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Veröffentlicht am 18.10.2022

Superhirn mit Herz

Codename: Revenge (Jameson Force Security Group Teil 9)
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„Codename: Revenge“ von Sawyer Bennett ist der neunte Band der packenden Reihe um das Team der Jameson Force Security Group.
Dozer Burney ist der geniale Kopf des Teams, der für die gefährlichen Aufträge ...

„Codename: Revenge“ von Sawyer Bennett ist der neunte Band der packenden Reihe um das Team der Jameson Force Security Group.
Dozer Burney ist der geniale Kopf des Teams, der für die gefährlichen Aufträge lieber sein Gehirn als seine Muskeln einsetzt. Doch als seine alte Collegefreundin Jessica Anderson plötzlich in Todesgefahr schwebt, zögert Dozer keine Sekunde und eilt ihr zu Hilfe. Ein gefährlicher Anführer der russischen Mafia, gegen den Jessica vor sechs Jahren als Hauptzeugin aussagte, ist aus dem Hochsicherheitsgefängnis geflohen und auf Rache aus. Dozer handelt nicht nur aus Freundschaft, denn seit ihrem Kennenlernen ist er heimlich in Jessica verliebt. Kann er die Frau seiner Träume retten und ihr endlich seine Gefühle gestehen?

Diese Reihe von Sawyer Bennett ist immer wieder abwechslungsreich und spannend und auch die Geschichte von Dozer konnte mich komplett mitreißen. Bei den Jungs der Jameson Force Security wird es auf jeden Fall nie langweilig, denn ständig taucht eine neue gefährliche Bedrohung aus dem Untergrund auf.
Dozer kennt man fast von Anfang an, aber welche privaten Hintergründe das brillante Superhirn bisher versteckt hat, darf man jetzt endlich erfahren. Offenbar hat Dozer seit dem College einen heimlichen Crush. Seine beste Freundin Jessica war für ihn schon immer mehr als nur eine platonische Freundin, aber sein Kumpel war damals schneller und Dozer trat für ihn zurück. Trotzdem war er immer für Jess und ihre kleine Tochter da, vor allem nach dem Tod seines Freundes.
Jessica hatte ebenfalls von Anfang an Gefühle für Dozer, aber da er nie irgendwelche Avancen machte, lebte sie ihr Leben weiter. Ich konnte die Beweggründe, Ängste und Zweifel auf beiden Seiten gut nachvollziehen. Sawyer Bennet gibt Jess und Dozer ausreichend Zeit und Raum, ihre Gefühle zu ordnen und einen mutigen Schritt in die Zukunft zu wagen. Die Emotionen der beiden stehen in diesem Buch im Vordergrund, aber natürlich gibt es auch jede Menge Spannung und Nervenkitzel, wie man es von der Autorin gewohnt ist.

Mein Fazit:
Rundum gelungen und eine Leseempfehlung wert!

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Veröffentlicht am 14.10.2022

Schauspieler wider Willen

Alaska Love - Träume in Wild River
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„Alaska Love – Träume in Wild River“ von Jennifer Snow ist der letzte Band der romantischen Wohlfühlreihe aus der idyllischen Kleinstadt in Alaska.
Seit ihrer Rettung vor einem irren Stalker fühlt sich ...

„Alaska Love – Träume in Wild River“ von Jennifer Snow ist der letzte Band der romantischen Wohlfühlreihe aus der idyllischen Kleinstadt in Alaska.
Seit ihrer Rettung vor einem irren Stalker fühlt sich die bekannte Schauspielerin Selena Hudson mit Wild River eng verbunden. Ihre ehemalige Personenschützerin Leslie ist inzwischen ihre beste Freundin und so verlegt Selena das Set ihres neuesten Filmprojekts kurzerhand ins malerische Wild River. Der außergewöhnliche Psychothriller soll ihrer Karriere eine neue Wendung geben, so dass Selena sogar als Co-Produzentin dabei ist. Leider springt ihr Freund und männlicher Hauptdarsteller in letzter Sekunde ab. Das spontane Casting ist eher verheerend und der mürrische Sportreporter Gus Orosco, der nach einem Vorfall, der seine Karriere ruinierte, hier Zuflucht sucht, ist ihre letzte Hoffnung.

Mit diesem sechsten Teil schließt Jennifer Snow die warmherzige Feelgood-Reihe gelungen ab, denn die letzte romantische Lovestory ist wieder komplett anders als ihre Vorgänger. Inzwischen hat man die Einwohner von Wild River liebgewonnen und es gibt auch ein Wiedersehen mit einigen Paaren aus den übrigen Bänden.
Aus dem verwöhnten Starlet Selena ist inzwischen eine starke junge Frau geworden, die genau weiß, was sie will und vor allem, was sie nicht mehr will. Dies führt sie zurück nach Wild River, wo sie sich trotz der traumatischen Ereignisse der Vergangenheit sehr wohl fühlt. Das erste Zusammentreffen mit Gus ist alles andere als ideal und sorgt für sehr witzige Schlagabtausche und Streitereien. Zwischen den fliegenden Fetzen sind aber bereits die ersten Fünkchen zu sehen, die bald ein loderndes Feuer auslösen.
Gus ist am Tiefpunkt seines Lebens, was er hauptsächlich seinem Temperament zuschreiben muss. Er suhlt sich gerade in seinem Elend, als ihn Wirbelwind Selena aus seiner Trance reißt. Die beiden haben eine großartige Chemie und man spürt von Anfang an, was sich hier anbahnt. Die obligatorischen Dramen grätschen selbstverständlich auch noch dazwischen, aber trotzdem ist die humorvolle Lovestory unterhaltsam und mitreißend erzählt.

