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Veröffentlicht am 13.10.2022

Wenig Cozy leider

Maple-Creek-Reihe, Band 1 - Meet Me in Maple Creek
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"Meet me in Maple Creek" folgt Mira, die in einer typisch amerikanischen Kleinstadt lebt und deren Leben von einem Tag auf den anderen durcheinander gebracht wird, als sie erfährt dass sie einen Zwillingsbruder ...

"Meet me in Maple Creek" folgt Mira, die in einer typisch amerikanischen Kleinstadt lebt und deren Leben von einem Tag auf den anderen durcheinander gebracht wird, als sie erfährt dass sie einen Zwillingsbruder hat. Ihn (Lilac) kannte sie nicht nur 19 Jahre ihres Lebens nicht, er bringt auch noch seinen düsteren Freund Joshka mit nach Maple.

Also als erstes möchte ich sagen, dass das Cover und die Aufmachung der Bücher mit dem Farbschnitt, der Goldfolie und den kleinen Blätterillustrationen im Buch wirklich wunderschön ist. Da hat jemand bei beiden Teilen wirklich Liebe zum Detail bewiesen und das sieht im Bücherregal wirklich wunderschön aus.

Leider passt das Cover und das Marketing als cozy Herbstlektüre meiner Meinung nach überhaupt nicht zum Leseerlebnis. Denn Coziness kommt ehrlich gesagt sehr selten auf. Manchmal werden herbstliche Eindrücke eingestreut, zum Beispiel bei einem Fest, bei Wanderungen oder wann immer der Autorin wieder eingefallen ist, das ja Herbst ist. Aber das wars auch schon mit der Coziness, der Rest wird schnell sehr düster und dramatisch.

Und das ist auch eins der Hauptprobleme, die ich mit dem Buch hatte. Das Storytelling ist leider meiner Meinung nach etwas überdramatisch (schon alleine weil so oft der Untergrund erwähnt wurde). Da kommen so viele unwahrscheinliche und absurde Dinge zusammen, wie sie einer Familie / einer Person gar nicht passieren können. Dabei entstehen leider auch Plot Holes, die nicht erklärt werden oder einfach keinen Sinn ergeben. Und die komischen Dinge werden nichtmal richtig hinterfragt, das ergibt wirklich gar keinen Sinn. Was mich am Storytelling leider auch stört ist folgendes: Es wird so mit Klischees um sich geworfen das es kracht. An sich sind Klischees nicht schlimm aber das ist dann doch zu viel. Viele dieser Klischees hat man schon 100x gelesen und rollt deshalb schon total mit den Augen. Z.B. frage ich mich wirklich, ob in solchen Büchern die Charaktere immer Erbsen im Gefrierfach haben, nur für den Fall das sich jemand geprügelt hat und ein Kühlpack braucht?

Reden wir kurz über die Figuren. Vor allem bei den Männern strotzen sie leider am Anfang vor toxischer und unreflektierter Maskulinität, die wir selbst in Liebesromanen im Jahr 2022 nicht mehr brauchen. Dabei sind sie leider totale Klischees - Paradebeispiel ist der männliche Lead Joshka, der reich aber Ganster ist. Dabei aber natürlich auch der sanfte Künstler und Wohltäter. Und er erwähnt eindeutig zu oft, wie gefährlich er ist und das es im Untergrund um Leben und Tod geht. Das wird fast schon lächerlich. Bei so vielen oberflächlichen Charaktereigenschaften, die wenig entwickelt und begründet werden kriegt man fast ein Schleudertrauma. Wer mit tatsächlich ganz gut gefallen hat ist Miras bester Freund aber auch die Entwicklung der Beziehung zwischen den Zwilligen. Es ist wirklich herzerwärmend zu sehen, wie sie sich annähern und warm miteinander werden. Das hat mir echt gut gefallen. Die Protagonistin Mira hat mir leider nicht viel gegeben. Sie bleibt meiner Meinung nach sehr eindimensional und platt. Das liegt vor allem daran, dass sie zu nett und gut ist, einfach nur um einen bessren Kontrast zu den Jungs zu bilden.

Zu guter Letzt zur Sprache und dem Schreibstil. Man fliegt zwar schnell durch die Seiten, leider holpert es vor allem an den Übergängen zwischen den drei Perspektiven. Auch werden bestimmte Aspekte immer wieder wiederholt, obwohl man es schon beim ersten Mal verstanden hat (Stichwort Joshkas Untergrund). Leider finde ich auch dass das amerikanische Setting überhaupt nicht vibed. Warum sind die Kapitelüberschriften auf englisch? Und die Namen wirken leider auch wenig authentisch, sondern holpern etwas. Aber ich glaube das sind persönliche Befindlichkeiten. Was mir leider wirklich sauer aufgestoßen ist und ich nicht mehr loslassen konnte war folgendes: Die Autorin legt nach jedem gesprochenen Satz super viel Augenmerk auf die kleine Gestik der Charaktere (ein Lächeln zupft, man zieht die Augenbraue skeptisch hoch etc.) und Joshka sagt andauernd Hölle. Selbst für ihn wirkt das zu kindisch.

