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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2022

Ich liebe die Reihe, aber dieses Mal habe ich auch Kritik

Outlander - Das Schwärmen von tausend Bienen
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Achtung: Band 9 einer Reihe, nicht unabhängig lesbar!

Vorsicht: Cliffhanger!

Jamie und Claire sind einerseits überglücklich und andererseits schockiert. Roger, Brianna und die Kinder sind wieder zurück ...

Achtung: Band 9 einer Reihe, nicht unabhängig lesbar!

Vorsicht: Cliffhanger!

Jamie und Claire sind einerseits überglücklich und andererseits schockiert. Roger, Brianna und die Kinder sind wieder zurück in Frasers Ridge! Doch bei aller Freude, ihnen ist klar, was das bedeutet. Zum einen, dass etwas Schlimmes in der Gegenwart vorgefallen sein muss und zum anderen, dass sie eben nicht in der Gegenwart in Sicherheit sind, sondern dass sie den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg miterleben werden.
Ihnen allen stehen turbulente Zeiten bevor. Es gibt Unfälle, Überfälle, Übergriffe, Schlachten, Verletzte, Tote, Liebe, Schmerz, Trauer und Hass. Die Vergangenheit meldet sich teilweise schmerzhaft und bedroht ihrer aller Zukunft.


Das Buch ist extrem dick, es passiert unheimlich viel, so viel, dass ich gar nicht auf alles eingehen kann.

Jamie und Claire sind mit dem Wiederaufbau des Hauses beschäftigt, gleichzeitig haben sie aber auch mit den Nachwehen der letzten Schlacht zu kämpfen. Der Krieg ist endgültig auch auf Frasers Ridge angekommen. Es gibt Spannungen zwischen den Siedlern, die sich auch hier in Loyalisten und Revolutionäre teilen. Das Hinterland ist in Aufruhr und es ist nur eine Frage der Zeit, bevor die beiden wieder einmal in die Geschehnisse verwickelt werden.

Brianna und Roger müssen nicht nur verarbeiten, was in der letzten Zeit geschehen ist, sondern auch ihr Leben in Frasers Ridge neu ordnen. Immerhin hatten sie nicht vorgehabt zurückzukehren.

Auch Lord John und William werden in die Geschehnisse der Zeit verwickelt. Aber in ihrer Familie geht es ebenfalls sehr hoch her. Es geht um einen möglicherweise toten Neffen bzw. Cousin, dessen Witwe samt Baby und jede Menge Rätsel.

Ian und Rachel erleben ebenfalls einiges. Seine Vergangenheit meldet sich, aber sie lernen auch neue Freunde und potenzielle Verbündete kennen.

In diesem Band kommen viele neue Charaktere dazu, ein paar bekannte verlassen die Serie aber auch endgültig, indem sie ihr Leben verlieren – das überwiegend sehr blutig und brutal.


Fazit: Das Buch ist definitiv spannend und interessant. Es passiert wirklich viel, aber stellenweise ist es aber auch sehr langatmig. Mittlerweile sind es für mich zu viele Charaktere, denen man folgt. Man kann sich teilweise bei den vielen Namen, die mit ihnen zusammenhängen nicht mehr merken, wer jetzt noch mal wer ist. Es sind einfach zu viele – ich fände es toll, wenn es eine kurze Übersicht gäbe, in der man nachlesen kann. Es gibt zwar vorne im Buch einen Stammbaum, aber der hilft nur sehr begrenzt, weil es vor allem die Nebencharaktere sind, bei denen man durcheinanderkommt. Durch die extrem vielen Charaktere sind Claire und Jamie leider nicht mehr so präsent wie sonst.
Immer wieder gab es auch in meinen Augen Ungereimtheiten bezogen auf die vorherigen Bände, diverse Rechtschreibfehler und auch Übersetzungsfehler – die Wortwahl passte einfach manchmal nicht.
Abgesehen davon war das Buch aber auch interessant, wie immer. Man will einfach wissen, wie es weitergeht! Claire und Jamie sind so toll! Leider sorgten manche Wendungen bei mir nur für jede Menge Fragezeichen. Das ergab teilweise für mich keinen Sinn. Ich bin gespannt, ob das im nächsten und gleichzeitig auch letzten Teil aufgelöst wird.
Mir war es stellenweise auch schlicht zu brutal. Verletzungen werden gern en detail beschrieben, so grausam und blutig sie auch sein mögen. Das will man teilweise einfach nicht im Kopf haben.