Mein Fazit:
Der Abschied von Wild River fällt ein wenig schwer und ich gebe für das Finale sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.10.2022

Best Man

Wedding Crasher
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„Wedding Crasher“ von Katy Evans stürzt eine Braut in schwere Entscheidungsnöte, denn ausgerechnet der Trauzeuge weckt ungeahnte Gefühle in ihr.
Lia ist voll im Stress, denn sie steht kurz vor der Hochzeit ...

„Wedding Crasher“ von Katy Evans stürzt eine Braut in schwere Entscheidungsnöte, denn ausgerechnet der Trauzeuge weckt ungeahnte Gefühle in ihr.
Lia ist voll im Stress, denn sie steht kurz vor der Hochzeit mit ihrem langjährigen College-Freund Aaron, die in einem luxuriösen Resort mit 500 Gästen stattfinden soll. Leider hat ihr chaotischer Bräutigam die Ringe zuhause vergessen und ist noch immer betrunken vom Junggesellenabschied, so dass sich Lia kurzerhand selbst auf den mehrstündigen Weg macht, die fehlenden Schmuckstücke zu holen. Dummerweise muss sie unbedingt der Trauzeuge begleiten, mit dem Lia eine ganz eigene Vergangenheit verbindet. Miles Foster ist unglaublich attraktiv und war Lias unvergesslicher One-Night-Stand, bevor sie mit Aaron zusammenkam. Leider ist er auch Aarons bester Freund und seit ihrer gemeinsamen Nacht Lias größte Nemesis.

Der Schreibstil von Katy Evans ist leicht und locker und man fliegt schnell durch die Seiten. Ich mag ihre humorvolle Erzählweise, die mich auf Anhieb mitreißen konnte. Die gesamte Handlung wird aus Lias Perspektive erzählt, wodurch Miles manchmal ein wenig zu kurz kommt. Aber insgesamt passt die Story, denn schließlich stehen Lia und ihre Entwicklung im Fokus der Geschichte.
Lia ist eine liebenswerte und sympathische Hauptfigur, die ich sofort mochte, aber deren Entscheidungen ich manchmal nicht nachvollziehen konnte. Vor allem ihre harmoniebedürftige und fast schon blinde und naive Art gegenüber Aaron habe ich nicht verstanden. Lia ist, glaube ich, mehr in die Vorstellung von einer tollen Hochzeit und einer Ehe verliebt, als in die Person selbst. Das macht sie tatsächlich oft zu einem zickigen Brautmonster, aber zum Glück darf sie sich im Laufe der Handlung charakterlich weiterentwickeln.
Miles bleibt lange Zeit ziemlich geheimnisvoll und undurchschaubar. Er ist wohl an der momentanen Situation selbst nicht ganz unschuldig, obwohl ich nach seinen späteren Erklärungen sein Verhalten ein wenig nachempfinden konnte. Miles ist das komplette Gegenteil von Partymonster Aaron und nach seinen emotionalen Geständnissen einfach nur zum Verlieben.
Die Chemie zwischen Lia und Miles funktioniert bei ihren witzigen Schlagabtauschen und Streitereien und auch in romantischer Hinsicht. Die Story ist unterhaltsam und mitreißend erzählt, so dass man bis zum Ende mitfiebert, wie dieses Hochzeitschaos ausgehen wird.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.10.2022

Unterhaltsam und spannend

Der Vampir gehört zu mir
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„Der Vampir gehört zu mir“ von Lynsay Sands ist Band 34 der abenteuerlichen Reihe um die blutdürstige Familie Argeneau.
Als Teenager wurde Stephanie McGill gemeinsam mit ihrer Schwester Dani von Abtrünnigen ...

„Der Vampir gehört zu mir“ von Lynsay Sands ist Band 34 der abenteuerlichen Reihe um die blutdürstige Familie Argeneau.
Als Teenager wurde Stephanie McGill gemeinsam mit ihrer Schwester Dani von Abtrünnigen überfallen und gegen ihren Willen in einen Vampir verwandelt. Doch sie unterscheidet sich von den anderen, denn außer ihren fehlenden Fangzähnen hat sie ein Talent, welches sie zu einem sehr zurückgezogenen Leben verurteilt. Stephanie kann die Gedanken aller Menschen im Umkreis von einigen Meilen permanent in ihrem Kopf hören. Umso überraschter ist sie über die plötzliche Stille, als er attraktive Thorne ins Nachbarhaus einzieht. Thorne ist das Ergebnis genetischer Experimente seines psychopathischen Vaters und muss aufgrund seines ungewöhnlichen Aussehens ebenfalls sehr zurückgezogen leben. Gibt es für die beiden Außenseiter ein Happy End?

