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Veröffentlicht am 06.11.2022

Perfekt für Austen-Neulinge!

Jane Austen. Eine Entdeckungsreise durch ihre Welt
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Als bekennende Janeite war diese kleine Austen-Fibel ein klares MUST-Read für mich.



Seit nunmehr 20 Jahren, lange bevor die Regency-Ära dank Bridgerton en vogue wurde, bin ich restlos fasziniert von ...

Als bekennende Janeite war diese kleine Austen-Fibel ein klares MUST-Read für mich.



Seit nunmehr 20 Jahren, lange bevor die Regency-Ära dank Bridgerton en vogue wurde, bin ich restlos fasziniert von dieser Epoche und den Werken der mit einem unvergleichlichen Schreibtalent gesegneten Autorin. {Ihr Roman "Stolz und Vorurteil" ist das Buch meines Lebens - nicht im Sinne von: 'meine Lebensgeschichte ähnelt der von Elizabeth Bennet' (abgesehen von unserer gemeinsamen Liebe zur Literatur), sondern weil Lizzie, Mr. Darcy und Co. unverzichtbar für mich geworden sind. Ob Buch, Film, Hörbuch, ich bekomme nicht genug von diesem Meisterwerk.}



Vielleicht lag es also daran, dass ich bereits seit Ewigkeiten jegliches Regency-Detail begierig aufgesaugt, alle Austen-Romane inhaliert und verinnerlicht habe, dass dieses hübsche, kompakte Büchlein kaum neue Informationen für mich bereithielt. Längere Passagen sind beispielsweise den jeweiligen Romaninhalten (Plot, Themen) und -figuren gewidmet worden - alles bekannte Fakten für mich, doch ideal für alle Leser:innen, die sich vor ihrer ersten Austen-Lektüre mittels dieser charmant und leicht verständlich beschriebenen Details einen kleinen Überblick verschaffen möchten.



Zudem beleuchtet die Autorin Austens persönliche Lebensumstände und -stationen. Welche Personen spielten eine besondere Rolle in ihrem Leben, an welchen Orten hat sie gelebt, welche Faktoren beeinflussten ihr Schreiben? Für meinen Geschmack hätte dieser Aspekt gerne intensiver behandelt werden können, aber es las sich trotzdem nett. Am interessantesten fand ich die Kapitel zu den Schauplätzen der Austen-Romane sowie die Auflistung der zahlreichen Verfilmungen und Neuinterpretationen.



𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: 4.5 ✰ ✰ ✰ ✰

Austen-Newbies erhalten einen spannenden, umfassenden Einblick in die Welt von Jane Austen und die damaligen gesellschaftlichen Gepflogenheiten, die vor allem für Frauen sehr restriktiv waren; eingefleischte Austen-Fans erfreuen sich an den angenehm und unterhaltsam erzählten, jedoch größtenteils vertrauten Details.

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Veröffentlicht am 27.10.2022

Ideal für jugendliche Leser:innen

Kiss & Crime - Zeugenkussprogramm
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"Kiss & Crime - Zeugenkussprogramm" ist eine mit gelungenem Humor und durchaus spannender Action gewürzte Mischung aus Young-Adult-Romance und Krimi. Für mich war es das erste Werk der Autorin Eva Völler.

Natürlich ...

"Kiss & Crime - Zeugenkussprogramm" ist eine mit gelungenem Humor und durchaus spannender Action gewürzte Mischung aus Young-Adult-Romance und Krimi. Für mich war es das erste Werk der Autorin Eva Völler.

Natürlich könnte ich nun den Rotstift ansetzen und jene Punkte anführen, die mir - als erwachsene Leserin - mitunter aufgefallen sind, wie beispielsweise die teilweise sehr naiv wirkende weibliche Hauptfigur (die immerhin kurz vor der Volljährigkeit steht und deren Gedankengänge eher denen einer Fünfzehnjährigen ähneln) oder ein, zwei Wendungen, die mir unlogisch erschienen. Aber erstens: Fiktion und Fantasie müssen erlaubt sein. Ich brauche nicht immer die volle Dosis knallharte Realität. Wenn ich etwas rundum Logisches lesen möchte, schnappe ich mir ein Mathematikbuch. (Danke, nein.) Zweitens: Solch eine Bewertung fände ich unfair, weil die Autorin nichts falsch gemacht hat – sie schreibt modern-peppig, orientiert sich in puncto Wortwahl sowie Intensität der Action-Elemente perfekt an der Zielgruppe, und ich wusste schließlich im Vorfeld, dass es sich um einen Jugendroman handelt.