Ich habe das Buch auch teilweise als Hörbuch gehört und muss sagen, obwohl ich die Sprecherin nicht besonders mag, fand ich dieses Mal das Hörbuch besser als das Buch.

Insgesamt fand ich das Buch sehr gut, aber teilweise auch verwirrend und manchmal zu langatmig. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.09.2022

Ich hab etwas Kritik, aber es hat was

Ice Planet Barbarians – Georgie und Vektal
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Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Triggerwarnung: Entführung, Erwähnung von Vergewaltigung.

Georgie kann es einfach nicht fassen: Sie und andere Frauen wurden von Aliens entführt! ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Triggerwarnung: Entführung, Erwähnung von Vergewaltigung.

Georgie kann es einfach nicht fassen: Sie und andere Frauen wurden von Aliens entführt! Und nicht nur das, die Aliens sind brutal und lassen den Frauen Schreckliches antun, wenn sie es wagen Geräusche von sich zu geben. Georgie ist klar, dass sie nicht einfach tatenlos herumsitzen kann, doch gerade als sie eine der Wachen überwältigt, stürzt das verflixte Raumschiff ab und die Frauen sind in einer Eiswüste gefangen. Verletzt und verängstigt beschließen sie, dass Georgie als ihre Anführerin Hilfe suchen soll – die findet sie auch in Gestalt eines riesigen Aliens, der eine ganz besondere Art hat, um Georgie Hallo zu sagen, allerdings verstehen sie kein Wort von dem, was der jeweils andere sagt und was, wenn die bösen Aliens zurückkommen?


Ich fand das Buch nicht schlecht. Es ist definitiv interessant und die Charaktere sehr sympathisch. Georgie ist immer wieder von der jeweiligen Situation überfordert – was man wirklich gut verstehen kann! – aber sie steckt den Kopf nicht in den Sand, sondern versucht irgendwie Lösungen zu finden. Dummerweise gibt es auf dem Eisplaneten einfach viel zu viele Dinge, die Georgie fressen oder einfach bloß töten wollen.

Vektal ist total verwirrt als er Georgie findet. Sie war in eine seiner Fallen geraten und sieht so anders aus als alles, was er bisher gefangen oder gesehen hat. Aber sie bringt seinen Khui zum Schwingen und das bedeutet, dass sie seine Gefährtin ist. Blöd nur, dass sie kein Wort von dem versteht, was er sagt und umgekehrt. Das macht es nicht gerade leichter, ihr zu erklären, dass sie zu ihm gehört und dringend einen Khui braucht, um zu überleben.

Ich mochte Georgie und Vektal sehr. Georgie ist mutig und Vektal einfach süß. Was mich allerdings etwas gestört hat, war, dass Vektal immer wieder wiederholte, dass Georgie "sinnloses Geplapper" von sich gab. Ja, er versteht kein Wort, aber das klang mir zu abschätzig, als könne nichts, was sie sagt, wichtig sein, bloß weil er es nicht versteht.


Fazit: Ein paar Dinge fand ich ein bisschen unlogisch und Georgies Verhalten machte für mich nicht immer Sinn, aber trotzdem hat mir das Buch gut gefallen.
Ich mag einfach solche Alien-Liebesromane mit Spicy-Anteil. Ich finde die erschaffenen Welten immer so interessant, die fremden Völker und dergleichen. Das Buch macht definitiv Lust auf mehr.
Manchmal ist es mir zu sehr gesprungen und manches fand ich wie gesagt ein bisschen unlogisch, aber es hat definitiv was und ist nicht langweilig.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 21.08.2022

Es hat definitiv was, aber ich habe auch etwas Kritik

Mickey 7 – Der letzte Klon
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Mickey ist ein Expendable – ein Klon, der immer wieder für die gefährlichsten Missionen ausgewählt wird, weil er zwar sterben kann, aber nach jedem Tod einfach neu hergestellt werden kann und weiter geht's. ...

