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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2022

Hat Luft nach oben

Die Wintergarten-Frauen. Der Traum beginnt
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Da ich eher selten historische Bücher lesen, aber auch mal gerne und mich hier der Klappentext doch neugierig gemacht hat, habe ich zu diesem Buch gegriffen.
Nina ist eine von Veltheim, jedenfalls bis ...

Da ich eher selten historische Bücher lesen, aber auch mal gerne und mich hier der Klappentext doch neugierig gemacht hat, habe ich zu diesem Buch gegriffen.
Nina ist eine von Veltheim, jedenfalls bis der Krieg alles ändert. Doch sie bekommt dennoch die große Chance ihren Wunsch vom Theater zu erfüllen. Auf dem Weg dorthin liegen jedoch viele Stolpersteine, denn als Frau in dieser Zeit ist es nicht einfach Fuß zu fassen.
Dieses Buch dreht sich zum Großteil um Nina, eine Frau mit 20 Jahren, die sich ihren Traum erfüllen darf und nach Berlin zieht. Ihre Familie ermöglicht ihr mit den letzten Rücklagen die Möglichkeit eine Wohnung in Berlin zu beziehen. Nina selbst ist ein bisschen weltfremd, sie denkt nicht wirklich immer an andere, doch sie wächst im Laufe des Buches in dieser Hinsicht. Nur manch eine ihrer Eigenheiten hat mich doch stetig genervt und doch konnte ich sie auch immer mal wieder verstehen.
Mir fällt es etwas schwer meine Gedanken in Worte zu fassen, denn ich mochte die Geschichte mit den verschiedenen Charakteren und ihren Schicksalen, ich mochte den Stil von Charlotte Roth, der sich sehr angenehm lesen lässt und doch konnte mich die Geschichte nicht restlos begeistern. Es gab ein paar Längen und man hatte immer mal das Gefühl, dass sich die Geschichte auf der Stelle dreht. Dennoch habe ich mich auch einfühlen und hineinversetzen können in diese schwierige Zeit nach dem Krieg. Ich hoffe in den folgenden Bänden trifft man auf Sonia oder Jenny, die beiden Frauen sind mir auch ans Herz gewachsen.

Ein Auftakt, der mir gefallen hat und mich doch nicht ganz mitreißen konnte. Mal sehen, was die Fortsetzungen bringen.

Veröffentlicht am 14.11.2022

Hat noch Luft nach oben

Vega 1 – Der Wind in meinen Händen
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Ein Buch, das mich ein wenig mit gemischten Gefühlen zurücklässt.

Vega ist besonders. Denn sie kann das Wetter, insbesondere den Wind beeinflussen und so kann sie den Menschen gegen die bedrohende Trockenheit ...

Ein Buch, das mich ein wenig mit gemischten Gefühlen zurücklässt.

Vega ist besonders. Denn sie kann das Wetter, insbesondere den Wind beeinflussen und so kann sie den Menschen gegen die bedrohende Trockenheit helfen. Doch das muss im Geheimen passieren, denn niemand darf von ihren besonderen Kräften erfahren. Bis ein Unfall alles ändert und sie ihren Partner aus den Augen verliert.

An sich mochte ich die Geschichte, die ich in Teilen gelesen und in Teilen gehört habe. Die Sprecherin Julie Preuss war neu für mich, doch ich mochte ihre angenehme Stimme. Zur Geschichte selbst möchte ich gar nicht so viel erzählen, denn an sich kommt man gar nicht so weit vorwärts im Buch. Es passieren zwar immer wieder die verschiedensten Dinge und es baut sich so langsam eine Welt auf, aber eben nur langsam. Für mich war das zu langsam, es fühlte sich an als ob man auf der Stelle tritt und auch am Ende sind noch so viele Enden lose und ich hatte gefühlt mehr Fragen als anfangs. Mir fehlten ein wenig die genaueren Beschreibungen der Welt, wie es dorthin kommen konnte, was sie gegen die Trockenheit genau unternehmen und all das. Klar, gab es genug rasante Momente, in denen man die Luft anhalten konnte und doch passt für mich das Gesamtpaket nicht. Dennoch ist meine Neugier geweckt und ich werde die Reihe weiter verfolgen. Ich hoffe einfach, dass in der Fortsetzung viele Fragen beantwortet werden und wir mehr über die Machenschaften im Hintergrund erfahren.



Ein gutes Buch, bei dem aber noch viel Luft nach oben ist. Mir fehlte der Sog und genauere Beschreibungen. Dennoch ist mein Interesse geweckt!

Veröffentlicht am 06.11.2022

Schnell gelesen

Witches. Die Knochenhexe
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Ein Buch über Hexen und Dämonen als Einzelband, klar musste ich da zugreifen, sind doch mittlerweile zum Großteil nur noch Reihe im Handel zu finden. Wobei das auch sein Gutes hat, je nachdem wie die Story ...

