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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2022

Spannende Spurensuche

Das letzte Grab
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Die Frankfurter Strafverteidigerin Carla Winter wird nach einer Nacht mit einer jüngeren Barbekanntschaft in ihre Kanzlei gerufen, wo ein Mitarbeiter des türkischen Konsulats ihr mitteilt, dass ihr Ex-Mann ...

Die Frankfurter Strafverteidigerin Carla Winter wird nach einer Nacht mit einer jüngeren Barbekanntschaft in ihre Kanzlei gerufen, wo ein Mitarbeiter des türkischen Konsulats ihr mitteilt, dass ihr Ex-Mann in der Türkei bei einem Verkehrsunfall gestorben ist. Als sie im Anschluss zurück in ihre Wohnung kommt, sind all ihre Sachen durchwühlt und ihr Lover tot im Kleiderschrank. Bald stellt sich heraus, dass der Einbruch mit dem Tod ihres Ex-Mannes in Zusammenhang steht, der anscheinend ein Doppelleben führte und mit Raubkunst handelte. Carla begibt sich, mit Unterstützung eines ehemaligen Klienten aus einem Duisburger Familienclan, unter anderem in Anatolien auf Spurensuche und sie und Menschen, die ihr nahe stehen, geraten immer wieder in Gefahr.

Ich fand die Protagonistin sympathisch, wie sie der Gefahr begegnet und auch in ihrem Umgang mit allen Beteiligten. Der Fall blieb lange spannend, weil es immer wieder zu überraschenden Wendungen kam. Und auch die Thematik, dass es um Raubkunst und den Handel damit ging, fand ich sehr interessant, da ich bisher noch wenig über die Dimensionen wusste. Auch die gewählten Schauplätze waren recht interessant, da sie eher nicht zu den Klassikern im Krimibereich gehören. Der Schreibstil ließ sich angenehm lesen und ich konnte ich gut an die Orte und in die Personen versetzen.

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Veröffentlicht am 21.10.2022

Macht definitiv Lust aufs (Brot) Backen

Das große Brotbackbuch
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Christina Bauer war mir bereits durch ihre anderen Backbücher ein Begriff, weshalb ich mir von diesem Buch halbwegs unkomplizierte Rezepte (soweit möglich) erwartet habe, die zugleich sehr lecker sind. ...

Christina Bauer war mir bereits durch ihre anderen Backbücher ein Begriff, weshalb ich mir von diesem Buch halbwegs unkomplizierte Rezepte (soweit möglich) erwartet habe, die zugleich sehr lecker sind. Sie selbst schreibt in der Einleitung, dass sie dazu gekommen ist, auch Brot und Brötchen selbst zu backen, weil sie ihre Feriengäste mit frischen Brötchen versorgen wollte und, dass sie seitdem immer mehr ausprobiert hat.

In dem Buch geht es, anders als der Name vermuten lässt, nicht nur um Brot, sondern auch um Brötchen und süßes Kleingebäck, quasi alles, was man beim Bäcker kaufen kann. Das finde ich persönlich gut, weil mir das Buch so vielfältige Inspiration bietet, je nachdem, was gerade benötigt wird, und auch Rezepte enthalten sind, die sich relativ spontan umsetzen lassen, ohne, dass tagelange Vorbereitungen für den Sauerteig erforderlich sind. Und selbst Rezepte für die Resteverwertung von übrig gebliebenem Brot finden sich am Ende, was mir gut gefällt, da das nachhaltig ist. Es gibt sowohl Rezepte, die aus dem Alpenraum stammen, wie Vinschgerl oder Bierweckerl als auch mediterrane oder norddeutsche Spezialitäten, wie Focaccia oder Franzbrötchen.

Zu Beginn, bevor die Rezepte kommen, gibt es eine Einführung in die Basics, welche Ausstattung es unbedingt braucht, was man womit ersetzen kann, wie man Sauerteig ansetzt und verschiedene Grundteige mit Hefe zubereitet, welche Tricks es beim Formen gibt, etc. Dann folgen die eigentlichen Rezepte in verschiedene Kategorien unterteilt.