Mickey ist ein Expendable – ein Klon, der immer wieder für die gefährlichsten Missionen ausgewählt wird, weil er zwar sterben kann, aber nach jedem Tod einfach neu hergestellt werden kann und weiter geht's.
Mickey 7 ist der siebte Mickey. Als er in eine in eine Felsspalte stürzt, wird er von seinem Team abgeschrieben, aber Mickey 7 trifft eine unerhörte Entscheidung: Er will nicht sterben. Doch es darf immer nur ein Klon gleichzeitig in der Kolonie leben. Als Mickey 7 also auf Mickey 8 trifft, haben sie ein echtes Problem.


Ich fand die Idee echt mega. Allein schon mit den Expendables, der Technologie, dass ihr Bewusstsein, alles gespeichert wird, damit sie quasi nahtlos da weitermachen können, wo sie aufgehört haben. Wirklich, total faszinierend! Auch mit der Welt, in der Mickey 7 lebt, wie sich die Gesellschaft verändert hat durch die Kolonialisierung des Weltraums. Mickey hat als Historiker keinen "wert" alles Wissen kann man downloaden. Wenn ich mir das so vorstelle, wie viele Berufe da überflüssig würden, das ist schon heftig. Bei Mickey kam noch ein anderer Faktor hinzu, der ihm praktisch keine andere Wahl ließ, als Expendable zu werden, aber dazu verrate ich nichts, ich will ja nicht spoilern.

Mickey 7 hat nicht getan, was er hätte tun sollen, er ist nicht gestorben. Und jetzt gibt es plötzlich zwei Mickeys. Mickey 8 hat keine Lust das Feld zu räumen und Mickey 7 hat schon bewiesen, dass er nicht sterben will. Wenn sie auffliegen, ist das für sie beide das Todesurteil. Wie sollen sie das schaffen?

Ich mochte Mickey 7 sehr. Er erinnerte mich vom Typ her ein wenig an den "Marsianer", er ist auch immer wieder recht trocken. Mein Problem war Mickey 8, er war mir recht schnell unsympathisch. Das lag nicht daran, dass er nicht sterben wollte, um den Platz für Mickey 7 zu räumen, sondern an ihm selbst. Ich empfand ihn als sehr egoistisch und leichtsinnig. Er war zwar auch Mickey, aber gleichzeitig irgendwie auch nicht.

Zwischendurch hatte das Buch für mich ein paar Längen. Es wurde aber wieder spannender, als die Bedrohung durch die Creeper deutlicher wurde. Da kam dann richtig Spannung auf.


Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen. Wäre mir Mickey 8 sympathischer gewesen, wäre es glaube ich noch etwas schöner gewesen. So war er für mich ein Schwachpunkt der Handlung. Zwischendurch hatte das Buch seine Längen, aber es konnte mich trotzdem bei der Stange halten. Die Hintergrundinfos waren sehr interessant und die Geschichte rund um die Bedrohung durch die Creepers sehr spannend.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.08.2022

Das Buch hat seine Längen, aber es ist auch sehr spannend

Every Little Secret
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Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Triggerwarnung: Stalking!

Julie fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass ihre biologische Mutter, die sie nie kennengelernt hatte, verstorben ist und ...

Achtung: Band 1 einer Reihe mit Cliffhanger!

Triggerwarnung: Stalking!

Julie fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass ihre biologische Mutter, die sie nie kennengelernt hatte, verstorben ist und ihr ein großes Vermögen hinterlassen hat. Und nicht nur das, Julie soll auch Co-CEO für ihre Firma werden, zusammen mit Sylvias Stiefsohn Caleb. Der ist alles andere als begeistert von der plötzlich auftauchenden Erbin, hat er sich doch seit vielen Jahren den Hintern aufgerissen, um die Firma irgendwann zu übernehmen.
Doch das Testament ist eindeutig und die beiden müssen einen Weg finden, um miteinander zurecht zu kommen.
Allerdings ist da auch noch ein Unbekannter, der Julie bedroht und die Presse, die "Cinderella" überall hin verfolgt.