Fans der Reihe kennen die beiden Hauptfiguren dieses Bandes bestimmt schon, die hier glücklicherweise viele Gemeinsamkeiten entdecken und die Chance auf eine gemeinsame Zukunft haben. Die Grundidee der Lebensgefährten mit all ihren Risiken und Nebenwirkungen dürfte ebenfalls den meisten bekannt sein und keine wirkliche Überraschung. Trotzdem ist die süße Lovestory von Stephanie und Thorne unterhaltsam erzählt und durchaus spannend aufgebaut.
Auf jeden Topf passt ein Deckel und wenn man Stephanies Geschichte hört, dann ist Thorne wirklich ihr perfektes Gegenstück. Ich mochte ihre direkte und ehrliche Art, die einfach unverfälscht und sympathisch ist. Trotz ihrer aufgesetzten Leichtigkeit hat Stephanie ihre dunklen Abgründe, die sie im Laufe der Handlung aufarbeiten darf.
Thorne ist eine faszinierende Mischung aus Unschuld und Bad Boy, der gern mit seiner grausamen Vergangenheit abschließen möchte. Leider holt ihn diese unerwartet ein und bringt auch seine potenzielle Lebensgefährtin in Gefahr.
Mein absolutes Highlight war jedoch der Größenwahn von Kater Felix, der Stephanies Loveinterest zum Fressen gern hatte.

Mein Fazit:
Die Story ist spannend, romantisch und humorvoll und bekommt von mir sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 10.10.2022

Schuld und Hoffnung

We Are Like the Sea
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„We Are Like the Sea“ von Marie Niebler ist der Auftakt zu ihrer Like Us Trilogie, die auf der kleinen kanadischen Insel Malcolm Island spielt.
Lavender hat nach ihrem gescheiterten Studium nur einen ...

„We Are Like the Sea“ von Marie Niebler ist der Auftakt zu ihrer Like Us Trilogie, die auf der kleinen kanadischen Insel Malcolm Island spielt.
Lavender hat nach ihrem gescheiterten Studium nur einen einzigen Zufluchtsort und der ist der Ort ihrer Ängste und Albträume. Ein tragischer Unfall vor zwölf Jahren verursacht ihr immer noch schwere Schuldgefühle, so dass sie nicht einmal zur Beerdigung ihres Onkels zurückkehren wollte. Trotzdem hat ihr Onkel Lavender sein Haus auf Malcolm Island vermacht, welches nun ihre Rettung ist. Die Begegnung mit Coast Guard Jonne lässt Lavender ein wenig Hoffnung schöpfen, bis dieser ihren Namen erfährt und sie plötzlich nur noch mit Hass und Abneigung betrachtet. War die Rückkehr doch ein schwerer Fehler?

Dies ist mein erstes Buch der Autorin, aber es hat mir auf jeden Fall Lust auf die weiteren Bände der Reihe gemacht. Die Story wird abwechselnd aus den Perspektiven von Lavender und Jonne erzählt, so dass man beide Sichtweisen und Beweggründe nachvollziehen kann. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich immer gut fand, wie sich die Charaktere verhielten.
Lavender ertrinkt förmlich in ihren eigenen Schuldgefühlen, was mir ehrlich gesagt manchmal einen Tick zu viel war. Grundsätzlich ist sie mir schon sympathisch und ich verstehe ihre Probleme, aber ihre permanent unterwürfige Haltung hat mich oft aufgeregt.
Schlimmer fand ich persönlich nur noch Jonne, der in seiner Selbstgerechtigkeit schwimmt und sich zum moralischen Sheriff der Insel aufspielt. Es hat mich anfangs einfach nur wütend gemacht, wie er mit Lavender oder auch seinem Bruder Miko umgeht. Dabei hat Jonne seine ganz eigenen Baustellen und sollte vielleicht lieber sein eigenes Verhalten reflektieren.
Jetzt habe ich genug geschimpft, denn zum Glück entwickeln sich beide Charaktere im Laufe der Handlung weiter. Ich hätte es nie geglaubt, aber selbst ihre langsame Annäherung gelingt tatsächlich authentisch. Dieses Buch ist ein gutes Beispiel dafür, dass man die Hauptfiguren nicht unbedingt auf Anhieb lieben muss. Die Story ist trotzdem toll aufgebaut und berührend und mitreißend geschrieben. Das malerische Setting lädt zum Träumen ein und bildet die perfekte Kulisse für diese stürmische Romanze der etwas anderen Art.

Mein Fazit:
Ich freue mich schon auf den nächsten Band und kehre gern wieder nach Malcolm Island zurück!

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