Was die Aufmachung des Buches angeht, gefallen mir die rauhe Haptik und der stabile Einband sehr gut, sie sorgen für einen hochwertigen Eindruck. Das Coverbild mit Christina vermittelt eindeutig ihre Freude am Backen. Im Buch selbst sorgen viele farbige Bilder dafür, dass man einerseits Appetit bekommt, sich andererseits aber auch die Arbeitsschritte besser vorstellen kann. Die Beschreibungen wirken so, als ob sie für jeden mit etwas Backerfahrung gut nachvollzogen werden können. Teilweise gibt es zusätzlich noch QR-Codes zu weiteren Informationen.

Von mir bekommt dieses Backbuch eine ganz klare Weiterempfehlung, da es einfach sehr viele alltagstaugliche und trotzdem interessante Rezepte bietet.

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Veröffentlicht am 21.10.2022

Unruhige Zeiten

Gut Erlensee - Margaretas Traum
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Die Handlung des Romans "Gut Erlensee" spielt kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges in Norddeutschland. Margareta Lamprecht lebt mit ihrer Familie auf Gut Erlensee und hat gemeinsam mit ihrer Großmutter ...

Die Handlung des Romans "Gut Erlensee" spielt kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges in Norddeutschland. Margareta Lamprecht lebt mit ihrer Familie auf Gut Erlensee und hat gemeinsam mit ihrer Großmutter die Druckerei der Familie am Laufen gehalten, während ihr Vater und ihr Bruder im Krieg waren. Nach deren Rückkehr ist Margaretas Bruder nicht mehr der alte und ihr Vater wünscht es nicht, dass sie weiter in der Druckerei mitarbeitet. Stattdessen soll sie möglichst bald reich heiraten, weil die finanzielle Lage des Betriebs sehr kritisch ist. Margareta hat aber ganz andere Erwartungen an ihr Leben und hadert immer wieder damit, ob sie sich selbst treu bleiben oder den Familienbetrieb retten soll. Auch ihre beiden Schwestern und ihre Großmutter sind froh darüber, dass langsam neue Zeiten anbrechen, was Frauenrechte angeht. Nur Margareta Eltern bleiben stur und ständig um ihren guten Ruf besorgt.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Die Zeit, in der er spielt, war eine sehr spannende und ereignisreiche für Frauen in Deutschland. Margareta ist mir auf jeden Fall sehr sympathisch, wie sie um das kämpft, was ihr wichtig ist, aber auch ihre resolute und zugleich gutherzige Großmutter als Nebenfigur muss man einfach gern haben. Der Schreibstil der Autorin ist zugleich anschaulich und gut verständlich. Ich würde sehr gerne bald in einem weiteren Band um Gut Erlensee erfahren, wie es mit der Familie weitergeht.

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Veröffentlicht am 19.10.2022

Inspiration und Know How für das winterliche Grillvergnügen

Weber's Wintergrillbibel
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Manuel Weyer hat schon mehrere Grill-Ratgeber im GU-Verlag veröffentlicht und widmet sich nun, passend zur Jahreszeit, dem Thema "Wintergrillen", das ja immer beliebter wird.

Zunächst gibt es einige Tipps ...

Manuel Weyer hat schon mehrere Grill-Ratgeber im GU-Verlag veröffentlicht und widmet sich nun, passend zur Jahreszeit, dem Thema "Wintergrillen", das ja immer beliebter wird.

Zunächst gibt es einige Tipps zum Grillen allgemein und dazu, was man speziell im Winter beachten sollte, welches Zubehör hilfreich ist und wie man auf den verschiedenen Grill-Typen selbst etwas räuchern kann, was ja besonders gut zur Jahreszeit passt. Auch Rezepte für verschiedene Würzmischungen und Saucen, die zur Jahreszeit passende Aromen in sich vereinigen, werden vorgestellt.

