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Langeweile

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Veröffentlicht am 20.11.2022

Immer wieder Freitags

Freitags bei Paolo
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Inhalt übernommen:

Marie und Clemens haben sich in der Millenniumsnacht 2000 kennen- und lieben gelernt. Seither pflegen sie ein Ritual: Freitags treffen sie sich immer bei ihrem Lieblingsitaliener – ...

Inhalt übernommen:

Marie und Clemens haben sich in der Millenniumsnacht 2000 kennen- und lieben gelernt. Seither pflegen sie ein Ritual: Freitags treffen sie sich immer bei ihrem Lieblingsitaliener – bei Paolo. Und sie schwören sich: Wenn es irgendwann in ihrer Beziehung nicht mehr knistert, wollen sie es beenden. Nach zwanzig Jahren ist es dann so weit: Sie beschließen, getrennte Leben zu leben, müssen aber bald erkennen, was für ein Wagnis sie eingegangen sind. Denn bei aller gefühlten Freiheit bleibt die Frage: Wie sieht ein erfülltes Leben voller Liebe und Zufriedenheit denn wirklich aus?

Meine Meinung:

Obwohl ich persönlich nicht so viel Wert auf das Cover eines Buches lege,fand ich dieses sehr gelungen. Die Aufteilung ,nicht nach Kapiteln ,sondern nach der Anzahl der Freitage,ist originell.

Auch die Herangehensweise des Autors an diese Liebesgeschichte, ist etwas anders.Er kommt ohne jeglichen Kitsch aus,dafür schildert er das Leben seiner Protagonisten mit viel Empathie ,wobei der Humor und die Situationskomik eine größere Rolle spielen. Die unterschiedlichen Personen ihres Freundeskreises werden auch gut in die Geschichte integriert. Dass diese tolle Liebesgeschichte, um welche die Protagonisten sicher von vielen beneidet werden, so plötzlich endet, vermag man sich gar nicht vorzustellen.

Aber auch das Leben nach vielen „glücklichen Freitagen“,mit einigen Zweifeln und mehreren Versuchen zu einem erfüllten Leben danach, wurde gut präsentiert.

Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und ich empfehle es gerne weiter.

Veröffentlicht am 15.11.2022

Die Geschichte des Bergbaus im Erzgebirge

Die Sehnsucht nach Licht
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Im Mittelpunkt der Geschichte, die in verschiedenen Zeitsträngen in Vergangenheit und Gegenwart erzählt wird, steht die fiktive Familie Steiner. Alle Mitglieder sind auf die ein oder andere Weise fest ...

Im Mittelpunkt der Geschichte, die in verschiedenen Zeitsträngen in Vergangenheit und Gegenwart erzählt wird, steht die fiktive Familie Steiner. Alle Mitglieder sind auf die ein oder andere Weise fest mit dem Bergbau verknüpft.

Das jüngste Familienmitglied ist Luisa, die am Wochenende ehrenamtlich Besuchergruppen durch ein Schaubergwerk in im Schlematal führt und ihnen dabei die Geschichte des Bergwerks näherbringt. Ihr Wissen hierüber bezieht sie größtenteils aus den Aufzeichnungen ihres Urgroßvaters, welche die verschiedensten Ereignisse in einem umfangreichen Buch festgehalten hat.

Inspiriert durch die Geschichte ihrer Großtante,die jahrelang über das Schicksal ihres Bruders im Unklaren blieb,der eines Tages spurlos verschwand,begibt sie sich auf Spurensuche.

In ständig wechselnden Zeitsträngen,die sich immer mehr annähern,erfährt man immer mehr über das harte Leben der Bergleute,die unter schweren und teilweise sehr gefährlichen Bedingungen ein karges Dasein fristeten und trotzdem mit ihrem Leben waren.Der Satz „Ein Bergmann jammert nicht“ zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Besonders beeindruckend war der Familienzusammenhalt,in dem jeder für jeden da war.

Neben der fiktiven Geschichte gibt es sehr viel über die realen Ereignisse in dieser Region zu erfahren,wovon mir einiges völlig unbekannt war.Hier ist die überaus präzise Recherchearbeit der Autorin besonders zu loben.

Ich habe die Geschichte mit großer Begeisterung gelesen und einiges an neuem Wissen aufgesaugt und abgespeichert.

Für Leser/Leserinnen mit Interesse an deutsch/deutscher Geschichte sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht am 08.11.2022

Höhen und Tiefen einer geschichtlichen Epoche

Labyrinth der Freiheit
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Inhalt übernommen:

Berlin 1922:

Armut, Hunger, Unruhen – und die Stadt feiert sich, als gäbe es kein Morgen. Mitten drin: Carl, Kameramann bei der großen UFA,Isi,Anwältin der kleinen Leute und Artur, ...

Inhalt übernommen:

Berlin 1922:

Armut, Hunger, Unruhen – und die Stadt feiert sich, als gäbe es kein Morgen. Mitten drin: Carl, Kameramann bei der großen UFA,Isi,Anwältin der kleinen Leute und Artur, der König der Halbwelt.dann aber geraten die Freunde ins Visier rechter Verschwörer. Die Jagd beginnt. Und bald schon kämpfen alle drei ums nackte Überleben….