Ein Buch über Hexen und Dämonen als Einzelband, klar musste ich da zugreifen, sind doch mittlerweile zum Großteil nur noch Reihe im Handel zu finden. Wobei das auch sein Gutes hat, je nachdem wie die Story ausgefeilt ist.
Hier begleitet man Ophelia, die in die Welt der Knochen- und Blutmagier hineingeboren ist und sich nun mit ihrer Rolle auseinander setzen muss. Doch dann stirbt das Oberhaupt aller Hexen und ein Nachfolger muss her.
Die Idee mit Blutmagier und Knochenhexen war nicht neu für mich, doch das gibt es eher selten und mir hat sie gleich gefallen. Die Umsetzung war anfangs etwas holprig, bis ich verstanden habe, wie alles funktioniert und auch zusammenhängt. Ab da konnte ich die Geschehnisse auch besser verfolgen.
Der Schreibstil ist auch schön zu lesen, nicht zu anspruchsvoll und doch hatte ich manchmal das Gefühl, als ob etwas fehlt oder es zu abrupt endet. Manche Punkte wurden meiner Meinung nach auch nicht voll und ganz erklärt, was ich schade fand. So konnte ich mir nicht in allen Punkten einen Überblick verschaffen und es fehlte einfach was.
Ophelia mochte ich, auch wenn die Charaktere im Großteil der Geschichte etwas unnahbar und oberflächlich blieben. Mir fehlte der richtige Bezug zu ihnen und ich konnte sie mal mehr, mal weniger gut greifen. Gerade ein Teil der Nebencharaktere erschien mir doch etwas undurchsichtig und ich fragte mich, wieso sie so groß hervorgehoben wurde, wenn letztendlich doch nichts weltbewegendes passiert.

Mich konnte dich Geschichte nicht vollends packen, doch wer fantastische Liebesgeschichten mag, sollte mal einen Blick in die Leseprobe werfen. Denn ich hatte ein paar angenehme Lesestunden.

Veröffentlicht am 30.10.2022

Wichtiges Thema für jede Frau

Untenrum offen – Der Beckenboden nach der Geburt
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Mir fällt es ehrlich gesagt etwas schwer die richtigen Worte für das Buch zu finden. Einerseits finde ich es extrem interessant mehr über den Beckenboden und etwaige Schäden nach der Geburt zu erfahren, ...

Mir fällt es ehrlich gesagt etwas schwer die richtigen Worte für das Buch zu finden. Einerseits finde ich es extrem interessant mehr über den Beckenboden und etwaige Schäden nach der Geburt zu erfahren, andererseits ging es mir im Buch dann doch zu sehr, um die Vermeidung der Folgen und das Thema Kaiserschnitt. Ich hätte mir mehr Lösungen gewünscht, wie man mit den Folgen umgehen kann, was man tun kann oder wie man auch anders vorbeugen kann, als nur mit einer Geburt per Kaiserschnitt.
Das Buch spricht ohne jegliches Tabu über die Geburt, über die Rolle der Hebamme und Ärzte bei etwaigen Verletzungen und ist dabei mehr als einmal schockierend. Für Erstgebärende würde ich es nicht unbedingt empfehlen, da es doch schonungslos und hart beschreibt, wie es einer Gebärenden ergehen kann oder schon ergangen ist. Andererseits finde ich es natürlich extrem wichtig, das Thema Beckenboden anzusprechen und hier sollte schon vor einer Geburt ausreichend Gespräche geführt werden. Sei es mit Hebamme oder anderen Ansprechpartnern. Hier hätte ich mir einfach mehr Tipps gewünscht, was man vielleicht alles ansprechen, worauf man selbst achten sollte und auch wie es mit vorhandenen Probleme weiter gehen kann. So bekommt man zwar hilfreiche Tipps, wie man sich gegen Ungerechtigkeiten wehren kann, doch das hatte ich nicht unbedingt erwartet. Zeitweise waren es mir auch zu viele Fachbegriffe und fachliche Angaben, was mich im Lesefluss gestört hat.
Doch ich konnte auch so manches Mitnehmen und mit einer befreundeten Hebamme besprechen, um das Wissen zu vertiefen.

Ein Thema, was definitiv wichtig ist und dennoch großflächig verschwiegen wird. Mir fehlen nur direkte Tipps, was man gegebenenfalls noch alles machen kann, wie bestimmte Übungen und ähnliches.

Veröffentlicht am 30.10.2022

Eine doch teils anstrengende Protagonistin

Der schönste Zufall meines Lebens
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Die Hörfassung wird von Bettina Storm gelesen und war für mich zwar angenehm zu hören, aber ganz warm wurde ich mit ihrer Stimme und Betonung nicht.
Penny Bridge hatte es nicht leicht in den letzten Jahren. ...

Die Hörfassung wird von Bettina Storm gelesen und war für mich zwar angenehm zu hören, aber ganz warm wurde ich mit ihrer Stimme und Betonung nicht.
Penny Bridge hatte es nicht leicht in den letzten Jahren. Als dann auch noch plötzlich ihr Onkel erkrankt und sie seinen Pub übernehmen muss, stellt sie ihr eigenes Glück hinten an. Doch fernab von London trifft sie nicht nur einen interessanten Mann.
Man darf hier keine tiefschürfende Geschichte erwarten, doch gut unterhalten wird man schon.
Wobei man mit Penny nicht zu streng sein sollte. Teilweise fand ich sie doch etwas anstrengend und nervig, denn sie handelt manches Mal sehr rücksichtslos und egoistisch. Doch andererseits kann ich sie auch ein wenig verstehen, denn in ihrem Leben ging schon vieles schief und sie hatte es nicht einfach. Sei es das Thema Mutter oder Krankheit. Und doch finde ich, dass sie sich für ihr Alter reifer und einfach offener verhalten müsste. Denn sie sollte die Karten auf den Tisch legen und niemandem etwas verheimlichen. Das hat mich teilweise extrem gestört. Doch die Beschreibungen der Gegend, die Restaurants und die weiteren Charaktere machen dieses (Hör-)Buch so schön. Man kann sich hinein träumen und bekommt wirklich Hunger auf all die Köstlichkeiten.

Eine schnell gehörte Geschichte mit einer Protagonistin, die es allen recht machen will und doch sehr auf sich bezogen ist. Ist vielleicht nicht jedermanns Sache.