Zudem gab es einige Überraschungen, die mich tatsächlich packen und gut unterhalten konnten. Ich sage nur: der 'Baumeister'. Mein absolutes Highlight war Emilys Oma Gertie – eine erfolgreiche Autorin, die stets sündig heiße Liebesszenen über schmachtende Lords und Ladys in ihr Diktiergerät spricht und alles andere als ein tüdeliges Omchen ist.

Was ich allerdings - Altersgruppe hin oder her - anmerken muss, ist die fehlende Romantik zwischen Emily und Kalli, äh Pascal. Ja, da ist schon ein bisschen Schwärmerei im Spiel, aber gefühlt habe ich davon nichts beim Lesen, kein Herzklopfen, kein Prickeln. Überhaupt blieben sie beide, obwohl ja sogar die ganze Handlung aus Emilys Sicht erzählt wird (inklusive gelegentlicher Tagebucheinträge), etwas blass. Nicht tragisch, denn ich hatte mir das Buch immerhin aufgrund der ausgefallenen Story-Idee und nicht dezidiert auf der Suche nach einer Romanze ausgesucht, für mich war es quasi ein Rundumpaket – doch bei Leser:innen, die sich hauptsächlich auf große Gefühle zwischen der jungen Fast-Abiturientin und dem hotten Bodyguard/LKA-Personenschützer freuen, könnte diese Erwartungshaltung zu einer kleinen Enttäuschung führen.

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut – ich liebe die Farbwahl, die goldenen Elemente und vor allem die Fingerabdrücke (in Herzform, clever!).

Fazit: Für die Zielgruppe (Altersempfehlung des Verlags: 14 Jahre) ist dieses Werk absolut gelungen. Es bietet ein angenehmes Level an Spannung, ohne dass sich jemand beim Lesen gruseln muss, hat einige Überraschungen auf Lager und ist toll geschrieben, daher gibt es von mir solide 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 26.10.2022

Nicht das erwartete Highlight, aber trotzdem gut

Weihnachtsreise zum Nordlicht
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Alle Jahre wieder … verzaubert Bestsellerautorin Sarah Morgan mich mit ihren herrlich stimmungsvollen, tiefgründigen Weihnachtsromanen, die stets vor einer wunderschönen Kulisse spielen und allerlei (Familien-)Drama ...

Alle Jahre wieder … verzaubert Bestsellerautorin Sarah Morgan mich mit ihren herrlich stimmungsvollen, tiefgründigen Weihnachtsromanen, die stets vor einer wunderschönen Kulisse spielen und allerlei (Familien-)Drama beinhalten.

Ihre Werke sind ein Muss für mich und bei jeder Story staune ich aufs Neue, wie spielerisch es ihr gelingt, mir binnen weniger Seiten die Figuren dermaßen nahezubringen, dass ich automatisch mit ihnen mitfiebere. "Weihnachtsreise zum Nordlicht" stellt keine Ausnahme dar; auch wenn es dieses Mal einen Tick länger dauerte, bis ich voll und ganz zwischen den Zeilen abtauchen konnte.

Erzählt wird - wie immer - aus mehreren Perspektiven. Ich verfolgte gebannt die interessante Dynamik zwischen den Charakteren, welche - again: wie immer - mit all ihren Ecken und Kanten so lebensnah ausgearbeitet worden sind, dass sie wie reale Menschen wirkten.

Das Setting war ein wahres Winter Wonderland - Schneeaktivitäten en masse.

Auch das Cover gefällt mir unheimlich gut (insbesondere der Hell-Dunkel-Kontrast), es passt hinsichtlich der Gestaltung perfekt zu den Covern der anderen Morgan-Romane in meinem Regal.