Der eigentliche Rezeptteil startet dann gleich mit einigen Highlights, nämlich Festtagsgerichten, wie Gans, Lamm oder Truthahn, die zur Abwechslung aber einmal auf dem Grill zubereitet werden, inklusive der Knödel als Beilage. Anschließend gibt es warme Salate mit gegrillten Bestandteilen und Suppen, bevor der Reihe nach Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte und besondere Zubereitungsarten vorgestellt werden. Auch einige Backrezepte finden sich zum Abschluss, bevor es als Bonus noch ein paar Rezepte der Kategorie "Weber's tasteful grilling" gibt.

Positiv würde ich auf jeden Fall anmerken, dass hier nicht klassische Grillrezepte ergänzt durch winterliche Fotos zu einem Winter-Grillbuch zusammengefügt wurden. Es finden sich, vor allem, was die Gemüsesorten und Aromen angeht, wirklich ganz andere Zutaten und Kombinationen, als im Sommer üblich und es wurde viel auf Saisonalität geachtet. Die Fotos sehen immer sehr appetitlich aus und machen Lust auf das abgebildete Grillgut. Die Zubereitungsschritte sind nachvollziehbar beschrieben und sollten für jeden mit etwas Koch- und Grillerfahrung umsetzbar sein. Die Zutaten sind in der Regel in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich, da meist nicht zu ausgefallen und saisonal.

Wie bei Weber-Grillbüchern üblich, benötigt man aber schon so einiges an zusätzlicher Ausstattung, wie einen Dutch Oven, um Eintöpfe und Suppen zuzubereiten oder eine gusseiserne Grillpfanne und je nach Rezept auch noch einiges andere. Da ist es manchmal wahrscheinlich einfacher, die eine oder andere Speise doch einfach am Herd zuzubereiten, auch wenn dadurch natürlich der Reiz des Grillens etwas verloren geht. Für mich persönlich hätten es auch noch etwas mehr reine Gemüserezepte sein dürfen, in denen nicht doch Speck als eine der weiteren Zutaten vorkommt. Aber, der durchschnittliche Griller erwartet wohl schon hauptsächlich Fleischgerichte.

Insgesamt macht das Buch auf jeden Fall einen hochwertigen Eindruck und liefert einiges an neuer Inspiration, was spezielle Winter- und Weihnachtsrezepte vom Grill angeht. Es eignet sich so sicher auch gut als Weihnachtsgeschenk für jemanden, der vom Grillen nie genug kriegen kann.

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Veröffentlicht am 19.10.2022

Auf den Spuren der eigenen Vergangenheit

Wer mit den Toten spricht
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Cassie Raven arbeitet als Assistentin der Rechtsmedizin und hat einige Piercings und Tattoos. Sie wuchs bei ihrer polnischstämmigen Großmutter auf, die ihr erzählt hat, ihre Eltern wären bei einem Autounfall ...

Cassie Raven arbeitet als Assistentin der Rechtsmedizin und hat einige Piercings und Tattoos. Sie wuchs bei ihrer polnischstämmigen Großmutter auf, die ihr erzählt hat, ihre Eltern wären bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Erst vor kurzem hat sie dann erfahren, dass ihr Vater noch lebt und ihre Mutter damals ermordet hat. Plötzlich steht er ihr gegenüber und behauptet, unschuldig zu sein. Sie stellt mit Hilfe von DS Phyllida Flyte Nachforschungen an, was sich damals wirklich zugetragen hat. Aber auch aktuelle Todesfälle beschäftigen Cassie nicht nur beruflich.

Mir hat dieses Buch gut gefallen. Cassie ist mir, was die Art angeht, mit der sie an ihre Arbeit herangeht, sehr sympathisch und ich fand es zudem sehr interessant, mehr über ihren Beruf und die Arbeit von Gerichtsmediziner:innen zu erfahren. Dennoch war mir die Geschichte nicht zu blutig oder gruselig. Der Fall selbst blieb lange spannend und so fesselte mich Cassies Geschichte. Der Schreibstil ließ sich gut lesen und ich hoffe, dies war nicht der letzte Fall für Cassie und DS Flyte.

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