An sich konnte das Buch mich nicht überzeugen sondern ich habe leider oft mit den Augen gerollt. Vielleicht lag es aber auch einfach dran, das meine Erwartungen an ein Cozy Buch nicht erfüllt wurden. Wenn man ein spannendes, Action-Liebesbuch sucht, ist es denke ich das richtige, für mich war es nichts.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Zuckrig

Love me in Autumn. Eine cinnamon spiced Romance
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Nachdem mich letztes Jahr das Pumpkin Spice Café so unterhalten hat, wollte ich jetzt mit der Dreams Harbour Serie weitermachen. (Kleine Note am Rande: das hier ist trotz des Covers kein Herbstbuch, es ...

Nachdem mich letztes Jahr das Pumpkin Spice Café so unterhalten hat, wollte ich jetzt mit der Dreams Harbour Serie weitermachen. (Kleine Note am Rande: das hier ist trotz des Covers kein Herbstbuch, es spielt im Sommer). Und ich weiß nicht ob es mir beim letzten Buch einfach nicht so sehr aufgefallen ist aber diese Bücher sind objektiv betrachtet wirklich nicht gut.

Am meisten hat mich gestört, wie schnell die Autorin sich auf Körperlichkeiten und Spice verlassen hat, um dir geschichte zwischen den beiden Protagonisten aufzubauen. Dadurch viel es mir bis fast zum Ende extrem schwer, die Beziehung wirklich zu shipen. Auch der Konflikt ist etwas dämlich und vorhersehbar, die Misscommunication war nicht Mal super gut ausgebaut. Die Charaktere selbst sind auch eher oberflächlich ausgearbeitet und Abziehbilder diverser Klischees (Obwohl ich gut finde wie hier Consent normalisiert wurde, das fand ich wirklich gut). Außerdem fand ich schade, dass wir nicht mehr von Hazels Leben als Buchladen Besitzerin gesehen haben, das hätte mich wirklich interessiert. An sich wird hier eher Tell statt Show betrieben.

Jetzt habe ich das Buch viel gehated, es aber trotzdem durchgezogen weil ich es am Ende an manchen Stellen doch ganz süß fand. Wer eine leichte Hallmark-esque Romancr zum entspannen sucht, wird hier sicher fündig und kann viel Spaß mit dem Buch und der ganzen Reihe haben.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Chips Buch

Kiss me in Winter. Eine sugar coated Romance
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Ich finde die ganze Dream Harbour Reihe ist das perfekte Beispiel für ein Potato Chip Buch. Es ist nicht besonders gut für dich, es nährt nicht wirklich aber ab und zu muss man sich das mal gönnen. Wird ...

Ich finde die ganze Dream Harbour Reihe ist das perfekte Beispiel für ein Potato Chip Buch. Es ist nicht besonders gut für dich, es nährt nicht wirklich aber ab und zu muss man sich das mal gönnen. Wird mir das Buch im Gedächtnis bleiben? Bestimmt nicht. War es besonders gut? Auch nicht. Aber für zwischendrin war es mal ein ganz nettes hallmark-esque Abenteuer.

Anfangs habe ich kurz gebraucht, um reinzukommen. Das lag vor allem daran, dass ich es nur halb logisch fand, warum der FMC grumpy ist. IHr Charakter war leider etwas schlecht aufgebaut und widersprüchlich und das hat mich gestört. Hier werden sehr klassische Tropes bedient, die nach der Hälfte ohne wirklichen Aufbau fallengelassen werden. Wenn man darüber hinwegsehen kann, hat man bestimmt eine einigermaßen gute Zeit damit.

Der Schreibstil ist ok, nichts weltbewegendes, nichts was im Kopf bleibt. Teilweise ist der Smut sogar relativ gut geschrieben, an anderen Stellen ist er leider nur cringe.

Gut für alle, die mal kurz in eine Zuckerwattenwelt abtauchen wollen.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

zu schnell erzählt

Spookily Yours
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Ich hatte mich eigentlich auf eine süße herbstliche Lovestory gefreut. Was mir stattdessen gegeben wurde war instalove, zu schnell gelöste Konflikte, uncharmante Sprache und leere Charaktere.

Am Anfang ...

Ich hatte mich eigentlich auf eine süße herbstliche Lovestory gefreut. Was mir stattdessen gegeben wurde war instalove, zu schnell gelöste Konflikte, uncharmante Sprache und leere Charaktere.

Am Anfang fand ich das Buch echt noch süß, die Protagonistin Willow klang vielversprechend und ich dachte mich erwartet Halloweentown meets Hallmark Herbstfilm. Das hat sich schnell erledigt, als der MMC Damien dazukam. Ab da wurde es einfach platt und blutleer (hätte schon auffallen müssen, ich meine wer nennt seinen Dämonen-MMC Damien?).