Meine Meinung:

Ich habe die beiden vorhergehenden Bücher gelesen,insofern waren mir die Protagonisten bekannt.Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase war ich wieder mitten im Geschehen. Der Autor zeigt auf eine schnörkellose Weise das Leben in der damaligen Zeit mit all seinen Facetten. Auf der einen Seite feiern die Menschen das Ende des Krieges, im Gegensatz dazu gibt es Arbeitslosigkeit und dadurch bedingt Hunger, Not,und eine geradezu galoppierende Inflation.

Die im Mittelpunkt stehenden drei Freunde müssen sich gegen ihre Widersacher durchsetzen und man leidet mit ihnen, auch wenn die Methoden, welche sie anwenden, nicht immer legal sind.Neben ihrer Geschichte gibt es auch sehr viel an Informationen zur Geschichte der damaligen Zeit, was ich sehr interessant fand.Da einer der Protagonisten als Kameramann beim Film tätig war,floss auch einiges aus dieser Branche ein.

Mir hat der Abschluss dieser Trilogie sehr gut gefallen und ich empfehle ihn gerne weiter. Von mir gibt es fünf Sterne.

Veröffentlicht am 07.11.2022

Das Schicksal geht manchmal seltsame Wege

Weihnachtszauber in New York
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Luise fliegt nach New York, um ihre Schwester zu unterstützen, die für einen beruflichen Auftrag ein paar Wochen verreisen muss. Ihre Nichte Molly, die nach einem traumatischen Erlebnis stottert,versteht ...

Luise fliegt nach New York, um ihre Schwester zu unterstützen, die für einen beruflichen Auftrag ein paar Wochen verreisen muss. Ihre Nichte Molly, die nach einem traumatischen Erlebnis stottert,versteht sich sehr gut mit ihrer Tante und ist glücklich über den Besuch.Durch einen dummen Zufall nimmt sie am Flughafen den falschen Koffer vom Band. Als sie diesen mit dem Besitzer gegen ihren eigenen Koffer austauschen will, trifft sie auf den gut aussehenden und charismatischen Unternehmer William Cooper. Schon bei der ersten Begegnung fliegen die Funken und rein zufällig (oder auch nicht)laufen sie sich in den nächsten Tagen öfter über den Weg und sie verliebt sich in ihn. Kann es für Sie eine gemeinsame Zukunft geben?

Der Autorin ist es erneut sehr gut gelungen, mich als Leserin in die Geschichte eintauchen zu lassen.Eingebettet in das winterlich verschneite New York,was sich für das größte Fest des Jahres herausputzt,läßt sie eine herzerwärmende Liebesgeschichte vor meinen Augen entstehen,die mich sehr bezaubert hat.Nicht nur Luise hat ihr Herz verloren,auch Molly gewinnt immer mehr Zutrauen zu Will.Mit sehr viel Einfühlungsvermögen, hilft er dem Mädchen, sein Trauma zu verarbeiten. Natürlich gibt es zwischendurch auch ein paar Wolken am Liebeshimmel und ob es ein Happyend gibt ,verrate ich nicht,dafür müßt ihr das Buch lesen.

Veröffentlicht am 06.11.2022

Wer ist der Märchenmörder

Wenn Märchen sterben
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Kurz nacheinander werden zwei Leichen gefunden, die als Märchenfiguren verkleidet waren.Jana Brinkhorst und ihr Team tappen bei ihren Ermittlungen lange Zeit im Dunklen.Als dann noch ihr Kollege unter ...

Kurz nacheinander werden zwei Leichen gefunden, die als Märchenfiguren verkleidet waren.Jana Brinkhorst und ihr Team tappen bei ihren Ermittlungen lange Zeit im Dunklen.Als dann noch ihr Kollege unter Mordverdacht verhaftet wird und es einen weiteren Toten gibt, nimmt der Druck gewaltig zu. Einerseits die Morde aufklären, andererseits ihrem Kollegen, an dessen Unschuld Jana glaubt, zu helfen,bringt sie an ihre Grenzen.

Für mich war es die erste Begegnung mit der jungen Kommissarin und ihrem Team. Ich hatte jedoch kein Problem damit, weil es sich um einen abgeschlossenen Fall handelt. Es herrschte von Anfang an große Spannung und ich habe eifrig mitgerätselt und hatte auch tatsächlich einige richtige Ideen,an denen ich durch die geschickt gelegten Fährten aber immer wieder zweifelte.Obwohl es beim Auffinden der Leichen einige gruselige Szenen gab,stand eindeutig der psychologische Aspekt im Vordergrund,was mir sehr gut gefiel. Wie bei einem Puzzle fügten sich die einzelnen Teile nach und nach zusammen und es kam zu einer spannenden Auflösung.

Mich hat der Krimi für einige Stunden gefesselt und ich sehe voller Freude dem nächsten Teil entgegen.