Der einzige Grund, weshalb ich 'nur' 4 Sterne vergebe, ist die Tatsache, dass ich des (trotz stets kreativer Ausschmückung) letztlich immer gleichbleibenden Plots langsam überdrüssig werde (= deprimierende Krisen und Streit in der Familie/ Partnerschaft/ Freundschaft, verborgene Konflikte bzw. aufgedeckte Geheimnisse, persönliche Probleme in Sachen Vergangenheitsbewältigung/ Job/ Elternrolle etc. zur Weihnachtszeit -). Vielleicht liegt es auch daran, dass Sarah Morgan so mitreißend schreibt, dass die von ihr erdachten Dramen mich etwas zu sehr in meiner Weihnachtseuphorie dämpfen, ehe ich mich über das obligatorische Happy End freuen darf. Jedenfalls wäre es schön, wenn plottechnisch mal ein neuer Ansatz käme (damit meine ich vor allem: weniger Traurigkeit, mehr Christmas Magic).

Und apropos 'Wiederholung': Manche Gedankengänge wiederholten sich für meinen Geschmack etwas zu häufig; dieses war das erste Mal, dass ich mir bei einem Morgan'schen Roman dachte: 'Die Geschichte hätte man ruhig etwas straffen können, ein paar Seiten weniger hätten es auch getan.'

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: 4 ✰ ✰ ✰ ✰

Das Buch hatte nicht den gewohnten Wow-Faktor (wie z.B. "Die Zeit der Weihnachtsschwestern"), war aber aufgrund des bildreichen Schreibstils, der Authentizität sowie des traumhaften Settings dennoch ein guter, solider Christmas Read.

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Veröffentlicht am 25.10.2022

Viel schöner als Band 1!

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius rettet das Fest
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Nachdem der erste Band dieser mit überaus niedlichen Zeichnungen versehenen Kinderbuchreihe mich in puncto Inhalt recht enttäuscht zurückgelassen hatte, wurde ich von Band 2 freudig überrascht.

Thematisch ...

Nachdem der erste Band dieser mit überaus niedlichen Zeichnungen versehenen Kinderbuchreihe mich in puncto Inhalt recht enttäuscht zurückgelassen hatte, wurde ich von Band 2 freudig überrascht.

Thematisch ist das Kinderabenteuer hier deutlich näher an Weihnachten dran, was mich sehr freute. Mats und seine clevere Schwester Matilda wollen das Weihnachtsfest retten, denn die Miesmuffel, "die immer nur schlechte Laune haben und alles hassen, was mit Weihnachten zu tun hat", sind von der Weihnachtsinsel entkommen, wo sie normalerweise unter einem Vulkan hausen (bzw. bewacht werden). Die muffeligen Wichtel wollen allen das Fest verderben, insbesondere den ebenfalls auf der Insel lebenden Drachen. Leider hatte Spekulatius (nachdem er es geschafft hatte, die sagenumwobene Insel aufzuspüren und seine Dracheneltern zu finden) nämlich so begeistert vom Weihnachtsfest der Menschen geschwärmt, dass er damit unbewusst die Neugier der Wichtel geweckt hat. Aber warum sind Drachen und Miesmuffel überhaupt verfeindet und wieso mögen die Wichtel Weihnachten nicht?

Erneut ist das Werk in 24 Kapitel von überschaubarer Länge eingeteilt und somit prädestiniert für die Adventszeit.

Speckis kleiner Sprachfehler war mir (da wir den Reihenauftakt direkt zuvor gelesen hatten) zum Glück bereits vertraut und stellte somit kein Hindernis beim Vorlesen dar.

Die Message des Buches gefiel mir wunderbar: "»Weihnächt bedeutet, sein Herz größ zü mächen. Ünd völl vön Liebe. Ünd selbst etwäs zü schenken. Pröbiert es döch mäl äus.«"

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: 4 ✰ ✰ ✰ ✰
Ein spannendes Abenteuer für alle kleinen (und großen) Drachen-Fans.

