kapitel besser wurde. ♥

The Maid
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„Man weiß im Leben einfach nie, was einen hinter der nächsten Kurve erwartet, ob nun ein toter Mann oder das nächste Date.“
Seite 158

Molly liebt ihren Job als Zimmermädchen im altehrwürdigen Regency ...

„Man weiß im Leben einfach nie, was einen hinter der nächsten Kurve erwartet, ob nun ein toter Mann oder das nächste Date.“
Seite 158

Molly liebt ihren Job als Zimmermädchen im altehrwürdigen Regency Grand Hotel und geht total darin auf, die die eleganten Suiten wieder in einen tadellosen Zustand zu versetzen. Doch als sie eines Morgens einen Gast tot in seinem Bett vorfindet, bringt das nicht nur ihren Sinn für Sauberkeit gehörig durcheinander.
Durch ihr nicht ganz üblichen Verhalten, gerät sie ins Fadenkreuz der Polizei und wird zur Hauptverdächtigen. Doch Molly hat Freunde im Hotel, die sie nicht im Stich lassen werden!

Jetzt ist es 6 Uhr morgens. Zeit, aufzustehen und der Welt ein Lächeln zu schenken. Oder wenigstens aufzustehen.
Seite 95

Das Buch wurde als Cozy Krimi bezeichnet und hat mich neugierig gemacht. Der Einstieg war etwas schwierig, ich musste mich erst an den Schreibstill und an Mollys Art gewöhnen, aber dann war ich schnell in der Geschichte drin. Molly wurde von ihrer Großmutter aufgezogen und hat trotz ihrer 25 Jahre einen eher altmodischen Still und Ausdruck. Sie hat keine Freunde (was ich nicht verstehe) und ist sehr naiv. In einer anderen Rezi habe ich gelesen, dass Molly als Autistin bezeichnet wird. Für mich ergibt das Sinn, im Buch habe ich aber keinen Hinweis darauf gefunden.

In der zweiten Hälfte kommt Schwung in die Geschichte, denn Molly erhält Unterstützung von einem liebenswürdigen Arbeitskollegen und seiner Tochter. So entsteht ein tolles Team, dem sich auch noch einer der Tellerwäscher anschließt. Gemeinsam versuchen sie Mollys Unschuld zu beweisen und schrecken hierfür vor Nichts zurück.

Der Still des Buches und auch die Protagonistin selber sind außergewöhnlich. Wenn man sich aber darauf einlässt bekommt man einen Cozy Krimi, mit Freundschaft, Humor und Witz, der mich wirklich gut unterhalten hat und mit jedem Kapitel besser wurde. ♥

Meine Uniform ist meine Freiheit. Sie ist der ultimative Tarnmantel.
Seite 14

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Veröffentlicht am 28.06.2021

ein wunderschönes Buch über den Weg zu sich selbst ♥

A Different Blue
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"Vielleicht besteht die wichtige Botschaft ja auch darin, dass wir alle geschnitzt, von der Hand desselben Meisters geformt wurden. Vielleicht sind wir alle Kunstwerke."
Seite 85

Blue Echohawk hat sich ...

"Vielleicht besteht die wichtige Botschaft ja auch darin, dass wir alle geschnitzt, von der Hand desselben Meisters geformt wurden. Vielleicht sind wir alle Kunstwerke."
Seite 85

Blue Echohawk hat sich schon immer allein auf der Welt gefühlt. Ihre Mama gab sie als Kleinkind an einen Wildfremden – Jimmy. Er lehrte Blue zu schnitzen und auf die Rufe der Vögel zu hören. Aber Jimmy ist weg und Blue ist wieder einmal alleine.
Doch dann fängt Darcy Willson an ihrer High School als Geschichtslehrer an. Blue ist entschlossen ihn nicht zu mögen, ihr Abschluss ist nicht mehr weit und dann kann sie weg von allem. Doch Darcy macht ihr das gar nicht so leicht … Und er hört sich die Fragen an, die Blue schon seit Jahren stellt, ohne je eine Antwort darauf gefunden zu haben.

