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Veröffentlicht am 03.11.2022

Gegensätze ziehen sich an

Tattooed Sweetness
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Worum geht’s?
Eigentlich sollte es für Celine endlich richtig gut laufen. Ihr erster eigenverantwortlicher Auftrag könnte der Start einer großartigen Karriere werden, wären sie und ihr Kunde bloß nicht ...

Worum geht’s?
Eigentlich sollte es für Celine endlich richtig gut laufen. Ihr erster eigenverantwortlicher Auftrag könnte der Start einer großartigen Karriere werden, wären sie und ihr Kunde bloß nicht so absolut gegensätzlich. Tätowierer Philipp hat eine ganz genaue Vorstellung davon, wie sich sein Geschäft weiterentwickeln soll – aber trotz all seiner Zielstrebigkeit ist da eine fast schon unerklärlich starke Anziehung zwischen ihm und Celine, die die beiden eigentlich so gar nicht gebrauchen können.


Meine Meinung
Um ganz ehrlich zu sein, so ein kleines bisschen musste ich mich beim Lesen schon an den Schreibstil gewöhnen, denn die Ausdrucksweise war stellenweise durchaus ein wenig seltsam und hat es mir nicht immer leicht gemacht, mich auf die Handlung an sich zu konzentrieren.

Die Figuren waren an sich zwar sehr sympathisch gestaltet und haben sich sowohl unabhängig voneinander, aber auch gemeinsam weiterentwickelt. Grundsätzlich finde ich sowas immer super, wirklich mitgerissen hat mich die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten aber leider trotzdem irgendwie nicht.

Auch den Aspekt der absoluten Gegensätze fand ich ziemlich interessant, als Aufhänger der Handlung hätte ich mir aber irgendwie ein wenig mehr gewünscht. So richtig viel Spannung kam bei mir einfach nicht auf, und lediglich alles, was sich in diesem Buch um Tattoos dreht als Highlight verbuchen zu können, ist für mich leider kein wirkliches Lesehighlight. Als Aussprache gegen Oberflächlichkeit und für Selbstfindung ist die Geschichte sicherlich gelungen, das richtige Buch für mich wird es aber wahrscheinlich einfach nicht gewesen sein.


Fazit
Die Grundidee dieser Geschichte war sicherlich nicht schlecht, und auch die Umsetzung an sich hatte ihre Stärken. Richtig begeistern konnte ich mich aber leider weder für die Geschichte der beiden Protagonisten, noch für das Buch selbst, was irgendwann einfach ein wenig anstrengend zu lesen wurde.

Von mir gibt es knappe drei Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 27.10.2022

Eher plotlose Unterhaltung

Ice Planet Barbarians – Georgie und Vektal
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Worum geht’s?
Eigentlich glaubt Georgie gar nicht an außerirdisches Leben – immerhin ist sie mit Anfang zwanzig zu alt, um an solche Märchen zu glauben. Als sie dann jedoch plötzlich in einem Raumschiff ...

Worum geht’s?
Eigentlich glaubt Georgie gar nicht an außerirdisches Leben – immerhin ist sie mit Anfang zwanzig zu alt, um an solche Märchen zu glauben. Als sie dann jedoch plötzlich in einem Raumschiff voller seltsamer Wesen aufwacht, steckt sie mitten in ihrem ganz persönlichen Albtraum fest. Gemeinsam mit einigen anderen jungen Frauen wurde sie entführt, um irgendwo in der Galaxie als Sklaven verkauft zu werden. Nach einer Bruchlandung auf einem Eisplaneten bietet sich endlich die Möglichkeit zur Flucht, die für Georgie jedoch in der Falle eines riesigen blauen Außerirdischen endet – der aber überraschenderweise so ganz anders ist, als ihre Entführer sie über Außerirdische haben glauben lassen.


Meine Meinung
Auch wenn ich wirklich nicht mit einem besonders einfallsreich ausgearbeiteten Plot in diesem Buch gerechnet habe, hat mich die Geschichte doch ein kleines bisschen überrascht.