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Veröffentlicht am 17.10.2022

Mallorca-Sehnsucht

Inselblüten und Meer
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"Inselblüten und Meer" war für mich das erste Werk aus der Feder von Anja Saskia Beyer, und angesichts ihres tollen Schreibstils fragte ich mich direkt, wieso ich ihre Mallorca-Sehnsucht-Reihe erst jetzt ...

"Inselblüten und Meer" war für mich das erste Werk aus der Feder von Anja Saskia Beyer, und angesichts ihres tollen Schreibstils fragte ich mich direkt, wieso ich ihre Mallorca-Sehnsucht-Reihe erst jetzt (mit dem vorliegenden, dritten Band) entdeckt habe.

Meine Highlights des Romans waren folgende:

Teresa hat auf Mallorca wundervolle Freundinnen gefunden. Die von Herzlichkeit, Verständnis und gegenseitiger Unterstützung geprägte Dynamik zwischen den Frauen gefiel mir super.

Die innige Mutter-Tochter-Beziehung hat mich sehr berührt. Ich konnte spüren, wie sehr Teresa noch immer unter dem Verlust ihrer Mutter leidet. Die beiden hatten ein sehr liebevolles Verhältnis gehabt und sowohl aus Teresas Erinnerungen als auch aufgrund des für sie hinterlassenen Briefes wird deutlich, dass ihre Mutter eine außergewöhnliche Frau gewesen sein muss.

Authentische Dialoge durch und durch - bravo! Auch Teresas Gedanken waren meist sehr nachvollziehbar formuliert, einzig bei einer spontanen Reaktion musste ich schmunzelnd den Kopf schütteln (Stichwort: Flucht vom Boot).

Die romantische Annäherung zwischen ihr und Simon erreichte mich leider nicht, sie blieb an der Oberfläche und wurde für mich nebensächlich, da kein Herzklopfen aufkam; allerdings war dies nicht schlimm, denn der Rest der Geschichte hatte trotzdem viel zu bieten: ich konzentrierte mich daher auf das Setting (nettes Balearen-Flair, das gerne noch intensiver hätte sein können), auf das interessante Themengebiet rund um Blüten (Kochen mit Blüten, Blütensymbolik, Heilkräfte etc.) sowie auf die restlichen Figuren. Apropos: Den charismatischen Mauro fand ich wesentlich interessanter als Simon, der mir (trotz Einblicke in seine Gedanken) irgendwie fremd blieb.

[** Achtung, Spoiler!! *]







Ich bin kein Fan vom Plot-Schema des toten (Ehe-)Partners (in diesem Fall: dass ein attraktiver männlicher Hauptprotagonist mittleren Alters zwingend verwitwet sein muss, um für die weibliche Hauptfigur zur Verfügung zu stehen). Hätte seine aktuelle Beziehung zur ehemaligen Nanny seines Kindes nicht ausgereicht, um für Spannung und etwas Drama zu sorgen? Muss denn immer erst jemand sterben, damit Menschen ab einem gewissen Alter zueinanderfinden? (Nach dem Motto: Ansonsten wären er oder sie ja nicht mehr/wieder 'frei' für eine neue Beziehung.) Krankheit und Tod - davon lese ich nicht gerne, und da hier bereits der Tod von Teresas Mutter ein wichtiges Story-Element ist, fand ich den Tod von Simons Frau unnötig. Apropos 'Drama vom dem ich ungerne lese': Hinsichtlich Teresas Fehlgeburt, von der wir mitunter erfahren, hätte ich mir eine Triggerwarnung gewünscht. Solch ein tragisches Thema sollte nicht mal eben so ohne Vorwarnung in einem Buch erwähnt werden, ohne dass man als Leser:in die Möglichkeit hat, sich vorab mental darauf einzustellen.







[
* Spoiler: Ende **]

Ganz großartig fand ich die im Anhang enthaltenen Inselblütenrezepte, ich liebe solche Extras.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: solide 4 ✰ ✰ ✰ ✰

Ein sommerlich-schöner Inselroman, der von seinen lebensnahen, authentischen Emotionen und gleich mehreren sympathischen Figuren lebt. Ideal für Fans von gefühlvoller Frauenliteratur.

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