"Ich möchte, dass sie darüber nachdenken. Was ist, wenn das, was Sie über sich selbst oder Ihr Leben denken, nichts weiter als ein Mythos ist, der sie behindert?"
Seite 36

Ich liebe das Cover, es passt perfekt zu den beiden anderen Bänden und es ist tatsächlich auch mein Favorit ♥ Die Pastelltöne, der Farbverlauf – ich könnte es ewig anschauen! Ich habe mich unendlich auf ein weiteres Amy Harmon Buch gefreut, war gleichzeitig aber auch skeptisch, weil ich eigentlich kein Fan von Lehrer/Schüler-Liebesgeschichten bin. Aber die Sorge war unnötig, das Buch ist sehr sehr toll ♥

Der Prolog war sehr fesselnd, erzählt vom Tod einer Frau und einem vermissten Kind und das ganze Buch über, hatte ich diese Szenen im Kopf und habe mich gefragt, wie genau sie auf die Geschichte passen, ob nicht doch noch irgendwo ein Twist kommt. Damit war die Grundspannung schon einmal gegeben ^-^

"Aber Sie alle haben eine Geschichte, hab ich nicht recht?"
Seite 21

Das erste Kapitel beginnt mit Blue, die zur spät zum Unterricht kommt und an der Tafel Willson Darcy vorfindet, ihren neuen Geschichtslehrer. Blue gibt sich taff und lässig, was Darcy sichtlich verdutzt, aber er lässt sich nicht einschüchtern. Im Laufe des Buches geraden die zwei immer mal wieder aneinander und ich mochte die kleinen Kabelleinen sehr, besonders, weil sie auf einer guten Ebene stattgefunden haben. Nicht flirty, nicht neckend, sondern einfach echt. Willson reagiert auf eine gute Art, bleibt in der Lehrer Rolle, hält sich aber nicht für mächtiger als Blue. Er greift durch, ohne Schaden anzurichten.

Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser (und auch Darcy) das Blue ihre Eltern nicht kennt, ihren Geburtstag nicht, ja nicht einmal ihren richtigen Namen. Ein Indianer namens Jimmy hat sie als Kleinkind gefunden und aufgenommen. Er gab ihr den Namen Blue, wegen ihrer Augen und seinen Nachnamen. Er hat sie großgezogen und ihr das Schnitzen beigebracht. Aber er ist nicht ihr Vater und inzwischen tot. Das alles erfährt man in kleinen Rückblicken aus Sicht der jungen Blue, die mir sehr ans Herz gegangen sind. Nach und nach entfaltet sich hier eine wirklich unglaubliche Geschichte, die mich sehr berührt hat. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und jetzt war immer gut gekennzeichnet und ich habe nie den Überblick verloren. Auch waren die Punkte gut gewählt, nicht als Cliffhanger, sondern einfach um die Geschichte zu ergänzen.

"Wir lachten, weil wir dem Tod ins Auge geblickt hatten und immer noch lebten, um davon zu erzählen. Doch ich lachte auch, um nicht zu weinen."
Seite 118

Ich war skeptisch wegen der Liebesgeschichte zwischen einer Schülerin und einem Lehrer. Doch das ist in dem Buch gut gemacht, die wirkliche Verliebtheit kommt erst später. Blue muss erstmal lernen Vertrauen zu fassen und über sich hinauswachsen. Das Ganze ist nicht kitschig oder gewollt, sondern passiert sanft und fast ohne, dass man es selber bemerkt. Blue ist nicht kaputt, nur verloren. Das Buch hat so viele Tiefe, doch es wird nie übermäßig traurig oder düster. Es ist einfach wunderschön und ich habe wahnsinnig viele Post Its verbraucht, um all die schönen Stellen zu markieren.

Amy Harmon hat ja schon in den anderen beiden Bücher das Thema Gott und Glauben angesprochen. Das war in diesem Buch kaum vertreten, was ich wirklich schade fand, aber es gab eine wunderschöne Stelle, wo Blue das Lied „Amazing Grace“ hört und sich Gottes Gegenwart bewusst wird. Ich hatte so sehr Gänsehaut! Das war ein wunderschöner Moment ♥

"Es hat keinen Sinn, vor der Vergangenheit wegzulaufen. Wir können sie nicht wegwerfen oder so tun, als gibt es sie nicht (...) Aber vielleicht können wir etwas aus ihr lernen."
- S. 50

Hier und da gab es vielleicht kleine Stellen, wo ein paar Details nicht geschadet hätten, wo der Sprung vielleicht zu schnell war. Und ein Charakter ging leider verloren, das fand ich auch schade. Aber ansonsten ist das Buch einfach eins von denen, die man auf der einen Seite nicht aus der Hand legen will, auf der anderen aber möglichst lange hinauszögern und genießen möchte ♥ Wunderschön, liebevoll, tiefgründig, humorvoll – ich liebe es ♥

„Ich wünschte mir die ganze Zeit, dass du ein besseres Leben gehabt hättest … ein anderes Leben. Aber ein anderes Leben hätte eine andere Blue aus dir gemacht. Und das wäre die größte Tragödie von allen.“
Seite 260

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