Eine Liebe in grauen Zeiten
Élises Geheimnis
Ich war sehr auf die Geschichte von Èlise gespannt gewesen, da mich eine Leseprobe schon so mitgerissen hatte.
Der Schreibstil hat sich leicht und auch fließend lesen lassen. Man findet sofort in die ...
Ich war sehr auf die Geschichte von Èlise gespannt gewesen, da mich eine Leseprobe schon so mitgerissen hatte.
Der Schreibstil hat sich leicht und auch fließend lesen lassen. Man findet sofort in die Geschichte herein und begibt sich auf eine Zeitreise.
Auf zwei Zeitebenen begibt sich der Leser auf die Reise und reist ins Jahr 1963 wo man Josèphine bei der Suche nach Antworten auf ihre Fragen begleitet. Durch die Rückblicke ins Jahre 1944 lernt man Èlise, ihre Mutter kennen und begleitet diese bei ihren Kennenlernen mit Josèphines Vater.
Während ich erst ganz angetan war, so fing die Geschichte dann leider doch etwas an zu schwächeln.
Besondern die Beziehung zwischen Èlise und Sebastian, die ab den zweiten Leseabschnitt immer inniger wurde, ist mir leider nicht zu sehr in die Tiefe gegangen. Mir haben einfach die so wichtigen und tiefen Emotionen zwischen den beiden gefehlt.
Das hat sich natürlich auch sehr auf die Bilder vor Augen ausgewirkt. Es wirkte auf mich so gehetzt und ich hatte zwischendrin das Gefühl, dass ich total hinter einer Wand stehe.
Da war definitiv mehr Potenzial drin gewesen.
Wobei die Gewaltherrschaft der Nazis, die Angst und die gesamte Atmosphäre sehr anschaulich dargestellt worden ist und sich echt gut auf mich übertragen hatte.
Im dritten Leseabschnitt kam dann nochmals so richtig Spannung auf und ich konnte kaum das Buch zur Seite legen. Und dennoch haben die vielen umgedrehten Puzzleteile für mich dennoch kein ganzheitliches klares Bild abgegeben, so dass das Bild nicht so 100 % richtig klar wurde.
Dennoch eine sehr schöne Geschichte, die besonders die Atmosphäre der damaligen Zeit sehr gut wiedergespiegelt hat.
Fazit:
Ein toller Roman, der etwas schwächelte, aber dennoch für spannende Lesemomente gesorgt hat. Ich vergebe 4 Sterne