Der Schreibstil war insgesamt eher einfach und platt gehalten, weshalb ich in einem wirklich unglaublichen Tempo durch die Geschichte gekommen bin. Eigentlich wollte ich bloß einmal kurz rein blättern, aber innerhalb von kürzester Zeit war man schon einige Kapitel weit im Buch gelandet, ohne das überhaupt so richtig gemerkt zu haben.

Die Charaktere sowie der Plot und der Spannungsbogen waren vermutlich auch aufgrund des hohen Erzähltempos eigentlich kaum ausgearbeitet, was ich zwar grundsätzlich auch nicht unbedingt erwartet, mir aber trotzdem irgendwie gewünscht hätte. Dass die Protagonisten kaum nennenswerte Charaktereigenschaften hatten und primär auf ihr Paarungspotenzial reduziert wurden, hat in meinen Augen leider auch nicht gerade zur Qualität der Geschichte beigetragen.

Dem minimal ausgearbeiteten Spannungsbogen kamen dann leider auch eine Menge Zufälle zugunsten, was aufgrund der wenigen Handlung irgendwie doppelt so schwer auf mich gewirkt hat. Primär ging es vermutlich wirklich ausschließlich um die Liebesgeschichte zwischen der Protagonistin und dem Außerirdischen, authentische Entwicklungen kann man hierbei aber wirklich lange suchen.

Was mich an Georgie außer ihrem sehr blassen Charakter massiv gestört hat, war ihre Handlungslosigkeit. Als Anführerin der Gruppe hat sie in meinen Augen eigentlich keine besonderen Qualifikationen aufgewiesen, was es für mich irgendwie umso seltsamer zu lesen gemacht hat, dass sie innerhalb kürzester Zeit völlig verrückt nach einem Außerirdischen ist, nach knapp einer Woche von Liebe spricht und dann von der gesamten Gruppe mal eben einfach so als Gefährtin des Anführers und somit ebenfalls als Autoritätsperson akzeptiert wird.

Die einzige in der gesamten Geschichte, die wenigstens irgendwie unterhaltsam beim Lesen war, war Liz. Auch sie hat zwar keine nennenswerten Charaktereigenschaften oder gar eine Entwicklung durchgemacht, aber immerhin musste ich über ihre Art doch hin und wieder schmunzeln, auch wenn ihr Humor für mich so gar nicht in das Setting der Geschichte gepasst hat.


Fazit
Ein literarisches Meisterwerk kann man bei dieser Art von Geschichte vielleicht wirklich nicht gerade erwarten, flott weglesen lässt sich das Buch aber auf jeden Fall. Ich habe versucht, den Plot nicht allzu ernst zu nehmen und habe deshalb trotzdem irgendwie einen Unterhaltungswert in der Geschichte gefunden, mein neues Lieblingsgenre wird das aber definitiv nicht werden.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

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Veröffentlicht am 20.10.2022

Frische Handlung mit schwierigen Charakteren

No Longer Yours - Mulberry Mansion
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Worum geht’s?
Als Avery die Chance bekommt, ihre Heimatstadt zu verlassen und ein Studium in Windsbury zu beginnen, ist sie Feuer und Flamme. Die Renovierung einer alten Villa als Teil eines Wohnprojekts ...

Worum geht’s?
Als Avery die Chance bekommt, ihre Heimatstadt zu verlassen und ein Studium in Windsbury zu beginnen, ist sie Feuer und Flamme. Die Renovierung einer alten Villa als Teil eines Wohnprojekts wird ein wahr gewordener Traum für sie, bis sie ihrem Exfreund Eden gegenübersteht, der ebenfalls einen Platz in der Mulberry Mansion ergattert hat. Die beiden verbinden vor allem eine Menge verletzter Gefühle – und hochkochende Emotionen, die im Zusammenleben der beiden nicht bloß einmal die Frage aufwerfen, ob sie ihre gemeinsame Vergangenheit wirklich ein für allemal begraben können.


Meine Meinung
Die Idee, eine Geschichte rund um die Renovierung einer alten Villa zu bauen, hat mir auf jeden Fall richtig gut gefallen. Frische Handlungsbögen und Second-Chance-Geschichten sind definitiv eine Mischung, die mich fast sicher begeistern kann – wenn da in diesem Fall nicht die Protagonisten gewesen wären, mit denen ich insgesamt leider nicht ganz so viel anfangen konnte.