Ich bin sehr gut in das Buch hineingekommen und habe sehr mit Julie mitgefühlt. Sie ist einfach eine ganz normale junge Frau und zu erfahren, dass ihre biologische Mutter, die sie als Baby verlassen und nie den Kontakt zu ihr gesucht hat, tot ist und zur New Yorker Society gehörte, ist bestimmt ziemlich heftig. Ihr Vater und ihre Stiefmutter reißen sich ein Bein aus, damit sie in New York studieren kann, während ihre leibliche Mutter Millionen besitzt. Warum hat sie Julie so viel vererbt? Warum soll sie Co-CEO werden? Warum jetzt? Und warum hat sie nie Kontakt mit ihr aufgenommen oder sie irgendwie unterstützt?

Caleb ist anfangs eindeutig ein A…, er ist unheimlich arrogant, behandelt Julie echt mies und tut alles, um es ihr noch schwerer zu machen. Doch Caleb kann auch anders – man muss nur durchhalten.

Auch Julie kann anders – sie bringt im Buch die eine oder andere mega unreife Aktion, die mich nur mit den Augen rollen ließ. Zum einen spielt sie Caleb einen total bescheuerten Streich und dann gibt’s noch so ein typisches New-Adult-Motiv, das ich aber leider auch eher unreif fand als nachvollziehbar. Ich will ja nicht spoilern, deswegen nur so viel: Es gibt da dieses Sprichwort mit dem Brunnen.

Julie nimmt die Nachrichten ihres Stalkers lange nicht ernst. Sie verdrängt es und redet sich ein, so bedrohlich sei das gar nicht. Das fand ich etwas arg naiv. Vielleicht nachvollziehbar, wenn sie noch Julie-Niemand wäre, aber in ihrer neuen Position ist sie das nicht mehr.

Das Buch hat zwischendrin seine Längen, aber den Prolog im Hinterkopf, blieb ich dran. Leider endet es ziemlich abrupt mit einem Cliffhanger, der nichts mit dem Prolog zu tun hat. Ich persönlich mag es, wenn der Prolog, wie hier, der Handlung vorausgreift und einen mit hundert Fragen zurücklässt. Was ich aber nicht mag ist, wenn bei einem Zweiteiler das Ende von Band 1 diesen Prolog nicht wieder aufnimmt.


Fazit: Insgesamt gefiel mir das Buch gut. Ich fand es trotz seiner Längen spannend und interessant. Allerdings ging mir Julie immer wieder mit Anfällen kindischen und unreifen Verhaltens auf die Nerven. Caleb habe ich anfangs leidenschaftlich verachtet, aber es steckt viel mehr in ihm, als man ihm zugetraut hätte.
Man kann definitiv ganz viel miträtseln, doch der Cliffhanger lässt einen ziemlich in der Luft hängen. Ich bin gespannt, wie Band 2 weitergehen wird. Leider müssen wir da bis kurz vor Weihnachten warten.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 17.07.2022

Es hat echt was - aber ich habe auch etwas Kritik

Der Tunnel
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Ein Lokführer, der einen Schnellzug durch den Gotthardt-Tunnel fährt, eine Schulklasse aus einem Problembezirk, ein Reserve-Offizier, der eine Routine-Übung in einem geheimen Depot ausführt – sie alle ...

Ein Lokführer, der einen Schnellzug durch den Gotthardt-Tunnel fährt, eine Schulklasse aus einem Problembezirk, ein Reserve-Offizier, der eine Routine-Übung in einem geheimen Depot ausführt – sie alle treffen aufeinander, als sich die Welt für immer verändert.

Rund 300 Menschen sind nach einem Ereignis im Gotthardt-Tunnel eingesperrt. Eine Verbindung nach draußen ist nicht möglich. Was ist passiert? Der Tunnel ist unglaublich lang – wie sollen sie da wieder rauskommen? Wo bleiben die Rettungsmannschaften? Und warum ist niemand mehr zu erreichen?


„Der Tunnel“ ist der Debüt-Roman von Hans Leister, er spielt teilweise parallel zu „Das U-Boot“, behandelt aber andere Ereignisse, die bei „Das U-Boot“ nur erwähnt, aber nicht „gezeigt“ werden.