Vor allem hat mich gestört, die fast paced diese Geschichte ist. Die Verbindung zwischen den beiden entwickelt sich einfach zu schnell, gefühlt sind sie schon nach einem Tag unsterblich verliebt und das erscheint mir selbst in einem paranormalen Setting als extrem unrealistisch. Deshalb habe ich die Verbindung zwischen ihnen auch gar nicht gefühlt. Es hat sich einfach nicht erschlossen, warum sich die beiden mögen außer dass die Autorin es so wollte. Aber nicht nur das wirkt sehr gehetzt und abgearbeitet, auch die verschiedenen "Konfliktpunkte" (die keine sind) werden einfach zu schnell aufgelöst, z.B. ist Damien super schnell keine Katze mehr.

Hier wird mit so vielen Klischees geworfen, dass ich einfach nicht mehr darüber wegsehen konnte. Vor allem weil ich manche dieser Klischees auch einfach aus der Zeit gefallen bzw. fast schon gefährlich fand weil hier so unrealistische Erwartungen an die Liebe projiziert werden (ich hatte das Gefühl, das Buch wurde wie Twilight aus einer sehr mormonischen Sicht geschrieben?). Außerdem finde ich dass die Charaktere dadurch alle sehr schemenhaft bzw. Hüllen ihrer selbst bleiben. Ich hatte keine Verbindung zu irgendjemandem.

Mein letzter Kritikpunkt richtet sich an die Sprache. Die fand ich sehr einfach und plump, fast als würde man eine Highschool Fanfiction von jemandem lesen, der das Schreiben gerade für sich entdeckt. Vor allem der Spice (der die Hälfte des Buches füllt) war einfach nur unangenehm und cringy zu lesen. Da kam gar nichts rüber.

An sich ein Buch, von dem ich mir mehr und vor allem schöne Unterhaltung erwartet hatte, dass mich aber einfach oft unzufrieden und frustriert zurückgelassen hat.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Hohle Geschichte umwickelt Musikanalyse

Deep Cuts
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DNF 40%

Ich wollte Deep Cuts so gerne mögen weil das Konzept so toll klang. Ich habe es schlussendlich allerdings nach ca. 40 Prozent abgebrochen weil ich mich einfach nur gequält habe und nicht in die ...

DNF 40%

Ich wollte Deep Cuts so gerne mögen weil das Konzept so toll klang. Ich habe es schlussendlich allerdings nach ca. 40 Prozent abgebrochen weil ich mich einfach nur gequält habe und nicht in die Geschichte gekommen bin.

Zuerst einmal was ich mochte: Die Prämisse klang für mich wie gesagt toll, ein bisschen wie die Musiker:innen-Version von Open Water von Caleb Azumah Nelson. Ich denke für alle, die eine Einstiegsdroge mit weniger Poesie zu diesem Buch suchen, sind hier genau richtig bedient. Ein bisschen hat es mich auch an Morgen, Morgen und wieder Morgen von Gabrielle Zevin erinnert in der Figurenkonstellation / -ausgestaltung (Am Anfang Dreierkonstellation kreativer Menschen, die voneinander profitieren und deren Beziehungen zueinander kompliziert sind). Vielleicht ist es dementsprechend auch was für Fans dieses Buchs. Außerdem hatte ich viel Spaß dabei, die Lieder neben dem Lesen zu hören, über die sie z.B. ihre Kolumne schreibt.

Der Rest war für mich schwer zugänglich. Das lag vor allem daran, dass ich das Gefühl hatte die Geschichte und die Figuren wären nur Mittel zum Zweck, um daran die Musikanalyse zu heften (die ich sehr schön fand übrigens!). Dadurch hat sich der Schreibstil der Geschichte sehr analytisch und hölzern angefühlt während die Musikanalysen sehr lebendig und leidenschaftlich waren. Dadurch waren die Kapitelstarts für mich wie Abhandlungen, die nicht wirklich an das vorherige Kapitel anknüpfen und nicht ineinander fließen. Die Erzählstruktur gleicht auch eher einer Retroperspektive der Protagonistin Percy aber ohne, dass sie irgendwelche Emotionen für ihre eigene Geschichte zeigen würde und das fand ich extrem befremdlich. Das hat für mich nicht gepasst.

Genauso fand ich auch die Figurenkonstruktion, sie wirkte auf mich nicht ausgereift und eher hölzern. Außer ihrer Liebe zur Musik oder den Stereotypen, die bei den Nebenfiguren die Handlung vorangetrieben habe, hatten sie keine Persönlichkeit. Sie sind unperfekt aber nicht auf eine Weise, die ich nachvollziehen kann und die sich mit ihrem Alter erklären lässt. Sondern einfach eher unfertig. Sie wirkten auf mich wie schnell konstruierte Abziehbilder (so entwickelt sich die Freundschaft für mich viel zu schnell und man versteht gar nicht, warum die beiden außerhalb der Musik befreundet sind) und blieben mir dadurch sehr fern und am Ende war es mir auch wirklich egal, was mit ihnen passiert.

Ich denke dieses Buch ist etwas für alle, die charaktergeführte Coming-of-Age Geschichten mögen, in denen man die Charaktere nicht unbedingt immer mag oder versteht. Für alle, die sich gerne tief in Musik einfuchsen und nicht so viel Story außenrum brauchen.

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