Der Schreibstil an sich hat für mich kein Problem dargestellt, man kam recht flott durch die Geschichte durch und hat insbesondere das Zusammenleben der neuen Mitbewohner sehr authentisch miterleben können.

Was mich an den beiden Protagonisten dann jedoch massiv gestört hat, war ihre jeweilige Festgefahrenheit. Leider konnte ich bei all den eigentlich greifbar dargestellten Emotionen nicht so ganz verstehen, was die zwei eigentlich aneinander fanden. Ihr Verhalten und ihre Reaktionen kamen mir teils ein wenig überzogen vor, insbesondere auch im Rückblick auf den ersten Versuch einer Beziehung zwischen den beiden. Darüber hinaus hat es mir eindeutig an Kommunikation zwischen den beiden gefehlt, denn so einige Situationen hätten sich ehrlicherweise durch ein Gespräch mit deutlich weniger Drama lösen lassen.

Auch hier hätte ich mir nicht nur gewünscht, dass sich Avery und Eden weiterentwickeln, sondern auch, dass sie ein bisschen mehr miteinander geredet hätten. Irgendwo muss natürlich der Stoff für den Plot herkommen, dem eigentlich so gelungenen Setting und den durchaus sympathischen Nebencharakteren wurde diese irgendwie erzwungen emotionale Umsetzung meiner Meinung nach aber leider nicht gerecht.


Fazit
Die Grundidee der Geschichte hat mir auf jeden Fall gut gefallen, mit den Protagonisten bin ich aber leider nicht warm geworden. Wer Second-Chance-Liebesgeschichten und frische Ideen mag, dem wird dieses Buch sicherlich gefallen. Mit dem Drama der beiden Hauptfiguren klarzukommen, ist aber eindeutig nichts gewesen, was mir beim Lesen besonders viel Spaß gemacht hat.

Von mir gibt es dafür knappe drei Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 19.10.2022

Grundsätzlich spannend, aber insgesamt zu schleppend erzählt

Die Cellistin
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Worum geht’s?
Der plötzliche Tod des ehemals reichsten Mannes Russlands in seinem Londoner Exil lässt Gabriel Allon misstrauisch werden. Obwohl das britische MI6 keinen Anlass zu weiteren Ermittlungen ...

Worum geht’s?
Der plötzliche Tod des ehemals reichsten Mannes Russlands in seinem Londoner Exil lässt Gabriel Allon misstrauisch werden. Obwohl das britische MI6 keinen Anlass zu weiteren Ermittlungen sieht, lässt die Sache Gabriel keine Ruhe – und während er weiter ermittelt, begibt er sich selbst immer tiefer in einen Strudel aus organisierter Kriminalität und Intrigen, die bis weit nach Russland zurück reichen.


Meine Meinung
Nach mehr als zwanzig Bänden in eine Reihe einzusteigen, mag auf den ersten Blick relativ unmöglich klingen – ist hier aber überraschenderweise tatsächlich machbar. Beim Lesen hatte ich nicht das Gefühl, großartig etwas verpasst zu haben oder zunächst alle zwanzig Vorgängerbände lesen zu müssen.

Die Geschichte selbst hatte in meinen Augen durchaus eine Menge Potenzial, die Umsetzung hat mich aber leider nicht so wirklich überzeugt. Obwohl die Ausgangslage wirklich spannend war und zumindest meiner Meinung nach einen durchaus temporeichen Thriller versprochen hat, war ich beim Lesen leider eher weniger begeistert.

Die Menge an Figuren und Namen hat es mir persönlich nicht ganz leicht gemacht, mich in der Handlung zu orientieren. Warum die Bezeichnungen der einzelnen Charaktere so häufig wechseln mussten, hat sich mir bis zum Ende der Geschichte nicht ganz erschlossen, weshalb zumindest ich beim Lesen auch kaum wirklich abschalten konnte.

Ebenfalls nicht ganz gelungen fand ich die Umsetzung der aktuellen Bezüge, die in die Handlung des Buches eingewoben wurden. Im Grunde hätte man hier ganz spannende Parallelen finden können, in meinen Augen wurde hier jedoch zu viel auf Klischees und Stereotype zurückgegriffen, was mich beim Lesen das ein oder andere Mal mit dem Kopf hat schütteln lassen und die Geschichte einfach nicht wirklich bereichert hat.


