Ich bin dein Schicksal
Ich bin dein SchicksalInhalt:
Die 17-Jährige Erin verfügt über eine besondere Gabe, sie kann die Noctua sehen. Diese dämonenartigen Wesen leben in einem Paralleluniversum, sammeln menschliche Angst und leben von ihr. Auch Erins ...
Inhalt:
Die 17-Jährige Erin verfügt über eine besondere Gabe, sie kann die Noctua sehen. Diese dämonenartigen Wesen leben in einem Paralleluniversum, sammeln menschliche Angst und leben von ihr. Auch Erins erste große Liebe, Callahan ist ein Noctua. Nachdem dieser vor drei Jahren ohne ein Wort verschwunden ist, taucht er auf einmal wieder auf und bittet Erin um Hilfe. Während sie versucht sich ihrer verwirrenden Gefühle zu Cal klar zu werden, steht sie vor einem noch viel größerem Problem, das ihre ganze Welt in Gefahr bringt.
Meinung:
Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich gut gefallen, er war bildhaft und angenehm. Auch der Einstieg in die Geschichte ist mir leichtgefallen, was vor allem daran lag, dass alles sehr detailliert und ausführlich beschrieben wurde. Das Worldbuilding fand ich wirklich originell und sehr gut gelungen. Die ganze Fantasywelt rund um Obskuris, der Dämonenwelt, und den Luftschiffen auf denen die Noctua leben, fand ich super interessant.
Erzählt wird aus der Perspektive von Erin. Ich habe sie als angenehme Protagonistin empfunden. Sie hat ein außergewöhnliches Hobby, ist neugierig und mutig. An manchen Stellen fand ich sie etwas impulsiv, trotzdem konnte ich gut mit ihr mitfühlen.
Der männliche Protagonist Callahan, nun ja, wirklich beschreiben kann ich ihn eigentlich gar nicht. Obwohl Erin ihn schon seit ihrer Kindheit kennt, erfährt man nur wenig über ihn. Mir war er einfach zu unnahbar und mysteriös und ich konnte manche Handlungen von ihm nicht nachvollziehen. Auch die Lovestory zwischen den beiden habe ich leider gar nicht gefühlt.
Im Lauf der Geschichte kristallisieren sich zwei Handlungsstränge heraus. Zum einen die Suche nach Antworten zu Erins Vergangenheit und ihrer Mutter und zum anderen die Überfälle der Zahnfeen an den Menschenkindern. Leider finde ich die Verknüpfung der beiden Handlungen nicht so gut gelungen. Es gibt teils große Zeitsprünge zwischen den verschiedenen Handlungen was die Geschichte ein bisschen abgehackt wirken lässt. Auch wird meiner Meinung nach viel zu schnell zwischen den beiden Handlungen hin und her gesprungen, was noch mehr offene Fragen aufwirft.
Das Ende hingegen war für mich unvorhersehbar und hat mich positiv überrascht. Trotzdem hat es mich eher mit einem frustrierten Gefühl zurückgelassen, dass nichts wirklich erreicht wurde und alles offengeblieben ist.
Fazit:
Das Worldbuilding war wirklich klasse! Die Welt mit ihren Luftschiffen, den verschiedenen Lebensbereiche und die unterschiedlichen Dämonen waren mit ganz viel Liebe zum Detail beschrieben. Die Handlung konnte mich leider nicht überzeugen, da sie mir einfach zu sprunghaft und unvollständig war. Trotz alldem hat mich das Ende extrem neugierig auf den zweiten Teil gemacht. Und auch das ganze Miträtseln hat mich gut unterhalten. Ich habe allerhand wilde Theorien aufgestellt und ich will unbedingt wissen, ob ich damit richtig liege 😅