Ich fand die Idee echt interessant. Schon durch das U-Boot hat mich das Szenario total gereizt. Allein die Vorstellung! Du sitzt nichts Böses ahnend in einem Zug, der diese Fahrt x-Mal am Tag macht, zusammen mit vielen anderen, ärgerst dich vielleicht noch über die Verspätung durch einen verspäteten ICE und hoffst vielleicht, deinen Anschlusszug pünktlich zu bekommen, als der Zug mitten im Tunnel an einer Nothaltestelle hält. Alles ist dunkel, es ist heiß und dein Handy zeigt nur „kein Netz“. Wie lange dauert es, bis du panisch wirst? Bevor du Angst hast? Bevor du die Hoffnung auf Rettung langsam verlierst?

Das Buch spielt auf drei Ebenen, bzw. folgt drei Ich-Erzählern: dem Lokführer, dem Hauptmann der Reserve, der das Kommando im Bunker hat und einer Schülerin der 10c, die gerade eine Klassenfahrt macht. Jeder erlebt das alles unterschiedlich, reagiert unterschiedlich und nimmt die Ereignisse unterschiedlich bedrohlich wahr.
Ich persönlich fand es schade, dass die Person, die mich am meisten interessierte, die Lehrerin Frau Abramovicz nicht zu Wort kam. Es wurde zwar sehr viel über sie und ihre Ideen und Taten erzählt, aber eben nicht aus ihrer Sicht. Aber gerade, weil sie so viele Ideen hat und immer mittendrin war, hätte ich gern ihre Sicht gelesen. Sie ist mit ihrer 12-jährigen Tochter und ihren Schülern in dem Zug – hat sie Angst um ihre Tochter? Denkt sie an ihre Familie? Das hätte mich sehr interessiert.

Das Buch ist durchaus spannend, es geht um interessante Themen, aber leider zieht es sich immer wieder. Die Erzähler sind extrem unterschiedlich und teilweise nur wenig sympathisch. Manchmal schweifen deren Gedanken schon arg ab.

Das Ende des Buches kommt extrem abrupt und gerade als es extrem spannend wird, wird alles nur zusammengefasst und Ende. Das fand ich so schade. Besonders diese spannende Situation aus der Sicht eines Beteiligten zu lesen, wäre sehr interessant gewesen.

Ganz am Ende folgt ein Epilog mit Ausblick auf die Zukunft, mehrere Zehntausend Jahre in der Zukunft. Ich fand das schon bei „Das U-Boot“ total faszinierend! Und auch hier bleibt einem einfach der Mund offenstehen. Es ist hart, es ist faszinierend und es ist in gewisser Weise eine Abrechnung mit der Menschheit an sich. Dieser Teil gefiel mir extrem gut.

Da ich nun beide Bücher über dieses geheimnisvolle Ereignis gelesen habe, muss ich sagen, dass mir „Das U-Boot“ sprachlich deutlich besser gefallen hat, wobei „Der Tunnel“ früher mit der eigentlichen Handlung einsetzt, was das Buch spannender und interessanter macht. Mir haben beide gefallen, aber für jedes habe ich eben auch meine Kritikpunkte.


Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen. Ich fand die Idee mega und das Szenario an sich ebenfalls. Ich hatte meine Probleme mit dem Stil, da ich es manchmal schwierig fand den drei so komplett unterschiedlichen Erzählern zu folgen. Immer wieder sind sie abgeschweift und ich ging verloren in ihren Gedanken.
Was ich interessant fand war das Szenario an sich und wie unterschiedlich das wahrgenommen wurde. Leider hatte das Buch aber auch seine Längen.
Besonders schade fand ich zum einen, dass die Person, die ich persönlich am interessantesten fand, nicht persönlich zu Wort kam – die Berliner Lehrerin – und dass das Ende so abrupt kam. Gerade als es spannend wurde, wurde man quasi abgewürgt und mit einer Zusammenfassung abgespeist. Echt schade!
Dafür gefiel mir der Ausblick in die weit entfernte Zukunft, mehrere Zehntausend Jahre später extrem gut.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

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