Fazit
Ich persönlich hätte mir von diesem Buch einfach etwas mehr erhofft, als schlussendlich geliefert wurde. Das Potenzial war zwar da, ausgeschöpft wurde es aber definitiv nicht, was ich einfach sehr schade fand. Fans der Reihe werden bei diesem Buch sicherlich auf ihre Kosten kommen, mich persönlich hat die Umsetzung der Geschichte aber leider weniger begeistert, als ich gehofft hatte.

Von mir gibt es dafür knappe drei Bücherstapel.

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Veröffentlicht am 11.09.2022

Eher enttäuschende Umsetzung

72 Stunden - Fürchte die Stille
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Worum geht’s?
Als ihr Sohn kurz vor Weihnachten spurlos verschwindet, ist Moderatorin Bea am Boden zerstört. Auf einem dreitägigen Schweigeseminar will sie wieder zu sich selbst finden und das Erlebte ...

Worum geht’s?
Als ihr Sohn kurz vor Weihnachten spurlos verschwindet, ist Moderatorin Bea am Boden zerstört. Auf einem dreitägigen Schweigeseminar will sie wieder zu sich selbst finden und das Erlebte verarbeiten – doch auf dem abgelegenen Schloss ereignen sich schon bald seltsame Dinge, die Bea nicht nur ihren eigenen Verstand, sondern auch ihr Sicherheitsgefühl in Frage stellen lassen.


Meine Meinung
Bei diesem Buch bin ich in meiner Meinung wirklich sehr zwiegespalten, denn so oft wie ich mich über Spannung und interessante Wendungen gefreut habe, mindestens genauso häufig gab es Momente, in denen ich einfach nur noch mit dem Kopf schütteln konnte und das Buch zur Seite legen wollte.

Der Schreibstil war zunächst einmal recht angenehm zu lesen, stellenweise vielleicht etwas kurz gehalten aber dabei immer noch kein Hindernis für meinen Lesefluss. Auch der Einstieg in die Geschichte ist mir an sich recht leicht gefallen, da ich nach den ersten Kapiteln wirklich gerne wissen wollte, wie es mit Protagonistin Bea und den Geheimnissen um das Verschwinden ihres Sohnes weitergeht.

Meine ersten Schwierigkeiten hatte ich dann leider recht schnell mit Bea, die mir leider irgendwie bis zum Schluss der Geschichte nicht so richtig greifbar vorkam. Ihr Handeln war stellenweise sehr naiv und irgendwie zu offensichtlich zugunsten des Spannungsbogens konstruiert, was mir persönlich beim Lesen die Spannung so ein wenig kaputt gemacht hat.

Auch die Menge der im Verlauf der Handlung auftauchenden Toten hat mich irgendwann ein wenig zwiegespalten zurückgelassen, da es durchaus Stellen gab, die mich wirklich in Atem gehalten haben, ich gleichzeitig aber auch hin und wieder das Gefühl hatte, dass einige Wendungen, Verdächtige und Todesfälle ein wenig zu viel des Guten und der Authentizität des Spannungsbogens nicht wirklich zuträglich waren.

Die Auflösung hat dann leider auch eher nicht dazu beigetragen, mich so wirklich von der Geschichte zu überzeugen. Irgendwo kann ich durchaus verstehen, was der Autor an dieser Stelle bewirken wollte, richtig erfolgreich konstruiert und überzeugend ausgearbeitet fand ich diese Umsetzung aber leider nicht, was das Buch insgesamt leider hinter meinen Erwartungen zurückbleiben lässt.


Fazit
Auch wenn ich mir eindeutig mehr von dieser Geschichte erhofft hatte, hatte das Buch doch auch seine starken Momente. Weitere Werke des Autors haben sicherlich noch Entwicklungspotenzial, weshalb ich die hier eher enttäuschende Umsetzung mit Blick in die Zukunft hoffentlich ein wenig besser verschmerzen kann.

Von mir gibt es dafür knappe drei Bücherstapel.

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